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Test: Korg, KAOSS Pad Quad, Effektprozessor

18. August 2011

Effektgerät

Heute befindet sich sicher eines der bekanntesten und beliebtesten DJ-Effekgeräte, das KORG KAOSS Pad in seiner neuesten Auflage im Amazona Test. Der neue und vierte Sprössling der nunmehr bereits zwölf Jahre währenden KAOSS Pad Reihe hört auf den Namen Quad. Korg ist immer wieder für eine Überraschung gut, da das Konzept erneut abwandelt wurde und nun 4 Effektsektionen mit unterschiedlichen Effekttypen Einzug ins Pad halten. Dabei soll das nun sehr farbenfroh beleuchtete Touchpad nach wie vor intuitiven Zugang zu äußerst umfangreichen Effektketten bieten. 

Was das neue KAOSS Pad kann, seht ihr im folgenden Test. 

Zunächst zum Äußeren. Das KAOSS Pad Quad kommt im schlichten, schwarzen Metallgehäuse daher, welches hervorragend verarbeitet ist und einen sehr soliden Eindruck hinterlässt. Mit einer Fläche von 18,5cm x 21,3cm und einer Höhe von gut 4cm, sollte das handliche Effektgerät fast überall einen Platz finden. Dank der kleinen Gummifüßchen steht es dann fest und ohne Rutschgefahr. 

Das KAOSS Pad Quad

Das KAOSS Pad Quad

Auf der Rückseite finden sich ein Audioein- und -ausgang in Cinch-Format sowie der Anschluss für das mitgelieferte Netzteil mit einem Power-Schalter. Auch ein Mikrofoneingang und ein Kopfhörerausgang, beide regelbar, sind hier untergebracht. Darüber hinaus befindet sich dort der Direct/Send-Schalter, der es ermöglicht, das KAOSS Pad in zwei verschiedenen Modi zu betreiben. Direct bietet sich an, um das Pad direkt zwischen Klangquelle und beispielsweise einem Mixer zu betreiben. Sind keine Effekte gewählt, wird das Originalsignal durch das Gerät geleitet. Der Depth-Regler auf der Oberfläche links regelt dabei den Effektanteil von 0-100 Prozent. Im Send-Modus wird dagegen nur das Effektsignal ausgegeben. Hier regelt der Depth-Regler die Lautstärke des ausgehenden Signals. Dieser Modus eignet sich am besten, wie der Name schon sagt, für das Einschleifen des Effektgerätes als Send-Effekt in ein Mischpult. Weggefallen sind die MIDI-Konnektivität. Somit ist man rein auf das Manipulieren der eingehenden Klänge mit den Möglichkeiten, die einem die Finger geben, fixiert und hat keine weitergehenden Steuer- oder Editiermöglichkeiten.

Rückseite mit Anschlüssen

Rückseite mit Anschlüssen

Forum
  1. Profilbild
    mira

    mich würde interessieren, ob sich im Vergleich zum Kaoss-Pad 3 die Klangqualität der Effekte verbessert hat?

    Ich hatte das KP3 verkauft, weil mir die Qualität einiger Effekte, insbesondere das reverb nicht zusagte. Dieses erreichte nicht ansatzweise die des Einsteigermodells TC m-350. Auch das TC nova reverb spielt noch in einer anderen Liga.

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      s.spieker  RED

      Hallo Mira,

      ich habe leider keinen direkten Vergleich zum KAOSS Pad drei, wohl aber zum KAOSS Pad Mini, was ja so viel ich weiß die gleiche Effekt-Engine haben soll und da kann ich dem Quad nur eine höhere Qualität bescheinigen. Für Studio-Anwendungen und auch unter Reverb-Spezialisten, gibt es sicherlich noch hochwertigere Hall-Effekte, aber das KAOSS Pad Quad macht auch in diesem Bereich eine gute Figur und wirkt keinesfalls billig.

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        mira

        ich hatte ja bewust Lo-cost reverbs genannt und keine Spezialisten. Das Tool ist gut, aber die Klangqualität kommt einfach nicht an ein Einsteiger-TC heran, an die (etwas teureren) eventide stompboxes ebenfalls nicht.

        Aber das Kaoss-Konzept ist ja ein anderes. Mit der Klangqualität der von mir genannten Beispiele wäre das KP für mich ein „must have“.

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      AMAZONA Archiv

      Hi mira,

      die Reverb-Qualität hat sich nicht geändert. Sie entspricht dem KP mini. Hintergrund ist der: Dieser Reverb will im wahren Sinne des Wortes ein Effekt sein, also richtig schön plakativ. Edle, natürliche Simulation machen andere, die Kaosspads sind für Arbeit am Dancefloor gedacht, wo dieser Reverb schön über den Hall des Clubs drüber gelegt wird. Wenn ich mir vorstelle, wie hallig das Berghain oder der Tresor in Berlin ist, dann muss der DJ-Effekt da sehr plakativ rüber kommen.

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        mira

        2 verschiedene Antworten machen es nicht leichter.

        Das Konzept ist gut, ich gehe aber auch mal davon aus, dass sich die Klangqualität nicht verändert hat. Mag sein dass es für DJ’s das richtige Tool ist, für Musiker „kommt darauf an“.
        Ich habe mein KP3 jedenfalls verkauft, nicht allein wegen des reverbs auch einige andere Effekte hatten „Treppchen“ in der Auflösung oder wirkten eher metallisch und künstlich, ich meine wenig musikalisch im Grundsound. Kann es leider nicht anders beschreiben, einige werden sicher so etwas mögen – für Musiker ist es ja in erster Linie nicht gedacht, deswegen auch die Chinchanschlüsse ;-)

  2. Profilbild
    mira

    seit einigen Tagen erscheint hier die schlechteste User-Bewertung „Finger Weg“.
    4 Sterne hätte ich auch nicht vergeben, allenfalls 2, aber ich enthalte mich, weil mir das Gerät einfach nicht vorliegt.

    Also, bevor jemand auf falsche Gedanken kommt, ich war’s nicht.

    Es wäre doch hilfreich, wenn derjenige kurz erläutern würde, warum diese schlechte Bewertung? Ansonsten muß man von einem Spaßbewerter ausgehen.

  3. Profilbild
    s.spieker  RED

    Mir hat jedenfalls das KAOSS Pad Quad im Vergleich zum Mini noch wesensentlich besser gefallen, sowohl vom Handling als auch vom Effektangebot, auch wenn der Reverb ja dann der gleiche zu sein scheint. Als Studiogerät oder live würde ich es als Kreativtool auch einsetzen wollen, auch wenn der Testbericht ja vorrangig für den Einsatz im Dj Bereich geschrieben wurde…deshalb sehe ich die gute Bewertung schon gerechtfertigt. Wenn man Wert auf gute Einzeleffekte legt dann gibt es sicher hier und da Abstriche, im gesamten macht es ner einfach Spaß und bietet dabei auch spezialeffekte wie einen echt guten Tapestop o.ä. Also einfach mal schauen und ausprobieren ob einem das gerät das gibt was man sucht!

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