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Test: Mackie Freeplay Live, Bluetooth Aktivboxen

26. August 2018

Mobiler Blauzahn mit Akkubetrieb

Tragbare Lautsprecher mit Akkubetrieb und Bluetooth sind im Trend und erfreuen sich anscheinend großer Beliebtheit. Auch Mackie möchte den Anschluss nicht verpassen und bietet ganz neu die Freeplay Serie an. Sie umfasst drei Modelle in unterschiedlichen Größen für ganz verschiedene Anwendungsbereiche. Mackie Freeplay Live ist eine Personal-PA mit integriertem Mixer für kleinere Gigs, Straßenmusik, Lesungen, Präsentationen. Freeplay Home und Freeplay Go sind dagegen für das reine Musikhören gemacht. Alle drei verfügen über kräftige Lithium-Ionen-Akkus, mit denen lange Laufzeiten von bis zu 15 Stunden möglich sein sollen. Und alle versprechen ordentlich Spaß, so zumindest mein erster Eindruck. Das gleichzeitig schlichte, wie für meinen Geschmack ansprechende Design der drei Aktivlautsprecher, ist ein weiteres Merkmal der neuen Freeplay Serie.

Mackie Freeplay Live Aktivlautsprecher

In diesem Bericht befasse ich mich mit Mackie Freeplay Live. Die zwei anderen Bluetooth-Speaker dieser Serie werde ich in einem weiteren Testbericht vorstellen.

Kompakt: Mackie Freeplay Live

Gerade einmal 3 kg bringt Freeplay Live auf die Waage. Bei Abmessungen von lediglich 198 x 356 x 178 mm (H x B x T) trifft die Bezeichnung kompakt locker zu. Zum einfachen Hantieren gibt es auf der Oberseite einen Eingriff, der vier Finger meiner Hand gut aufnimmt. Das mattschwarze Kunststoffgehäuse und das feinlochig gearbeitete, aber dennoch robuste Lautsprecherschutzgitter an der Vorderseite, lassen diesen Aktivlautsprecher edel aussehen. Dabei ist die Oberfläche nicht einmal empfindlich.

Mackie Freeplay Live frontal

Durch die Frontabdeckung hindurch sind drei Lautsprecher zu erkennen. Zentral angeordnet findet sich ein 6-Zoll Tieftöner, links und rechts umgeben von je einem 1-Zoll Hochtöner mit Waveguide. Zwei Bassreflex Öffnungen sollen für mehr Schub im Tieftonbereich sorgen. Der Frequenzgang von 60 Hz bis 20 kHz (-10 dB) ermöglicht ein weites musikalisches Spektrum von kräftigen Bässen bis in den crispen Höhenbereich. Und die kräftige Class-D Endstufe liefert mit ihren 150 Watt Peak (75 Watt RMS) einen maximalen Schalldruck von 115 dB SPL.

Die Trennung der Frequenzweiche liegt bei 3 kHz und das ist mit Blick auf den Tieftöner mit seinem Durchmesser von rund 15 Zentimetern ein angemessener Wert. Mit einer Dispersion von 90 Grad liegt Mackies Freeplay Live in einem Bereich, der dem horizontalen Abstrahlverhalten von zahlreichen konventionellen Lautsprecherboxen entspricht.

Der Hersteller verspricht eine ununterbrochene Laufzeit des wiederaufladbaren 2600 mAh Lithium-Ionen-Akkus von bis zu 15 Stunden. Dass dies natürlich stark von der Lautstärke und vom Musikmaterial abhängig ist, dürfte jedem klar sein. Kräftige Bässe und hohe Leistungen sind grundsätzlich ordentliche Energieschlucker.

Freeplay Live Rückseite

Rückseite

Gleich drei Kanäle können mit Freeplay Live nach Lust und Laune gemischt werden. Als Eingänge stehen dafür auf der Rückseite zwei Kombobuchsen (XLR und 6,35 mm Klinke) für dynamische Mikrofone und Instrumente und eine kleine 3,5 mm Stereobuchse (Aux In) für Line-Signale zur Verfügung. Statt der Buchse Aux In und mit einer Kabelverbindung kann der dritte Kanal auch drahtlos über Bluetooth beschickt werden. Beides gleichzeitig ist nicht möglich. Bluetooth in der Version 4.2 leistet hier aber noch mehr. Mit der kostenlosen Freeplay Connect App kann das Gerät bequem ferngesteuert werden, dazu mehr im Praxistest.

Rückseite

Anschlüsse auf der Rückseite

Zurück zur Rückseite. Am symmetrischen 6,35 mm Klinkenausgang Mon Out liegt das summierte Monosignal an. Also das, was an den Eingängen ankommt. An diesem Klinkenausgang kann zum Beispiel ein Aktivlautsprecher oder ein Subwoofer angeschlossen werden. Das Mon Out Signal wird vor dem Master-Regler abgenommen, bedeutet also, dass Lautstärkeänderungen der Summe nicht das ausgegebene Signal beeinflussen. EQ-Einstellungen, Einstellungen der Eingangskanäle oder Hallanteile sind hier aber hörbar. Was wiederum den Einsatz eines Subwoofers an diesem Ausgang fraglich erscheinen lässt.

Montage auf dem Mikrofonstativ

Der Netzschalter und die Anschlussbuchse (DC In) für das mitgelieferte Ladegerät oder die externe Stromversorgung vervollständigen die aufgeräumte Rückseite. Wo wir gerade beim Zubehör sind. Mitgeliefert wird ein Adapter für die Montage des Gerätes auf einem Standard-Mikrofonstativ. Eine gute Lösung, denn bei dem geringen Gewicht des Freeplay Live wäre ein klobiges Lautsprecherstativ auch optisch überdimensioniert.

Unterseite mit Aufnahme für den Stativadapter

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