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TEST: Mackie SRT212 und Mackie SRT215 Aktivboxen

26. August 2021

Neue Mackie SRT-Serie: Professionelle Performance zum fairen Preis?

TEST: Mackie SRT212, Mackie SRT215 Aktivboxen

Die neuen Mackie SRT212 und Mackie SRT215 (links) Aktivboxen werden bei einem Festival in freier Natur getestet

Mit der neuen SRT-Serie zielt man laut Mackie auch auf den professionellen Markt ab, bietet die Produkte aber in einem durchaus für Enthusiasten und Hobby-Musiker erschwinglichen Preisbereich an. Das klingt interessant genug, um sich diese Lautsprecher einmal genauer anzusehen. Zum Test lagen uns die Aktivboxen Mackie SRT212 und Mackie SRT215 vor. Diese können um den passenden Subwoofer Mackie SR18S erweitert werden. Die Lautsprecher sollen sich im Rahmen dieses Tests bei einer kleinen Outdoor-Veranstaltung bewähren.

Ausstattung und Merkmale der Mackie SRT-Serie

Es handelt sich hier um klassische 2-Wege-Systeme. In den Mackie SRT215 werkeln jeweils ein 15“-, in den Mackie SRT212 ein 12“-Tiefmitteltöner sowie ein Hochtonhorn. Die Chassis werden bei beiden Modellen lüfterlos von zwei Class-D-Endstufen mit 1400 W und 200W angetrieben. So sollen 132 dB Schalldruck (SRT212) und 133 dB (SRT215) erreicht werden. Und das Ganze zu Ladenpreisen von 575,- Euro für die Mackie SRT212 und etwa 100 Euro mehr für die große Schwester. Zur Familie gehört übrigens auch noch ein kleiner Bruder mit dem Namen Mackie SRT210, der über nahezu identische Eigenschaften verfügt.

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TEST: Mackie SRT212, Mackie SRT215 Aktivboxen

Jeder Lautsprecher hat zwei Mono-Eingänge in Form von XLR/Klinke-Kombibuchsen sowie einen Stereo-Miniklinke-Eingang. Bei den Mono-Eingängen ist die Besonderheit, dass CH 1 im Menü von Line-Eingangspegel auf Mic umgestellt werden kann, um dynamische Mikrofone direkt anzuschließen. CH 2 hingegen kann auf Hi-Z umgestellt werden, womit das Anschließen von Quellen mit hoher Impedanz, wie z. B. E-Gitarren oder -Bässen möglich wird. Ein Duo, je nach Besetzung, könnte also möglicherweise ohne weiteres Mischpult auftreten. Das Menü kann über einen drehbaren Encoder mit Push-Funktion bedient und über ein relativ kleines Display an der Rückseite abgelesen werden. Die passende App für iOS und Android liefert Mackie gleich mit, sodass man mit einem per Bluetooth verbundenen Gerät alle Steuerungsfunktionen bedienen kann. Aber auch ohne die App kann man via Bluetooth Musik auf das Gerät streamen, so wie man es gewohnt ist. Dafür wird dann der Stereokanal „CH 3/4“ benötigt. Alternativ kann die Miniklinkenbuchse als Eingang genutzt werden. Steckt dort ein Stecker, bleibt das Bluetooth-Streaming stumm.

Unter den Mono-Eingängen befinden sich jeweils Direct-Outs, die das jeweils anliegende Eingangssignal direkt weiterleiten. Als dritter Ausgang steht noch ein Mix-Out zur Verfügung. Dieser gibt das komplette Mischergebnis raus und ist auch im Zusammenhang mit weiteren Lautsprechern interessant. Hier kann man beispielsweise einen Subwoofer anschließen, dem man mittels der integrierten Frequenzweiche direkt ein bandbegrenztes Signal liefern kann. Die Frequenzweiche hat dabei eine Standard-Einstellung für den passenden Mackie Sub, kann aber auch in 1 Hz Schritten auf eine selbstgewählte Trennfrequenz zwischen 40 und 160 Hz gestellt werden. Weiterhin bietet der interne DSP ein Delay von bis zu 100 ms. So spart man für die eine oder andere Anwendung den Lautsprecher-Controller oder externe Frequenzweichen.

Das Herzstück des DSP stellen jedoch die Algorithmen da, die mittels FIR-Filtern nicht nur den Frequenz-, sondern auch den Phasengang des Lautsprechers korrigieren. Einfach gesagt soll dadurch eine neutralere Audiowiedergabe ohne viel Färbung möglich sein – die Box klingt so besser, als wenn man einfach nur „Frequenzen zieht“. Mackie gibt seinen Topteilen fünf Algorithmen mit: Flat, Live, Speech, Club und Mon. Diese sollen für den jeweiligen Anwendungszweck die optimale Grundabstimmung liefern. Außerdem ist in jedem Eingangskanal noch eine einfache 3-Band-Klangregelung integriert.

TEST: Mackie SRT212, Mackie SRT215 Aktivboxen

Rein äußerlich handelt es sich um ein Kunststoffgehäuse, das ordentlich verarbeitet wirkt. Die Lautsprecher haben 3 Griffe, links, rechts und oben, sind mit 14,7 kg und 16,8 kg angenehm leicht und daher gut zu tragen. Um den professionellen Anspruch zu befriedigen, hat Mackie den Lautsprechern M10-Flugpunkte spendiert. Diese sind etwas raffiniert versteckt, nimmt man sie zuerst nur als Schrauben am oberen Griff wahr. Demontiert man diesen, kann man die freigelegten M10-Gewinde zur Aufhängung nutzen – sofern man über die entsprechende Berechtigung verfügt, versteht sich. Die Lautsprecher haben auch beidseitig eine Schräge mit jeweils 4 Gummifüßen, um als Monitorlautsprecher aufgestellt werden zu können. Diese ist im Handbuch mit 45 Grad angegeben, was schon wenig ist. In Wirklichkeit ist der Winkel noch mal deutlich kleiner, sodass die Lautsprecher recht flach über den Boden strahlen und man leider sagen muss, dass es für Monitoranwendungen bessere Kisten gibt. An der Front prangt unten eine giftgrüne LED-Linie, die wahlweise als Betriebsanzeige oder Pegel-Disco verwendet werden kann. Auch die komplette Deaktivierung ist möglich.

Mackie SRT212 und Mackie SRT215 Aktivboxen bei einem Festival

Ein kleiner Ort am Rande von Brandenburg, am Rande der Zivilisation, am Waldrand. Hier soll ein kleines Festival mit drei Livebands vor etwa 100 Gästen stattfinden. Für den Test nehme ich mutig die Lautsprecher mit, ohne diese vorher auch nur mal eingeschaltet zu haben. Los geht es beim Aufbau. Natürlich wird erst mal die Bühne gebaut. Aber daneben steht die Mackie SRT215 einfach im Gras und bekommt schon mal per Bluetooth die bevorzugte Stimmungsmusik der Aufbauhelfer. Schon mal gut, um die Leute bei Laune zu halten. Auch sehr praktisch: Man kann zwei Lautsprecher einfach linken, sodass die Bluetooth-Geschichte dann auch in Stereo funktioniert. Dies geht mit der App, aber auch direkt am Gerät übers Menü. Was mir aber gleich auffällt: Der Abstrahlwinkel ist nominell mit 90 Grad in der Horizontalen angegeben. Das mag auch für 1 kHz stimmen, aber gefühlt darf man nicht weit aus dem Sweetspot gehen. Das ist nicht unbedingt ein Nachteil, sondern hängt natürlich stark vom Einsatzzweck ab. Man sollte hier nur keine besonders breit abstrahlenden Lautsprecher erwarten, sonst wird man eventuell enttäuscht.

Nachdem alles Grobe steht, wird nun die eigentliche Tonanlage aufgebaut. Die 15er von Mackie dienen als Main-PA, unterstützt werden sie von vier älteren 18er Bässen von Proel in Zahnlückenaufstellung. Material, das man gern mal in den Wald stellt, weil es einfach nicht totzukriegen ist. Zur Frequenztrennung wird ein Behringer DCX 2496 genutzt. Die in der Mackie SRT215 integrierte Frequenzweiche bleibt daher deaktiviert. Der Controller trennt bei 100 Hz. Ich hingegen trenne mich per Klick im Menü von der grünen Beleuchtung an der Front. Erleichterung bei den Aufbauhelfern, die nicht geglaubt hätten, dass dies möglich sei.

Der erste Song von Toto läuft, die Anwesenden rollen mit den Augen bei den immer gleichen Soundcheck-Titeln. Eine Seite ist lauter, Kabel checken, Controller prüfen, Kanäle tauschen. Rechts bleibt lauter. Erst spät bemerke ich, dass ein Lautsprecher nicht im Modus „Flat“ ist. Nach einem kurzen Factory-Reset beider Lautsprecher muss ja eigentlich alles stimmen. Nur jetzt ist die andere Seite lauter. Die Ursache ist diesmal schnell gefunden, jetzt ist es der manuelle Pegelsteller. Man kann nämlich im digitalen Mixer leiser machen, hat aber außerdem noch analoge Regler an jedem Eingang. Puh, alles nur Bedienungsfehler. Aber es liegt auch ein bisschen im Konzept begründet. Wo man viel einstellen kann, kann man auch viel verstellen. Als Beschallungsmensch mag ich eigentlich die Kisten, die einen einzigen Eingang und maximal einen Regler haben. So wie man es im wirklich professionellen Bereich gewohnt ist. Da möchte niemand ein Mikrofon und eine Gitarre direkt in die Box stecken. Aber hier muss man sich vor Augen führen, dass diese Serie eben doch eine viel breitere Zielgruppe anspricht. Ich behaupte, man hat hier vor allem an Musiker und DJs gedacht, denen man die Marketing-Botschaft vermittelt, dass sie mit diesem Gerät in der Profiliga angekommen wären. Das meine ich nicht abschätzig, sondern nur als Einordnung. Aber wie ist denn jetzt der Sound? Gibt es Profisound zum Amateurpreis?

Ich muss zugeben, ich bin beeindruckt. Recht klar und druckvoll gehen die Lautsprecher zur Sache, spielen mühelos mit den vier Bässen mit, klingen bei keiner Lautstärke angestrengt oder verzerrt. In diesem Preisbereich machen die Lautsprecher sound- und leistungsmäßig ihren Job wirklich bestens. Später treffe ich einen Gast, der selbst Veranstalter ist. Er hat für seinen Laden vor einigen Jahren teures Zeug der Edelschmiede Martin Audio angeschafft und hat feine Ohren. Auch er lobt den Sound. Vielleicht mache ich nur meinen Job am Pult besonders gut? Oder die Bands? Aber auch mein Kollege, der die andere Band mischt, lobt den Sound. Es muss wohl etwas dran sein. Sound und Leistung stimmen. Es wird hier ein gut ausgestattetes Paket geboten, allein schon die FIR-Filter sind in der Preisklasse noch nicht gerade Standard.

TEST: Mackie SRT212, Mackie SRT215 Aktivboxen

Für das Monitoring sind die etwas kleineren Mackie SRT212 aufgebaut. Hier ist es auf der kleinen Bühne doch schon etwas schwierig, sie weit genug weg zu stellen, um mit dem flachen Winkel die Musikerohren zu treffen. Für den sitzenden Keyboarder der dritten Band klappt es aber ganz gut. An den Drums habe ich den Lautsprecher gleich aufrecht auf eine große Kiste gestellt, die dort als Dekoration stand. Der Schlagzeuger freut sich, die Signale föhnen ihm ins Gesicht. Er bittet mich, wieder leiser zu machen. Mein Kollege, der die andere Band mischt, sagt mir später noch, dass er sehr wenig Rückkopplungsneigung festgestellt hat. Das ist immer ein Zeichen für einen guten Frequenzgang ohne ausgeprägte Resonanzen. Und sicher tut das „Mon“-Preset seinen Teil dazu, wie wir später noch sehen werden.

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Nachts geht die Party weiter. Die Lautsprecher müssen noch bis 6 Uhr morgens die Signale der Plattenspieler verstärken, tun das ohne zu murren und werden später noch vom DJ gelobt.

TEST: Mackie SRT212, Mackie SRT215 Aktivboxen

Kommen wir nun zu den Schattenseiten der Mackie SRT212 und Mackie SRT215 Aktivboxen: am nächsten Morgen, also gegen 14 Uhr, plötzlich fluchende Helfer. Der Lautsprecher lässt sich nur mit äußerster Mühe und mit zwei Personen vom Stativ lösen. Was ist da denn los? Der schön feste Sitz auf dem Stativ war mir am Vortag noch positiv aufgefallen. Wobei ich mich da auch schon einmal über den Stativflansch geärgert hatte: Es gibt zwei Löcher – eines für aufrechte und eines für nach unten geneigte Position. Diese sind aber nicht beschriftet. Das lösen andere Hersteller besser. Ich hatte Glück und hatte mich gleich für das richtige entschieden, sonst wäre mir vielleicht das klemmende Stativ schon am Vortag aufgefallen? Na gut, denke ich – das Stativ war von einer preiswerten Hausmarke. Wenn ich zu Hause bin, mache ich noch ein paar Messungen und nutze dafür meine eigenen Stative. Aber ich traue es mich kaum zu schreiben – auch hier muss ich den Lautsprecher erst hinlegen, da ich sonst unweigerlich das Stativ mit anhebe, beim Versuch, den Lautsprecher auf herkömmliche Weise abzunehmen. Diese Boxen sind doch für Bands und DJs gemacht. Und aus meinem früheren, eher kurzen Tourleben weiß ich: Beim Abbau mitten in der Nacht gibt es kaum etwas Schlimmeres, als mit letzter Kraft Boxen vom Stativ zu heben. Nicht auszudenken, wie die Gefühle da hochkochen, wenn das nicht funktioniert. Beim Stativflansch sollte also generell nachgebessert werden.

Was noch auffällt: Die Oberfläche sieht auf den ersten Blick ganz gut aus, ein Anthrazit bis Schwarz in leicht matter Optik. Dezent. Ist natürlich auch ein ziemlicher Staubfänger. Hier sind die mit Strukturlack versehenen Holzkisten aus der Profiliga nach meinem Empfinden unempfindlicher, bei Mackie gibt es das bei der SRM-Serie. Auch muss ich feststellen, dass die Oberfläche sehr weich ist, schnell Kratzer abbekommt. Wer pfleglich mit seinem Material umgehen kann, den wird das weniger stören. Wenn ich aber bei Mackie lese, dass diese Lautsprecher auch für den Rental-Betrieb empfohlen werden, kommen mir Fragen. Ich kann jedenfalls empfehlen, vor dem ersten Transport direkt die passenden Taschen zu erwerben. Aber das gilt eigentlich für jede Box.

Eine weitere Auffälligkeit der Mackie SRT212 und Mackie SRT215 Aktivboxen: Beim ersten Start der SRT Connect App wird mir empfohlen, das Firmware-Update für die Mackie SRT212 zu installieren. Dies würde einige Minuten dauern. Als ich wieder im WLAN bin, wage ich den Schritt. Das Update soll über Bluetooth von meinem Android-Handy direkt auf die Box übertragen werden. Nach 10 Minuten verharrt der Balken auffällig lang bei ca. 25 %. Ich sehe nach einer Stunde noch mal nach, aber mehr hat sich nicht getan. Vermutlich hätte ich einen neuen Versuch wagen sollen, aber dann ruft ein Kunde an und Zeit ist Geld.

Die App sieht ansonsten genauso aus wie das Display auf der Rückseite der Box, nur größer und besser. Einzig die Pegelausschläge werden leider nicht auf das Handy übertragen. Ansonsten funktioniert alles bestens und ist angenehm zu bedienen. Interessant ist die App sicher nur, wenn man tatsächlich über Bluetooth streamt oder den kleinen integrierten Mixer tatsächlich als solchen nutzt. Für die reine Einrichtung als Beschallungsbox würde ich bei den rückwärtigen Bedienelementen bleiben.

TEST: Mackie SRT212, Mackie SRT215 Aktivboxen

Messungen der Mackie SRT212 und Mackie SRT215 Aktivboxen

Ein reflexionsarmer Messraum für eine saubere Freifeld-Messung stand mir nicht zur Verfügung. Also nutze ich die bestmögliche Annäherung: draußen im Grünen, Wiese, fast keine Hindernisse. Als Messmikrofon diente das freifeldentzerrte EMX-7150, die Messeinrichtung war pegelkalibriert mittels Schallpegelkalibrator Center 326.

Die versprochenen 133 dB konnte ich aus der Mackie SRT215 nicht rauskitzeln. Schon gar nicht im Freifeld, aber auch nicht vor der Wand und auf dem Boden stehend. Selbst bei linearer Messung weder mit Sweeps, noch mit Rosa Rauschen. Die Messeinrichtung war so kalibriert, dass 139 dB messbar gewesen wären, das Mikrofon schafft auch über 140 dB. Vielleicht misst Mackie nicht wie ich in 1 m Abstand vor dem Lautsprecher oder verwendet noch ein anderes Testsignal. Bei mir wurden mit Mühe einmal kurz 129,5 dB Peak gemessen. Was auch schon beachtlich ist. Die Mackie SRT215 ist auch gefühlt ziemlich laut. Meine Vermutung ist, dass auch die Marketing-Abteilung bei solchen Angaben noch mitreden darf. Wenn die direkten Konkurrenten auch alle 132 dB an ihre 12er Kisten schreiben, ist der Druck eben groß. Hier kann man wohl keinen großen Vorwurf machen. Ich würde sogar behaupten, dass einige der Konkurrenten noch viel stärker beschönigen.

Interessant ist für mich auch nicht das letzte dB, sondern der Klang. Und der ist tatsächlich sogar bei hohen Pegeln immer gut, auch der gemessene Frequenzgang bleibt zu höheren Pegeln stabil. Ich habe mich aber entschieden, die Messungen bei durchschnittlicher Konzertlautstärke zu machen. Man sieht hier gut, dass die Mackie SRT212 fast mit der SRT215 mithält. Im mittleren Frequenzbereich ist sie etwas unruhiger als die große Schwester, was dem geübten Hörer nur im direkten Vergleich auffällt. Lediglich bei den tiefsten Frequenzen muss sie sich früher geschlagen geben. Die Angaben im Handbuch 52 Hz und 46 Hz als untere Grenzfrequenzen bei einer Toleranz von -3 dB werden nach meiner Messung zumindest fast erreicht. Wer die letzten 5-10 Hz nicht benötigt, kann zur 12er greifen und so Platz, Gewicht und Geld sparen. Wird jedoch ein Fullrange-Einsatz angestrebt, rate ich zum größeren Modell. Im Bereich um 200 Hz könnte bei beiden Lautsprechern je nach Gegebenheit eine leichte Absenkung am EQ helfen, um gerade in Innenräumen etwas „Dröhn“ aus dem Klang zu nehmen.

TEST: Mackie SRT212, Mackie SRT215 Aktivboxen

Nun interessiert mich noch, wie sich die fünf Betriebsmodi auf den Frequenzgang auswirken. Die Messungen habe ich exemplarisch an der Mackie SRT212 durchgeführt. Diese sind zur Veranschaulichung etwas stärker geglättet.

TEST: Mackie SRT212, Mackie SRT215 Aktivboxen

Bemerkenswert ist vor allem die wirklich starke Absenkung um 6 kHz im Monitorbetrieb. Hier kommen in aller Regel die wirklich fiesen Rückkopplungen vor, die auf diese Weise recht wirksam unterdrückt werden. Ein bisschen geht das natürlich auf Kosten der Konsonantenverständlich bei Sängern. Aber für den reinen Monitorbetrieb sollte dieser Modus dem Nutzer eine Menge Ärger ersparen.

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Fazit

Ist das nun Profimaterial zum Schnäppchenpreis? Mackie bietet mit der SRT-Serie interessante Produkte mit professionellem Output und einer Ausstattung, die im Profibereich fast ein bisschen „too much“ wäre. Hier wurde eher versucht, an jede Art von Anwender zu denken. Auf der anderen Seite ist das Polypropylen-Gehäuse ein bisschen zu wenig professionell für das ganz harte Geschäft. Die Zielgruppe der SRT-Serie bleiben die Einzelkämpfer, Enthusiasten und Musiker mit gehobenem Anspruch. Wer genau dieses Budget zur Verfügung hat und mit den genannten kleineren Schwächen leben kann, macht hier sicher keinen Fehler und wird mit bester akustischer Performance belohnt.

Plus

  • laut
  • leicht
  • klingt
  • hat sehr viele Funktionen

Minus

  • empfindliche Oberfläche
  • verschmilzt mit dem Stativ
  • hat sehr viele Funktionen

Preis

  • 575,- Euro (SRT212)
  • 669,- Euro (SRT215)
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