BLUE BOX: MAM MB-33, MB-33 MK II, Freebass FB383

HANDHABUNG

Im Endeffekt lässt sich die MB33 fast wie eine TB-303 bedienen. Identische Regler und ähnliche Parameter ließen damals Hunderte von Technojüngern zum Nachbau greifen. Allein durch den geschickt gewählten Namen (spätere Modelle von anderen Firmen waren sich da nicht zu schade, noch einen drauf zu setzen!) und die gleiche Benennung der Bedienelemente suggerierte MAM dem Zielpublikum „Acid-Sound zum Einsteigerpreis“. Denn die MB33 kostete bei Erstauslieferung gerade mal so um die 300 DM. Ende 2000 lag der Preis bei THOMANN sogar nur noch bei 99,- Euro.

Aber für was eignet sich eigentlich die 19“-Flunder und macht ein Acid-Bass-Synth nach der großen Acid-Euphorie überhaupt noch Sinn?

Freebass 1

SOUND

Eine TB-303 Emulation bekommt man mit der MB-33 allemal hin. Zu 100% ist der TB-303 Sound in all seinen Schattierungen durch die MB-33 nicht zu reproduzieren. Gerade im Bereich „Selbstoszillation“ ist der Original-Japaner von Roland bissiger, während der Erlangener noch brav zwitschert. Trotzdem ist im Rahmen des Klangspektrums das authentische Acid-Feeling reproduzierbar und allemal für wenig Geld erreichbar. Sozusagen die Demokratisierung der Acid-Welle. Retro-Fans und Neu-Acid-Freaks werden ihre ersten „Aha“ Erlebnisse haben, genauso wie sich Technik-Fetischisten mal über einen auf den ersten Blick erklärenden Synth freuen dürften.

Durch den Wegfall des Sequencers und die Zusammenführung von 303-Klangerzeuger und MIDI-Schnittstelle wurden aber auch ganz neue Einsatzgebiete für einen so minimalistischen Bassexpander erschlossen. Schnöde Bassbegleitung und komplexe Sequencer-Figuren sind ohne Komplikationen möglich und die MB-33 macht bei dieser Aufgabe eine sehr schlanke Figur. Deepe Off-Beat Bässe sind genauso im Poti-Umdrehen gebastelt wie die typischen 80er Jahre Italo-Disco Sägezähne. Leider ist man mit vier Oktaven Oszillator-Umfang etwas limitiert.

Forum
  1. Profilbild
    Basicnoise  

    Schöner Test, da bekomme ich ja fast Lust der Kiste nochmal eine Chance zu geben. Bei mir flog sie sehr schnell wieder raus. Ich fand den Sound so gar nicht 303ig. Es gab bei recht hoher Resonanz und leicht geöffnetem Filter immer eine Position, in der es wirklich gut nach 303 klang, aber sobald man schraubte, ging das sofort verloren. Ganz anders als zum Beispiel die Acidlab Bassline, die meiner Meinung nach in egal welcher Einstellung immer sehr nah an das Original rankommt. Die durfte dann auch bleiben :)

Kommentar erstellen

Die AMAZONA.de-Kommentarfunktion ist Ihr Forum um sich persönlich zu den Inhalten der Artikel auszutauschen. Sich daraus ergebende Diskussionen sollten höflich und sachlich geführt werden. Haben Sie eigene Erfahrungen mit einem Produkt gemacht, stellen Sie diese bitte über die Funktion Leser-Story erstellen ein. Für persönliche Nachrichten verwenden Sie bitte die Nachrichtenfunktion im Profil.