Test: Din Sync RE-303, die beste TB-303 ever!

23. Februar 2019

Besser als das Original

Din Sync RE-303 Silber

Din Sync RE-303 silber

Um es direkt vorab zu sagen, der RE-303 Basssynthesizer ist ein Replika und kein Clone. Es ist ein 1:1-Nachbau der legendären Roland TB-303 und es ist ein DIY-Gerät. Warum dann also einen Testbericht verfassen, wenn es im Inneren dem Original entspricht ?

„Weil es keine TB-303 ist“

Somit wird in diesem Artikel ein Gerät und dessen Entstehung sowie ein Vergleich zum Original aufgezeigt. Wer noch mehr Hintergrundinformation zur TB-303 lesen möchte, kann gern den Blue Box Artikel: HIER KLICKEN

Din Sync RE-303 Schwarz

Din Sync RE-303 schwarz

Zum Anfang

Die Entstehungsgeschichte der RE-303 war in 2015, genauer gesagt in Schweden, in Paul Barkers Werkstatt. Paul Barker, auch bekannt als Eurorack Modulhersteller „Din Sync“, ist ein sehr großer Acid-Fan und bekam von einen Freund eine TT-303, jedoch war er von dem Klang nicht vollumfänglich begeistert. Als versierter Hobby-Elektroniker öffnete er das Gerät und war gelinde gesagt unzufrieden.

„Was tun“?

Das was ein Elektroniker so macht, das Original nehmen und die Leiterplatine nachbauen, aber nicht irgendwie, sondern 1:1, also auch jede Leiterbahnverbindung genau dort lang legen, an dem auch das Original seine Verbindung (Trace) hat. Der entscheidende Vorteil bei dieser Methode ist, dass man hinterher ein 1:1-Ersatzteil hat oder eben die Basis für ein neues Gerät.

RE-303 Mainboard im hinteren Teil, Quelle: Andreas Kump

An der Stelle sei erwähnt, dass dieses rechtlich absolut problemlos war, auf diesen Sachverhalt gehe ich in diesem Artikel nicht weiter ein, denn diese Diskussionen werden aktuell eher gegen andere Hersteller geführt. Somit besaß Paul die Basis, das Mainboard (VCO, VCF, EG, VCA usw.) und das Switchboard (der vordere Teil für die Taster und LEDs)

RE-303 Switchboard, Quelle: Andreas Kump

Anhand der originalen Service-Manuals und Schaltpläne der Roland TB-303 wurden dementsprechend die Leiterplatinen (PCBs – Printed Circuit Boards) bestückt und danach erfolgreich getestet. Ein Erfolg für ihn und der DIY-Community, denn die Nachfrage nach guten Projekten war und ist weiterhin vorhanden.

Von Paul wurde das Gerät auch als „Space Cadet“ und „RE-303″genannt und somit findet man bis heute weiterhin auf mehreren Seiten unter den Namen „Space Cadet“ eine RE-303, das sollte man sich merken, falls man in seinem Shop ein PCB-Set kaufen möchte.

Bildquelle: dinsync.info

CPU

Bei der CPU gab es zum damaligen Zeitpunkt nur gebrauchte originale TB-303 CPUs oder alternativ die Quicksilver CPU. Erst im späteren Verlauf des „Produktentstehungsprozesses“ wurde von Dipl. Ing. Julian Schmidt des Unternehmens Sonic Potions eine eigene CPU entwickelt und bereitgestellt, die bis heute einen De-Facto Standard darstellt, diese CPU besitzt zusätzlich eine MIDI-Steuerung und diverse nette Zusatzfunktionen:

  • Full MIDI I/O
  • Live recording over the internal keyboard and MIDI up to 8 bars
  • Realtime tweaking of accent, slide and transpose
  • Random Pattern Generator
  • Chaselight
  • Different playback directions
  • All functions available while the sequencer is running
  • Data storage on a modern FRAM memory

Bildquelle: Sonic-Potions.com

Weitere Besonderheiten der Din Sync RE-303

Eine kleine Besonderheit stellt auch der VCA IC dar, im Original steckt ein BA662, da dieser ebenfalls nicht in ausreichender Stückmenge vorhanden ist, wird auf einen Nachbau zurückgegriffen, den kann man wie ich selber zusammen löten oder fertig kaufen.

Wie man auf dem folgenden Bild erkennen kann, sind die Bauteile sehr klein und definitiv nichts für Lötanfänger oder Leute, die mal eben so etwas  probieren wollen.

Gehäuse und Zubehör

Nun hatte Paul also seine selber bestückte PCB und was ihm zum vollständigen Gerät fehlte, war ein Gehäuse. Glücklicherweise haben die alten BassBott TT-303 Gehäuse die Abmessungen der originalen TB-303, somit passte seine Platine in das Gehäuse, um genau zu sein – ein paar kleine Stellen im Gehäuse mussten mit einem Fräser oder einer Feile modifiziert werden. Pauls Gerät war somit komplett und funktionsfähig. Für andere RE-303 Erbauer  bestand jedoch weiterhin das Problem, ein Gehäuse zu erhalten.

Am Anfang war es noch möglich, leere TT-303 Gehäuse beim Hersteller zu kaufen, aber es brauchte einen Zukunftsplan, denn nach kurzer Zeit waren die TT-303 Gehäuse nicht mehr verfügbar. Somit kam eine weitere Person ins Spiel, Christian Hartig. Christian hatte Erfahrung mit Gehäuseentwicklung und „Massenproduktion“, somit wurde in überschaubarer Zeit ein Aluminiumgehäuse entwickelt und wird bis heute als De-Facto-Standard genutzt. Dieses Gehäuse besteht aus mehreren Teilen und gibt es in Schwarz und Silber, andere Farben bilden die Ausnahme (weiß und gold)

Passend dazu gibt es auch Potentiometerkappen (Knobs) und Schalterkappen (Switchcaps), in Weiß, Schwarz und Silber. Im Gegenzug zum Originalgehäuse besitzt das neue Gehäuse einen zusätzlichen MIDI-Eingangs- und Ausgangsbuchse sowie einen Schalter, um bei der Nutzung von DIN SYNC umzuschalten, ob es ein Input- oder Output-Signal ist. (Die originale TB-303 DIN SYNC Buchse hat innen einen Schalter, diese werden jedoch nicht mehr produziert.)

Weiterhin hat das Aluminiumgehäuse kein Batteriefach wie beim Original, was durchaus positiv sein kann, denn somit braucht man beim Gebrauchtkauf nicht nach ausgelaufenen Batterien zu fragen, zumal heutzutage externe Powerbanks stärker und effektiver sind. (Link)

Somit ist bereits schon alles zum Design und den Innereien des Gerätes gesagt (mehr zur Technik im Absatz – DIY Bericht).

Din Sync RE-303

Anschlüsse der Din Sync RE-303

DC-Spannungsversorgung mit 5,5 mm/2,1 mm  (innen Minus) 9 Volt (also bitte das Netzteil markieren, damit es nicht an einem anderen Gerät benutzt wird).

  • Monoausgang in 6,3 mm Klinke
  • Kopfhöreranschluss in 6,3 mm Klinke
  • Gate-Ausgang in 3,5 mm Klinke
  • CV-Ausgang in 3,5 mm Klinke
  • MIDI-Ausgang (5-Pol DIN)
  • MIDI-Eingang (5-Pol DIN)
  • Schalter für DIN-Sync (Umschalter zwischen Ein- und Ausgang)
  • DIN-Sync Buchse (5-Pol DIN)
  • Umschalter der Schwingungsform (Square Wave und Sawtooth)
  • Mix-Input in 6,3 mm Klinke

Din Sync RE-303 Rückseite

DIY Bericht

An dieser Stelle möchte ich euch auch meine persönliche Einschätzung und Erfahrung zu diesem DIY-Projekt mitteilen.

Vorab, dieses Gerät ist nicht für blutige Lötanfänger geeignet, denn nichts ist ärgerlicher als ein halbfertiges oder defektes Gerät, bei dem man für eine weitere Reparatur dann in Summe genauso viel bezahlt hat wie für ein fertig zusammengebautes Gerät von professionellen DIY-Leuten. Das Gerät benutzt THT-Komponenten, kein SMD (bis auf den fertig SMD bestückten BA662 Clone).

Was benötigt man für den Zusammenbau?

  • Ein halbwegs ordentliches Voltmeter (Preisklasse ab 30 Euro) und ein Oszilloskop, zur Not ein Miniscope DSO 138 oder 201, 202, 328 für ca. 20-70 Euro kaufen.
  • Eine Lötstation ist ebenfalls Pflicht, bitte nicht Opas alten 80 Watt Handkolben benutzen, denn wir wollen keine Dachrinnen löten.

Beim Lötzinn sollte man als Anfänger nicht auf bleifreies Lötzinn setzen, sonst klebt man eher irgendwas zusammen als dass es eine dauerhafte und kontaktsichere Lötverbindung ergibt. Weiteres Werkzeug wie Seitenschneider, diverse kleine Zangen für mechanische Arbeiten sind hilfreich, diverse Schraubendreher sind m. E. sowieso Pflicht in jedem Haushalt.

Ein paar Worte zur Lötdampfabsaugung, da der anstehende Lötdampf giftig ist.

Sollte man nur sehr selten löten, tut es auch ein offenes Fenster samt Ventilator oder auf dem Küchenherd unter einer Dunstabzugshaube löten (Außenluft statt Umluftabszugsbaube). Der Kauf von günstigen Lötdampfabsaugungen kann man sich sparen, da die Filter nicht gut genug sind, um genau zu sein, benötigt man Feinpartikelfilter, die mittels Aktivkohle oder hunderter Meter gefalteten Filtern arbeiten, wirklich gute Absaugungen starten bei ca. 650 Euro.

Der eigentliche Zusammenbau ist in einem „Buildguide“ von Paul Barker zusammengefasst, inklusive Bildern. Als erste Herausforderung bei diesem Projekt gilt es, die raren Bauteile zu bekommen, dazu zählen primär ein paar Transistoren vom Typ 2SC2291, 3x 2SC1583, 2SK30A-O,LA4140, 8x 2sc2021R.

Diese „rare Parts“ gibt es oft im RE-303 Forum oder bei diversen Händlern, die sich darauf spezialisiert haben, bei eBay-Händlern aus Fernost sollte man sehr genau in den Negativbewertungen reinschauen und sich nicht von den positiven Bewertungen, die meistens über 95 % liegen, täuschen lassen (da diese Händler primär auch Standardkomponenten verkaufen und somit sehr viele zufriedene Käufer finden). Eine gute Quelle für die raren Parts habe ich unten verlinkt.

Alle anderen Bauteile findet man bei Mouser, TME, Reichelt, hierfür gibt es eine Mouser BOM (Bill of Material), in dem bereits die Bauteilenummern vorhanden sind (das Mouser-Projekt ist unten noch mal verlinkt). Eigentlich verbringt man bei diesem Gerät mehr Zeit beim Lesen des Buildguides und beim Bauteile bestellen als beim Zusammenbau.

Folgt das Bestücken der Platine, wie bei vielen alten kleinen Geräten hat man früher die Widerstände teils hochkant reingesteckt und auf den PCBs befinden sich mehrere Drahtbrücken.

Beim Bauteilenummer-Finden ist etwas Geduld gefragt, ein Blick auf die Bilder im Buildguide hilft.

Etwas mühselig sind die Kabelverbindungen ausgeführt, da sie direkt auf die PCB verlötet werden (statt einem Steckersystem), dabei sollte man sich trösten, dass man keinen MFOS oder KLEE Analogsequencer baut, denn dort sind es Hunderte Kabel.

Wenn man nun denkt, man sei fertig sollte man nicht hoffen, dass man direkt nach dem ersten Einschalten einen Ton hört, wie auch beim Original muss zunächst eine Sequenz erstellt werden. Daher bitte wie laut Buildguide während des Zusammenbaus die Spannungen, Schwingungsformen und Filter mit einem Oszilloskop überprüfen.

Es gab vor mehreren Jahren einmal eine fiktive Einstufung, wie kompliziert ein Gerät zu bauen ist, gemessen wurde das Ganze an Jürgen Haibles DIY-Projekten, da diese zum damaligen Zeitpunkt sehr komplex waren. Bei der RE-303 liegen wir weit darunter, damit ist gemeint: Bauteile reinstecken, verlöten, paar Kabel dran, kalibrieren – fertig.

Pauls Buildguide ist gut und auch für Leute geeignet, die bereits löten, um ans Ziel zu kommen. Bitte lest die Disclaimer- und Sicherheitshinweise in dem Buildguide von Paul Barker. Denn auch ein kleiner verpolter 10uF Kondensator kann körperliche Schäden wie auch Sachschäden verursachen, auch wenn es albern aussieht, eine Schutzbrille kann beim ersten Einschalten hilfreich sein und das gilt nicht nur für Lötanfänger ;)

Der Test der Din Sync RE-303

Kommen wir zum eigentlichen technischen Test der RE-303.

Die komplette Bedienoberfläche entspricht dem Original, somit im oberen Bereich Potentiometer zur Veränderung des Sounds, darunter Tempo-Regler, Umschalter für den Pattern/Song-Modus und Lautstärkeregler, im unteren Bereich erfolgt die Programmierung und Funktionen des Sequencers samt Noteneingabe. Die Standard-Potentiometer entsprechen der Haptik und einem guten Drehmoment.

Im Neuzustand sitzen Standardpotis meistens noch immer etwas fester.

Es besteht die Möglichkeit, auf 9 mm Alpha-Potis mittels eines Adapter-PCBs zu wechseln, diese haben eine längere Lebenszeit (15.000 Cycles statt 8.000-12.000) und diese sind gekapselt, somit vor Staub geschützt. Die Taster und Drehschalter sind in Standardqualität ausgeführt wie auch in vielen anderen Geräten unter anderen von Alps. Das Frontpanel sowie der Rest des Gehäuses bestehen aus eloxiertem Aluminium und sind insgesamt hochwertig, die Beschriftung ist kratzfest, je nach Typ wurde hier z. B. ein Unter-Eloxaldruck gemacht (beim silbernen Gehäuse).

Soundcheck: Vergleich zur Roland TB-303

Ich habe mit vielen TB-303 und RE-303 Besitzern vor dem Test gesprochen, man ist sich einig, dass es wie bei vielen anderen Geräten z. B. der TR-808 bereits ab Werk leichte Unterschiede im Klang gibt. Ein Klangunterschied zwischen einer TB-303 und RE-303 existiert im Kopf, wenn man es möchte.

Als ich die ersten Tonaufnahmen für diesen Test erstellt habe, saß ich mit dem Rücken zu meinen Lautsprechern und hatte bei den Testgeräten die Ausgänge ein paar mal hin und her getauscht, irgendwann wusste man nicht mehr, welches Gerät gerade links oder rechts läuft.

Das Testgerät hatte lediglich bei der Resonanz einen minimalen weiteren Bereich nach oben, wenn man die Resonanz 1 mm nach links dreht ist es wieder 100 % wie das Original (ist vom Erbauer  mittels einer Anpassungen von einem Widerstand bewusst gemacht worden).

100 % TB-303 Klang

In den folgenden Klangbeispielen ist jeweils auf einem Kanal die RE-303 und auf dem anderen die TB-303 zu hören. Da ich im Besitz einer Avalon Bassline bin, wurde in dem letzten Demo diese gegen eine TB-303 gegenübergestellt, daran erkennt man im Vergleich zu den anderen Demos, wie genau eine RE-303 und TB-303 spielen, fast so, als ob man nur eine im Stereofeld abhört.

Nun hat die RE-303 eine andere CPU, schauen wir hier mal genau nach …

Was ist mit dem Timing und der Synchronisierung?

Getestet wurde zuerst der MIDI Out – MIDI Clock Sync inklusive Geschwindigkeitsänderungen, Start, Stop ohne Fehler.

  • MIDI Input: MIDI Clock Empfang samt Start, Stop sowie Tempowechsel ohne Fehler
  • DIN Sync Empfang: Start, Stop, Clock ohne Fehler
  • DIN Sync Ausgabe: Start, Stop, Clock ohne Fehler
  • Insgesamt ist das Timing des Sequencers sehr stabil

Sequencer-Funktionen

Wie in den genannten CPU-Spezifikationen besitzt die RE-303 mehrere Programmiermodi.

Time Mode + Pitch Mode+ Normal Mode,  wie im Original

Zusätzlich:

  • Live-Recording-Mode, hier kann man beim laufenden Sequencer per MIDI-Eingabe oder mittels der RE-303 Notentasten neue Noten einspielen
  • Clear Mode: erstellt Random Pattern, Tonhöhe, Patternlänge, die optional auch auf minor/major Scale eingestellt werden können

Weiterhin existieren eine Menge anderer Funktionen, die im Benutzerhandbuch der CPU beschrieben sind, diese hier alle aufzuzählen, wäre etwas zuviel für diesen Test.

Optional

Auf Wunsch kann man auch diverse Modifikationen durchführen, CV/GATE-Eingang,  andere LED-Farben, Filteranpassung u.v.m. mehr dazu findet man auch auf Pauls Forum oder man fragt dort einfach nach.

Alternativen am Markt

Aus meiner Erfahrung gibt es sehr wenig Geräte, die an den originalen Sound herankommen oder besser sind, dazu zählt m. E. nur die Avalon Bassline, die allerdings nicht mehr am Markt ist. Glaubt man den Gerüchten, soll noch einmal ein Batch gemacht werden, die Avalon Bassline hat zusätzlich einen Sub-Oszillator und klingt aufgrund des Aufbaus mindestens wie das Original und bietet nette Zusatzfunktionen und mehr Anschlüsse und Funktionen.

Weiterhin erwähnenswert ist noch die x0xb0x, diese klingt sehr gut, aber leider eben nicht wie das Original. Alle anderen 303-Nachbauten haben irgendeinen Mangel (beim 1:1-Vergleich), sei es eine Rack-Bauform (ohne Sequencer) oder sie erreichen den typischen 303-Klang nicht vollumfänglich.

Da es sehr viele 303-Clones gibt, werde ich nicht weiter darauf eingehen.

Bezugsquellen

Da das Gerät als DIY-Produkt ausgelegt ist, kann man es nicht fertig im Musikinstrumentenhandel erwerben. Dennoch gibt es weltweit sehr viele DIY-Leute, die auf Anfrage so ziemlich alles an DIY-Geräten bauen bzw. bereits mehrere auf Vorrat für den Verkauf haben.

Im deutschsprachigen Raum fällt mir spontan Andreas Kump ein, der sehr erfahren bei dem Thema RE-303 ist und in seinem Shop unter anderem diese Geräte anbietet. Alternativ gibt es die RE-303 oft bei bekannten Marktplätzen und Foren zum Preis von 850-1100 Euro.

Oder man lötet die RE-303 selber, dann kann man unten genannte Preise als ungefähre Richtung nehmen:

  • RE-303 Space Cadet PCB-Bundle mit Zubehör ca. 300 Euro
  • CPU 89 Euro
  • Bauteile ca. 200 Euro* inkl. Rare-Parts und Netzteil.
  • Case um die 80 Euro*

Dann liegt man ungefähr bei 650-700 Euro, es ist stark abhängig, wo man seine Bauteile und das Gehäuse kauft.

An der Stelle möchte ich erwähnen, dass ich selber keine RE-303 für andere Personen baue, selber habe ich zwei Din Sync RE-303 gebaut und widme meine Zeit weiterhin zwei neuen ARP 2600 inspirierten Geräten, wovon eines bereits im Prototypenstatus ist.

Vielen Dank auch an Andreas Kump von Kumptronics für das Leihgerät.

Fazit

Wenn man eine TB-303 als Referenz sieht und mit den klanglichen Möglichkeiten wie auch dem Bedienkonzept zurecht kommt, kauft man eine RE-303 oder baut diese selber. Die RE-303 ist klanglich auf jeden Fall wie das Original zu bewerten, durch die MIDI-Erweiterung und den guten Sequencer rate ich eher dazu, eine RE-303 zu kaufen als eine mehr als 35 Jahre alte TB-303. Ein Gerät weitestgehend nachzubauen und damit im Ergebnis den Originalklang zu erhalten, hat funktioniert.

 

 

Plus

  • klanglich wie das Original
  • MIDI-Implementierung
  • guter Sequencer
  • reparaturfreundlich

Minus

  • Für DIY: Es sind aus mindestens 5 unterschiedlichen Shops Bauteile zu besorgen
  • nicht bei Musikhäusern erhältlich

Preis

  • Zusammengebaut 850,- bis 1.100,- Euro
  • DIY PCBs und Bauteile ca. 650,- bis 700,- Euro
Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    jaxson  

    „..rate ich eher dazu, eine RE-303 zu kaufen als eine mehr als 35 Jahre alte TB-303.“

    Der Herr versteht nicht ansatzweise warum man eine Original 303 kauft..sicher ist es nicht nur der Klang, den da gibt es schon seit Jahren genauso gute Alternativen wie das RE 303.

    • Profilbild
      Coin  AHU

      Und was wären das für Gründe sich eine Originale zu kaufen ?
      (wenn nicht wegen des Klangs)

    • Profilbild
      Tyrell  RED 1

      Hi Jackson, warum so radikal?

      „Der Herr versteht nicht ansatzweise warum man…“

      Om Klartext, du sprichst für alle und maßt die auch an zu wissen, warum „man“ -also alle – sich eine TB-303 kaufen.

      Du darfst und sollt hier gerne eine Meinung zum besten geben, aber stell dich doch bitte nicht selbst auf eine Sockel um den Autor klein zu machen.

      Ich persönlich bin Vintage-Liebhaber, habe selbst z.B.gerade eine TR-909 im Original gekauft, aber an einer original TB bin ich aus verschiedenen Gründen überhaupt nicht interessiert. Der Testbericht hat mir aber durchaus Lust auf die RE-303 gemacht. Was sagst du nun? Bin ich jetzt „man“ oder selektierst du mich einfach aus deiner globalen Aussage aus?

    • Profilbild
      citric acid  RED

      als besitzer mehrer Tb 303 und fan der Re 303 kann ich nur den authentischen klang und das verhalten bestätigen.
      Ich habe meineerste RE 303 mit der option das ich den original prozessor einer TB 303 oder der RE303 CPU zu nutzen, beides habe ich gemacht. da die RE 303 cpu nazu das gleicher verhalten der TB CPU hat plus ein paar tolle zugaben, habe ich die TB CPU wieder ausgebaut und als kostbares ersatzteil für meine TB´s behalten.

      DE einzige unterschied der RE zur TB ist das Gehäuse. ich habe einige leere TT KM1 Gehäuse und ein ersatzgehäuse von Roland für meine TB. also das meckern ist absolut unnötig. den meisten ( nicht mir) geht es zu 100% um den sound. Und da ist die RE das beste als Alternative zur TB. Die Mondpreise für eien TB sind nicht mehr normal.

      Also für mich die beste Replik. Freunde ( aus der Acid Scene) haben teilweise Ihre TB getauscht gegen eine RE und haben sich dann für den Gewinn andere Synths gekauft und das macht man als Poweruser dieses Gerätes nicht so schnell.

      Toller Bericht.

      Lediglich würde ich die Audiofiles etwas anders machen, nich links das original recht die RE, sondern einzelne Audiofiles, das hören auf dem MAcbook oder auf dem Ipad macht so kein spass :-)

      • Profilbild
        jaxson  

        Ich bitte euch…eine TB 303 oder ein Jupiter 8 kauft man doch nicht ernsthaft nur wegen dem Klang! Es sind Statussymbole! Und eine Kopie bleibt für alle Zeiten eine Kopie, selbst wenn sie 10 mal besser klingt, 10 mal günstiger ist und 10 mal mehr kann. Das ist nun mal Fakt und die Preise für die Originale unterstreichen das.

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          costello  RED

          „Statussymbole“ – das klingt nach Angeberei und dicker Hose. Mag sein, dass sich manche auch deshalb solche Vintage-Teile kaufen. Aber es gibt sicherlich viele aus meiner Generation, die in den 80ern gerne einen großen Oberheim oder Roland gehabt hätten. Aber es reichte damals eben „nur“ für einen Polysix oder Juno. Jetzt habe ich die Möglichkeit, mir diese Träume zu erfüllen und diese Instrumente mit all ihrer Aura, mit ihren Besonderheiten und Macken auszuprobieren. Vielleicht der Grund, warum ich die KARPS und die Behringer Klone mit Rieseninteresse verfolge, aber am Ende doch immer wieder bei den Originalen lande. Wenn ich noch live spielen würde, sähe das sicher anders aus.

        • Profilbild
          8-VOICE  AHU

          Hier gehts ums Musik machen! Doch nicht um Statussymbole die ja eh niemand sieht zu hause! Den meisten Besucher ist es egal was du für eine TB hast, die sehen keinen Unterschied wenn sie nicht vom Fach sind! Dann musst du besser ein Mercedes oder Corvette kaufen wenn du unbedingt bluffen willst und Chicks aufreissen, das sehen die Leute wenigstens! Von mir auch einen Daumen runter, übrigens für die meisten deiner Kommentare!

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              8-VOICE  AHU

              Gibt sicher auch ganz wenige, sind aber sicher eher selten… Meine Frau weiss nicht was 303 ist :-) Aber das Wort Synthesizer hat sie schon ein paar mal gehört… Einen Benz hat sie sich selber gegönnt. :-) Dann ist sie vielleicht doch wegen…….

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          citric acid  RED

          also ich habe meine erste tb 303 so ca 93 bekommen. ist für mich kein Statussymbol, sondern eines der elementarsten instrumente und das bis heute. Ist auch klar wenn man Acid macht .

          Lustig ist immer das solche Geräte so einen Aufriss erzeugen und besonders bei leuten die noch nie eine bessen haben oder mit gespielt haben.

          Eine TB ist eine TB aber die RE ist die einzige alternative die man auch durchgehen lassen kann. Dieses Privileg haben sich in den Letzten 25 Jahre viele auf den Buckel geschrieben, aber keine hat es so verdient wie die RE 303.

          Live nehme ich schon seit langer zeit keine TB 303 mit. nur noch RE oder davor ML303 oder xoxbox. Es sei den man spielt in Belgien oder auf Malta etc.. da wissen die leute es noch zu schätzen…..

    • Profilbild
      0c95ff

      Die Gegenargumente eben KEINE original TB-303 zu kaufen überwiegen doch ganz klar die Gründe sich von einem erfahrenen Builder eine neue RE-303 bauen zu lassen. Guess what? Es wird nicht einfacher alte TB-303 Geräte über die Jahrzehnte zu erhalten, während eine RE-303 noch nichtmal im Ansatz das Alter erreicht hat indem der ein oder andere Service ansteht. Traurig an der Sache ist vor allem der Ansatz das die Leute zum Teil nicht verstehen wollen das durch solche Projekte ein gewisser Zeitgeist erhalten wird.
      Nochmal, die RE-303 ist ein 1:1 replica, jedes Bauteil und dessen Positionierung auf der PCB ist deckungsgleich mit der einer TB-303 und mit ihr sogar kompatibel! Der Einsatz der DIY community und das Wissen und die Erfahrung die in den Bau der RE-303 gesteckt wurde ist auch für den Erhalt einer TB-303 wichtig. Die CPU von Sonic Potions zum Beispiel hat es ermöglicht zu einem fairen Preis eine sehr gute alternative zur absolut seltenen TB-303 CPU erwerben zu können(sie kann ebenfalls in eine TB-303 verpflanzt werden). Die RE-303 ist das was Roland nie zustande bekommen hat und vermutlich auch nie wird..

      RE-303, not simply a clone ;)

    • Profilbild
      Kaikes  

      „genauso gute Alternativen wie das RE 303“

      Ääääää nein gibt es eben nicht. Habe selber zwei x0xen, eine future retro revolution, eine Avalon, AUDIOREALISM BASS LINE 2, Phoscyon – D16 und die RE 303 ! Nur sie bildet die TB eins zu eins wieder….weil sie eben eine TB ist :o)

  2. Profilbild
    Marco Korda  

    Was für ein tolles DIY-Projekt. Leider bin ich blutiger Anfänger, hätte aber sehr viel Lust dazu, das zu bauen. Ein Projekt mit Spaßfaktor und mit einem wirklich sehr tollem Endprodukt (das ist der Teil, den Jasson vielleicht nicht ganz für sich vereinnahmt hat). Natürlich ist das kein Original und die sind eben unique, aber wenn man die Mondpreise am Gebrauchtmarkt sieht (zuletzt gesehen bei Ebay: 4000 Euro….), dann ist es doch nicht unschlüssig, sich ein Replik dieser Güte zu kaufen. Am Ende zählt die Musik und ggf. der Spaß am Selberbauen.

    Ich fand den Artikel sehr spannend, auch wenn ich in der KEYS auch schon was dazu gelesen habe.
    Vielleicht hat einer noch einen Tipp mit welchem Anfänger-Projekt man eher weniger überfordert wäre!?

    • Profilbild
      Atarkid  AHU

      Es würde nicht schaden, das Löten zu üben und sich mit der „Löthardware“ zu beschäftigen. Welchen Lötkolben kaufe ich? Nehme ich eine Entlötpumpe oder doch lieber Entlötlitze? Mit welchen Wattzahlen löte ich was… usw. Wenn das geklärt ist, besorg dir Lochrasterplatinen und nen dünnen Silberdraht. Löte einfache Leiterbahnen, Löte ein paar simple Lötaugen auf, dann vielleicht irgendein Bauteil. Deine Hand wird ruhiger werden und Du wirst bald „spüren“ wie lange du den Lötkolben auf der Platine lassen darfst usw.
      Auch wenn ich in Sachen Löten nicht ganz unbedarft bin, werde ich mir lieber eine RE besorgen die komplett aufgebaut ist. Denn der Spaß weicht schnell dem Frust, wenn man den Kram dann evtl. auch noch entstören muss. Ohne das richtige Equipment ist das eh nix. Wie der Autor schon schreibt, ohne Oszilloskop kann man da schnell an seine Grenzen stoßen.
      Wenn Du bereit bist im Vorfeld etwas Geld zu investieren, wenn du Du die Geduld hast, mach es! Weil selbstgebaut ist nun mal selbstgebaut :)

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        citric acid  RED

        ihr könnt das Gerät bei Kumptronics aus Österreich bauen lassen. Das ist im deutschsprachigen gebiet der beste Service. hier mal ein Link zum Shop von Andreas , er wird auch oben im bericht erwähnt.

        https://bit.ly/2SmxM1w

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          0c95ff

          Um dem generellen Qualitätsanspruch und dem Arbeitsaufwand gerecht zu werden sollte man zuerst mit kleineren Kits anfangen oder sich einfach Platinen zum üben besorgen. Neben der Handfertigkeit ist auch nen gutes Auge nötig um ggf. schlechte Lötarbeit sofort erkennen zu können. Es ist ärgerlich wenn man in die Phase der Fehleranalyse gedrängt wird wegen einem Fehler den man selber verursacht hat. An dem Punkt werden dann Leute wie DSL-Man oder Andreas herangezogen um die verhunzte Arbeit zu retten…

          Ich hab nun schon in kurzer Zeit so oft miterleben müssen das Projekte wie ne RE-303, Syncussion SY-1(M) oder auch der Minimoog clone MME leider von unerfahrenen Leute regelrecht in nen wirtschaftlichen Totalschaden verwandelt wurden und es sich schier nicht mehr lohnt das Gerät zu reparieren.

          Von daher, wenn es um nen einmaliges sehr auswendiges DIY Geräte geht das man gerne haben möchte -> lieber die Profis einschalten.

  3. Profilbild
    Numitron  AHU

    Das Design ist kein Problem für roland?
    Immerhin haben sie es beim bassbot tt 303 untersagt und es kam ein neues design.

    • Profilbild
      DSL-man  RED

      Wir sind keine Juristen.
      Allerdings ist mit Stand heute die Eintragung von Roland in Prüfung, somit nicht/noch nicht relevant.

  4. Profilbild
    citric acid  RED

    als besitzer mehrer Tb 303 und fan der Re 303 kann ich nur den authentischen klang und das verhalten bestätigen.
    Ich habe meineerste RE 303 mit der option das ich den original prozessor einer TB 303 oder der RE303 CPU zu nutzen, beides habe ich gemacht. da die RE 303 cpu nazu das gleicher verhalten der TB CPU hat plus ein paar tolle zugaben, habe ich die TB CPU wieder ausgebaut und als kostbares ersatzteil für meine TB´s behalten.

    DE einzige unterschied der RE zur TB ist das Gehäuse. ich habe einige leere TT KM1 Gehäuse und ein ersatzgehäuse von Roland für meine TB. also das meckern ist absolut unnötig. den meisten ( nicht mir) geht es zu 100% um den sound. Und da ist die RE das beste als Alternative zur TB. Die Mondpreise für eien TB sind nicht mehr normal.

    Also für mich die beste Replik. Freunde ( aus der Acid Scene) haben teilweise Ihre TB getauscht gegen eine RE und haben sich dann für den Gewinn andere Synths gekauft und das macht man als Poweruser dieses Gerätes nicht so schnell.

    Toller Bericht.

    Lediglich würde ich die Audiofiles etwas anders machen, nich links das original recht die RE, sondern einzelne Audiofiles, das hören auf dem MAcbook oder auf dem Ipad macht so kein spass :-)

  5. Profilbild
    lightman  AHU

    Wenn ich mir nochmal eine 303 holen würde, dann wäre es defnitiv die DINsync-Version. Bezahlbare Originale sind wegen der erbärmlichen Geldgeilheit der Leute kaum mehr zu finden, aber warum auch einen Haufen Kohle abdrücken, wenn man eine praktisch funkelnagelneue 303 für viel weniger kriegt.

    Das heißt aber nicht, daß die Clones alle schlecht sind, für 99% der „Anwendungsfälle“ sind sie völlig okay, manche haben auch interessante Zusatzfunktionen. Man muß sich halt überlegen, wie original es sein soll, und wer den Grundsound mag, aber keine 110%ige Authentizität braucht, ist mit einer TB-03, Bassline 3 oder X0Xb0x genauso gut dabei.

    Paul ist ein toller Typ, habe mit ihm schon in früheren Jahren öfter mal Mails ausgetauscht, u. a. zu Themen wie Monotron-Modding, 202-Reparaturen und dergleichen mehr. Seine Tutorials für Mods und auch diverse Synths sind erfrischend einfach gehalten, das ist halt kein Schnacker, sondern er liebt seine Musik und Arbeit über alles.

    • Profilbild
      volcarock  

      „…Bezahlbare Originale sind wegen der erbärmlichen Geldgeilheit der Leute kaum mehr zu finden, …“
      Schon klar, du würdest Deine (sofern du eine hättest) natürlich für 300 €ronen verkaufen, weil du in den 80ern auch nicht mehr bezahlt hast dafür…

      Angebot und Nachfrage bestimmen den aktuellen Wert eines jeden Gerätes, nicht Wunschträume!

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        lightman  AHU

        Ich hab meine 303 Im Jahr 1992 für 600 Mark gekauft und drei Jahre später fürs selbe Geld wieder drangegeben, dafür wurden ein neuer Mischer, ein Roland MC50 MKII und diverses Studiozubehör angeschafft.

        Würde mir eher die Finger einzeln brechen, als mit Instrumenten zu schachern, Marktmechanismen hin oder her, besonders wenn’s um Kisten geht, die mir am Herz liegen. Wunschträume? Ich nenn‘ das Haltung.

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          volcarock  

          Auch wenn du es schon damals hättest gewinnbringender verkaufen können. Der springende Punkt ist, dass du sie heute nicht für den Preis von 1995 verkaufen würdest. Und wenn, ich hätte nichts dagegen!

          Mir ging es vorwiegend um die BELEIDIGUNG all derjenigen, die ihre Geräte zu heute marktüblichen Preisen verkaufen. Keiner wird gezwungen zu kaufen oder zu verkaufen. Es basiert auf Freiwilligkeit – nichts daran ist verwerflich, genauso wenig, dass man versucht so wenig wie möglich für ein Gerät auszugeben. Wenn etwas zu tatsächlichen Mondpreisen angeboten wird kauft es keiner. Das ist das Schöne am freien Markt der regelt das von alleine.

          Ich würde auch zum Clone greifen, kann aber jeden verstehen, der den Preis fürs Original hinblättert, weil es ihm das Wert ist.

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            lightman  AHU

            Ja, ich hätte meine 303 locker fürs Dreifache verkloppen können, hab sie aber dann einem Musiker verkauft, der nicht viel Geld hatte und mit dem Teil in der Folge richtig geile Livemucke gemacht hat. Darum gehts mir, nicht um die drecks Kohle, den Kapitalismus-Katechismus kannst du also ruhig steckenlassen. Ich bin da halt anders drauf, wenn dich das beleidigt, tut’s mir leid, ändert aber nix an den Tatsachen.

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              volcarock  

              Ist doch schön, dass dir soziale Aspekte wichtig sind.
              Schade nur, dass du das mit Scheuklappen betrachtest.

              Ich kenne Musiker, die plötzlich erwachsen geworden sind, weil Kind im Anmarsch. Um den Nachwuchs in neuer Wohnung durchzufüttern zu können werden die angesammelten Schätze aus den 70ern/80ern verkauft, natürlich zu heute üblichen Preisen.

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                Hectorpascal  AHU

                Wer was wie macht ist Privatsache. Was wir an Marktpreisen sehen ist überwiegend Geschäftemacherei. Ewig lang geschaltete Anzeigen die auf den einen dummen Käufer warten. Leider orientiert sich dieser Tage vieles an den dümmsten. Das muß es aber nicht immer! ;)

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                  volcarock  

                  „…Leider orientiert sich dieser Tage vieles an den dümmsten. Das muß es aber nicht immer! ;)“
                  Wieso, bist du Robin Hood und verkaufst du Deine zum Schnäppchenpreis erworbenen raren Schätze weit unter dem Marktpreis? Dann bitte schnell einen Link posten!

                  Es soll Leute geben, denen ist es wichtiger Musik zu machen mit ihrem favorisierten Instrument. Die haben keine Ambitionen wegen 500,-€ oder 1000,- € Einsparung ein Jahr sinnlos mit Suchen Zeit zu verschwenden. ja ne is klar, sind natürlich saudumme Leute, weil sie es nicht nötig haben…

                  Ich seh hier vor allem Neid und Missgunst, obwohl wir doch im Gearhimmel leben. Es gibt für jeden Geldbeutel etwas.

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                    Hectorpascal  AHU

                    Falsch aufgestanden? Wie du sagtest, für jeden Geldbeutel gibt es Gear. Leider kann man nicht alles für Geld kaufen, sonst hätte ich es. ;)

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                      volcarock  

                      Sollte jetzt nicht so negativ klingen wie es angekommen ist.
                      Ich frag mich nur warum allgemein so auf Vintage-Synthpreisen rumgeritten wird, wenn man heut alles als günstige Substute in Hardware, Software oder sogar Freeware erstehen kann.

                      Ich muss dann immer an die Ü-Ei-Sammler denken. Laut Focus hat das teuerste Ü-Ei für 12000 Euro den Besitzer gewechselt… ohne die leckere Schokoladenhülle ;-) Da gibts kein Behringer für die Sammler…

                      Ist doch gut, dass man nicht alles für Geld kaufen kann, das hat dann einen ganz anderen Wert :-)

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    tomk  AHU

    Habe einst meine Original für gutes Geld verkauft, nie bereut, das Geld lieber in andere Kisten gesteckt. Hauptsächlich wegen dem Sequencer holte ich mir Jahre später den Bassbot MK2, und find den super! Preislich, sequencertechnisch wie auch klanglich.

    Grundsätzlich stimme ich jaxson zu, meistens findet man keine Ruhe wenn man unbedingt DAS ORIGINAL will. So hat jeder seinen eigenen Fetisch, und sollte nach Gutdünken entscheiden. (bei mir ist das original fieber gelebt durch)

    Das Projekt finde ich klasse, diesen Ösishop auch (danke für den Hinweis).

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      citric acid  RED

      ja der Shop in Österreich ist top. Netter Typ, 100% und wenn was defekt ist gibts meistens sogar garantie oder Kullanz. Alles top.
      .

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    monomood  

    Tausend Dank für den tollen Artikel und den link zu den rare parts. Ich schiebe das Projekt schon seit Monaten vor mir her.
    Vermutlich habe ich es nur überlesen aber wo genau bekommt man den jetzt ein case für den Selbstbau her? Finde nur links zu fertigen Geräten oder Case-Dateien.

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      citric acid  RED

      also Cases wird schwierig. also das Alu case wird nicht mehr hergestellt. am besten mal im re-303 forum nachfragen / nachlesen.

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    Kybernaughty  

    Hallo,
    großes Lob für den sehr detaillierten und trotzdem kurzweiligen Artikel! Das Projekt klingt wirklich toll, es hat mich auch überrascht, wieviele Hürden dabei von wievielen Beteiligten genommen wurden. Schade finde ich lediglich, dass dieses Know-How, dieser Enthusiasmus und die Kreativität nicht in ein neues Instrument gehen, sondern, ja, ein Statussymbol der Synth-Szene, wie der Minimoog o.Ä. Die Sammler werden immer sagen, nichts ersetzt das Original, und das stimmt ja auch aus dieser Sichtweise. Die „User“ (oder „Musiker“…) werden sich freuen oder lieber einen der anderen vielen „Klone“ nehmen, die oft billiger und leichter zu kriegen sind, gerade auch in Software. Mir gehts jedenfalls so: für einen Track nehm ich den Klon (Hard – oder Software ist egal…) und das werte Original bleibt schön im Kistchen…und ob der Track dann gut oder schlecht wird, hat damit garantiert nichts zu tun ;)

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      DSL-man  RED

      Danke für Dein Kommentar,
      Paul hat seine Erfahrung aus den RE-303 Projekt bereits in Gilbert gesteckt, ein Roland SH101/09 Mix.
      Weitere neue Geräte folgen zur Superbooth.

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        Emmbot  AHU

        Jetzt wo es DSL-man schreibt fällt mir ein das ich ca. 1 Stunde am Stand von DinSync mit dem Gilbert gespielt habe.

        Des weiteren möchte ich ein Lob für dieses Superfetten Artikel aussprechen. Hier wurde alle wichtigen Infos zusammengetragen um den Einstieg so leicht wie möglich zu machen.

        Und warum Roland sich diese Geschäft entgehen lässt, ist mir nicht klar.

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    Flying C  

    Schöner Bericht über ein klasse Projekt. Wer nicht selber Löten will ist bei Kumptronics absolut richtig, erwähnenswert sind z.B. auch die Nava (909) und die Yocto (808), die man dort ebenfalls als fertige Geräte erwerben kann.

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