Test: Marshall, DSL100H, Gitarrenverstärker

27. November 2012

Marshall DSL100H

Machen wir mal einen kleinen Test. Welcher ist der berühmteste Markenname im Musikgeschäft? Nein, ich meine nicht fachspezifische Koryphäen wie z.B. Fender, Ludwig oder Steinway. Ich meine einen Namen, der so bekannt ist, dass selbst deine Mutter den Namen schon im Fernsehen bei irgendeiner Familiensendung gesehen hat und selbst ein Schlagzeuger sich an das Trademark erinnern kann. Die Antwort fällt mehr als leicht, absolut nichts in der gesamten Musikbranche ist so sehr mit Musik, respektive Rock verbunden wie Großbritanniens Aushängeschild für den „britischen Sound“, eben Marshall. Hier kommt niemand dran vorbei. Auch ich habe von den knapp 2.000 Shows, die ich bisher in meiner Karriere gespielt habe, mindestens 70% mit eben jenen Heads und Cabinets gespielt und noch heute stehen aufgrund der weltweiten Verfügbarkeit eben jene Topteile bei den Shows im Ausland, zu denen man per Flugzeug reisen muss, als Alternative-Setup in meinem Technical Rider.

Trotz dieser Omnipräsenz macht Marshall glücklicherweise nicht den Fehler, sich auf seinen Lorbeeren auszuruhen, sondern aktualisiert seine Produktpalette in regelmäßigen Abständen und unterzieht diese immer mal wieder einem Update. So unlängst geschehen mit einem Standard Topteil, dem DSL100H, welches auf den ersten Blick vertraut, aber dennoch anders daher kommt.

-- Der neue Marshall DSL100H --

— Der neue Marshall DSL100H —

Konstruktion

Schon während des Auspackens und dem parallel abschweifenden Blick auf den Abgabepreis springen drei unterschiedliche Punkte ins Blickfeld. Erstens, der Head hat in Sachen Umfang zugenommen. Waren Marshall-Heads bisher immer die „Twiggy“ unter den Topteilen, haben insbesondere die Tiefenabmessung modernere Züge angenommen, was die Maße von 74,5 x 27,5 x 24,5 cm unterstreichen. Nicht weiter schlimm, nur wenn man wie ich noch über einige Single-Marshall-Topteil-Flightcases verfügt, diese haben hier leider ihre Schutzwirkung vertan. Das Gewicht von knapp 24 Kilogramm hingegen ist nahezu gleich geblieben und ruht auf vier massiven Gummifüßen.

Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    iltis30  

    Ein Test wie aus einem Werbeprospekt. Etwas kritische Distanz sollte schon vorhanden sein. Ich finde Beispielsweise bei einem Topteil dieser Preisklasse einen Seriellen Effekt-Loop reichlich dünn. Wenn Lead1 und Lead2 fast gleich klingen -warum dann? Und Marshall als bekanntesten Namen aus der Musikbranche? Sehr zweifelhaft. Bitte kritischer Testen und in den Kontext mit anderen Herstellern setzen. Warum diesen klobigen Marshall, warum nicht Engl, Laney oder Orange? Wo liegen die unterschiede?

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