Test: Metric Halo Mobile I/O ULN2

30. November 2005

Metric Halo Mobile

Ein Audiointerface ist neben einer guten Abhöre, einem guten Mikrofon und einem akustisch ordentlich ausgestatteten Aufnahme- und Abhörraum das A und O beim Recording oder Abmischen. Besonders der Weg vom analogen Signal zur digitalen Datei wird von den meisten Audiointerfaces zunehmend gegenüber der Masse an Features vernachlässigt. Das ULN2 von Metric Halo möchte zeigen, dass es auch anders gehen kann…

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Als reines Zweikanal-Interface besitzt das ULN2 zwei Mikrofonvorstufen, Kopfhörerausgang, zwei analoge Ausgänge und einen S/PDIF oder AES/EBU I/O, sowie einen Wordclock I/O. Bei genauerer Betrachtung bietet es vier Eingänge (zwei analog, zwei digital) und sechs Ausgänge (zwei analog, zwei digital, zwei Monitore).

Das Besondere dieser zwei Kanäle besteht in der umfangreichen und hochqualitativen Ausstattung. Die beiden Mic/Line Vorstufen besitzen einen vollsymmetrischen Send/Returnpfad zum Einschleifen von hochqualitativem externen Equipment. Auf technischer Seite geht dem Audiophilen (bitte NICHT mit M-Audio verwechseln!) das Herz auf. Die Vorstufen und die Spannungsversorgung sind enorm aufwendig aufgebaut und garantieren so einen hervorragenden Klang. So wurde unter anderem auf ein Potentiometer für die Vorverstärkung verzichtet und dafür ein Wahlschalter eingesetzt, der feste Widerstände schaltet. Und doch gibt es ein in den Signalweg schaltbares Trim-Poti, welches als Abschwächer bis -20 dB fungieren kann. Der recht hohe Preis stellt zudem ein Indiz für die Güte der verwendeten Bauteile des ULN2 dar.

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– Metric Halo Inside –

 

Forum
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    AMAZONA Archiv

    Nach dem Testbericht über das Metric Halo ULN2 machte ich einen Vergleichstest mit Apogee MiniMe und RME Fireface 400. Mit einem studioerfahrenen Kollegen und 2 Neumann KM 84 produzierten wir eine Aufnahmereihe mit Flügel, Gitarre, Gesang, Querflöte und Harfe. Es wurden immer mit beiden Mikrofonen gleichzeitig zwei identische Monoaufnahmen gemacht. Dabei haben wir penibel auf gleiche Pegel geachtet und alle Aufnahmen normalisiert. Beim Abhören sowohl über Lautsprecher als auch über AKG 1000 Kopfhörer kamen wir zu folgendem Ergebnis:
    Sämtliche Details mit größter Präsenz und Durchhörbarkeit reproduzierte nur das ULN2!
    Die Bedienbarkeit für Live-Einsätze ist perfekt.
    Einziger Wunsch: So viele Ein- und Ausgänge wie das Fireface sollte es haben. Dann wäre es wohl nicht zu toppen.

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    AMAZONA Archiv

    euer zitat hier "Der recht hohe Preis stellt zudem ein Indiz für die Güte der verwendeten Bauteile des ULN2 dar." halte ich für gefährlich: denn genau darauf können etablierte, aber gleichzeitig "nachlässige" hersteller jederzeit zu spekulieren beginnen. wenn jetzt auch in öffentlichen testberichten der preis als qualitätsnachweis gelobt wird, dann könnten wir uns bald vom qulitätszuwachs-boom verabschieden. es würde vermehrt auf neue fassade bei hard- und software gesetzt werden, der technologische fortschritt wäre jedoch vermindert zu finden – bei stetig schwellenden preisen. ich appelliere daher in zukunft auf derartige, (für uns anwender äußerst kontraproduktive) statements zu verzichten.
    PS: ich besitze noch gar kein interface und lobe das amazona-team für ihre ansonsten wunderbaren testberichte, die mir bei der orientierung bereits sehr geholfen haben! ich werde sicher noch die eine oder andere frage an euch posten.
    MFG,
    A.K.

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    AMAZONA Archiv

    Mit der neuen D2 Card in den Geräten erweitert sich das Leistungsspektrum noch einmal immens um DSP basierte Effekte, EQs und Kompressoren, sowie um zusätzliche ADAT I/O. Nach guten bis sehr guten Erfahrungen mit Lynx L2, RME Multi+FF und Apogee Ensemble/ Duet muss ich das ULN2/ D2 als Top Produkt für professionelle Umgebnugen herausstellen. Qualität, Preis, Wertbeständigkeit, Features, Software und Zukunftsicherheit sind m.E. bislang unerreicht auf dem Markt.

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