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Test: Musiclab Real LPC

Virtual Guitars

31. März 2010

Die Firma Musiclab bringt mit dem Real LPC ihr mittlerweile drittes Produkt eines virtuellen Sample-basierten Gitarristen auf den Markt. Nach den Software-Instrumenten Real Guitar und Real Strat bildet nun eine Les Paul Custom Gitarre die Grundlage für die Software. Mit Hilfe dieser Software soll allen Musikern, die dem Gitarrenspiel nicht mächtig sind, ebenfalls die Möglichkeit gegeben werden, gitarrentypische Sounds und Begleitungen in ihre Produktionen und Songs zu integrieren. Inwiefern reale Gitarristen jetzt auf Jobsuche gehen müssen oder ob gewisse Spielweisen und Sounds doch nicht so einfach nachzuahmen sind, wird sich in diesem Test zeigen.

Hauptansicht Musiclab Real LPC

Hauptansicht Musiclab Real LPC

Installation

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Die Real LPC steht sowohl für PC- als auch für Mac-User zur Verfügung. In das persönliche Computer-System kann die LPC über die Schnittstellen VST2, DXi und AU eingebunden werden. So wie der Verpackung der Software zu entnehmenist, können auch Pro Tools-User die Software nutzen, allerdings nur über den Umweg via FXPansion (VST zu RTAS Adapter). Die Anforderungen an den Computer sind für aktuelle Systeme sehr moderat. Beim PC wird ein Pentium 4 ab 2 GHz und Windows XP, Vista oder 7 gefordert. Für die Mac-User reicht anscheinend ein G4/G5 oder Intel Rechner ab 1 GHz aufwärts und OS X 10.4. Für den Arbeitsspeicher werden 1GB RAM veranschlagt und insgesamt rund 2GB Platz auf der Festplatte. Der Testrechner ist ein MacBook mit Intel Core 2 Duo Prozessor (2 GHz) und 4GB RAM.

Die Installation gestaltet sich sehr einfach. Nach Aufruf des Installationsprogramms wird die Software ohne weiteres installiert. Vor dem Kopieren der Library darf sich der User noch für seine persönliche Sample-Rate entscheiden. Zwischen 44,1 kHz und 192 kHz kann gewählt werden, und je nach Höhe der Rate wird dementsprechend viel Speicherplatz auf der Festplatte belegt. Nach Ende der Installation startet die Software automatisch, und der neu geborene Gitarrist kann zum Leben erweckt werden. Zur Registrierung muss der User eine E-Mail mit seinen persönlichen Daten und der mitgelieferten Activation-Nummer an Musiclab senden. Innerhalb eines Tages erhält man dann eine zur endgültigen Freischaltung benötigte Seriennummer. Ansonsten lässt sich die Software auch für 30 Tage ohne Einschränkung testen.

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Spielweisen, Floating Fret Position und Key Switches

Die Real LPC bietet dem angehenden Gitarristen insgesamt fünf Spielweisen, welche in die Kategorien Solo, Harmony, Chords, Bass & Chord und Bass & Pick eingeordnet werden. Wie die Namen schon verraten lassen, dient die Solo Kategorie zum polyphonen Spiel der Gitarre. Harmony addiert zum gespielten Ton ein bestimmtes Intervall. Zur Auswahl stehen hier die Intervalle Quarte abwärts, Quinte aufwärts, Oktave 1/2, Power Chord 1/2. Bei der Kategorie Chords erkennt die Real LPC die auf der Tastatur gespielten Töne als komplette Akkorde, die dann in Form einer Rhythmusgitarre abgespielt werden. Bass & Chord spielt den jeweiligen Grundton gezupft und den passenden Akkord dazu. Bass & Pick spielt den Grundton, und die restlichen Töne können angezupft gespielt werden.

Die Floating Fret Position ist eine für mich neue Umsetzungsmethode von gitarrentypischen Spielweisen. Um nicht zu tief in die Materie einsteigen zu müssen, sei nur gesagt, dass Gitarristen unterschiedliche Positionen auf dem Griffbrett (der lange Hals einer Gitarre) nutzen können, um bestimmte Akkorde und Töne zu spielen. Mit Hilfe eines Kapodasters kann die Gitarre dazu noch höher gestimmt werden um beispielsweise schwierige Fingersätze zu vermeiden. Diese Spielweise bildet auch die Real LPC nach, was im Hauptfenster durch den vertikalen goldenen Stab auf dem Griffbrett symbolisiert wird. Hierdurch können bestimmte Griffe auch mit Hilfe weniger Keyboardtasten gespielt werden. Die Real LPC versetzt den virtuellen Kapodaster immer so auf dem Griffbrett, dass die richtige Lage der Töne angespielt wird, genau so, wie es auch ein echter Gitarrist machen würde. Natürlich kann diese Funktion auch manuell bedient werden, so dass alle Möglichkeiten der Bearbeitung offen bleiben.

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Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    Nostradamus

    Mir scheint, es ist mit diesem Plugin so wie mit allen mehr oder weniger gut klingenden Gitarren Plugins: man muss die klanglichen Eigenheiten und spielerischen Feinheiten einer Gitarre gut kennen, um das Plugin sinnvoll einsetzen zu können. Das ist meist (nur) der Fall, wenn man Gitarre spielen kann. Aber dann benötigt man ein solches Plugin nicht.

    • Profilbild
      Max Vio

      Sehe ich genau so…außerdem finde ich gar nicht, daß diese GitarrenPlugIns außergewöhnlich toll klingen.Da bevorzuge ich doch lieber den Dreck einer echten Gitarre^^

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