Test: Native Instruments SoundPack: Abbey Road 60s Drums

6. Mai 2010

Abbey Road 60s Drums

„Abbey Road is in my ears and in my eyes“ – mit Abbey Road 60s Drums präsentiert uns Native Instruments ein zweiteiliges Vintage Drum-Soundpack für Kontakt und Kontaktplayer. Wer bei den Bezeichnungen 1960er Gretsch und 1967er Ludwig noch keine feuchte Hände bekommt, wird von NI über die Geschichtsträchtigkeit oder den betriebenen Vintageaufwand nicht im Zweifel gelassen. Verdientermaßen. Die Abbey Road Studios öffneten ihr Studio 2 für ein solches Unterfangen und nahm exklusives original Vintage Gear aus den 60ern in Betrieb, das jedem halbwegs Analoginteressierten die Tränen in die Augen treibt. Bedient von Toningenieuren Mirek Stiles (The Beatles Anthology 5.1 Remix) und Peter Cobbin (Abbey Roads Director of Engineering), erfuhr das alte Zeug auch die richtige Zuwendung. Die beiden Kits wurden von Ralph Salmins (Tori Amos, Mike Oldfield etc.) eingespielt. Ob sich der Aufwand auch tatsächlich gelohnt hat, lesen sie hier.

NI Abbey Road 60s Drums

NI Abbey Road 60s Drums

Mit 6,3GB kommt das Kontakt-Instrument für zwei Drumkits schon mal fett daher. Das Kit benutzt das neue Samplekompressionsverfahren von Kontakt 4. Unkomprimiert wäre es 14GB groß. Deswegen kann es auch leider derzeit nicht mit Battery benutzt werden. Ob die Samplekompression auch in Battery integriert wird, bleibt abzuwarten. Abbey Roads kann auf DVD oder als Download erworben werden, der dank der schnellen NI-Server auch zügig auf die heimische Festplatte geschaufelt wird. Aktiviert wird die Software wie alle Soundpacks im Service Center per Seriennummer. Auch nach der Installation lassen sich die Daten noch umkopieren. Dann öffnet man Kontakt bzw. den Player als Applikation oder Plug-in in der DAW seiner Wahl, und los geht’s. Vorausgesetzt, man verfügt mindestens über Mac OSX 10.5, Intel® Core™ Duo 1.66 GHz, und 1 GB RAM oder Windows® XP (SP2, 32bit) / Vista® (32/64 Bit), Windows 7® (32/64 Bit), Pentium® oder Athlon XP 1.4 GHz, 1 GB RAM oder neuer bzw. mehr. Als Testrechner diente ein 2006er MacBook mit 2GB Ram und 1,83GHz und OS X 10.5, das noch ausreichend Power bieten konnte. Darunter sollte man aber lieber nicht liegen. Aber kommen wir zu den Kits selbst.

Das Gretsch Kit besteht aus:
24″ Gretsch Round Badge Kick
14″ x 5″ Ludwig Jazz Festival Snare
14″ x 6.5″ Ludwig Mahogany Snare
Early 60s Zildjian Vintage Hihat
13″ Gretsch Round Badge Rack Tom
16″ Gretsch Round Badge Floor Tom

Das Ludwig Kit besteht aus:
22″ Ludwig Hollywood Kick
14″ x 5″ Ludwig Supra-Phonic 400 Snare
14″ x 5.5″ Radio King Snare
Late 60s Zildjian Vintage Hihat
12″ Ludwig Hollywood Rack Tom
13″ Ludwig Hollywood Rack Tom
16″ Ludwig Hollywood Floor Tom
sowie
Late 60s Zildjian High Crash,
Late 60s Zildjian Low Crash,
Late 60s Zildjian Ride,
Late 60s Zildjian Sizzle
als Unterstützung.

Jedes Kit wurde meistens mit zwei – vorne und hinten – positionierten Vintagemikrofonen pro Schlagwerk abgegriffen, in amtliche REDD und EMI TG Konsolen, Siemens Röhrenverstärker, Studer Röhrenbandmaschine geschickt und mit einem Prism Converter aufgenommen. Die Details der Aufnahme werden auf den ersten zehn Seiten des englischen PDF-Handbuchs ausführlich dokumentiert.
Die zwei Kits gibt es in jeweils drei Variationen. Bei Vintage stehen, ganz im Stile der 60er, die Kits in nur in Mono zur Verfügung, auch beim Overhead-Mikrofonabgriff. Bei Full stehen im Mixer noch zusätzlich zum Mono-Overhead-Abgriff noch Stereo Overhead um Raummikrofon-Känale zur Verfügung. Lite is eine reduzierte Version von Full.

Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    Markus Schroeder  RED

    Nachtrag: mit dem 1.1 Update halbieren sich nicht nur die Ladezeiten der Sets, sondern es kommen auch noch Template-Kits dazu.
    Damit lassen sich einzelne Schlagwerke eines Kits laden. Leider nicht gemischt, sondern nur für Early- oder Late-Kit separat.

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