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Special: iPhone Music-Instruments/Software

2. Dezember 2009

iPhone Music

„Dies iPhone ist ein gülden Ding.“

Es herrscht nach einem Jahr AppStore bei iTunes immer noch Goldgräberstimmung, und die Erfolgsstorys überschlagen sich. Doch die Qualitätsschwankungen der über 85.000 Anwendungen sind erheblich. Es gibt Dutzende Iterationen desselben Konzepts, und die Masse der Veröffentlichungen macht es für die Benutzer schwierig, die hochwertigen Programme herauszufischen. Jedoch ist genau dieses kreative Chaos, diese Freiheit auch der Kern des iPhone Erfolgs und Lieferant einiger Innovationen.
Deswegen legt dieses Special auch seinen Schwerpunkt auf Innovation und kreative Freiheit. Anwendungen, welche die Möglichkeiten des Multitouch-Screen erforschen und nicht nur eine Klaviatur an eine Soundengine dran kleben und gleichzeitig den Benutzern die Freiheit geben, eigene Klänge und Samples zu verwenden und auszutauschen. Diese Auswahlkriterien erwiesen sich als recht effektiv, um den Umfang dieses Specials nicht ins Epische ausufern zu lassen.
Auf jeden Fall lassen die hier vorgestellten „Apps“ erkennen, dass es sich bei dieser Entwicklung um wesentlich mehr handelt als nur um gehyptes Spielzeug ohne weiteren Sinn.
AMAZONA.de hat die Apple Handhelds deswegen kritisch unter die Lupe genommen und stellt Ihnen in diesem Special die interessantesten Apps und Erweiterungen vor, die den Begriff vom „portable Musikstudio“ großflächig erweitern, wenn nicht sogar neu definieren. Wir lassen uns sogar der Aussage hinreißen, dass diese kleinen Geräte sogar eine echte Alternative für portables Arbeiten mit Musik bieten.

iPhone 2G/3G/3GS bzw. den iPod Touch 2G werden nachfolgend kurzerhand nur „iTouch“ genannt.
Dieses Special behandelt sowohl Software als auch Recording Hardware für die iTouchs.

Teil 1: Software
I. Synthesizer S.1-3
II. Sequenzer S.4
III. Controller S.5
IV. Recording Software (2-Spuren und mehr) S.6

Teil 2: Recording Hardware
V. Kommerzielle Produkte S.9
VI. DIY Lösungen / Circuit Bending S.10

Teil 1: Software

I. Synthesizer

Nun haben Sie sich also einen gebrauchten 8GB iPod Touch 2G oder ein nagelneues iPhone 3GS mit 64GB geleistet und wollen nun Musik damit machen. Aber wie? Nun hier sind die besten Synthesizer für die Apple Handhelds – für Sie getestet.

Amadio – Noise.io (1)
€11,99

Noise_io 1

Noise_io 1


Nach einem Jahr hat sich besonders ein iPhone Mikrounternehmen einen Namen gemacht. Amadio Inc. haben mit ihren Apps wie Noise.io und Hexatone Pro, Star Melody und Star Guitar die Qualitätsmesslatte für iTouch-Instrumente für die Mitbewerber deutlich nach oben gelegt. Daran besteht mit Blick auf das bisherige Portfolio von Amadio keinerlei Zweifel. Über die hauseigene ioLibrary-Programmierbibliothek können außerdem noch Daten zwischen allen Amadio Programmen ausgetauscht werden. Die Funktions-Library ist natürlich auch für andere Programmierer verfügbar, und so unterstützten z.B. der „MPC-Klon“ Beatmaker oder iSequence von Beepstreet die ioLibrary. Diese Interoperabilität sollte weiter Schule machen. Ansonsten besteht noch die Möglichkeit, die Session- und Audiodaten in der ioLibrarry über WiFi auszutauschen. Auch ist die WiFi-Verbindung auch der übliche und einzige Weg, um eigene Daten mit dem iPhone auszutauschen. Die Methode hat Vor- und Nachteile gegenüber dem „konventionellen“ Datenaustausch per Speicherkarte oder Kabel und ist Geschmackssache. Das einzig wirklich Nervende ist, dass Apple dem Benutzer nicht die Wahl lässt.

Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    Markus Schroeder  RED

    Nachtrag zu den DJ Apps:

    Touch DJ und Sonorasaurus wurden nur Tage nach der Redaktionsfreigabe dieses Artikels im AppStore zugelassen.
    Einen Bericht zu den beiden Apps gibt es, voraussichtlich nächste Woche.

    beste Grüße an alle,
    Markus :D

  2. Profilbild
    p.lange  AHU

    *Seufz*… Wenn ich denke, dass fast die einzige funktionierende Musik-App für mein Windows-Telefon ein „Piano“ ist, das durch die viehische Latenz nur als Stimmpfeife nutzbar ist, und ich dafür auch noch ein paar Euros ausgeben musste…

    Dennoch, ich bleibe tapfer und neide Euch Eure iPhones nicht ;-)

    Phil

  3. Profilbild
    Michael Kathke

    Wow! Eine wirklich umfangreiche Darstellung mit brauchbarem Hintergrundwissen. Da ziehe ich meinen Hut!

    Zum Thema innovative Bedienung fehlt aber doch noch ein sehr wichtiger Vertreter. Der Vierstimmige Bebot! Nicht vom simplen Äusseren täuschen lassen. ;-)

    Wivi Band ist eine unglaublich gut klingende physical Modelling App mit 15 authentischen Blasinstrumenten!

    Ich finde auch die iDrum’s haben eine besonders durchdachte und sehr gut umgesetzte Bedienphilosophie.

    Zwar nur Tastatur und VA aber meines Erachtens doch Herausragend in der Qualität sind NLog und MegaSynth.

    Gruß,
    Michael

    • Profilbild
      Markus Schroeder  RED

      Danke für die positiven Kommentare! :D

      Ja, das mit der Auswahl war gar nicht leicht, denn die gesamte Kandidatenliste umfasst mindestens nochmal soviele Apps.

      Vielleicht gibt es ja eine Fortsetzung, wenn sich genug Leser dafür interessieren.

  4. Profilbild
    Jonson

    Etwas verspätet – aber Danke auch von mir für diesen Bericht. Jetzt, da ich endlich einen iPod Touch habe, konnte ich diesem Text einiges entnehmen. Kompliment auch für die lange Linkliste – sehr hilfreich! :0))

    @WattSekunde:
    Habe mir iDrum „Ministry of Sound Anthems“ geladen. Grundsätzlich gut gemacht, wenn auch einige wichtige Dinge fehlen: Kein Decay und Pitch für die einzelnen Samples, und vor allem kein „Swing“-Parameter? Habe ich das übersehen, denn es shuffled ja doch teils ganz ordentlich…?

    Grüße,
    Jonson

  5. Profilbild
    scheng-fou

    danke für den tollen artikel! habe schon so einige sachen ausprobiert und paar apps wieder gelöscht, wobei es wirklich viele „lite“ versionen gibt zum ausprobieren, die ich danach gekauft habe.

    mich würde ja noch interessieren was du von „randgrid“ , „technobox“ und „bleepbox“ hälst…

    2 apps die mir fehlen sind noch das „fingerbeat.app“ ist wirklich intuitiv und kult um mal eben paar stücke zu machen, auch wenn es keine nachträgliche soundbearbeitung ermöglicht,
    sehr nett auch „tweaky Beat“ für elektrosessions.

    • Profilbild
      Markus Schroeder  RED

      hi, scheng-fou

      freut mich das dir der Artikel gefallen hat.

      technobox und Drumtracker hab ich auch. Ich finde, es sind schöne und gut klingende Drum-Maschinen, leider ohne eigene Sampleeinbindung und letzten Endes ‘nur’ ein X0X-Klone. Das hat sie leider für den Artikel disqualifiziert, im Gegensatz zu Thump. Aber ihre Konzepte sind stimmig, keine Frage. Besser als die meisten iPhone X0X Klone auf jeden Fall. Das Interface von Drumtracker gefällt mir persönlich etwas besser, als das von Techno Box.
      Was Bleep!Box betrifft, ist mir das Bedienkonzept auch etwas zu unübersichtlich, aber verschmerzbar nach einer Eigewöhnungsphase und für einen vollwertigen moduliebaren Synthesizer mit Sequenzer nicht überteuert. Erinnert mich etwas an den Korg DS-10.

      Ich glaube der ursprüngliche Grund warum es Bleep!Box nicht in den Artikel geschafft hat, war SunVox. Da die Synthie/Sequenzer Sparte schon mit Noise (besser) und 8Bitone (8Bit-Sound!) abgedeckt war.

      Im Übrigen wurden für Bleep!Box und 8Bitone Exportfunktionen nachgereicht, sodass die Kompositionen auf dem Rechner gesichert werden können. Das wertet die Apps nochmal deutlich auf!

      Beatmaker gefällt mir zwar von der Benutzerführung besser, macht aber nur Samples.

      Zu Randgrid und Fingerbeat kann ich jetzt nichts sagen, aber im US-Appstore haben sie recht gute Bewertungen. Da TweakyBeat kostenlos ist kann man eh nichts falsch machen (RUNTERLADEN!).

      Aber wie du sagst, machen es einem die kostenlosen Lite Versione leicht die Apps anzutesten und herauszufinden was einem gefällt.

      Ich möchte an dieser Stelle auch nochmal einen Aufruf machen:
      Wenn euch weitere Tests über iphone Musik-Apps interessieren schreibt es bitte der Redaktion!

      Ich hab Material zur Genüge ;)

      • Profilbild
        scheng-fou

        danke für die schnelle ausführliche antwort,

        finde auch gut die auswahl die du getroffen hast und verstehe auch den aspekt.
        die von dir vorgestellten sachen gehen tatsächlich auch weiter als die von mit erwähnten.

        vielleicht ist ein weiterer artikel als orientierung für „itouch-neueinsteiger“ ganz gut um einen überblick zu bekommen was man sich echt sparen kann und was noch echt nett oder geil ist. ( grade auch viel mit dem erstmal voll simpel aussehenden „bebot“ am experimentieren… )
        – unter dem musiker-aspekt. denn es gibt viele rezensionen, aber dein artikel war der erste wirklich fundierte und eben aus der elektoniker-ecke, und nicht reine consumer-kritiken.

        also : sehr gerne, pack dein fundiertes wissen aus! ich schreibe auch sehr gerne der redaktion… denn spätestens mit dem neuen akai ipk25 und spätestens mit dem ipad wird es sehr spannend was den profesionelleren markt angeht…

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