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Test: Novation Remote SL MkII & Automap 3

5. August 2009

Novation MkII Serie

Erfolgreiche Produkte erkennt man daran, dass das Konzept immer wieder neu aufgelegt und verbessert wird. Genauso steht es auch um die Novation Automap Controller, die nun bereits in die dritte Gerätegeneration gehen. Mit der neuen MkII-Serie hat Novation seinen Controllern noch mehr Features auf den Weg gegeben.

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Bitte lesen Sie auch unsere weiteren Tests zu den Novation-Controllern, die Sie im Archiv finden können.

Von der Ferne sieht auch der 25SL MKII typisch nach Novation Controller aus, und erst bei näherem Hinsehen fällt auf, dass sich die Benutzeroberfläche doch recht stark geändert hat. Die acht Endlosdrehgeber (Encoder) verfügen nun über LED-Kränze, damit man bei Bedarf auch ohne das Display ungefähr erkennt, auf welchen Wert sie eingestellt sind. Aus Kostengründen wurde auf das zweite Display verzichtet, ein, wie ich finde, schmerzlicher Verlust. Dafür sind sowohl die Encoder, die Potis als auch die Fader berührungsempfindlich. Sie merken also, wenn man sie anfasst, und das übrig gebliebene Display schaltet auf die jeweilige Reihe automatisch um. Wer nun denkt, dass dies auch bei den Buttons der Fall wäre, hat sich leider zu früh gefreut. Bei einem Druck auf einen der belegbaren Tasterreihen ist keine Touch-Funktion vorgesehen, wirklich sehr schade und inkonsistent in der Bedienung. Während sich die Fader für meine Begriffe besser anfühlen als die der MkI-Serie, haben die Potis einen viel höheren Drehwiderstand, was einerseits unbeabsichtigtem Verstellen vorbeugt, schnellen Parameteränderungen aber eher entgegenwirkt.

Einer weiteren Änderung, die ich sehr gelungen finde, sind die Transporttaster untergekommen: Mit dem neuen Transport-Taster kann man nun auswählen, ob die zweite Tasterreihe unter den Fadern als Transportleiste oder als frei zuweisbare Reihe arbeiten soll.
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Wie auch die älteren Controller, besitzt die MkII-Serie ein MIDI-Trio nebst zweitem MIDI-Ausgang, Pedalanschlüsse und einen USB-Anschluss, der sogar für die komplette Betriebsspannung aufkommt. Auch das bekannte Speed-Dial mit all seinen Vor- und Nachteilen ist wieder an Bord. Leider hat sich hier konzeptionell seit der letzten Version der Controller nicht allzu viel getan. Ein Griffin Powermate ist für mich immer noch die bessere Wahl.
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Der Automap3-Server arbeitet vom Anwender weitestgehend unbemerkt im Hintergrund zwischen der Host-Software und dem Plug-in. Eigentlich lädt der Host bei der Nutzung von Automap nicht direkt die Plug-ins, sondern den Server selbst der danach wiederum das Plug-in lädt. So trickreich umgeht Automap die Beschränkungen der Hosts. Seit Automap 3 können in der Pro-Version (19,95 Euro) auch mehrere Remote-Controller gleichzeitig eingesetzt werden, was die Möglichkeiten enorm erhöht. Allerdings muss ein Hauptcontroller zugewiesen werden. Dieser funktioniert in der Pro-Version genauso wie in der normalen. Die Zusätzlich angeschlossenen Remotes werden manuell an das zu steuernde Plug-in zugewiesen. Ich fände es angenehmer, wenn in der Automap-Leiste, die je unter jedem Plug-in erscheint, die einzelnen Controller mit einem Mausklick zuweisbar wären.
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Zudem werden jetzt auch Keyboard-Kommandos akzeptiert. Man kann also nun auch Tastatur-Befehle in Automap einbinden, was die Steuerung noch weiter perfektioniert.
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Zudem ist jetzt auch eine Mackie HUI Emulation eingebaut, so dass man nahezu sämtliche DAWs damit steuern kann. Sehr nett ist auch der neue Start-Screen, mit dem man direkt die neuste Version herunterladen kann. Endlich wurden auch das XY-Panel, die Pedale und die Drum-Pads in die Automap-Zuordnung mit einbezogen.

Forum
  1. Profilbild
    Dax

    Ich hab gestern meinen Zero SL MKII erhalten. Muß mich natürlich erstmal näher damit auseinandersetzten, aber mein Ersteindruck ist: Cooles Teil :) Integration in Reason und Cubase incl Plugins funzte sofort 1a. Was sehr erfreulich ist: habe Automap 3.2b installiert und nun werden auch die VST3-Plugins gemappt (soweit ich gelesen habe, ging das vorher nicht).

    Allerdings empfinde auch ich das Fehlen der zweiten LED-Anzeige definitiv als Verlust, dafür hätte ich gerne ein paar € mehr bezahlt. Und ebenso wie Hagen würde ich eine „Pro“-Version mit höherwertigen Potis, Motorfadern etc. sehr begrüßen.

  2. Profilbild
    Markus Schroeder  RED

    Insgesammt für meinen Geschmack etwas zu kurz und etwas unkritisch. Z.B. das Zuweisen der Parameter mit Automapping mag vielleicht mir Waves funktionieren, aber mit den 99,9% der restlicchen Plug-ins kommt man ohne manuelle Optimierung nicht viel weiter.

    Nichts desto trotz halte ich Novation ReMOTE für den z.Z. besten Controller nach dem Jazzmutant Lemur. Der kostet aber €1700 oder so.

    Novation hat gerade eben Automap für das iPhone / Touch 2G heraus gebracht.
    Und ich bin begeistert.
    Leider lasst sich das Layout nicht anpassen.
    zwei Slider und 8 Buttons auf 26 Seiten.
    Nun ja, aber funktionieren tuts wunderbar!

    Grüße
    M :)

  3. Profilbild
    vaikl  

    Die neue iPhone/iPod App ist wirklich gelungen, für „überschaubare“ Plugins wie FX eine perfekte Ergänzung zu den „großen“ Kontrollern und für 2,39 Euronen ein absolutes Schnäppchen!

    Das Ändern der einzelnen Objekt-Zuordnungen macht fast noch mehr Spass als mit dem Automap-Display auf dem PC und neue Seiten für einzelne Plugins tauchen sofort nach Erstellung auf.

    Ähnliche Controller-Apps wie iTouchMidi benötigten bisher immer MIDI-Mapper wie MIDIYoke auf der Windows-Seite und da hatte ich zumindest in Live 8 miese Erfahrungen gemacht. Nun läufts rein über den Automap-Server und das eigentlich sehr stabil und schnell.

    „Eigentlich“ heisst, dass man sein iPhone/iPod nicht in den Autolock-Modus versetzen sollte, denn das ständige Neuverbinden scheint Live 8 so zu verwirren, dass später keinerlei Menüs mehr nutzbar sind. Anscheinend ist das aber ein Ableton-Problem.

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    Jojo1987

    Ich besitze das SL 61 MKII mittlerweile seit ein paar Monaten und gebe hiermit meinen Senf dazu:

    Leider wird im Test und den Kommentaren viel zu wenig auf die Tastatur eingegangen. Diese ist nämlich leider nicht besonders gut.

    Zum Klavierspielen eignet sie sich eigentlich überhaupt nicht. Je tiefer man in die Tasten greift, desto größer wird der Widerstand. Damit wird bei gleichem Kraftaufwand der Ton leiser. Gleichmäßiges Klavierspielen ist damit sehr schwer!
    Dieser Effekt wird noch verstärkt, da die Tasten ca. 1cm kürzer als normale Klaviertasten sind.

    Es gibt wesentlich bessere Semigewichtete Tastaturen (z.B. Korg Triton Extreme 61).
    (Hammermechaniken sind natürlich in der Hinsicht noch viel besser…)

    Wer also vorhat, auch mal Pianosounds anzusteuern, sollte die Tastatur vor dem Kauf unbedingt unter diesem Aspekt testen!

    Ein weiterer Kritikpunkt ist das XY Touchpad:
    es bietet keine „native“ 7 bit Auflösung. sondern interpoliert nur. D.h. tatsächlich werden nur 32 Werte aufgelöst.

    Die Automap Software ist auch manchmal etwas buggy.

  5. Profilbild
    Moselbeatz  

    Habe mir jetzt mal das novation zero slMK2 als remote für Cubase6 zugelegt und möchte das Ding nicht mehr missen….

    Das Automapping (wenns dann läuft) ist ne dufte Sache und die wichtigsten Steuerungen in Cubase sind 1a abgedeckt.

    Zu den schwarzen „drumpads“ sagt man besser gar nix, glaube die sind nur ein Designgag, nutzbar sind die genauso wie ein abgebrannte Schachtel Streichhölzer.

    Ich bin gespannt auf die Langlebigkeit der Fader und Potis, ansonsten kann ich mich gerne als zufriedener User outen ;)!

  6. Profilbild
    Onkel Sigi  RED

    Ich besitze seit zwei Monaten die tastenlose Zero SL MkII in Verbindung mit Motus Digital Performer 8. Fazit: Eine Bereicherung und Erleichterung!

    Leider können die Motu-eigenen PlugIns momentan nicht in die Automap-Software eingebunden werden, da es noch keine wirkliche Zusammenarbeit zwischen Motu und Novation gibt. So ist in meinem Falle die Kiste in erster Linie eine komfortable Fernbedienung der Transportfunktionen und über die freie Belegung der Taster habe ich mir die wichtigsten Schnittbefehle nach meinem Wunsch angeordnet.

    Motorfader wären schön, denn so ist es bei 32 Audiospuren nicht wirklich praxisgerecht, die Fader ziehe ich nach wie vor lieber mit meinem Mäuschen.

    Grüße vom Onkel Sigi

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