Test: Propellerhead Reason 2

5. Oktober 2002

Propellerheads

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    Riesenracks! Ist es das, was man braucht, um vernünftige Musik zu machen? Gar nicht so falsch, denn das virtuelle „Reasonrack“ (immerhin phonetisch gleich) ist nun in die Version 2 gegangen und hat bereits für aufsehen gesorgt.

Das Studio im Rechner
Was braucht man denn, um Musik zu machen? Synthesizer, Sampler und Sequencer. Na, bei Adam und Eva muss man sicher nicht einsteigen, interessanter mag die Idee sein, das Traumstudio in der Streicholzschachtel zu haben und die Verbreitung ist im „tragbaren“ Computerbereich auch recht hoch, denn Reason 2 versteht sich als Komplettstudio.
Die Wahrheit ist natürlich: Wir brauchen eine etwas grössere Streichholzschachtel: Ein Powerbook (oder Notebook) mit einer brauchbaren internen oder externen Audiohardware. Die Apple-User haben hier eigentlich mit einem IBook bereits einen recht guten Einstieg und auch wandlertechnisch eine recht ordentliche Grundlage. Damit ist das „Studiöchen“ dann bei etwa 1100 Euro plus 400 Euro für Reason, zu haben. Dabei ist auch die „Orkester“ [schwedisch: Orchester :o)] und Standard-Soundbank enthalten. Also dann: Einschalten und Loslegen!

Hardware-Controller
Direkt am Anfang sollte sicher auch das „klassische Mauseschieberdefizit“ kurz Haptik Erwähnung finden. Der Reason(rack)user kann diesem allerdings mit einer freibelegbaren Knopfbox, wie etwa der Doepfer Drehbank oder Pocket Control (oder vergleichbarem) entgegenwirken, denn Reason bietet für nahezu alle Regler eine Fernsteuerung per Midi-Controller an. Diese lassen sich vom Anwender frei einstellen. Eine Funktion, die sich auch bei VAs (Virtuell Analoge Synthesizer) hoffentlich noch durchsetzen wird. Und heimlich damit schon einen Pluspunkt für Reason. Sinnvoll für das Einspielen von Melodien ist ein einfaches Midikeyboard. Da gibt es von Einoktavigem bis 88-Tasten-Hammermechanik auch alles auf dem Markt (ab ca 140 Euro). Einige sind auch kombinierte Keyboard-Controllerboxen (z.B. MIDIMAN Oxygen), womit man dann immer noch in Taschengeldbereichen wohlhabender Jugendlicher liegt :o)

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Was kommt ins Rack?
Folgende Geräte kann man ins Reason-Rack laden. Natürlich können die einzelnen Instanzen mehrfach gestartet werden.

2 Sampler (es ist ein weiterer dazugekommen) NN19
NNXT

1x Graintable Synthesizer (neu) Malström

1x VA-Synthesizer (gab es schon) Subtractor

1x Loopsampler (gab es schon) Dr.Rex

1x samplebasierender Drumcomputer (gab es schon) Redrum

1x Mischpult (gab es schon) Mixer

14:2 (beliebig viele einsetzbar mit 4 Aux-Wegen) reMix

8x Effekte Delay, Reverb, Filter, Verzerrer, RV7,DDL1,CF101
Chorus/Flanger, Phaser, Kompressor ECF42, PEQ2,D11
und 2-Band EQ. PH90,COMP01

2x Sequencer Matrix/Pattern
linearer Sequencer

Eigentlich kein Instrument: „Rebirth Input Machine“, der Name sagt es schon, dient zum einschleifen von Propellerheads‘ bekannten 303/808/909 Audiosignalen.
Jedes der Geräte ist auch mehrfach ins Rack „einschraubbar“, was optisch auch schnell in Form von Geräten im Rack klar wird. Jedes der Geräte ist Polyphon (in Zahlen einstellbar) und entspricht dem „Midi Poly Mode“. Wer also gleichzeitig unterschiedliche Sounds aus demselben Gerät will, zieht einfach ein weiteres Gerät ins Rack.
Alle Geräte tauchen im Sequenzer automatisch auf. Dieser Sequenzer ist eigentlich eine Reduktion eines linearen Sequenzers (á la Logic oder Cubase) auf die wichtigsten Grundfunktionen.

Klangbeispiele
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