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Test: Roland DJ-202

19. April 2018

Im Preis-Leistungs-Verhältnis unschlagbar?

Nach den beiden großen Flaggschiffen Roland DJ-808 und Roland DJ-505 nehmen wir das Roland DJ-202 Einsteigermodell genau unter die Lupe.

Der kleine, kompakte Controller ist das ideale Modell für einen Beginner. Er eignet sich perfekt zum Transport, leicht und klein, ein toller Begleiter.

Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist fast unschlagbar. Der Roland DJ-202 ist gut verarbeitet und die großen Plattenteller sehr handlich. Gleich den großen Brüdern Roland DJ-808 und Roland DJ-505 sind die integrierte Drum Kits der Roland-Klassiker TR-808, TR-909, TR-606* und TR-707* über die 8 Pads anwählbar.

Roland DJ-202
Roland DJ-202 im Überblick

Erster Eindruck des Roland DJ-202

Der Controller kommt in einem robusten Karton ohne Tragegriffe. Das ist etwas schade, da die beiden größeren Flaggschiffe somit ohne ein zusätzliches Case auskommen.

Eine Anschaffung dessen kostet aber nun auch nicht die Welt und wird einen nicht arm werden lassen. Wem ein einfacher Universalkoffer reicht, dem würde ich zum Beispiel den Thomann Mix Case Control XL für günstige 69,- Euro empfehlen.

Der kleine Roland DJ-202 überzeugt mit Leichtigkeit. Es sind auch wieder die gleichen nützlichen Tragegriffe wie bei den Vorgängern zu finden.

Der Controller besteht komplett aus Kunststoff, was auch die 2,1 kg Gewicht erklärt. Die Höhe beträgt 62 mm, die Breite 478 mm und die Tiefe 297 mm.

Ein Blick auf die Rück- und Vorderseite des Roland DJ-202

Der Roland DJ-202 ist gleich den beiden Flaggschiffen DJ-505 und DJ-808 mit einem integrierten 24 Bit / 48 kHz Audiointerface und einem Roland High-End-Audiowandler an den Master- und Booth-Ausgängen ausgestattet.

Roland DJ-202
Roland DJ-202 Rückseite links

Auf der Rückseite des Roland DJ-202 finden wir den USB-Anschluss für den PC und eine MIDI-Out-Buchse. Ich persönlich hätte mir noch einen XLR-Ausgang gewünscht, bei dem Preis darf man aber nicht wirklich meckern.

Neben dem Cinch-Stereoausgang ist noch ein Mikrofoneingang mit extra Gate, Highpass-Filter und Reverb FX angebracht. Zum Sichern besteht die Möglichkeit, ein Kensington Schloss anzubringen.
Weiterhin finden wir den klassischen 6,3 mm-Klinken-Kopfhörerausgang ohne weiteren Schnickschnack.

Roland DJ-202 Rückseite rechts

Ein Blick auf die Oberseite

Der Roland DJ-202 ein 2-Kanalmixer, aber auch hier haben wir wieder die Möglichkeit, zwischen 4 Decks umzuschalten.

Der Sequencer im oberen Bereich wurde komplett weggelassen und ist nun über die 8 Pads zu bedienen. Dadurch ist der DJ-202 viel angenehmer zu transportieren als der größere DJ-505 mit dem ungewöhnlichen Design.

Die anschlagdynamischen, farbigen RGB-Pads werden mit 4 Auswahl-Buttons unterteilt. Hier finden wir Hot Cue, Loop, Sequencer und Sampler zum Anwählen. Die beiden Parameterknöpfe sind jeweils rechts der Pads angesiedelt.

Roland DJ-202

Roland DJ-202 von oben im Arbeitsmodus

Der Schieberegler zur Tempoänderung ist, wie schon bei dem Roland DJ-505, gleich unpräzise, trotz der +/-8 % Pitchrange. Druckknöpfe für Vinyl-Mode, Shift, Keylock und die obligatorischen Play-, Cue- und Sync-Taster sind klassisch platziert.

In der Mitte befinden sich die beiden Kanalzüge mit zwei Lautstärkeregulierern. Dazwischen liegt eine zweispurige, farbige Pegelanzeige für die Master-Lautstärke.

Über der Anzeige haben wir zwei Tasten für den Sequencer: die Sync-Taste und die Start/Stop-Taste. Natürlich auch hier zu finden ist der Cue-Button und Lautstärkedrehregler für die Drum Machine und weitere Regler für Cue-Mix, Phone Level und Master Level.

Nach gewohntem Manier sind die Volume-Fader, Cue-Tasten, Filterdrehknöpfe, Drehregler für Höhen, Mitten und Tiefen sowie die Trimmdrehknöpfe jeweils über den Kanälen angesiedelt. Ganz unten in der Mitte sitzt der Crossfader.

Der Roland DJ-202 in der Praxis

Bei diesem Modell ist Serato Intro inbegriffen, ein Upgrade auf Serato DJ Pro ist möglich, kostet jedoch um die 99 $ (plus MwSt.). Das Upgrade auf Serato DJ ermöglicht allerdings auch mehr Produktionskapazitäten, darunter 32 synchronisierbare Sampler-Slots auf vier Bänken, die komplette Sammlung an iZotope Effekten, Software-Recording-Funktionen und weitere Features. Wer sich unsicher ist, kann die Serato DJ Pro Version auch als 14-tägige Testversion ausprobieren.

Nach dem Treiber-Download kann es losgehen. Der Roland DJ-202 wurde mit zwei verschiedenen 2012er MacBook Pro mit High Sierra getestet. Beide liefen problemlos und ohne Bugs. Achtung allerdings bei dem Mac Os High Sierra, da muss der Treiber in den Sicherheitseinstellungen erst freigegeben werden!

Die großen Jogwheels sind angenehm in der Bedienung und greifen sich gut. Es macht definitiv Spaß, an dem Controller zu arbeiten.

Roland DJ-202
Roland DJ-202 linkes Deck von oben

Der Crossfader ist gleich dem größeren Bruder nicht gerade gut verarbeitet und wirkt unstabil. Hochwertigeres Material wäre hier von Vorteil, aber dann bliebe aber auch der Preis nicht derselbe .

Die RGB-Pads reagieren gut und unterscheiden sich nicht im Vergleich zu dem Roland DJ-505. Die Serato FX sind über jeweils drei FX-Buttons pro Deck steuerbar, die Loop-Funkion ist einwandfrei.

Der Step-Sequencer ist nun etwas versteckter über die Pads und zwei Buttons zu bedienen. Ich rate jedem, den Sequencer einmal zuhause auszuprobieren, bevor es in den Club geht.

Ausgewählt wird über den Sequencer-Button oberhalb der RGB-Pads, auf denen die jeweiligen Sounds erklingen. Der Sync-Taster und der Start/Stop-Button des Sequencer liegen gefährlich nahe der Schieberegler für die beiden Kanäle. Man arbeitet auch teilweise mit dem Shift-Button, das etwas Gewöhnung braucht.

Fazit

Der Roland DJ-202 ist ein perfekter Begleiter für den Einsteiger DJ, vor allem ideal im mobilen Einsatz. Die Bedienung und Sound-Qualität sind unschlagbar! Der Preis von 247,- Euro inkludiert Serato Intro und die legendären Roland Drumkits der TR-808, TR-909, TR-606, TR-707. Eine etwas hochwertigere Verarbeitung wäre noch wünschenswert gewesen. Ansonsten ein toller Begleiter für den Anfänger und Fortgeschrittenen.

Plus

  • Step-Sequencer
  • leicht & kompakt
  • angenehme Größe & Bedienung der Jogwheels
  • Mikrofoneingang mit Gate, Hochpassfilter, Hall und Echo

Minus

  • zu heftiges Ansprechen der Tempofader
  • Sequencer braucht etwas Übung
  • hochwertigere Verarbeitung wünschenswert
  • kein Tragegriff am Karton-Case

Preis

  • Ladenpreis: 247,- Euro
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