Test: Roland FP-30, Stagepiano

7. Dezember 2016

Endlich ein neuer Pianisten-Einsteiger

Seit vielen Jahren hat der Hersteller Roland die Stagepianos der FP-Serie im Programm. Roland FP-50 und FP-7F hatten wir bereits beim damaligen Erscheinen getestet, jetzt rundet der Hersteller die Serie mit dem Roland FP-30 nach unten ab. Die kompakte Stagepiano-Klasse ist hart umkämpft, besonders hier müssen die Hersteller versuchen, sich von der Konkurrenz abzuheben. Ob das Roland diesmal gelingt, soll unser Test zum Roland FP-30 zeigen.

Roland FP-30

Roland FP-30

Aufbau

Roland bleibt seiner vor einiger Zeit eingeführten Designlinie, kompakt, schlank und optisch sehr zurückhaltend, auch beim Roland FP-30 treu. Das FP-30 kommt in einem wahlweise schwarzen oder weißen Kunststoffgehäuse daher, die Maße belaufen sich auf 130 x 28,4 x 15 cm, das Gewicht liegt bei moderaten 14,1 kg. Das kommt vor allem den Kunden entgegen, die das FP-30 sowohl zu Hause als auch unterwegs auf der Bühne oder bei der Probe nutzen. Im Lieferumfang enthalten ist ein einfaches Sustain-Pedal, wobei die Betonung klar auf „einfach“ liegt. Optional erhältlich ist ein Unterbau aus Holz sowie eine dazu passende Pedalleiste. Neben dem Haltepedal findet sich ein externes Netzteil, eine mehrsprachige Bedienungsanleitung und ein Notenständer im Karton des Roland FP-30.

Die Optik ist wie gesagt sehr dezent, alle Bedienelemente befinden sich gebündelt auf der linken Seite der Bedienoberfläche. Die länglichen Kunststofftaster kennt man bereits von den Vorgängern der FP-Serie, farblich präsentiert sich das Stagepiano auch hier äußerst dezent. Alle Taster leuchten im strahlenden LED-Weiß auf, lediglich der Record-Taster zur Aufnahme von internen Songs erstrahlt in Rot. Durch die Bündelung der Bedienelemente bleibt ein außerordentlich großer Bereich des Gehäuses frei, daher auch der Eindruck der dezenten Optik. Das Gehäuse ist Roland-typisch gut verarbeitet, keine spitzen Kanten, alles sauber abgerundet und ordentlich montiert.

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Die Rückseite beherbergt die meisten Anschlüsse des Roland FP-30. Hierzu gehören zunächst zwei Pedalanschlüsse, einmal die klassische 6,3 mm Klinkenbuchse für Haltepedale, als Zweites kommt eine Multipin-Buchse zum Einsatz, die den Anschluss der bereits erwähnten Pedalleiste ermöglicht. Zwei USB-Buchsen, einmal zum Anschluss an den Computer, einmal zum Anstecken von USB-Speichermedien sowie die Netzteilbuchse komplettieren die Rückseite. Zwei Kopfhöreranschlüsse hat Roland vorne links untergebracht, einer im 3,5 mm Klinkenformat, der andere mit Anschluss für große Klinkenkabel. Die beiden Anschlüsse sind parallel geschaltet, führen also stets das gleiche Signal. Somit lassen sich also entweder bis zu zwei Kopfhörer  oder aber ein Kopfhörer und eine externe Verstärkungsanlage anschließen. Dedizierte Line-Ausgänge bietet das FP-30 nicht.

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Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    cubemusic

    Prima Test – danke sehr. Zwei Anmerkungen vielleicht noch: Aus meiner Sicht braucht ein Stagepiano einen Pitchbender und ein Modulationsrad (siehe die RD-Serie von Roland und auch viele ‚echte‘ Stagepianos anderer Hersteller), und der Modus, die Tastatatur in zwei gleiche Bereiche aufzuteilen, ist imho ein Lehrer-Schüler-Modus und nicht für das klassische, vierhändige Spiel gedacht.

    • Profilbild
      Felix Thoma  RED

      Hi Cubemusic,
      über Pitch Bend und ein Modulationsrad kann man sich sicherlich streiten, die meisten Anfänger wollen ja einfach nur Klavier spielen.

  2. Profilbild
    Amazone

    Ein Lautstärke-Schieberegler wie vom Yamaha P-115 ist sicher nicht genauer als die Lautstärketaster vom FP-30.
    Am FP-30 lassen sich 100 verschiedene Lautstärken einstellen.
    Wenn man mitzählt, kann man die Lautstärke auch immer wieder exakt einstellen über die Tasten mithilfe der 5 LEDs.

    Das kriegt man so genau mit einem Schieber oder Drehknopf sicher nicht so fein abgestuft hin.
    Außerdem speichert das FP-30 die Lautstärke getrennt für Lautsprecher und Kopfhörer.
    Das geht mit einem Schieberegler auch nicht.

    Darüber hinaus ist die Tastatur die festeste in diesem Preisbereich von 600€-700€.
    In jedem Fall fester als ein Yamaha P-115 oder ein Kawai ES-100.
    Auch ein Casio ist in dieser Preisregion nicht fester.

    Verstehe also die Aussage in diesem Test nicht so ganz, dass sich die Tastatur des FP-30 eher leicht spielen würde.

    Desweiteren ist sie nicht nur qualitativ besser als die NoName Geräte, sondern auch besser als ein P-115 und ES-100, da sie als einzige in diesem Preisbereich über einen 3-fach Sensor und Druckpunktsimulation verfügt.

  3. Profilbild
    Tom

    Ich kann meinem Vorredner nur zustimmen. Für den Preis ist das FP-30 hinsichtlich Tastatur und Piano-Sound das beste Einsteigergerät, dass ich kenne. Auch die eingebauten Lautsprecher, die bei diesen Geräten eigentlich immer einen Schwachpunkt darstellen, sind ganz gut brauchbar und besser als beim Yamaha oder Kawei Einsteigermodellen.

  4. Profilbild
    ed

    Meines Erachtens ist das FP 30 ist mit einer sehr guten und rel. präzisen Tastatur ausgetattet, die in diesem Preissegment erst mal gefunden werden muß; bis ca. € 1100 hab ich keine bessere gefunden. Sogar das hochgelobte Kawai MP 7 hat eine bedeutend leichtgängigere, keyboardartige Tastatur die hier nicht mithalten kann und mich erst mal abgeschreckt hat. Die Lautsprecher sind für mich okay, das Gerät macht alles in allem einen guten Eindruck. Hier will man nicht meckern und ich mag das Gerät!
    Über die Lautstärkeregelung läßt sich dikutieren.
    ABER…:
    Ich habe nun schon das dritte !!! FP 30 bekommen und keines ist bei energischer Ansprache in der dritten Cis-Taste tonstabil, d.h. es ist keine klare, harte Tonansprache sondern nur ein ` gezogener Ton ´ möglich (Gitarrensprache: Bending).
    Bei längerem Gebrauch fällt dann auch ein
    `weicherwerden der Nachbartöne´ auf, besonders krass wird´s dann bei bestimmten Akkorden/Tastenkombinationen.
    Außerdem beschleicht mich das Gefühl, daß diese Phänomen bei zunehmender Spieldauer zunimmt, oder ich werde dafür einfach sensibler.
    Vielleicht kann jemand etwas zur Klärung beitragen.

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