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Test: Softube Console 1, USB-Controller für Plug-ins

Tod der Maus

26. März 2014

Wer viel Rechner intern aufnimmt, editiert und mixt, weiß es mittlerweile zu schätzen, wenn man bestimmte Aufgaben und Funktionen mit externen Controllern fernsteuern kann. Alles was irgendwie weg von der Arbeit mit der Computermaus geht, ist ja ohnehin im Trend. Kein Wunder, dass jetzt auch der schwedische Plug-in Hersteller Softube ein solches Produkt auf den Markt bringt. Mit dem Softube Console 1 soll die Rechner-Arbeit ab sofort um einiges komfortabler werden. Wir hatten den Controller zum Test im Studio.

Softube

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Info

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Die schwedische Firma Softube ist ja mittlerweile kein Unbekannter mehr im Haifischbecken der Plug-in Hersteller. Neben den vielen eigenen Produktentwicklungen hat das Team um Oscar Öberg auch bereits für namhafte Hersteller wie Fender, Marshall, Native Instruments, Ableton oder TC Electronic gearbeitet. Mit Console 1 bringt Softube nun eine konsequente Weiterentwicklung auf den Markt, mit Hilfe derer man die firmeneigenen Plug-ins per Hardware-Controller steuern kann. Unterstützt werden alle Softube Plug-ins mit AU-, VST- und AAX-Format (32- und 64-bit)

Softube Console 1

Softube Console 1

Die zentrale Einheit von Console 1 ist ein Hardware-Controller, der mit einer Größe von ca. 43 x 18 x 5 cm nach etwas Platz auf dem Desktop schreit, dafür aber auch entsprechend großzügig aufgebaut ist. Keine Fummelarbeit zwischen den Drehreglern, hier kommt man an alle Bedienelemente gut heran. Durch das massive Metallgehäuse gehört der Controller nicht zu den Fliegengewichten seiner Klasse, steht dafür aber bombenfest auf seinem vorgesehenen Platz. Die Oberfläche des Controllers ist leicht nach vorne geneigt, was das Ablesen und Arbeiten erleichtert.

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Forum
  1. Profilbild
    Markus Galla RED

    Ich habe das Teil auf der Messe getestet. Da wird nicht zu viel versprochen. Nach kurzer Zeit hat man sich daran gewöhnt und schaut nicht mehr auf den Controller, sondern fast ausschließlich auf den Bildschirm. Deshalb fällt m. E. das fehlende Display am Controller, auf dem man Werte oder Channel Namen lesen könnte, nicht weiter ins Gewicht.

    Die Konzentration auf Softube Plugins finde ich gut, denn ein offener Controller ist in der Regel nichts Halbes und nichts Ganzes. Ein SSL Pult bedient auch keinen Neve Channel Strip. Wer sich für eine Sache entschieden hat, macht das meistens auch ganz bewusst. Außerdem hat Softube weitere Plugins bereits angekündigt. Es wird spannend.

    Was ich mir wünschen würde, ist eine Softube Fader Bank mit acht Motorfadern plus Master, die genauso breit ist und einen Rahmen, der vielleicht zusätzlich sogar noch die Apple Bluetooth Tastatur aufnimmt. Das wäre tatsächlich genial. Es schafft nicht nur Ordnung auf dem Tisch, sondern sieht dann auch noch gut aus.

    Insgesamt bei dem Preis ein Volltreffer: von der Haptik her und vom Preis und der Qualität der Algorithmen her sowieso!

  2. Profilbild
    stengah

    Kann dem Tester Felix nur zustimmen.
    Hab das Gerät seit ein paar Tagen und bin begeistert. Zum einen wegen des Workflows (an den man sich zuerst gewöhnen sollte, aber auch wird), der musikalischer ist, was heißt, ich höre mehr auf das, was passiert und klicke nicht ständig in bunte Plugins rein. Das das On-Screen-Display nicht auf „alt & vintage“ getrimmt ist, stört mich nicht – ich finde es eher angenehm, da es sehr schlicht ist und die Console ja 1:1 abbildet.

    Zum anderen ist der Sound der „SSL“ wirklich grandios.

    2 Punkte, die noch etwas störend sind:

    1. Tracknamen werden wohl momentan nur bei „Studio One“ automatisch übernommen. Bei mir (Logic 9) muss man die Tracknamen manuell eingeben, so dass die Spurbezeichnung auch im On-Screen-Display erscheint (was zwingend notwendig ist, sonst verliert man die Übersicht)

    2. Die Console bringt immer mal wieder die Reihenfolge der Tracknummern durcheinander, die dann manuell wieder zugeordnet werden müssen. Das kann und wird aber sicherlich in einem der nächsten Updates von Seiten Softube behoben werden.

    Ansonsten kann ich die Console wirklich jedem empfehlen, der weg vom Bildschirm und der Maus will.
    Bestimmt einer der konsequentesten und am besten verarbeiteten Controller, der momentan auf dem Markt ist.
    Thumbs up!

  3. Profilbild
    Polysix 1

    Habe das Gerät auf der diesjährigen Musikmesse bestaunt und anschließend erworben.
    Ich kann mich dem hier bereits gesagten nur anschließen.

    Eine Sache scheint mir allerdings wichtig zu ergänzen.
    In diesem und anderen Tests wird die Console 1 Hardware immer wieder als Controller bezeichnet, mit dem man beliebige Plugins von Softube steuern kann. Das trifft die Sache m. E. nicht ganz, denn die Softube Reverbs, Amp-Simulations etc. sind davon nicht betroffen.

    Ganz klar im Fokus stehen Kernelemente des Kanalzuges einer echten Konsole ohne AUX Send.
    Neben der Input und Output Section gibt es hier 3 wesentliche Bestandteile, für die Softube kompatible Plugins zur Verfügung stellt: 1. Shaper/Gate, 2. Equalizer und 3. Compressor. Derzeit liefert Softube eine Abbildung der SSL4000 mit dem Hardware-Controller aus, welche die 3 genannten Komponenten kapselt. Die Komponenten können jedoch durch andere Softube Plugins des selben Komponententyps ausgetauscht werden, es kann also eine Art Custom Kanalzug erstellt und als Preset gespeichert werden (wem der SSL Kompressor nicht ganz zusagt, kann ihn z. B. durch den Summit Audio TLA-100A ersetzen). Darüber hinaus stellt Softube ja in Aussicht, weitere Kanalzüge (vielleicht einen Neve?) anzubieten.

    Zusammenfassend: schlüssiges Konzept, keine Beliebigkeit.

  4. Profilbild
    thomas79

    Ne Stange Geld… aber das, für mich, erste wirklich sinnvolle Controller-Konzept welches sich harmonisch ins DAW- Umfeld einbettet. Ich finde gerade gut dass es nicht wieder einer von vielen unzähligen Controllern ist, den man problemlos für „alles“ verwenden und anpassen kann…und der dann irgendwann verstaubt, weil sich die Tasten/Regler-Belegungen der unterschiedlichen Plugin-Herstellen dann eben doch nicht 1:1 übertragen lassen und bei jedem zweiten Plugin auf verschiedenen Reglern des Controllers liegen…
    Eine Funktion pro Knop! Ein Traum! Für mich genau der richtige Schritt in eine sehr gute Richtung.

  5. Profilbild
    unknowninternetguy

    Ich dachte mein Wunsch von einem sinnvollen Universalcontroller würde erfüllt werden aber das Gerät funktioniert nur wohl mit den hauseigenen Plugins. Push, APC o.ä. Controller sind schön und gut bzw. werden von mir selber genutzt aber mir fehlt z.B. einfach mal ein Controller wie der hier vorgestellte um Synths oder andere Plugins über Midi zu steuern. Mir reichen die 8 Regler der meisten Geräte einfach nicht und ein Fan von unzähligen Menüs bin ich ebenfalls nicht. Warum ist das nur so schwierig oder gibt es einfach nicht genug Nachfrage?

    • Profilbild
      j.rauner AHU

      Ich verstehe dein Problem nicht richtig.
      Das besondere an diesem Controller (Console 1) ist ja gerade, dass er nicht universell ist. Universelle Controller mit mehr als 8 Regler gibt es in den Stores schon seit vielen Jahren. Schau einfach mal nach.
      Meines Erachtens kann man aber mit Push wunderbar alle Parameter von Synths und Plugins steuern, da ja die Drehregler in verschiedenen Bänken alle Parameter eines Plugins steuern kann, wenn man das möchte.
      Aber vielleicht habe ich Deine Frage nicht ganz verstanden oder du hast ein wichtiges Detail Deiner Frage noch nicht genannt?

      • Profilbild
        unknowninternetguy

        Habe mich wahrscheinlich etwas falsch ausgedrückt. ;) Mich nervt dieses ganze Mausgeschubse aber so viel Knete um mir alles Analog zu holen habe ich auch nicht. Ich habe die Vorstellung meine Tracks zu jammen um möglichst wenig am Rechner zu hängen. Dazu brauche ich diverse Geräte die eine Funktion übernehmen die aber auch richtig. Eine Drummaschine, einen (Midi)Mixer mit 8 oder 16 Spuren, EQ, Sends, Pan und einen Controller um Synths zu steuern.

        Es fängt schon bei dem Mixer an, der erste der so langsam in die Richtung geht ist von Livid Instruments der DS-1. APC40 z.B. hat zwar 8 Fader aber dann brauche ich weitere Geräte für Regler um EQ Funktionen oder Sends nachzubilden. Mit Push kann ich zwar Synths steuern aber im Direktzugriff ist das auch alles nicht, da gefällt mir mein Virus B besser.

        Man könnte doch locker ein Gerät wie die Console 1 bauen was das Design eines subtraktiven Synth hat mit 3 OSC´s, Filtern, Envelopes, LFO´s etc. pro Sektion 1-2 Regler zur freien Belegung o.ä. Dafür würde ich auch mehr Geld hinlegen aber meiner Meinung nach ist alles bisherige nicht wirklich dafür geeignet einen Synth per Hardwarecontroller zu steuern.

        Die Geräte die auf dem Markt sind wollen alles abdecken. Ich wünsche mir Geräte die einem Zweck dienen und das richtig. Das tut die Console 1 ja, nur das es nicht den Zweck erfüllt den ich mir erhoffe ;)

        Also letzendlich möchte ich einen Midi Mixer und einen vernünftigen Synth Controller. Frage mich immer wie die anderen Leute da draußen das so machen oder ob einfach nicht so viele das Bedürfnis haben bei der Bassdrum den Filter zuzudrehen während man den Send von Spur X aufdreht. Probier das mal mit Push, APC oder sonstigen Geräten. Man ist meist nur auf eine Spur beschränkt und muss hin und her springen. Ich will also einen Workflow nachbauen den man mit einem Analogen Fuhrpark hätte.

        War aber jetzt gar nicht meine Absicht das Thema hier für meine Wünsche zu benutzen ;D

  6. Profilbild
    tompisa

    Große Klasse. Mit dem neuen Update ist das Teil annähernd perfekt. Die neue SSL XL 9000 Emulation ist fantastisch und auf Augenhöhe mit Duende SSL. Nach 30 Minuten Einarbeitung wollte ich nicht mehr ohne diesen Controller weitermachen. So etwas geht nur mit proprietärer Ausrichtung. Der Workflow beim Abmischen wird um den gefühlten Faktor 50 beschleunigt. Der erste Controller, der Maus und Trackpad tatsächlich obsolet macht. Das, was UAD auf der DSP Ebene ist, wird Softube auf der nativen werden, aufgrund dieses grandiosen Controller- Dongles. Man darf jetzt schon gespannt sein auf Console „2“

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