Test: Squire, J Mascis Jazzmaster, E-Gitarre

14. Februar 2012

Squire J Mascis

Der US-amerikanische Musiker Joseph Donald Mascis, besser bekannt als J. Mascis, kann wohl zum Urgestein der Rockszene gezählt werden. Seine 1984 gegründete Band Dinosaur Jr. gilt als Wegbereiter des amerikanischen Alternative-Rock und hatte sicherlich einen großen Einfluss auf die darauf folgenden Grunge- und Indiebewegungen. In dieser Zeit erlangte auch das etwas eingestaubt wirkende Fender-Modell Jazzmaster neue Beliebtheit unter den Gitarristen, was auf den warmen und druckvollen Klang der vormals unter Jazzmusikern populären Gitarre zurückzuführen sein dürfte. So griff auch J Mascis bevorzugt zu den Instrumenten der legendären Marke aus Kalifornien, die ihn nun mit einem Modell der Artist-Series, der Squire J Mascis Jazzmaster, ehrt.

-- Die Fender Squier J Mascis Jazzmaster --

— Die Fender Squier J Mascis Jazzmaster —

Verarbeitung & Konstruktion

Den Beinamen „Squire“ erhalten bei Fender die in Fernost hergestellten Gitarren der Unter- und Mittelklasse. Lediglich das Design stammt aus den amerikanischen Werken. So hat auch die J Mascis Jazzmaster den Weg aus China zum Amazona-Test gefunden.

Der Korpus besteht aus Lindenholz und ist relativ großzügig dimensioniert, was der Gitarre ein stattliches aber nicht unangenehmes Gewicht verleiht. Die Lackierung nennt sich „Vintage White“, wirkt also ein wenig vergilbt, sodass man fast von Eierschalen-Farben sprechen könnte, was in Kombination mit dem gebürsteten Aluminium-Pickguard einiges hermacht. Das Finish des „Gold Anodized“-Pickguards erscheint leicht rötlich, ähnlich wie blasses Kupfer und hinterlässt einen sehr hochwertigen Eindruck. Der Satin lackierte Ahornhals ist mithilfe von vier Schrauben und einer rechteckigen Chromplatte am Body befestigt und liegt mit seinem voluminösen C-Shapig satt in der Hand. Das Griffbrett ist aus Palisander und mit 22 Jumbo-Bundstäbchen und einfachen Dot-Inlays bestückt. Letztere sind natürlich, so wie alle übrigen Kunststoffteile an der Gitarre, in Aged White gehalten. Konsequenterweise fällt die Kopfplatte im Stile der Sechziger relativ groß aus, besonders im Vergleich mit den filigran wirkenden Mechaniken, die es immerhin mit Saiten der Stärke 10-46 zu tun haben. Auf der Rückseite der Kopfplatte findet sich, wie üblich bei der Artist-Serie, eine Unterschrift des Namensgebers. Hals und Body sind sauber und ohne Mängel verarbeitet, das gilt sowohl für den Lack als auch die Abrichtung der Bundstäbchen, wo wirklich keine unangenehmen Kanten wahrzunehmen sind, was bei den günstig produzierten Massen-Gitarren aus Fernost doch häufiger vorkommt.

Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    changeling  AHU

    Die Marke heißt „Squier“, nicht „Squire“ (Kavalier, Knappe) und stammt vom Nachnamen eines Gitarrenbauers (siehe Wikipedia), dessen Firma irgendwann von Fender aufgekauft wurde.

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