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Test: Waves Platinum Native Bundle Teil 3

IR-L
Auch Waves bietet seinen eigenen Faltungshall. Diese Art von Hall erlaubt es Räume zu „sampeln“. Die Qualität dieser Effekte steht und fällt mit der Güte der Impulsantworten, welche zur Berechnung des Halls verwendet werden.

Gefaltet!

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Prinzipbedingt sind solche Lösungen mit weniger Parametern gesegnet als die algorithmischen Kollegen. Ob das nun Fluch oder Segen ist, sei dahingestellt. Jede Veränderung der Parameter geht mit einer Manipulation der Impulsantwort einher. Naturgemäß klingt ein Faltungshall ohne Veränderung der Impulsdaten am besten. Daher ist es sinnvoll, sich eine große Bibliothek an Impulsantworten anzulegen, auch Variationen ein und desselben Raumes können zielführend sein.
Mit dem „CPU-Mode“ lässt sich das Plug-in auf „Full CPU“ oder „Low CPU“ schalten. Damit lässt sich bis zu 45% Performance sparen. Darunter werden die Einzelheiten der Impulsantwort angezeigt. Sowie die Original-Daten und die durch das Verstellen der Parameter erzeugten Werte. Der „IR-Graph“ auf der rechten Seite zeigt den Pegelverlauf die Raumantwort über die Zeit an. Der Parameter-Komplex „Reverb Time“ regelt den zeitlichen Aspekt der Impulsantwort. Mit „Cnv. Start“ wird der Startpunkt der Raumantwort verschoben. Auf diese Weise lassen sich, wenn auch nur auf simple Weise, die Erstreflexionen „verändern“ bzw. minimieren. „Cnv. Length“ regelt die Länge der Hallfahne. Diese beiden Parameter müssen mit größter Sorgfalt bearbeitet werden, da man hier schnell den Eindruck des Surrealen erwecken kann. RT60 korrigiert die Nachhallzeit. RT60 ist hier auch die Standardgröße. So wertet man als Länge des Raumklangs, die so genannte Hallzeit,  diejenige Zeit, die vergeht, bis ein Erregersignal (hier der Dirac-Impuls) im Raumklang auf einen Wert von weniger als 60 dB gegenüber dem Ausgangssignal abgeklungen ist. Wenn ein Erregersignal bei 100dB(SPL)  abgeschaltet wird, und 2.5 Sekunden vergehen bis das Signal bei 40dB(SPL) ist, stellt 2,5 sec den RT60-Wert dar.
Unter Latency lässt sich die Verzögerung des Direktsignals der des Effektsignals anpassen. Mit Crosstalk lässt sich fast stufenlos zwischen „dual Mono“ und „Stereo“ umschalten. Diese Umschaltung bezieht sich nicht auf das Direktsignal, sondern einzig auf die Beschickung der Hall-Engine. Mit „Dry/Wet“ wird das Mischungsverhältnis vom Effekt-Signal zu dem trockenen Eingangssignal eingestellt. Unter „Direct“ lässt sich das Direktsignal schalten und mit „PreDelay“ kann die Vorverzögerung eingestellt werden.

Faltungshall ist in aller Munde, spätestens seit dem die großen Sequencer entsprechende Plug-ins beigelegt haben. Den Klang eines solchen Plug-ins zu beurteilen, ist immer auch ein Beurteilen der mitgelieferten Hall-Fahnen. Mindestens zu 90%. Daher sind Vergleiche nicht ganz fair. Mich persönlich hat das IR von Waves nicht vom Sockel gehauen. Altiverb und Reverance (ist bei Cubase dabei) scheinen mir schon weiter. Auch wenn man mit der „hausinternen Konkurrenz“, dem TrueVerb, vergleicht, will sich die Begeisterung zu Gunsten des IR nicht so recht einstellen, schade.

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Zwischenfazit Hall-Plug-ins
Mein Favorit aus den hier gebotenen Kandidaten ist ganz klar TrueVerb. Es scheint mir am vielseitigsten und am weitesten gediehen. Auch wenn die Bedienung aufgrund der vielen Parameter speziell den Anfänger etwas entmutig, kann man doch auch als Solcher eine Menge mit dem Plug-in anstellen und vor allem lernen.

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Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    Markus Schroeder  RED

    Zwei Dinge sollten noch erwähnt werden:
    das Native Pack ist schon seit fast 10 Jahren auf dem Markt mit unveränderten Algorithmen. Und WUP – Waves Upgrade Plan – die „jährliche Leasing Gebühr“ damit die Plug-Ins auch weiterhin laufen. Neben dem Fakt das Waves ein eigenes iLok Dongle für seine Plug-ins verlangt.
    Das macht Waves eigentlich nur für Studios rentabel die wirklich Geld verdienen und invenstieren.
    Für den Hobbyisten gibt es preiswertere und bessere Lösungen.

  2. Profilbild
    infam

    Hi!
    Ich kann mich der Meinung von m.schroeder nur anschliessen und hinzufügen:
    Dieses Waves Bundle ist einmal wieder komplett überteuert und bietet kaum mehr als z.B. Cubase und Logic bereits mitliefern. Vor 10 Jahren war es sicher ein Knaller… Heute nur Standard.
    Waves programmieren erstklassige Plug-ins, die allerdings nur für den TDM Markt bezahlbar sind. Welcher „Kleinstudiobetreiber“ oder „Teilzeitprofi“ kann sich diese Werkzeuge leisten?
    Ich kenne nur einen Profi, der mehrere nativen Bundles auf seinem iLok Key hat.

    Wer gute DAW-Werkzeuge sucht, sollte sich bei SONNOX, Sonalksis oder SSL umschauen. Gegen den iLok habe ich nichts. Kopierschutz finde ich gut!

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