Top News: GS Apollo I, Analogsynthesizer

21. Oktober 2018

Speicherbarer Analogsynthesizer aus Argentinien

Der Markt an günstigen monophonen analogen Synthesizer ist sehr groß und seit einiger Zeit gesättigt. Viele haben aber den Nachteil, dass sie nicht speicherbar sind. Ein junges argentinisches Unternehmen hat heute ein Analogsynthesizer vorgestellt, der das kann.

GS Music GS Apollo I Synthesizer

Der GS Apollo I ist monophon analog und sehr klassisch aufgebaut. Er hat zwei VCO’s (Triangular, Saw-Tri, Sawtooth, Pulse), die jeweils mit einem Sub-Oszillator unterstützt werden. Der Entwickler hat hier ein Autotuning Algorithmus eingebaut, womit man die Oszillatoren in einer Sekunde tunen kann. Der Signalweg reist dann weiter in ein 24dB/Oktave Tiefpass Filter mit einstellbarer Resonanz. Auf Nachfrage berichtete der Hersteller, dass hier ein Ladder Filter Design verbaut wurde.

Auf der Modulationsebene kommen 3 LFO’s (Triangular, Ramp Up, Down Ramp, Square) wie auch zwei ADSR Hüllkurven (VCF/VCA) zum Einsatz. Mit den drei LFO’s lassen sich hier die VCO’s, VCF wie auch VCA modulieren. Direkt am Interface lässt sich aber nur ein LFO und beide Hüllenkurven gemeinsam bedienen. Will man Zugriff auf alle LFO’s und die einzelnen Hüllkurven (VCF/VCA), so muss man diese per MIDI CC ansteuern. Eine ähnliche Limitation kennt bereits vom IK Multimedia UNO Synth.

Gut ist hier, dass man bis zu 8 Presets speichern und wieder abrufen kann. Beide Oszillator Schalter dienen nicht nur zum ändern der Schwingungsformen, sondern auch um Sounds umzuschalten. Des Weiteren gibt es Unterstützung von Velocity und Aftertouch, die mit Hilfe von MIDI CC zuweisbar sind. Beispielsweise lassen sich hier die VCF/VCA Hüllkurven mit Velocity modulieren.

Auf der Rückseite befindet sich ein Audio Ausgang (1/4 TRS balanced) und ein komplettes MIDI Interface (In/Out/Thru). Schön ist hier, dass man alle drei Anschlüsse verbaut hat. Ein USB-MIDI Ausgang wird aber hier vermisst.

Lieferbar ist der GS Apollo I Synthesizer noch nicht, man kann ihn aber vorbestellen für einen Einführungspreis von $19000 (ARS) (+/- 450€). Er wird voraussichtlich am 3 November für einen Preis von $21000 (ARS) (+/- 500€) verfügbar sein.

Forum
  1. Profilbild
    lightman  AHU

    Noch’n kleiner Analoger. Klingt ganz gut, ich hab allerdings ein Problem damit, wenn Funtionen nur via MIDI oder externem Editor zugänglich sind, zumindest bei neuen Synths. Drei LFOs sind bei einem kleinen Desktopsynth ziemlich ungewöhnlich, damit kann man sich von der Konkurrenz absetzen, und genau dieses Feature + Feinsteuerung der Hüllkurven ist nur über MIDI-CCs zugänglich… das verstehe wer will.

    Wünsche dem Hersteller dennoch viel Glück, er wirds brauchen.

  2. Profilbild
    8-VOICE  AHU

    Sieht optisch gut aus, können die Oscillatoren auch was? Sync, PWM, FM, Ringmod. Aber ev. sieht man noch mehr in den Videos. Ein Sequenzer / Arp. hätte ich auch noch gerne gesehen für diesen Preis.

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    Son of MooG  AHU

    Ich hoffe, diese Unsitte, Parameter nur über MIDI-CC/Editor zugänglich zu machen, breitet sich nicht weiter aus. Hätte man die Leerstellen auf dem Panel vermieden, wäre genug Platz für weitere Potis gewesen. Das wäre mir dann auch einen Aufpreis wert…

  4. Profilbild
    tomeso  

    Beim Preis sollte nicht vergessen werden, dass bei einer Bestellung in Argentinien natürlich noch Zoll, Transport und Einfuhrumsatzsteuer fällig werden. Man liegt dann vermutlich eher bei rund 620€ bis 680€.

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