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Test: Audio Technica LP-1240-USB, Plattenspieler

OEM-Modell von Audio-Techncia

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Was haben Reloop, Stanton, Denon, Omnitronic und Audio-Technica gemeinsam? Einen Plattenspieler, richtig.

Reloop liefert den RP 6000 MK6, Stanton den ST 150 II, Denon liefert den DP 500 sowie den DP 1300 MK II, Omnitronic stellt den DD 5520 auf den Markt und dazu gibt es noch den  Audio-Technica LP-1240-USB. Aber das sind in der Tat noch nicht alle, es kommen noch einige andere Firmen dazu: Synq, Citronic, Koolsound, Akiyama oder American Audio. Eine genaue Listung findet sich am Ende des Artikels.

Der Audio Technica LP-1240-USB

Der Audio Technica LP-1240-USB

Das Stichwort zu diesem nicht zufälligen Zufall lautet OEM Modell – „Original Equipment Manufacturer“ oder auch auf Deutsch „Erstausrüster“. Im Prinzip ist es so: Ein Hersteller bietet Komponenten an und eine andere Firma kann sich dann im Baukastenprinzip zusammensetzen, was sie gern für den Markt unter dem eigenen Namen anbieten möchte. So sehen alle Geräte (bis auf die der Firma Denon) in den Hauptmerkmalen identisch aus  und können auch mit ähnlichen Eigenschaften aufwarten, aber hier gibt es drastische Unterschiede.

Während viele der Anbieter die Möglichkeit der Fremdausstattung nutzen, um ein eher günstigeres Angebot am Markt zu platzieren, wurde im Hause Audio-Technica anscheinend geplant, einen Plattenspieler zu schaffen, der es auch mit „dem Plattenspieler schlechthin“, dem Clubstandard und der ersten Wahl fast aller DJs weltweit, dem Technics 1210 MKII, aufnehmen kann. Hier zeigt sich schon, dass man mit dem Größten in diesem Bereich konkurrieren möchte. Eine gute Sache, man soll sich ja schließlich immer nach oben orientieren und so ist es an der Zeit einmal herauszufinden, was das Modell von Audio Technica bieten kann.

Rein äußerlich macht der LP-1240-USB definitiv viel her. Auffallend hierbei ist die hochglanzpolierte  Oberfläche des Plattenspielers, die ohne Frage edel wirkt. Abgerundete Ecken ebenso wie abgerundete Kanten der Oberfläche wirken dynamisch, auch wenn ich nicht gedacht hätte, so etwas einmal über einen Plattenspieler zu schreiben. Das Gehäuse des LP-1240 besteht aus Druckguss (Unterseite) sowie Metall (Oberseite)  und  wirkt daher nicht nur wie beschrieben edel, sondern auch vertrauenerweckend massiv und qualitativ hochwertig. Das Ganze hat natürlich sein Gewicht und so liegen der LP-1240 und der Technics 1210 beim Gewicht gleichauf: knapp über 12 kg zeigt die Waage an.
Der Plattenteller ist ein schweres Stück Aluminium und scheinbar frei schwebend über dem Gehäuse. Selbstverständlich kann auch dieser abgenommen werden und gibt dann den Blick frei auf den mittig montierten Elektromotor.

Ein Blick auf den Motor das Plattenspielers

Ein Blick auf den Motor des Plattenspielers

  1. Profile Photo
    f.hoffmann AHU

    Erwähnenswert erscheint noch, dass einige der gelisteten OEM-Kollegen erheblich günstiger angeboten werden als die getestete, mit Audio Technica gelabelte, Variante.
    Der preisähnliche Stanton besitzt eine Key Correction, die sich an der Drehgeschwindigkeit des Plattentellers orientiert.

    • Profile Photo
      Johannes Bollmann AHU

      Vollkommen richtig. Wie im Bericht erwähnt sind die Preise dieser OEM Modell Serie (sehr) unterschiedlich. Ebenso wie aber auch die Preise deutlich schwanken, schwanken auch die jeweilige Anzahl und Qualität der Ausstattungsmerkmale.
      Ein Vergeichstest zwischen preislich ähnlichen Modellen (Audio Technica und Stanton z.B.) ist sicherlich, vor allem für den interessierten Kunden, sinnvoll. Ein Vergleich zwischem dem Audio Technica oder dem Stanton Modell und z.B. dem Synq oder Omnitronic kann und darf nur unter Beachtung des Preisunterschiedes getätigt werden.

      Es darf nicht der Eindruck entstehen, dass es sich hier um identische Modelle handelt, bei denen sich der Preis nur nach dem Namensgeber richtet.

      • Profile Photo
        f.hoffmann AHU

        Ich glaube, die sind in allen wesentlichen Details gleich, d.h. im Antrieb, in der Steuerung, beim Arm, Gehäuse usw.

        Beispielformel:

        Stanton = Audio Technica + besseres Gehäuse + Key Correction + gutes Beipacksystem
        Zum ungefähr gleichen Preis.

        Ansonsten unterscheiden sich die Modell nur in der Farbgebung, dem Namen und – natürlich – den beigepackten Systemen. Krass, dass Audio Technica als Systemhersteller kein System beilegt! Mein Sync kam auch “ganz ohne”, aber zum halben Kurs!

        Die Formel dazu: Sync = Audio Technica – USB
        Sogar die räudige LED-Steckleuchte ist identisch.

        Wir werden von Verkäufern an der Nase herumgeführt.
        Zur Strafe kaufen wir Technics!

  2. Profile Photo
    f.hoffmann AHU

    Und der Stanton besitzt ein noch deutlich schwereres, resonanzärmeres Gehäuse.

    Besonderheit bei meinem rund sechs Jahre alten Stanton: Die Start/Stop/Key/Reverse/Pitch-Buttons lösen sich, offenbar unter Einfluss von Tageslicht, langsam auf und sind daher eklig klebrig. Reinigen mit Alkohol hilft für ein paar Wochen.

    Beim danebenstehenden Synq passiert nichts dergleichen.

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