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Test: Native Instruments, Kontakt 5 (Update 5.02), Software-Sampler

NI Kontakt 5

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Mit Kontakt hat Native Instruments eine der Software-Sampler Anwendungen schlechthin im Rennen, und kaum jemand, der mit computergestützter Musik zu tun hat, kommt darum herum. Ob nun die Fülle an Sample-Bibliotheken genutzt oder  das eigene kreative Sample-Design in der Vollversion gewünscht wird, Kontakt setzt, nicht zuletzt aufgrund seiner umfangreichen Skriptsprache, kaum Grenzen, was die Organisation und die musikalische Verbiegung von Samples angeht. Mit Version 5 hat Kontakt einige interessante Neuerungen bekommen. Sehen wir uns diese also mal an.

Native Instruments Kontakt 5

Native Instruments Kontakt 5

Einer der markantesten Unterscheide bekommt man gleich bei der Installation mit. Mit dem neuen Kontakt-Format, lässt sich gleich über 20GB Festplattenspeicher gegenüber der Werksbibliothek von Kontakt 4 sparen. Die neuen verlustfreien Kompressionsalgorithmen von Version 5 sind nicht nur schneller, sondern auch wesentlich effizienter, wie man sieht. Als sehr nettes Goodie gibt es jetzt auch noch das recht schöne 1GB große Retro Machines MK2-Sample Instrument zu Kontakt 5 mit dazu (siehe Verweise). Auch bei Updates.

Native Instruments Kontakt 5 + Retro Machines MK2

Native Instruments Kontakt 5 + Retro Machines MK2

Kontakt 5 Solid Bus

Kontakt 5 Solid Bus

Als nächste Neuerungen stehen dem Anwender nun etliche weitere neue Insert-Effekte zu Verfügung. SOLID EQ und SOLID BUS COMP stammen aus dem SOLID MIX Plug-in Paket für GuitarRig und sind Emulationen der entsprechenden legendären Module aus dem SSL4000 Mischpult von Solid State Logic. Kollege Bauer beurteilte die Solid Mix Plug-ins als erstklassig neutral, mit technischem Schwerpunkt, wobei er den Bus-Kompressor besonders mochte.

Kontakt 5 Solid EQ

Kontakt 5 Solid EQ

Kontakt 5 Transient Master

Kontakt 5 Transient Master

Auch der TRANSIENT MASTER stammt aus dem GuitarRig-Haushalt. Das ursprüngliche Design stammt von SPL, und die Idee dahin ist so genial wie einfach. Mit drei einfachen Reglern den Anschlagcharakter von Instrumenten von „in the face“ bis „abgetaucht“ und damit auch die räumliche Positionierung im Mix beeinflussen zu können, ist eine super Sache. Von Hobbyisten meist eher unbeachtet, gehört ein Transient Designer eigentlich in jeden ordentlichen Mix- und Produktionshaushalt.

Kontakt 5 Tape Saturator

Kontakt 5 Tape Saturator

Der neue TAPE SATURATOR dreht ordentlich an der analog Vintage-Schraube. Er ist eine Neuentwicklung bei NI und in Kontakt erstmalig in dieser Form vertreten. Neue Instrumente wie Studio Drummer machen schon Gebrauch von ihm. Wer es mehr digital vintage mag, für den stehen zwei neue Sampling-Modi SP1200 und MC60, bekannt aus NIs Battery, nun auch in Kontakt zur Verfügung.

Klangbeispiele

  1. Profile Photo
    Nostradamus

    In Reaper hatte ich bisher, jedenfalls mit Version 4, keine Probleme im Multi-Core Betrieb. Wer aber in seiner DAW darauf verzichten muss, der sollte bei umfangreichen Projekten mit vielen Kontakt Instrumenten innerhalb EINER Instanz die Instrumente auf mehrere Kontakt-Instanzen verteilen. Denn so kann die DAW dafür sorgen, dass die Last auf mehrere Cores verteilt wird. Vorausgesetzt natürlich, die DAW ist in der Lage, mehrere CPU-Kerne zu nutzen und die VST Instrumente entsprechend zu verteilen. Hier kann ich wieder nur von Reaper sprechen, diese DAW kann das, sofern in den Optionen unter Audio -> Buffering die Option “Allow live FX multiprocessing” und, für optimale Ausnutzung, auch “Anticipative FX processing” angewählt ist.

  2. Profile Photo

    Auch hier gibt es bei 8 rechnerischen Kernen keine Probleme (OSX 10.6.8). Kontakt 5 läuft rund und sauber wie noch nie zuvor. Ich war erst sehr skeptisch, weil ich die Bibliothek auf einer externen FW Festplatte auf dem iMac laufen lasse.

    Die mitgelieferte Grundbibliothek ist auf einem guten Niveau. Kann sogar was mit den Bläsern anfangen für Sätze. Die Auswahl an zusätzlichen Erweiterungen schlägt jede andere Plattform für Sampler, die Qualität setzt Maßstäbe.

    Nervig finde ich das die AU Version nicht immer die ausgeschriebenen 64 Audiokanäle verwalten kann. Je nach Host ist das mehr oder weniger ein Krampf. Die VST Version ist beschränkt auf 32 Kanäle, aber dafür funktioniert die recht zuverlässig was das erweiterte Routing betrifft.

    Richtig Spaß macht Kontakt erst mit der gesamten Bibliothek (Komplete Ultimative), 95% verrotten zwar auf der HD, aber die überigen 5% sind wirklich brauchbar und reichen bis ans Lebensende. Aber dann kommt ja schon Komplete 45 mit einer 30 Tb Samples und neuralen Interface.

  3. Profile Photo
    brainburner

    Ich habe Kontakt lange Zeit genutzt, aber nicht weil Kontakt so toll ist sondern es keine vernünftige Alternative dazu gegeben hat.

    Ich bin jetzt auf Halion 4 umgestiegen.

    Halion ist optisch wesentlich schöner (NI-Plugins sind sowiso aller häßlich), der Worklfow ist um Welten besser, die mitgelieferten Klänge sind klasse, nicht geschützte Kontakt – Libraries kann ich weiternutzen, der Klang ist besser, moderner.
    Die Filter sind Top.

    Der Klang in Kontakt war immer eines der größten Mankos für mich.

    AKAI-Libraries werden besser (fehlerfreier) umgewandelt.

    Dann noch der eingebaute gute VA-Synthesizer in Halion 4 ist ein großes Plus.
    So sind mit Halion z. B. Klänge ala D-50 möglich.

    Skriptsprache ist in Halion zwar noch nicht möglich, soll aber kommen. Ist für mich aber eher uninteressant, da ich diese Funktion nie genutzt habe.

  4. Profile Photo

    Habe nur gute Erfahrungen mit NI-Produkten gemacht. Stabil, keine Abstürze. Bin zufrieden.
    Dem Molloch Steinberg mit seiner abartigen Donglepolitik konnte ich auch schon entrinnen. (Danke Cockos). Auch hier punktet NI auf ganzer Linie auch was die Preispolitik angeht. 479 Euronen für Komplete8, dazu immer mal wieder Free VST´s wie z.B. Skanner. Da kommt Steinberg in tausend Jahren nicht hin.

  5. Profile Photo
    Miguel da Wu

    Nutzt man nur 50% eines Samplers dann reicht Halion 4 sicherlich auch völlig aus, und ja es ist auch schöner designed, das es besser klingt als Kontakt halte ich mal schlicht für einen Blödsinn.
    Geht man aber wirklich in die tiefsten Ebenen der Sampleklangverformung, dann kommt man bei Halion 4 sehr schnell an die Grenzen. Da ist Kontakt um Welten besser ausgedacht, wennauch das GUI, da gebe ich dem Testbericht recht, zeitweise etwas zu komplex und undurchsichtig ist. Aber mit der gewissen Erfahrung kommt man da nach etwas Zeit gut zurecht.

    Auch was das Effekteangebot anbelangt, kann Halion nicht mithalten, von der Drittanbieterunterstützung brauchen wir erst gar nicht zu reden.

    Nene, da finde ich schon, das Kontakt derzeit einfach der beste Sampler ist, den es gibt.

    Aber ist jetzt nur meine Meinung, muss sich natürlich jeder mittels der Demos selber eine Meinung bilden.

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