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Test: TC Electronic Studio Konnekt 48

Studio Konnekt 48

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TC Electronic liefert mit dem Studio Konnekt 48 ein neues, hochinteressantes Audio-Interface aus. In der Tradition der KONNEKT Interfaces stellt das Studio Konnekt 48 das derzeitige Spitzenmodell von TC dar. Es beherbergt zahlreiche Ein- und Ausgänge, DSP-Effekte sowie eine Fernbedienung samt Monitormanagement. Alles zusammen wurde in einer Höheneinheit untergebracht und kommuniziert mit dem Mac oder PC per Firewire. Dieser Test wird definitiv nicht alle Features genau beschreiben, sondern bewerten. Für eine detaillierte Featurebeschreibung möchte ich auf das User Manual verweisen, welches auf der TC Homepage verfügbar ist.

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DSP Effekte
An DSP-Effekten bietet das Studio Konnekt 48 das ‘Fabrik R Studio’ und ‘Fabrik C Studio’ an. Dabei handelt es sich um zwei gleichzeitig einsetzbare Instanzen eines Channelstrips mit EQ und Multiband/Singleband-Kompressor und ein Reverb, das auf den Algorithmen des Reverb 4000 basieren soll. Ob es sich tatsächlich um echte oder nur abgespeckte Reverb 4000er Algorithmen handelt, können Sie unten im Bericht lesen. Immerhin tragen die Effekte nun den Namensanhang ‘Studio’, was auf einen besseren Klang hindeutet. Intern steht ein 24/8 Kanalmischer samt Aux-Sends bereit, der sogar Insert-Punkte bietet. Die Effekte können dabei sowohl am internen Mischer anliegen als auch in der DAW über Firewire (ähnlich dem Powercore System) zur Verfügung stehen. Zur Komplettierung steht auch ein Gitarren-Tuner bereit. Mitgeliefert, aber nicht auf dem DSP sondern nativ berechnet, werden PlugIns wie ResFilter und der Assimilator, sowie der Integrator, mit dem sich Hardware in DAWs auf einfachem Wege einbinden lässt. Der Clou an diesem Aufbau ist, dass man einen nahezu latenzfreien hochqualitativen Monitormix mit Effekten direkt im Audio-Interface erstellen kann, wenn man möchte.

2_Studio_Konnekt_48_front.jpg

Monitor Management
Neben ‘normalem’ Stereo kann das Studio Konnekt 48 auch Surround-Abhören mit Bassmanagement und individueller LSP-Verzögerung/Leveling handeln. Es können bis zu drei Monitorsets verwaltet werden. Sogar die Crossover-Frequenzen zwischen Satellit und Subwoofer können hier gewählt werden. Die beiden Stereo-Ausgänge für die Main-Monitore sind hier inklusive der Pegelung vollanalog, jedoch wird der analoge Lautstärkepegel in 0,1 dB Schritten digital kontrolliert. Das hat den Vorteil, dass die Wandler stets auf höchster Auflösung fahren können, aber der Pegel dennoch digital gesteuert werden kann. Andere Hersteller verringern den Pegel der Einfachheit halber schon im digitalen Audiodatenstrom, bevor analog gewandelt wird. Dies wiederum hat den Nachteil, dass sich die Bitauflösung bei der Ausgabe verringert.

Das Monitormanagement kann auf ganzer Linie überzeugen und macht aus einem Audio-Interface im Handumdrehen einen professionellen Monitor-Controller, selbstverständlich ohne andere Funktionen zu beeinträchtigen. Ich bin mir sicher, dass auch andere Hersteller mit solchen Funktionen nachziehen werden, denn der Gedanke eines solchen Features liegt wirklich nahe!

3_Studio_Konnekt_48_rear.jpg

Fernbedienung
Über das Tischbedienteil können sämtliche Levels und wichtige Parameter der Effekte eingestellt werden. Dabei kann das Bedienteil auf dem Tisch stehen, während die 19″-Einheit im Rack verweilt. Die Verbindung wird mit einem handelsüblichen CAT5 Netzwerkkabel hergestellt. Die Remote beinhaltet sogar ein Talkback-Mikrofon zur Kommunikation mit dem Aufnahmeraum. Die Talkback-Funktion teilt sich den A/D-Wandler mit den Eingängen 11/12, da leider kein extra Wandler für das Mikrofon an der Remote zur Verfügung steht. Wie es sich gehört, dimmt der Main-Out automatisch herunter, wenn man spricht.

Vermisst habe ich einen dezidierten Mono-Schalter zum Überprüfen der Monokompatibilität beim Abmischen, für meine Arbeitsweise ein essentielles Feature, denn eine kommerzielle Abmischung kann heute nicht breit genug sein, muss aber gleichzeitig auch in Mono noch kicken.

So schön der halbrunde Level-Knopf mit dem LED-Kranz auch ist, ich finde ihn haptisch nicht optimal. Eine Halbkugel liegt einfach nicht so gut in den Fingern. Dafür kann man durch diese Form allerdings den LED-Kranz aus einem weiteren Winkel betrachten, so hat jede Medaille zwei Seiten.

Die Remote liegt zudem sehr gut auf dem Tisch und ist mit einem rutschfesten Moosgummiunterzug ausgestattet.

Assimilator - Prägt Frequenzgänge auf

Assimilator – Prägt Frequenzgänge auf

Ein- und Ausgänge
Auf der Front finden wir vier phantomspeisbare Mikrofon/Instrumenten-Eingänge mit den IMPACT II PreAmp von TC, während die zusätzlichen acht analogen Line-Eingänge auf der Rückseite positioniert sind. An analogen Ausgängen sind ebenfalls zwölf zu finden: vier Stereo Lineausgänge, ein Stereo-Monitorausgang und zwei Stereo-Kopfhörerwege mit zwei getrennt in der Lautstärke regelbaren Kopfhöreranschlüssen. Zusätzlich stehen neben den MIDI, Wordclock und den coaxialen S/PDIF I/Os zwei optische digital I/Os bereit, die als ADAT (inkl. 96k SMUX) oder S/PDIF schaltbar sind. Jedoch sind maximal acht ADAT Kanäle nutzbar, auch bei nur 48 kHz. Über die digitalen IOs lässt sich wunderbar so manches zusätzliche Effektgerät einspeisen, z.B. ein M2000 oder ein weiteres Reverb 4000.

Fabrik C Studio - Finalizer als PlugIn

Fabrik C Studio – Finalizer als PlugIn

Die Audioqualität der PreAmps und der Analogen I/Os ist wirklich sehr gut, auch wenn der Rauschpegel für ein Gerät der 1500 Euro Klasse etwas zu wünschen übrig lässt. RME oder auch andere Mitbewerber liegen hier weit über 110 dB(A), während man sich beim Studio Konnekt mit rund 101 dB(A) zufrieden geben muss. Ich möchte das jetzt nicht überbewerten, denn auch mit 100 dB(A) Dynamikumfang lassen sich selbstverständlich hervorragende Aufnahmen erstellen. Ich möchte nur die Relation beschreiben. Mikrofone samt passendem Vorverstärker haben übrigens eine weitaus geringere effektive Dynamik. Klanglich ist das Studio Konnekt 48 also durchweg professionell.

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      rob fisher

      was gibt es zu feiern ? ;-)

      Ich zumindest bin tief entäuscht darüber ein Gerät für 1500 Euro zu sehen, dass schlichtweg nicht das tut was es vom Manual her verspricht. daher ist für mich ein "gut" immer noch übertrieben. Zumindest dann, wenn weder Treiber noch die Daw Plugins korrekt funktionieren.

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        Jan

        Ich feiere nur, dass Thorsten den Test fertig hat. Noch steht Metric Halo immer noch an 1. Stelle, wenn RME nicht mit nem neuen Fireface 800 um die Ecke kommt. Die Musikmesse wird's zeigen.

  2. Avatar
    Jan

    "Bitte fühlen Sie sich fre,i mit unseren Lesern Ihre Erfahrungen am Mac unten in den Kommentaren zu teilen."

    Von welcher englischen Homepage haste DAS denn übersetzten lassen? :))) (please feel free)…

    Har har.

    Im Studiomagazin hat Fritz berichtet, dass die rückseitigen 8 Analog In's in ihren Daten weitaus schlechter sein sollen als die vorderen 4 Inputs.
    Als Grund gab man bei TC die Hitzeentwicklung an, die bei "besten" A/D Wandlern zu hoch gewesen wäre und man deshalb die etwas schlechteren Wandler nehmen musste… Habt ihr das auch festgestellt ?

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      t.walter AHU

      Deshalb haben wir auch die vorderen und rückseitigen Eingänge mal durchgemessen und konnten auch beim Hören jetzt keine großen Unterschiede wahrnehmen. Wie Du sehen kannst ist auch in der Messung kein großer Unterschied da. Vielleicht hatten wir aber auch nur ein Gerät bei dem die vorderen Eingänge genauso waren wie die Rückseitigen :-) Siehe Rauschbewertung…

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    Gunnar

    Ich habe mein SK 48 zurückgegeben. Die Treiber laufen nicht stabil und die Performance ist zu schlecht. Bei 24/44,1 funktionierten 96 Samples, darunter ging nichts. Zudem hatte ich von Zeit zu Zeit kleine Aufnahmefehler. Schade, ich mag TC sehr, allerdings bei Geräten wie dem G-System. Vielleicht sollte TC nicht Produkte herausbringen, von deren Technik sie nicht viel verstehen und User unfreiwillig in ihre Produktentwicklung einbeziehen.
    Eine Interessante Alternative ist das neue Motu 828 MK III.

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      t.walter AHU

      Vielleicht solltest Du noch schreiben welchen Treiber und welches Betriebssystem mit welchem Computer Du hattest.

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    Gunnar

    Software: TCNear_201_1360_105 und v. 2.0.2 PUBLIC BETA
    Rechner:
    XP Home Sevice Pack 2, Updates Stand 02/08
    Core 2 Duo E660 / 2,4 GHz
    2 GB Ram
    MB: GigaByte P965 DQ6 (FW Chip von Texas Instruments)

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    l.p

    ok…ich hab mir die tests von dem RME Fireface 800 und von dem studio konnekt 48 durch gelesen und wollte eigentlich mir das studio konnekt holen aber wenn ich eure kommentare höre muss ich wohl nocht etwas warten…weiss einer eigentlich was für firewaire anschlüsse das studio konnekt hat? 400 oder 800? Und welche alternative würdet ihr empfehlen?

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      drumatix

      die konnekt48 hat fw 400 und läuft bei mir im studio super stabil und ohnen einschränkungen..hatte erst überlegt ne fireface 400 oder 800 zu kaufen.. aber besser als die konnekt48 önnen die nicht sein. man kann über den zweiten fw 400 anschluss ne zweit konnekt anschließen…

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    l.p.

    Hallo,
    ich überlege mir den konnekt 48 zuholen und wollt mal nachhören ob einer weiss ob das schöne ding auch kompatibel mit Protools LE ist?
    Würd mich über ne schnelle antwort freuen. Danke!

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    DocM

    Hallo,
    ProToolsLE läuft nur mit ProTools-Hardware bzw die M-Audio Variante mit M-Audio Interfaces. Dashalb gibt es meines Wissens ProTools auch nicht als reines Softwareprogramm.

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    Tobi

    Ich habe das Studiokonnekt48 auf einem Mac G5 Dual 2.5, einem neuen iMAC 24”2.4 und einem Macbook Pro 2.16 getestet.

    Fazit: Auf den beiden ersteren Rechnern habe ich das Interface nicht sauber zum laufen bekommen. Allerdings hatte ich hier keine Zeit für einen ausführlichen Test. G5 -> keine sync zu Logic. iMac gelegentlicher Absturz der TC Software.

    Auf dem Macbook läuft das Interface jetzt prima. Leider hat die Software bei der Lokalisierung ein Problem. Ich hatte auf allen drei Rechnern kryptische Bezeichnungen für verschiedene Komponenten des Mischpults etc. Lösung: TC Near Paketinhalt anzeigen -> unter Resourcen das englische Lokalisierungsfile über das deutsche kopieren. Läuft jetzt prima.
    Latenzen sind ok. Allerdings ist die Prozessorbelastung hoch. Außerdem habe ich noch das Gefühl, dass mein günstiges Audio Kontrol 1 (Native Incidents) mit besseren Latenzen läuft (mangels Zeit nicht genauer geprüft!). Klang ist sehr gut – etwas digital klinisch und sehr sauber (vgl. mit dem Preis = 1190€). Gute Vorverstärker. Handling der Software nach Problembeseitigung sehr schön. Super ist die Fernbedienung. Sehr praktisch das Teil, wenn man keinen Monitor-Controller hat.

    Btw: Will man das Talkback nutzen, hat das Interface 11 Eingangs-Kanäle.

    Probleme habe ich mit dem Monitor-Out bzw. den Line-Outs. Meine Adam P11a rauschen deutlich bei leisem Pegel… Habe ich immer noch nicht beseitigen können. Anscheinend läuft der Ausgangspegel immer auf voller Leistung – dafür geht das Rauschen dann sehr ok. Hilft aber aber nicht weiter…

    Ein Freund von mir hat das Interface im High-Level Profi-Segment bei einem sehr anspruchsvollen Kunden verbaut. Dort lief das Interface auf einem MacPro 8*2.8? auf anhieb perfekt und angeblich ohne Rauschen… Der Kunde ist hoch zufrieden mit dem Interface.

    Ich leider nicht :-) Also wandert das Teil nun leider zurück (wenn das Rauschen bleibt). Sehr schade, da es im Hinblick auf die Ausstattung keine wirkliche Alternative gibt (DSP, Fernbedienung, 12 In).

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    StudioMM

    Hallo,

    kann jemand von euch über die neuen Treiber berichten? Es soll ja angeblich sauberer laufen. In den Foren ist es ja ruhiger geworden. Im Moment habe ich das Fireface würde aber gerne umsteigen wollen.

    Mfg
    Murat

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    affenschabe

    hello,

    also ich habe das teil jetzt ca 2 jahre und hatte damit nie probleme. bis vor ein par monaten habe ich noch auf einem pc gearbeitet und bin nun aber wieder zu einem mac geswitcht. auch hier null probleme. eigentlich wollte ich mir damals ein fireface kaufen, hab mich aber von meinem dealer überreden lassen;-). ich habe es bis heute nicht bereut. es hat weitaus mehr features als das fireface und kommt zudem mit einer sexy remote. treiber laufen extrem stabil und der klang ist auch super. wenn die neue uad apollo mit remote kommen würde, würde ich ernsthaft überlegen alles zu verkaufen. aber ich denke ich bleibe erstmal dabei. bin wirklich sehr zufrieden!!!!

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    affenschabe

    ps. der strassenpreis liegt bei 999,- euro. ich habe damals für ein austellungsstück 899,- euro bezahlt!

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