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Test: VOX amPlugs

VOX amPlug

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Kennen nicht alle E-Gitarristen dieses Problem? Eine Gitarre ist noch relativ schnell in ein Gigbag gepackt und auf den Rücken geschnallt, zur Not kann man sein Instrument so auch problemlos auf dem Fahrrad transportieren (ACHTUNG, nicht unter niedrigen Verkehrsschildern her fahren!), aber sobald die Verstärkung des Instrumentes anliegt, ist es vorbei mit der Herrlichkeit. Spätestens hier lächelt der Akustik-Gitarrist aufgrund des Resonanzkörpers seiner Gitarre leicht abwertend in Richtung der elektrifizierten Zunft und Mr. E-Gitarre kann sich mit dem Problem des Verstärkertransportes beschäftigen.
Zwar gibt es einige Übungsverstärker, welche extra für diesen Zweck konzipiert wurden, jedoch hat man auch hier das Problem, dass man erst ab einem Minimum an Abstrahlfläche eines Lautsprechers von „Klang“ reden kann, beim Zwergenaufstand der 10 cm Quäker kommt außer einer höhenlastigen Trommelfellpenetration meist nicht viel mehr am Hörnerv an. Übungsamps dieser Kategorie kann man aber garantiert wieder nicht auf einem Fahrrad bzw. mal eben im Bus oder Ähnlichem transportieren. Von daher, was liegt näher als im Zeitalter, in dem jeder Zweite mit iPod Kopfhörern unterwegs ist, einen gut klingenden Kopfhörerverstärker zu bauen, welcher in jede Tasche passt und dennoch die wichtigsten Anschlussmöglichkeiten für externe Peripherie mitbringt. Gesagt, getan, VOX hat mit dem amPlug die Zeichen der Zeit erkannt und bringt drei Grundmodelle, den AC30, Classic Rock und Metal auf den Markt, welche dem Prinzip „maximaler Sound bei minimalem Transportvolumen“ Rechenschaft ablegen sollen.

AC 30AC 30


Konstruktion:

„Handlich“, dieser Ausdruck trifft die Abmessungen der Winzlinge auf den Punkt, jeder der Kopfhörerverstärker findet in einer durchschnittlichen Männerhand ausreichend Platz und lässt sich in nahezu jeder Jackentasche verstauen. Mittels unterschiedlicher Farbgebungen im aufgedruckten Textilbespannstoff und verschiedener Typenbezeichnungen lassen sich die ansonsten baugleichen Zwerge unterscheiden. Ein großes goldenes VOX Kunststofflogo thront auf der Frontseite des Gerätes und lässt sich tatsächlich noch aus knapp 6 Metern Entfernung gut ablesen. Maximales Product Placement bei minimalen Abmessungen ;-)

Jeder amPlug verfügt über die Drehregler Gain, Tone, Volume und eine zusätzliche Aux Buchse, über die externe Soundquellen wie iPod, eine PC-Soundkarte oder das gerne vergessene Metronom (logisch nervt das TickTack, aber ohne perfektes Timing ist auch das heißeste Killerriff einfach nur Scheiße!) angeschlossen werden können. Als Kopfhörerbuchse gelangt eine Miniklinke 3,5 mm zum Einsatz. An der Seite ist ein kleiner On/Off Schalter angebracht, der mittels einer roten LED über seinen Betriebsmodus Auskunft gibt. Glücklicherweise lässt sich der Schalter nur mit einem Mindestmaß an Kraft bewegen und verhindert so im Normalbetrieb die unbeabsichtigte Aktivierung des Gerätes. Ich erinnere mich noch gut an meinen alten GT-3 Tuner, welcher einmal im „Gerümpelfach“ des Gitarrenkoffers transportiert, sich mit 99 prozentiger Wahrscheinlichkeit aufgrund des leichtgängigen Schalters während des Transportes eingeschaltet hat, sprich die Batterie war eigentlich immer leer. Die Versorgungsspannung beziehen die Geräte aus zwei Batterien Typ AAA, ein Satz Batterien liegt bei Auslieferung bei. Laut Herstellerangaben soll ein Satz Batterien 15 Stunden Dauereinsatz gewährleisten. Der rechtwinklig abstehende Klinkenstecker passt in jede handelsübliche Buchse, auch bei versenkten Buchsen wie zum Beispiel Strat gibt es keinerlei Anschlussprobleme. Obwohl nur relativ einfacher Kunststoff zum Einsatz kommt, entpuppt sich das Gehäuse als äußerst stabil und hält auch massivem Druck stand.

Classic RockClassic Rock

Praxis:

VOX hat durch die drei Modelle eine Vorauswahl in Sachen Grundklang und Verzerrungsgrad getroffen. So wird neben der offensichtlichen Emulation der VOX AC 30 Combo auch in die Produktpalette der Konkurrenten in England oder Übersee geschielt. Wie auch bei den Verstärkern der Valvetronix Serie darf VOX geschützte Trademarks wie zum Beispiel „Marshall“ oder „Mesa Boogie“ nicht benutzen, um seine Produkte zu bewerben, daher müssen auch hier die beliebten Umschreibungen wie „britischer Vollröhrenstack“ oder Ähnliches verwendet werden. Die Beschreibungen im Einzelnen:

AC30:

Erwartungsgemäß gelingt es dem AC30 amPlug sehr gut, den hauseigenen Über-Klassiker zu emulieren. Die Soundpalette reicht von „fast völlig clean“ bis hin zum „kräftigen Rockbrett“, alles in der Tradition des Combo-Godfathers. Dennoch sollte man nicht aus den Augen verlieren, dass es sich, wenn auch komplett analog aufgebaut, um einen Headphone-Amp handelt. Wer jetzt erwartet für 50,- € die gesamte dynamische Klangpalette des AC30 zu bekommen, sollte sein Wahrnehmungsvermögen überprüfen lassen. Dennoch lassen sich nur aufgrund des Tone und Gain Reglers schon recht viele Grundcharaktere einstellen, natürlich auch abhängig von der verwendeten Gitarre. Sämtliche Rhythmusarbeit wird grundsolide übertragen, Riff-Leads finden hier eine gesunde Basis für ihre Ortung im Klangbild.

Classic Rock:

Gemäß Produktbeschreibung soll hier die Emulation des „britischen Vollröhren-Heads“ zum Einsatz kommen. Gemeint ist aber wohl nicht die Plexi-Ära, vielmehr scheint die grundsätzlich höhere Gain Ausrichtung eine etwas heissere Variante in Richtung 900er beziehungsweise 2000er Linie zu schielen. Kompression und „Mittengeknödel“ lassen auf einen Mix der oben genannten Protagonisten schließen. Hier kann man schon die ersten stehenden Solopassagen erzeugen, klanglich nicht ganz so offen wie der AC30, aber noch im moderaten Bereich angesiedelt. „Classic Rock“ scheint mir die passende Bezeichnung für die Emulation zu sein, wobei der Ausdruck „Hard Rock“ den Charakter noch besser beschreibt.

Metal:

Nomen Est Omen, hier wird erst gar nicht versucht, eine stilistische Bandbreite zu generieren, frei nach dem Gitarristen unserer letzten Support-Band („ich habe zwei Sounds, -laut- und -ganz laut-“ ;-). Selbst bei minimaler Gain Einstellung sind bereits moderate Verzerrungen zu vernehmen, welche sich dann bis Sustain-maximale Distortion steigern lassen. Singende Leads lassen sich mit dieser Ausführung der amPlugs am besten realisieren, einhergehend mit einem soundlich bedingten Verlust an Durchsetzungsfähigkeit. Natürlich lässt sich ab einer solchen Vorverstärkung auch eine Zunahme der Nebengeräusche nicht verhindern. Angelehnt an den Rectifier, geht dieser Sound sehr stark in Richtung USA-High-Gain wie er von verschiedenen Herstellern des nordamerikanischen Kontinents geboten wird.

MetalMetal

Fazit:

Ich für meinen Teil habe lange auf Kopfhörerverstärker dieser Qualität gewartet, um sie auf Tour oder zum Warmspielen in der Garderobe zu nutzen. Im Zusammenspiel mit meinem iPhone, 2 Kabeln und einem Kopfhörer habe ich die Möglichkeit überall und in kürzester Aufbauzeit zu Jamen oder mich für Recordings vorzubereiten. Das bei vielen Kopfhörerverstärkern gefürchtete Kratzen und undifferenzierte Matschen ist bei keinem der getesteten Geräte zu vernehmen, die allgemeine Klangausbeute ist als sehr gut zu bezeichnen. Über den Phones-Out hat man zudem die Möglichkeit, direkt in den PC oder in andere AUX-Eingänge wie zum Beispiel die einer Gesangsanlage zu spielen und bekommt somit noch einen gut klingenden Emulationsamp mitgeliefert. Könnte man den Sounds mittels eines einfachen Delays oder Reverbs noch einen Hauch mehr Räumlichkeit vermitteln, welcher unter dem Kopfhörer natürlich völlig baden geht, wäre die Klangausbeute perfekt. Ein sehr sinnvolles und gut klingendes Werkzeug für jeden übenden Gitarristen, sehr empfehlenswert!

Plus:
+ Sound
+ Konzept
+ Flexibilität

UVP: 52,80 €

Klangbeispiele

  1. Avatar
    Loop

    Ich habe das Metal Plug,
    klingt richtig schön breit und fett :-)
    Allerdings hört es sich mit meinem AKG141 nur in geringer Lautstärke gut an.
    Ein billig Kopfhörer hat dann das rennen gemacht.
    Egal ich bin zufrieden,klasse Teil!
    Werde mir das AC30 auch noch zulegen :-)

  2. Profilbild
    changeling ••

    Bei meinem Amplug AC30 hatte schon nach einem Jahr die Kopfhörerbuchse einen Wackelkontakt. Ich habe das Gehäuse daher aufgemacht und das Ganze mit größeren Potis und stabileren Buchsen in ein größeres Gehäuse gepackt. Die Buchsen sind SMD-Bauteile, daher ist der Wackelkontakt kein Wunder. Für 40 € ist das recht mager, es wirkt auf mich eher wie ein 10 € Spielzeug von der Verarbeitung/Konstruktion her.

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