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Auf den Song-Modus gehe ich hier nicht detailliert ein, da ich den integrierten Sequenzer schlicht für unbrauchbar halte. Er ist allenfalls nützlich, um fertige MIDI-Dateien oder Audio-Dateien als Backing abzuspielen. Für das Erstellen der MIDI-Dateien empfehle ich aber einen vernünftigen Software-Sequenzer. Harddisc-Recording ist ebenfalls möglich, bestehende MIXe lassen sich sehr schnell in Songs konvertieren, in denen dann nur noch die Audiospuren hinzugefügt und aufgenommen werden müssen. Ein tolles Feature ist aber, dass die 8 Audio-Eingänge via Monitor-Funktion abgehört werden können. Sogar die Send-Effekte und die Lautstärke wird dabei mit eingerechnet.
Zusätzlich können im SONG-Modus weitere 16 Parts definiert werden, die ausschließlich von externem MIDI-Equipment angesprochen werden können.

Die Effekte sind so ein Thema. Natürlich gibt es subjektive Eindrücke und unterschiedliche Meinungen dazu. Aber ich habe viel an den Effekten gedreht und probiert. Meine Meinung zu den Effekten ist schlichtweg, dass sie maximal “OK” sind. Mehr aber auch nicht. Ich meine sogar, dass die Effekte ein wichtiger Grund dafür sind, warum die Alesis Fusion nicht sonderlich erfolgreich war. Ich habe es auf biegen und brechen nicht fertig gebracht, einen auch nur annähernd authentischen Leslie-Effekt hinzubekommen.
Alesis selbst hat es ja nicht hinbekommen, die Standardwerte vernünftig abzustimmen und der Gesamtsound leidet einfach immens unter der schlechten Effektqualität. Wer nur etwas Hall und Kompression braucht, wird mit der Fusion sicherlich zufrieden sein, ansonsten ist das Thema Effekte aber eher negativ behaftet, um es vorsichtig auszudrücken.
Negativ ist ebenfalls, dass sich die Anzahl der Inserts im MIX- und SONG-Mode nicht von der Anzahl im PROGRAM-Mode unterscheidet. Hier muss man große Kompromisse machen, wenn Sounds mit Insert-Effekten verwendet werden sollen. So stehen in jedem Modus max. 4 Inserts zur Verfügung, die sich im MIX- und SONG-Mode unterschiedlich verschalten lassen (1;2;3;4 – 1>2;3;4 – 1>2;3>4 – 1>2>3;4 – 1>2>3>4) sowie 2 AUX-Sends. Dazu gibt es einen vollparametrischen Master-EQ, über dessen Qualität sich aber ebenfalls trefflich diskutieren lässt.

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Forum
  1. Profilbild
    jeffvienna

    Kann mich noch an die monatelange Werbetrommel erinnern. Irgendwann war nix mehr zu hören. Schade, dass da nichts daraus wurde. Umso schöner, dass das Gerät doch einige Fans gefunden hat.

    Die Oberfläche hat mich immer schon an einen japanischen Mittelklassewagen der 90er erinnert :-)

  2. Profilbild
    STRomzAeHLEr  

    Aloha, mal noch eine Ergänzung, warum „nix daraus wurde“: Alesis hatte auch einfach ein denkbar schlechtes Timing. Kurz bevor die Fusion Workstations veröffentlicht wurden, brachte KORG die OASYS heraus und stellte damit erstmal die gesamte Workstation-Welt auf den Kopf. Da wollte natürlich niemand mehr ein „einfaches Punktmatrix-Display“ mehr haben.
    Designtechnisch mochte ich die Fusion, mich hat sie mehr an die 50er Jahre erinnert (die „Grillform“ über den Endlos-Potis) und war auf der Bühne immer ein Hingucker.
    Anfängliche Skepsis wich ziemlich schnell der Begeisterung („Und Du brauchst nur diese Kiste dafür?“ …dennoch ist das gute Stück für mich jetzt Geschichte. Aufgrund des hohen Gewichts war sie für mich nicht mehr „tragbar“ und ich habe auf ein 61-tastiges Modell aus dem Hause Kurzweil umgesattelt.

    • Profilbild
      STRomzAeHLEr  

      Stimmt, ich hatte meine Fusion ja auch schon mal geöffnet und dieses „Bewegungsmuster“ gesehen, aber es nicht für eine „echte Hammermechanik“ gehalten (erschien mir irgendwie zu simpel). Dennoch ist die Tastatur für eine Hammermechanik relativ leichtgängig, so dass sie für mich immer ein guter Kompromiss für’s Klavier/Classic E-Piano spielen und dem ganzen Rest war.

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