Die erfolgreichsten Musikproduzenten der Welt

24. Mai 2019

Welche Music-Producer steckten hinter den Kultalben?

 

Gleich vorab: Das Ergebnis unserer Umfrage, und den daraus resultierenden, umfangreichen Producer-Artikel, findet Ihr HIER.

Wahrscheinlich kennt jeder von euch das Problem: – Eure Musik ist so stark, die Produzenten reißen sich förmlich um euch. Aber für wen entscheidet man sich denn da jetzt?

Spaß bei Seite, normalerweise ist es wohl eher fast unmöglich, einen wirkliche begnadeten Produzenten für seine Musik gewinnen zu können.

Aber nur mal angenommen ihr hättet die freie Wahl. Ihr könntet wählen, egal aus welcher Epoche. Wen würdet ihr nehmen?

Von den Produzenten hinter den Kulissen erfährt man meist weit weniger, als von den sehr erfolgreichen Künstlern. Das haben wir uns zum Anlass genommen, einmal im Internet zu recherchieren, wer denn die größten Musikproduzenten da draußen sind. Angefangen hat die Suche ganz einfach bei Google. Aber so einfach ist das gar nicht, denn eine Band kann ja auch verschiedene Alben bei verschiedenen Produzenten erstellt haben. Daher haben wir folgende Liste mit erfolgreichen Musikproduzenten erstellt, die jedoch mit Sicherheit nicht vollständig ist.

Deswegen freuen wir uns an dieser Stelle auch, wenn ihr uns in den Kommentaren noch mehr Produzenten da lasst, die auf jeden Fall mit aufgenommen werden sollten. Ziel ist es, eine aussagekräftige Liste zu erstellen, die die Grundlage unserer neuen Serie LEGENDARY PRODUCERS bilden wird. Wir sind also für jede Hilfe dankbar.

Bob Ezrin – von Pink Floyd bis Alice Cooper

Der gebürtige Kanadier begann in den siebziger Jahren als Plattenproduzent. Er produzierte unter anderem Alice Cooper (z.B. Schools Out), Lou Reed (Berlin) und Peter Gabriel (Peter Gabriel I). Im Jahr 1979 produzierte er dann zusammen mit Pink Floyd „The Wall“, welches zum meistverkauften Doppelalbum aller Zeiten wurde.

Sam Phillips – The King-Maker

Phillips wurde schon von Kindesbeinen an durch Musik geprägt, vor allem durch Einflüsse des Blues und der Old Time Music. Durch die Highschool kam er dann auch „beruflich“ zur Musik, er leitete die Schulband und verdingte sich nebenbei als Radiomoderator. Ursprünglich war sein Plan Rechtswissenschaften zu studieren. Nachdem sein Vater jedoch im Krieg fiel, konzentrierte er sich auf seine Karriere als Radiomoderator, um seine Mutter unterstützen zu können. Als Gründer von Sun Records (mehr dazu HIER) arbeitete er unter anderem mit Johnny Cash und vor allem Elvis Presley zusammen, an dessen Erfolg er maßgeblich beteiligt war.

Quincy Jones – mit Michael Jackson an die Spitze

Geboren in Chicago entdeckte Jones bei einem Einbruch in ein Veteranenheim der Army seine Liebe zur Musik. (Und ja, das ist mit Sicherheit eine gute Geschichte.) Zusammen mit seinem Jugendfreund Ray Charles wagte er erste Schritte in Studios, bevor er später hauptberuflich dazu überging. Er produzierte unter anderem Alben von Frank Sinatra (L.A. Is My Lady). Bekannt wurde er aber vor allem als Produzent von Michael Jackson, mit dem er Alben wie Off The Wall, Thriller & Bad produzierte.

George Martin – der fünfte Beatle

Auch Martin war schon in der Schule von Musik begeistert, er war Gründer der Schultanzband „George Martin & The Four Tune Tellers“. Im Frühjahr 1962 traf sich Martin mit Brian Epstein, der ihm eine neue Band vermitteln wollte. Auch wenn er zu Beginn nicht vollkommen überzeugt war, imponierten ihm die vier Jungs aus Liverpool mit dem Bandnamen „The Beatles“. Der Rest ist Geschichte.

Nachtrag

Dank Eurem Input in den Kommentaren, haben noch auch Produzenten wie Trevor Horn oder Conny Plank Einzug in die Liste gehalten. Kommenden Samstag erscheint eine Übersicht mit allen Producern, die wir von da ab in der neuen Serie LEGENDARY PRODUCERS vorstellen werden.

Forum
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    ArvinG  

    Gary Katz (Steely Dan), Eddie Offord, Conny Plank, Manfred Eicher (ECM), Alfred Lion (Blue Note)…to be continued…

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      Lorepa  RED

      Steve und Trevor sind nun aufgenommen für die Serie LEGENDARY PRODUCERS. Danke!!!

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    tonvibration  

    Wie wär es mal, mit Leuten aus der Jetzt-zeit? ;)
    Die Neptunes (Pharell Williams und Chad Hugo) haben bei vielen aktuellen Klassikern Ihre Finger im Spiel (Snoop Dog, Robin Thicke, Britney Spears, Justin Timberlake) und mMn – trotz Pop – oft n geilen Groove. Und – OMG – klingen die fett (so abmischen/produzieren/mastern würde ich gern können)!
    Und sorry – so ne Aufzählung ohne Max Martin ist einfach an der Zeit vorbei, auch wenn mir seine Mukke nicht so viel gibt, wohl der erfolgreichste Produzent der letzten zwei Jahrzehnte…

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      Lorepa  RED

      Absolut richtig. Max Martin habe ich ebenfalls in die Liste für unsere neue Serie LEGENDARY PRODUCERS aufgenommen.

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        tonvibration  

        Dann aber bitte, bitte auch die Neptunes! (Über Max Martin gibt es schon ziemlich viel…und auch wenn er erfolgreich ist – langweilig…)

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    ISE500  

    Hallo,

    wie kamt ihr denn auf die Liste? Sind das nach Verkaufszahlen einfach die vier erfolgreichsten Produzenten aller Zeiten? Gruß

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      Lorepa  RED

      Wie beschrieben… über dieses Ding namens Internet ;-)
      Verkaufszahlen sind da eigentlich nicht so maßgeblich, sondern eher der Umstand, wie stark und erfolgreich einer Band seinen Stempel aufdrückt und ihnen dadurch wiederum zu mehr Erfolg verhilft.
      Die Liste wird aber gerade ergänzt, eben durch Hilfe der Leser. Und zu jedem einzelnen Produzenten schreiben nun AMAZONA.de Autoren einzelne Portraits.

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        ISE500  

        ja über internet, aber wie :) jetzt klang es gerade dann doch eher wie eine subjektive Auswahl … Produzenten gibt es ja so viele. Was macht denn eurer Meinung nach einen Kultproduzenten aus?

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          Robocob11  

          Mach doch einfach Vorschläge. Ich habe nicht den Eindruck, dass es hier darum geht den Begriff „Kult-Produzent“ definieren zu wollen.
          Lorepa schreibt doch, dass er Unterstützung von den Lesern braucht, damit es eine Ausgangsbasis gibt für eine neue Artikelserie.

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    iggy_pop  AHU

    Auf mich wirken diese Listen immer so, als hätte man irgendwelche Fundstücke aus dem Internet zusammengestückelt und neu aufgegossen — da ist nun nichts bei, was wirklich neue Einblicke verschafft.
    .
    Kennt man irgendwie alles schon.
    .

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      Lorepa  RED

      Korrekt. Sind Fundstücke aus dem Internet, die nun durch Euren Input ergänzt werden. Danach entstehen daraus einzelne Portraits für die Serie LEGENDARY PRODUCERS. Conny Plank wurde da soeben mit aufgenommen.

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      dAS hEIKO  

      Die Auflistungen stören mich nicht algemein. Aber einfach 17 Namen in einer Reihe, so ohne irgendeinen Kommentar „gut“ „schlecht“ „mag ich weil“ „hat xy gemacht“ ist ein bischen wie „Selbstliebe“ (wills mal nett formulieren). Insofern hast Du recht.

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    Ted Raven  AHU

    „Aber nur mal angenommen ihr hättet die freie Wahl. Ihr könntet wählen, egal aus welcher Epoche. Wen würdet ihr nehmen?“
    Ich würde nie mit einem Produzenten zusammenarbeiten. Meine Musik ist so wie ich sie haben will. Da kommen keine fremden Finger dran.
    Ich weiß, dass das arrogant klingt aber das Gegenteil ist der Fall. Wenn jemand an meiner ganz persönlichen Musik etwas ändern und ich dann feststellen würde, dass das besser ist als meine Version, wäre meine Motivation ziemlich im Eimer. Davor hätte ich Angst.

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    dAS hEIKO  

    Rupert Hine
    …ist natürlich für jemanden, der in den 80ern aufgewachsen ist eine Instanz.
    Er hat mit dem Combackalbum „Privat Dancer“ Tina Turner zum absoluten Superstar der 80er gemacht.
    Chris de Burghs erfolgreichste Alben „Getaway“ und „Man on the Line“ zum Bestseller gemacht und schließlich mit Howard Jones (der übrigens wieder ein Album hat) eine der, wenn nicht die Synthpop Ikone der 80er ins Rampenlicht geholfen.

    Trevor Horne
    Bei ihm beinhaltet die Produktionsliste quasi das Who-is-who der 80er und 90er. Trivia am Rande: Seine Band the Buggles lieferte 1979 den Hit „Video killed the Radiostar“, der 1981 der Erste gespielte Song auf M-TV sein sollte.

    Stock Aitken Waterman
    …waren die „ModernTalking“ unter den Produzenten. Niemand will die Sachen von Kylie Minogue, Rick Astley oder Dead or Alive gekauft haben – aber der finanzielle Erfolg spricht eine andere Sprache.

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      dAS hEIKO  

      ach, und hier…
      Adrian Nicholas Matthews Thaws
      besser bekant als TRICKY
      gilt als treibende Kraft bei Triphop/Bristolsound. Massive Attack darf hier als Beispiel genannt werden. Aber auch Björks Album Debut ist von seinem Sound geprägt oder auch Stücke von Madonna.

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      0gravity  

      Rupert Hine hat auch Sagas erfolgreichstes Album „Worlds Apart“ produziert. Der war damals sicherlich stilprägend, was den Einsatz von Synthesizern in der Popmusik angeht.
      Er hat imho auch ein paar beachtliche Solo- Alben herausgebracht, oder auch unter dem Projektnamen „Thinkman“.

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