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Gesetz begünstigt Musiker: Spotify verlässt Uruguay 2024

Spotify zieht sich aus Uruguay zurück, weil Musiker besser bezahlt werden sollen

27. November 2023

Eines muss man Spotify lassen: Der Streaming-Dienst ist nicht nur preisgünstig und benutzerfreundlich, sondern produziert auch viele Schlagzeilen. Zuletzt berichteten wir über Spotify, weil man 2024 erst ab 1000 Streams Geld verdienen wird. Ab 1000 Streams hat man sozusagen 0,00 Euro verdient. Über die 1000 Spotify Streams könnt ihr euch in der AMZOANA.de Fresh News informieren.

Mit Streaming wird Geld verdient, doch leider ist das Geschäftsmodell von Spotify für die Musiker nicht sehr einträglich. Das hat nun auch die Regierung von Uruguay bemerkt, die entschieden hat, dass Musiker  besser bezahlt werden sollen.
Die Uruguayische Gesellschaft der Interpreten (SUDEI) hat dafür gesorgt, dass es zu einer Gesetzesänderung kam, die im Oktober 2023 verabschiedet wurde. Das Gesetz sieht vor, dass Inhalte, die in öffentlichen Netzwerken und dem Internet vertrieben werden, angemessen und gerecht vergütet werden müssen. Interessant ist, dass es nicht nur um Musik geht, sondern auch um Literatur und audiovisuelle Medien.

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Ab 2024 wird es Spotify in Uruguay nicht mehr geben

Es wurde jedoch nicht festgelegt, wer für eine höhere Vergütung der Künstler verantwortlich ist. Es herrscht Unklarheit darüber, ob Streaming-Dienste die Kosten tragen müssen oder Labels und Verleger die Künstler besser bezahlen müssen. Deswegen wird Spotify ihr Geschäft zum 1.1.2024 in Uruguay einstellen. Spotify begründet diesen Schritt damit, dass sie jetzt schon 70 % von jedem verdienten Dollar an Labels und Publisher abtreten. Jede weitere finanzielle Belastung würde ihr Geschäftsmodell unrentabel machen. Spotify befürchtet, dass sie durch die Gesetzesänderung doppelt bezahlen müssten.

Loupedeck CT
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(8)

Es sollte festgehalten werden, dass es sich bei der Gesetzesänderung nicht um ein Spotify-Gesetz handelt. Es stellt sich eine ganz andere Frage: Was sind digitale Inhalte eigentlich wert? Auf was für eine Vergütung haben Musiker, Komponisten, Filmschaffende, Sprecher, Autoren, Journalisten usw. ein Anrecht? Wie gestaltet man gerechte Bezahlung für Inhalte, die auf digitalem Weg vertrieben werden?

Was glaubt ihr? Ist es tatsächlich so, wie Spotify schreibt? Da sie 70 % ihrer Einnahmen an Rechteinhaber und Labels zahlen, liegt es nicht an ihnen, wie die Einnahmen verteilt werden? Geht die schlechte Bezahlung der Medienschaffenden tatsächlich auf die Plattenfirmen zurück? Denkt ihr, dass dem Beispiel von Uruguay andere Staaten folgen werden? Glaubt ihr, dass der Staat bei der Bezahlung von Künstlern und Künstlerinnen regulierend in den digitalen Markt eingreifen muss? Schreibt es uns in die Kommentare.

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Forum
  1. Profilbild
    MartinM.

    Rhetorische Gegenfrage: Wie wollen die Urus ihre Leute davon abhalten, Spotify aus Schweden via Internet zu nutzen? Wenn der Dienst auf allen inländischen Servern blockiert wird, lassen sich immer noch Umwege durchs Ausland finden.
    Es ist immerhin eine löbliche Grundsatzhaltung, und eigentlich müsste als Reaktion ein uruguayischer Steamingdienst gegründet werden. Wenn der auch außeruruguayischen Künstlern Zugang bietet und dann auch funktioniert, könnte das ja ein Leuchtturmprojekt für andere Länder werden.
    Wenn sich Spotify fragt, wie sie mehr Geld umsetzen sollen: Höhere Beiträge festlegen, zumindest für Vielhörer! Auch bei jeder Form von alternativem Steaming wird das nicht anders funktionieren.

  2. Profilbild
    Flowwater AHU

    Ich habe in dem anderen Artikel schon einmal eine ganz einfache Rechnung aufgemacht, die zeigt, wie ungerecht Spotify die Künstler entlohnt (siehe hier).

    Tja, und das was Uruguay an Gesetz geschaffen hat, sollte Modell stehen für den Rest der Welt. Hallo? GEMA? Was sagt ihr dazu? Ach ja, ihr verteilt eure Einnahmen ja auch schon sowieso sehr gerecht. Ja nee, is‘ klar.

  3. Profilbild
    iggy_pop AHU

    70% von nichts ist recht wenig.

    Der Vorstoß seitens Uruguay (das Land, über das sich Homer Simpson immer lustig macht) zeigt, warum im Ausland mittlerweile mitleidig geschaut wird, wenn man zugeben muß, aus Deutschland zu kommen.

    Dem Land, wo man es schon immer SO! gemacht hat und auch weiterhin SO! machen wird.

    Nennt sich Tradition. Oder so.

  4. Profilbild
    bolau

    Das Problem sind nicht die 30% „Provision“, sondern wie die verbleibenden 70% verteilt werden.

    Vor Streaming gab’s zwei große Modelle: Beim _Verkauf_ von physischen Tonträgern und Downloads gehen die Einnahmen an die Rechteinhaber des jeweiligen Werkes. Im _Radio_ gehen alle Gebühren/Werbeeinnahmen in einen großen Topf, und werden dann entsprechend der gespielten Zeit („Airplay“) an die Rechteinhaber verteilt (hier ging’s technisch auch nicht anders).

    Spotify verwendet das Radio-Modell, was die „Großen“ begünstigt und die „Kleinen“ benachteiligt. Vermutlich mussten sie es auch so machen, um die Kataloge der Major-Labels integrieren zu dürfen, ohne die sie nicht das gewünschte Wachstum erzielen könnten.
    Aber in der Realität ist das natürlich unfair, weil Spotify eben nicht nur das Radio ersetzt, sondern auch CDs und Downloads, zumal eine entsprechende Abrechnung ja auch möglich ist.

    Soweit ich weiß, werden auch GEMA-Einnahmen nach dem Radio-Prinzip verteilt, sogar von Live-Konzerten. Das finde ich noch deutlich absurder.

    Eigentlich bräuchte es ein Gesetz, das eine Verteilung nach dem Verkaufs-Prinzip vorschreibt, soweit dieses technisch möglich ist, d.h. die jeweiligen Zahlen erhebbar sind. Das sollte dann Streaming-Anbieter wie Spotify, aber auch die GEMA betreffen.

    • Profilbild
      GAFR

      @bolau Ich habe da überhaupt keinen Plan. Gibt es überhaupt irgendwelche Rechtsgrundlagen, nach denen sowas geregelt wird oder ist das geschichtlich so gewachsen und es gilt das Recht der Big Player?

    • Profilbild
      TobyB RED

      @bolau Die GEMA richtet sich in erster Linie an a)Komponisten und b)Textdichter. Das schliesst die Personalunion zum performenden Künstler mit ein, insofern er a) oder b) ist.

  5. Profilbild
    GAFR

    Die ewige Frage: wieviel Staat braucht der Mensch? Zu wenig = Wilder Westen und Mafia, zuviel = braucht niemand

    Aber so wie in Uruguay wird’s das im rückgratlosen Europa nicht geben, wahrscheinlich auch technisch gar nicht möglich, den Empfang zu 100% zu blockieren. Und solange im jetzigen System Brot und Spiele irgendwie funktioniert, interessiert sich niemand für die Gladiatoren (= Medienschaffenden).

    Ich hätte nix dagegen, wieder wie früher, in der Münchner Innenstadt zum WOM zu gehen und stundenlang Musik zu entdecken, diese bewusst zu kaufen und dann bis zum Erbrechen die MC/LP/CD abzunudeln. Weil, war ja „teuer“ vom Taschengeld gekauft. Statdessen trage ich mit unserem Apple Familienabo ebenfalls zum jetzigen System bei – und bin genauso rückgratlos 😩

  6. Profilbild
    Sven Rosswog RED

    Wenn der Staat Spotify blocken würde, gibt es sicher sehr viele Mögkichkeiten als User das zu umgehen. Spotify will ihren Dienst aber nicht mehr anbieten, also müssen sie den Zugang verhindern, also auch Zahlungen nicht annehmen und Accounts schließen.
    Mit musik wird definitiv sehr viel Geld verdient, die Frage ist wer es bekommt.

  7. Profilbild
    unknowninternetguy

    Und Tschüss Spotify, was ein Saftladen. Diese Gier ist einfach unerträglich. Werde mir mal Tidal anschauen, hab bisher viel Gutes gehört. Vielleicht reicht mir aber auch Bandcamp für den Musikkonsum, mal schauen.

    • Profilbild
      liquid orange AHU

      @unknowninternetguy Ich nutze Tidal vor allem als Plattenladen, denn die gibt s hier in der Schweiz kaum noch (ausser in grossen Städten), Bin soweit zufrieden, wenn auch sehr vieles was ich höre da nicht drauf ist. Aber Winüül lege ich eh so auf und CDs kann man rippen… Wenn mir aber bei Tidal etwas sehr gut gefällt wird es gekauft. Und meist höre ich es dann doch wieder ab Tidal damit die Musiker doppelt verdienen. Haben es ja verdient, wenn sie mich begeistern.

      Generell würde ich aber sagen, dass es langsam Zeit wird diese unsäglichen „Schleuderdienste“ zu begraben, die denen die wirklich etwas machen nichts bezahlen. Weg mit Streaming, weg mit (Un)Social Media, zurück zu fairen Geschäftsmodellen. Ich weiss, ich bin da voll neben der Realität, aber die Hoffnung stirbt zuletzt…

      • Profilbild
        Flowwater AHU

        @liquid orange > Ich nutze Tidal vor allem als Plattenladen […]

        Bei mir ist es mit YouTube-Music so, das ich zu meinem Premium-Abo dazu bekomme. Ich nutze das fast ausschließlich, um in Alben hinein zu hören. Wenn ich es denn nutze. Denn die Musik, die ich so höre, gibt es eher selten auf YM.

        Bandcamp ist nach wir vor mein Hauptlieferant. Gefolgt von Bestellungen bei »Kompakt« und »Raster Media« und über JPC … ganz selten mal per Amazon. Und dann habe ich im Jahr schon so viel neue Musik gekauft, dass ich das kaum ausführlich hören kann (dieses Jahr bisher 24 Downloads/CDs/Vinyl alleine bei Bandcamp). Und die Musik wird dann gehört und gehört und gehört …

        Jetzt, da ich dieses hier schreibe, läuft mal wieder »Anima« von Vladislav Delay, die ich mir als Remaster auf Vinyl gegönnt habe und das, obwohl ich das Original auf CD (Mille Plateau) seit über 20 Jahren besitze und außerdem (noch) keinen Plattenspieler habe. Musik wird bei mir ZELEBRIERT … und nicht zum Abtöten der Gedanken verwendet.

  8. Profilbild
    THo65

    Wer mehr über das Gebahren von Spotify wissen möchte, sollte sich die Doku „dirty little secrets“ vom BR anschauen.
    Sehenswert und erschreckend zugleich…

      • Profilbild
        Flowwater AHU

        @digital-synthologie Och … ich finde die Idee der Öffentlich Rechtlichen nach wie vor gut. Nur eben nicht so wie das, zu dem sie sich im Laufe der Zeit pervertiert haben.

  9. Profilbild
    Anthony Rother AHU

    70% – Das liegt daran das die größten Rechteinhaber und Labels die Besitzer von Spotify sind.
    Tja, so wird die Realität verdreht.
    Wenn man keinen Gewinn erzielt warum macht man dann weiter?
    Das ergibt keinen Sinn.
    Einige der Behauptungen von Spotify können nicht richtig sein.

    • Profilbild
      anselm

      @Anthony Rother Nach meinem oberflächlichen Wissenstand ist das Geschäftsmodell von Startups wie Spotify nicht, ein tragfähiges, nachhaltiges Geschäft mit Einnahmen durch Kunden zu etablieren, sondern es liegt die Startup-Dynamik zugrunde, wo es darum geht, mehr und mehr Nutzer zu haben und so für die nächste Investment-Runde neue Gelder von Anlegern (Spekulanten) einzuwerben.
      Siehe auch Tesla und Netflix.
      Man muss an Pyramidenspiele und Greater Fool Theory (man hält etwas für ein schlechtes Investment, glaubt aber daran, noch an einen anderen Narren teurer verkaufen zu können) denken.

      Das ist meine vorläufige Vermutung. Vielleicht belehrt mich jemand eines besseren.

      In Zeiten von Zins-losem Geld funktioniert das. Falls diese Vorstellung allgemein richtig ist, müsste es in wirtschaftlichen Krisenzeiten, wenn Zinsen steigen, dazu kommen, dass einige dieser Unternehmen in Probleme geraten. Mal sehen.

      • Profilbild
        pol/tox

        @anselm Spotify ist längst kein Startup mehr, und Startup nennt sich heutzutage jede kleine neue Firma, nur weil es cool klingt und dem Chef die Jobanzeigen so besser gefallen.

        Spotify gibt es seit 2006, hat >8000 Mitarbeiter und 2022 einen Umsatz von knapp 12 Milliarden Euro erzielt.

        Der Gründer ist zudem Milliardär und investiert in Militärtechnologie.

        • Profilbild
          anselm

          @pol/tox Das Geschäftsmodell ist unverändert: Es geht nicht um Einnahmen von Kunden, sondern um Kapital von Investoren/Spekulanten.

  10. Profilbild
    anselm

    Wenn das Management bei Apple schlau ist, nehmen sie genau diese Gesetze aus Uruguay als Vorbild und machen dafür in USA und EU Lobbyarbeit.
    Bei Erfolg wäre Spotify am Ende, Apple hätte den Konkurrenten erledigt und Musiker würden fairer bezahlt.

    • Profilbild
      GAFR

      @anselm Aber Apple hat mit den Rechteinhabern und Labels ja auch Verträge. Und wenn den Labels durch Apples betreiben Spotify wegbrechen würde, puh… Keine Ahnung. Ein Erdbeben wäre das auf jeden Fall.

      Apple müsste dann am Ende durch neue Gesetze ebenfalls mehr an KünstlerInnen bezahlen. Rentabel scheint deren Modell auch nicht zu sein. Das Abo wurde vor kurzem erhöht.
      Es funktioniert einfach nicht. Immer mehr Content bei mäßig wachsenden Nutzerzahlen. Da reichen 5 Finger. Egal, ob das nun gerecht verteilt würde oder so mafiös läuft wie aktuell.

  11. Profilbild
    Philipp

    Die Frage ist halt auch wie viel ist der Konsument heute überhaupt noch bereit für Musik zu bezahlen?

    Im Freundeskreis scheuen viele bereits die 10€ / Monat für ein Abo.

    Man hat sich daran gewöhnt alles fast für lau 24/7 verfügbar zu haben dank YouTube & co und Musik hat einfach nicht mehr den Stellenwert wie früher.

    Selbst wenn die Streamingdienste gerechter verteilen würden, käme immer noch kaum was bei kleineren Künstlern an.

    Und selbst wenn sich das Streaming Modell mal nicht mehr tragen sollte glaube ich nicht dass es die Leute wieder zum Kauf von Musik bewegen würde wie früher.

    • Profilbild
      Flowwater AHU

      @Philipp > […] Im Freundeskreis scheuen viele bereits die 10€ / Monat für ein Abo. […]

      Aber dann alle zwei Jahre EUR 1.000 für ein Smartphone ausgeben mit einem Vertrag für EUR 50,00 im Monat. Das passt ganz gut der Beobachtung, dass die Leute durch Smartphones immer verrückter werden, sich immer weniger konzentrieren können, immer hektischer werden und völlig süchtig nach der sinnlosen Smartphone-Wischerei werden.

      Es ist alles pervers geworden.

        • Profilbild
          Flowwater AHU

          @Kazimoto Och … echt? Ich mache den Panik-Zirkus einfach nicht mit. Meine engen Freunde ebenfalls nicht. Stattdessen hänge ich meine Lichterkette auf, nippe genüsslich an einem guten Whisky, sehe mir einen guten Film an (»Lost Highway« von David Lynch wäre mal wieder dran, oder »Only Lovers Left Alive« von Jim Jarmusch) und erfreue mich des Lebens.

          Vielleicht kaufe ich mir auch als Eigengeschenk einen kleinen Synthesizer. Der »Carbon8« wird wohl dieses Jahr nicht mehr erscheinen. Ein »Aodyo Anyma Phi« wäre cool … oder vielleicht doch den »Modal Argon8«. Mal schauen.

          Insgesamt freue ich mich sehr auf die Weihnachtszeit.

          🎄🙂🎄

          • Profilbild
            Kazimoto

            @Flowwater Das ist gut, daß sich wenigstens einer von uns freut. Beim nächsten Glühwein stoß ich auf dich an. Zu viele darf ich allerdings nicht trinken, sonst werde ich abgeführt, so sehr geht mir der Weihnachtskeks auf den Zwirn. Ich habe nie verstanden, daß man sich 364 Tage im Jahr egal ist, dann aber am 365 Tag auf heile Welt macht. Dann gehe ich lieber zum Bahnhof und kaufe allen die es nicht so dicke haben Kaffee und Kekse. Shane McGowan hatte da vollkommen Recht, wenn er sich billigen Wein gekauft und am liebsten mit Stadtstreichern gesoffen hat. Die machen sich wenigstens nichts mehr vor.

  12. Profilbild
    Phoenix

    Auch ich bin der Meinung, dass es auch am Konsumentenverhalten liegt: möglichst viel Inhalt für wenig Geld. Ich weiß noch, wie sich die Streamingdienste zu Anfang die Kunden abgeworben haben mit immer höheren Streaming-Zahlen-Angebote.

    Warum aber muss ich Taylor Swift bezahlen, wenn ich sie garnicht höre? Warum bekommen nicht die Künstler mein Geld, die ich auch tatsächlich höre?
    Möglicherweise wäre der tatsächliche Kauf einzelner Alben gerechter, möglicherweise sogar für den einzelnen Konsumenten sogar günstiger, denn ich würde dann für ein Album, das ich hören möchte nur einmal bezahlen und hätte irgendwann eine Sammlung von vielleicht 100 Alben mit denen ich zufrieden bin. Ich brauche keine Millionen Alben, die ich mir nie anhöre.

    Das alles hört sich vielleicht ziemlich altmodisch an, wäre aber gerechter – zumindest, wenn das Geld tatsächlich dann auch beim Künstler ankommt.

    • Profilbild
      Flowwater AHU

      @Phoenix > […] Möglicherweise wäre der tatsächliche Kauf einzelner Alben gerechter […] hätte irgendwann eine Sammlung von vielleicht 100 Alben mit denen ich zufrieden bin. Ich brauche keine Millionen Alben, die ich mir nie anhöre.

      Genau so mache ich’s. Allerdings kommen pro Jahr ca. 40 Alben dazu (keine Einzeltracks). Und ich kaufe nach Möglichkeit sogar eine CD oder eine Vinyl-Scheibe, wenn sie denn angeboten wird. 🙂

    • Profilbild
      MartinM.

      @Phoenix D’accord, das wäre gerechter. Es funktioniert aber heute nur noch, wenn man die Musik via Internet vorhören kann und sich erst im Überzeugungsfall kaufen müsste. Ohne Vorhören bleibt man auf der Musik sitzen. CDs lassen sich ja wenigstens „on demand“ brennen oder auch günstig in Kleinauflage pressen. Vinylpressung ist dagegen ungleich teurer und für Auflagen unter eintausend Exemplaren meines Wissens nicht geeignet. Konkrete Zahlen, die ich dazu kenne, sind allerdings schon Jahrzehnte alt. Aber generell würde ich sagen, dass beim Kauf einer CD mehr Geld beim Künstler hängen bleiben müsste als bei Vinyl.
      @Flowwater weiter oben: Festnetztelefonie plus DSL ist auch kaum für weniger als 40 Euro monatlich zu haben. Wenn man stattdessen nur ein Smartphone benutzt, ist die Rechnung schon gar nicht mehr pervers. Aufregen würde ich mich eher über Steaming-TV Abos. Wieviel Zeit haben Abonnenten solcher Kanäle, um sie zu nutzen? Oder buchen die solche Abos nur wegen einzelner Serien oder Sportereignisse? Das ist im Vergleich zu Streaming Musik ein mieses Preis-Leistungs Verhältnis.

  13. Profilbild
    Jazzheini

    Qobuz, Tidal und Deezer schaffen es jedenfalls, fairere Deals für Musiker anzubieten. Die habe ja auch keine anderen Labels als Partner …

    Ich gebe keinen Cent auf die „Argumente“ von Spotify. Das sind Marketing-Argumente, sonst nix.
    Wer Musiker respektiert, geht weg von Spotify. Die Alternativen sind ja da.

  14. Profilbild
    Dayflight 1

    Spotify ist halt auch nur ein Wirtschaftsunternehmen und muss profitabel sein.

    Ich denke, dass Spotify sehr viel u.a. für Lizenzrechte ausgeben muß, die bei Studios, Bands und Agenten liegen.

    Was ich nie verstanden habe ist, warum Spotify Playlist nicht in DJ-Kontroller (Pioneer dj, Traktor, Serato,…) abgespielt werden können. Wenn ich doch einen Account habe, warum soll ich denn nicht meine Playlists auch via DJ Controler abspielen können?

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