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Moog Synthesizer Entwickler Jim Scott teilt Erinnerungen

Jim Scott teilt seine Erinnerungen aus den Anfangstagen bei Moog

27. Januar 2023

Das echte Keith Emerson Modular System

Viele Synthesizer Marken sind nicht nur für ihre Instrumente bekannt, sondern auch wegen der Persönlichkeiten, die sich hinter den Instrumenten verstecken. Bei Oberheim denkt man sofort an Tom Oberheim, bei Sequential Circuits denkt man an Dave Smith und bei Moog denkt man natürlich sofort an Bob Moog. Diese Persönlichkeiten sind für die genannten Marken sehr wichtig, aber haben sie auch alle Instrumente selbst entwickelte?

Alle großen Namen waren auf einen Stab von Mitarbeiteten angewiesen, die den Instrumenten ihren individuellen Stempel aufdrücken konnten. Vor Kurzem verstarb Herb Deutsch, der mit Robert Moog das Design der Moog Synthesizer festlegte. Nun hat ein weiterer Moog-Mitarbeiter der ersten Stunde einen Aufsatz verfasst, in dem er seine Rolle bei Moog für EMEAPP (Electronic Music Education and Preservation Project) erzählte. EMEAPP wurde das Keith Emerson Moog System überlassen, an dessen Entwicklung Jim Scott beteiligt war. Er war auch u. a. am Design des Minimoog beteiligt.

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Jim Scotts erster Arbeitstag bei Moog war am 15.09.1969. Es war das „Switched on Bach“ Album von Wendy Carlos, das Jim Scott bewog, sich bei Moog zu bewerben. Die erste Aufgabe von Jim Scott bestand darin, die Preset-Sektion des 1Ca Moog System zu vervielfältigen, damit es für das Gershon Kingsley First Moog Quartet am 30.01.1970 zum Einsatz kommen konnte. Gershon Kingsley ist für seinen Song Popcorn bekannt, der über die Jahre immer wieder von unterschiedlichsten Künstlern und Künstlerinnen neu interpretiert wurde.

Keith Emerson mit dem neuen Moog Modular System

Jim Scott entwickelte das 1Ca System weiter. Es wurden nur 4 Stück gebaut, aber weil Keith Emerson auf unzähligen Fotos mit ihm abgelichtet wurde, trug es zum Ruhm von Moog bei. Natürlich hat das ursprüngliche 1Ca System nichts mehr mit dem Emerson Monster Modular System viel gemeinsam. Bis zu seinem tragischen Tod war es Bestandteil seines Bühnen-Setups.

Das berühmteste Moog Solo der ersten Stunden findet sich auf dem Song Lucky Man von Emerson, Lake & Palmer. Jim Scott erzählte, dass das Keith Emersons System nicht zum Einsatz kam. Er erhielt es erst, als die Aufnahmen zum ersten Emerson, Lake & Palmer Album schon abgeschlossen waren. Keith Emerson spielte sein Solo auf einem Leihgerät aus dem Manfred Mann Umfeld. Im August 1970 wurde Keith Emersons Moog System zum ersten Mal öffentlich eingesetzt (Isle Of Wight Festival).

https://www.youtube.com/watch?v=tcdZTmzTYFU

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Überall ist zu lesen, dass Bob Moog das 22-Band Comb Filter entwickelt hat. Es scheint sich aber um Jim Scotts Design zu handeln. Das könnte aus seiner Sicht ganz einfach bewiesen werden, denn in den Moog Archiven finden sich Schaltpläne, die seine Handschrift tragen.

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Jim Scott spart in seinem Text nicht mit Details, die ich hier nur andeute und auch nicht alle aufzählen kann. Es lohnt sich wirklich, diesen Text zu lesen, da er auch nicht mit technischen Details spart. Wer Englisch nicht beherrscht, dem empfehle ich einer der zahllosen Online-Übersetzter, die mittlerweile gute Erbnisse liefern.

Auf AMAZONA.de findet ihr die Geschichte von Keith Emerson.

Wir berichteten 2014 über die Moog-Neuauflage des Keith Emerson System.

Was sagt die AMAZONA.de Community zu den Aussagen von Jim Scott?

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Forum
  1. Profilbild
    Filterpad AHU 1

    Man denkt manchmal wirklich, dass Synthesizerhersteller Ein-Mann-Betriebe sind, weil die Nachnahmen oftmals gleichzeitig die Firmennamen sind und dies einfach damit verbunden wird. Ich hätte zumindest beim Design und der Grundarchitektur vermutet das es so ist. Aber tatsächlich ist es immer ein Team. Schade das bei meinem neuen Moog der Bob nicht mehr anwesend war und mitgewirkt hat. Sein Geist und Enthusiasmus wird aber in dem Gerät sein…

    • Profilbild
      Sven Rosswog RED

      @Filterpad Definitiv. Was wäre das Star-Wars-Universum ohne George Lucas? Da gibt es ja viele Beispiele. Ich denke, es ist auch große Kunst, Leute zu finden, die in der Lage sind, die Visionen, die man hat, umzusetzen. Das schmälert ihren Wert nicht. Wenn ein Unternehmen auf Wachstum ausgelegt ist, geht es gar nicht ohne Assistenten und Mitarbeiter.

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