Warum soll für Musik bezahlt werden?

3. Mai 2019

3 Gründe, warum es sinnvoll ist, die Musikindustrie nicht zu bestehlen!

Bevor ein großer Aufschrei durch die Runde geht und die Kommentarsektion von Internetrambos zerrissen wird, möchten ich von vorne herein sagen, dass es außerordentlich sinnvoll ist, für Musik zu zahlen. Dieser Fakt steht außer Zweifel. Nachdem ich aber vor kurzem erst wieder ein Gespräch mit einem Bekannten geführt habe, der felsenfest von der Tatsache überzeugt war, kostenlos Musik zu laden wäre eine gute Sache, nehme ich das zum Anlass, euch ein paar Argumente zu liefern, warum dem nicht so ist. (Und ja, es gab im Anschluss an die Aussage eine recht ausgiebige Diskussion ;-))

Musik entsteht nicht aus dem Nichts

Eigentlich ein sehr logischer Punkt, der jedoch leider oft vergessen wird. Die Musik die wir hören, entsteht nicht aus dem Nichts, sondern muss von Menschen gemacht werden, die sehr sehr hart dafür arbeiten! Und das ist meistens nicht nur mit viel Aufwand verbunden, sondern auch mit hohen Kosten. Wer zum Bäcker geht, nimmt sich ja auch nicht einfach die Semmeln mit nach Hause, ohne den Bäcker zu bezahlen. Wieso also machen, wenn es um Musik geht?

Musik ist eine Investition in die Zukunft

Selbstverständlich ist ein Album eurer liebsten Band nicht so sehr eine Investition, wie etwa ein Eigenheim oder ähnliches. (Es sei denn, ihr erwischt einen Fang wie DIESEN HIER.) Aber schaut die Sache mal aus folgender Perspektive an. Wer sich ein Exemplar von Dark Side of the Moon im Jahr 1973 gekauft hat (übrigens das dritt meist verkaufte Album aller Zeiten), der hat bei pfleglicher Behandlung auch heute noch damit Spaß. Im Moment kostet die Platte bei einschlägigen Versandhäusern noch an die 20€. Ihr seht worauf ich hinaus will, wer zum Beispiel auf dem Oktoberfest (ja ist noch ein Weilchen hin, aber einfach ein zu gutes Beispiel) eine Maß weniger trinkt, kann Musikgenuss für Jahre haben. Und arm macht euch das auch nicht!

Können ist nicht gleich Sollen

Auch der letzte Punkt erscheint recht logisch, sollte jedoch nicht außen vorgelassen werden. Nur, weil es unfassbar leicht ist, Musik zu laden, heißt das trotzdem nicht, dass es erlaubt oder vertretbar ist. Selbstverständlich gibt es schlimmere Verbrechen in der Welt, aber wie schon erwähnt, kaum jemand würde dem Bäcker die Semmeln stehlen, aber auch der Musiker braucht das Geld um zu leben.

Jetzt ist dann aber doch noch eure Meinung gefragt. Findet ihr es gibt Fälle, in denen es okay ist Musik zu laden? Habt ihr vielleicht selbst Bekannte, mit denen ihr schon die eine oder andere Diskussion geführt habt? Und wie seht ihr Streamingdienste als Alternative? (Dass auch das ein kontroverses Thema ist, ist ja bekannt.)

Forum
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    Coin  AHU

    Naja, Streaming (ohne Bezahlmöglichkeit)
    ist wie, wenn Du einen Laden betreibst,
    ohne Angstellten/Verkäufer der/die z.B. an der Kasse sitzt.
    Jeder der rein kommt, kann sich nehmen was man/frau will.
    Wer würde da schon Nein sagen…
    Selbst wenn ich als Konsument was bezahlen will,
    geht das z.B. auf Soundcloud nicht.

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    Ted Raven  AHU

    Raubkopiererei ist unrechtmäßig und moralisch verwerflich, daran sollte kein Zweifel bestehen. Dennoch ist die Doktrin der Musik- und Filmindustrie, Raubkopieren sei Diebstahl, einfach falsch. Diebstahl ist, wenn man jemandem (einer natürlichen oder juristischen Person) Eigentum unrechtmäßig wegnimmt und der Eigentümer dadurch nicht mehr im Besitz der Sache ist. Beim Raubkopieren wird, wie der Name sagt, eine Kopie des Gegenstandes erstellt, die Industrie wird also nicht um ihr Eigentum gebracht, da sie weiterhin im Besitz desselben ist.

    Sich kostenlos Musik auf YouTube, Spotify und wie sie alle heißen anzuhören, halte ich weder rechtlich noch moralisch für problematisch da entweder die Dienstanbieter dafür zahlen oder sogar von den Labels für die Bereitstellung ihrer Künstler bezahlt werden.

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    heide69

    Der gemeine Raubkopierer sitzt auf Fotos immer im schwarzen Kapuzenshirt in einem völlig abgedunkelten Raum mit einer Sonnenbrille vor dem PC-Bildschirm.

    Es gibt in diesem Bereich viel Lobbyarbeit und es wird immer wieder gebetsmühlenartig versucht zu kriminalisieren. Es zwingt einen ja niemand Musik zu machen und selbst die größten Komponisten haben teilweise am Hungertuch genagt. Viel außergewöhnliche Musik ist gerade in sehr schwierigen wirtschaftlichen Zeiten entstanden. Kunst ist nicht Kapital meiner Meinung nach, es wird aber immer wieder in einen Topf geworfen. Andersherum werden auch die Industrie und Musiker in einen Topf geworfen, aber nur die Industrie verdient an den Musikern. Darum setzen sie sich ja auch so für sie ein. Wenn sie kein Geld mehr generieren, dann fliegen die Musiker raus, da kennt die Industrie dann keinerlei Moral die sie immer so sehr einfordert.

    Der Musiker soll sein Geld bekommen, aber das sollte nicht für ihn der Grund sein künstlerisch tätig zu werden. Die Industrie, die alles kriminalisiert, muss sich wie wir alle auch den veränderten Zeiten anpassen lernen, sonst bleiben sie irgendwann auf der Strecke, denn gute Kunst setzt sich auch ohne sie durch.

    Und wenn der oben zitierte Bäcker so wäre wie die Musikindustrie, dann würde er schon Geld von uns verlangen, wenn wir nur den Geruch seiner Backwaren aufnehmen. ;-)

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      Laney

      HeideWITZka… du hättest besser nach dem Satz mit dem „Kaputzenshirt“ aufgehört.

      Weil mal in Armut gelebt wurde, schadet es nicht, wenn das Generationen später auch noch so ist?

      Wer sagt dir, dass die Musik aus schwierigen wirtschaftlichen Zeiten ohne diese Schwierigkeiten nicht viel außergewöhnlicher wäre. Vielleicht gäbe es sogar mehr davon.

      Die Intention künstlerisch tätig zu werden ist auch nicht zwangsläufig Geld. Und selbst wenn… ich denke ein Großteil den Menschen geht einer Erwerbstätigkeit nach, um Geld zu verdienen.

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        Ted Raven  AHU

        Laney: „HeideWITZka“
        Namen zu verunglimpfen zeugt von mangelndem Respekt dem Diskussionspartner gegenüber.

        Laney: „du hättest besser nach dem Satz mit dem „Kaputzenshirt“ aufgehört.“
        Jemandem seine Argumente verbieten zu wollen zeugt von mangelnder Diskussionsfähigkeit.

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          Laney

          Das war ein Wortspiel und da Respektlosigkeit drin zu sehen, geht dann doch etwas zu weit. Ich habe nämlich bewusst die Zahl weggelassen.
          Aber gut.

          Weniger gut finde ich deine Unterstellung, ich möchte „jemandem“ die Argumente verbieten.
          Denn… es ist paradox zu behaupten, ich würde durch den einleitenden Satz, der dazu diente, klar zu machen, dass ich inhaltlich nicht mitgehe, gleich einen Mangel an Diskussionsfähigkeit besitzen, obwohl ich nach diesem Satz eine Diskussion eben dadurch beginne, dass ich drei inhaltliche Aussagen aufgreife.

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            Ted Raven  AHU

            Laney: „Das war ein Wortspiel“
            Wie Du es nennst spielt keine Rolle, es ist in jedem Fall respektlos. Gefiele es Dir, „Lamey“ genannt zu werden? So etwas tut man einfach nicht.

            Wenn Du jemandem sagst, er hätte seine Argumentation nach dem ersten Satz beenden sollen, ist das ganz offensichtlich der Versuch, Argumente des Diskussionspartners zu unterbinden. Da kannst Du noch so angestrengt versuchen, Dich herauszuwinden.

            Aber scheinbar wirst Du das ohnehin nicht einsehen wollen.

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              Laney

              Lamey finde ich in der Tat lustig.

              Das du Anderen mangelnde Diskussionsfähigkeit unterstellst, aber gleichzeitig den Standpunkt vertrittst, wie ich etwas nenne, sei egal, denn dein Standpunkt sei der einzig richtige, ist schon drollig.

              Du versuchst mir eine Absicht zu unterstellen, nämlich die, seine Argumente zu unterbinden. Ich habe dir versucht klar zu machen, dass es darum nicht ging.
              Ich habe dir ebenfalls versucht klar zu machen, dass ich drei inhaltliche Punkte zur Diskussion aufgegriffen habe.

              Du aber mekelst weiter an der Form, behauptest meine Intention sei offensichtlich, ich würde mich herauswinden und es ohnehin nicht einsehen wollen.
              Das ist alles etwas scheinheilig.

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                  Laney

                  Du hast hier jetzt mehr als deutlich gemacht, wie es mit deiner Diskussionfähigkeit aussieht.
                  Gegenteilige Argumente und Meinungen zuzulassen oder sich gar damit auseinanderzusetzen, findet bei dir nicht statt.

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                    Ted Raven  AHU

                    Ja klar … Du hast ja überhaupt keine Argumente gebracht, sondern, statt Die Fehler in Deinem Verhalten einzusehen, versucht Dich äußerst fadenscheinig versucht herauszuwinden. Viel Spaß noch mit Deinem perfekten Verhalten, das wird Dir sicherlich viele Freunde bringen.

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    Ted Raven  AHU

    Das obige Beispiel mit dem Bäcker hat in ganz ähnlicher Weise einmal eine Vertreterin der Spiele-Software-Industrie in einen Interview angeführt (sie hat dabei das hochdeutsche Wort „Brötchen“ verwendet). Und auch damals hat es schon ganz gewaltig gehinkt.

    Ich finde den ganzen Artikel argumentativ sehr dünn. Natürlich wäre ich auch froh darüber, für meine Musik bezahlt zu werden. Kein Berufsmusiker zu sein hat den riesen Vorteil, sich ausschließlich nach dem eigenen Geschmack richten zu können. Musik ist dafür da gehört zu werden. Niemand stiehlt mir etwas wenn er meine Musik hört, gleichgültig ob er dafür bezahlt oder nicht.

    Kauft Einer meine Musik, kann ich davon ausgehen, dass 99 Andere sie illegal kopieren und davon die Hälfte sich nicht für die Musik interessiert sondern seiner Sammelwut frönt. Von denen, die sich die Musik tatsächlich anhören gefällt sie dann vielleicht fünf Personen, von denen vier nicht das Geld haben, um sich Musik zu kaufen. Bleibt nur der Eine vom Anfang des Absatzes übrig, der meine Musik kauft. Die Zahlen sind natürlich geschätzt. Wahrscheinlich wird kein Musiker tatsächlich einem ganzen Prozent seiner potenziellen Hörer seine Musik verkaufen. Spielt aber auch keine Rolle, da ich eigentlich auf folgendes hinaus will: Wer Musik nicht kauft, hätte sie ohne die Möglichkeit zu illegaler Kopie auch nicht gekauft.

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    mazevoice

    Die Frage ist weniger, wer wen bestiehlt, sondern welchen Wert jeder Einzelne der Musik beimisst. Der Konsument ist sich oft nicht im Klaren, was es bedeutet, eine Musikproduktion auf die Beine zu stellen. Angefangen vom Eqipment, bis hin zu den jahrelangen Übungsorgien, bis man ein Instrument überhaupt beherrscht. Ihm wird es im Gegensatz leicht gemacht, „billig“ oder kostenfrei an Musik zu kommen. Da kann man ihm nicht vorwerfen, diese Möglichkeiten nicht zu nutzen. Mittlerweile hat sich die Musikindustrie ja sogar entsprechend gewandelt, dass Promotion oder die Tour eines Künstlers nicht die Platte anpreist, sondern umgekehrt. Die Musikproduktion wird zur Werbung der Tour und unzähligen Merchendising-Produkten. Meine Generation wird wahrscheinlich eine der letzten sein, die noch wert darauf legt eine Schallplatte oder CD zu erwerben. Bei einer meiner Töchter ist es noch nicht mal mehr „in“ eine MP3 zu kaufen. Da wird gleich gestreamt. Vor einiger Zeit habe ich mir Gedanken dazu gemacht und diese in meinen Podcast erklärt. Wen es interessiert: https://vjc3by.podcaster.de/aufdersuche/wer-wahren-wert-nicht-kennt/#t=0:39.794

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    lightman  AHU

    Meine erste Platte kam ’98 raus, vorher hab ich mein Zeug auf Tape verkauft. Leben konnte ich von meiner Musik nie, anfangs saß ich kurzzeitig dem Irrglauben auf, daß den Leuten ein guter Sound schon was wert ist und ich meine Produktionsmittel mit mit den Einnahmen ausbauen könnte, aber funktioniert hats nicht so richtig.

    Es ist weniger die Knete selbst, als der Respekt, der mit einer monetären Anerkennung einhergeht, um den es sich dreht. Ich hab von ’89 an bis Anfang der 2000er viele Gigs in kleinen Clubs oder auf Veranstaltungen gemacht, da wurde man nicht selten mit einem Fuffi, ein paar freien Getränken und reichlich Schulterklopfen abgespeist. Neulich kam meine neue EP raus, die Käufe halten sich in Grenzen, die Stücke tauchen trotzdem auf diversen Tauschseiten auf.

    Mir ist es im Grunde egal, wenn sich jemand für lau bedient, aber okay ist das nicht, egal ob Sony Music oder lightman Ray Gun. Die Leute geben so viel Geld für Quatsch aus, da werden doch in Schorschis Namen ein paar lausige Kröten für unsereins drin sein, und sei es nur, um zu sagen, jau, Alter, mach dein Ding und kauf dir was Schönes.

    Ich werde trotz allem weiter Musik machen, das gehört dazu wie das Atmen. Illusionen kommerzieller Natur habe ich aber keine mehr. Brave new world, im nächsten Leben werde ich Lady Gaga 2.0 und sch****reich mit meinem Feldgeschrei, wartets nur ab.

    • Profilbild
      Ted Raven  AHU

      lightman: „Es ist weniger die Knete selbst, als der Respekt, der mit einer monetären Anerkennung einhergeht, um den es sich dreht.“
      Das ist ein wichtiger Punkt. Zu sagen, ich kaufe deine Kunst, weil ich gut finde, was du machst. In meinem CD-Regal stehen zwei CDs, die ich einmal angehört habe und nie wieder. Warum? Weil sie nicht meinen Geschmack treffen. Warum habe ich sie dennoch gekauft? Weil es sich um junge Künstler handelt, die einfach so gut sind, dass ich das mit dem Kauf der CDs honorieren wollte.

  7. Profilbild
    Coin  AHU

    Hahaha, gestern hat jemand einen Song bei mir
    auf Soundcloud angeklickt !
    Die Freude ist groß !
    Ich glaube zur Feier des Tages besaufe ich mich !
    Kommt ja nicht oft vor…

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    BÄM  

    Wir lesen auch Artikel im Internet kostenlos, andere hören kostenlos Musik nebenher, wie im Radio. Das Prinzip der massenweisen Verfügbarkeit ist ein typisches Beispiel für den Wertverfall durch mehr Angebot als Nachfrage.

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    p_carp  

    1 v. 2
    Ich mache seit Mitte der 90er Musik mal erfolgreicher und mal weniger und das erfolgreicher liegt auch noch im Auge des Betrachters. In erstre lienie wollen wir Musiker natürlich das unsere Musik gehört wird und das auch von denen die nicht dafür bezahlen, schließlich kennen wir alle ja auch Van Goch ohne je eines besessen zu haben.

    Jedoch ist es meiner Wahrnehmung nach, an der Industrie und nicht nur die Großen Giganten eben auch die kleinen Vermittler Labels die den wert der Musik in den Letzten Jahren nach unten geschraubt haben. Oben drauf ist es auch eine folge, dass Musik heute schon fast ohne Kostendurch Sofware in einer guten Quallität nahe zu Perfekt, von jedem (fraglich aber doch einige) Produziert werden kann. (ohne Kosten = Plug´s und DAW`s, irgend wo geladen, vermutlich an den Herstellern vorbei).
    In meinem Umfeld gibt es da einige die nur am Rechner Produzieren und noch nicht einmal, je in Ihrem leben nur einen Euro für Plug´s und Gear bis auf Kopfhörer und IV auf dem Tisch gelegt haben. leider stoße ich da auch auf Unverständnis warum ich der ganzen Hardware immer noch den Vorrang gebe, schließlich ist Software ja fast 1zu1wenn nicht sogar genau getroffen oder besser.

    „der Leihe merkt eh kein unterschied“

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    p_carp  

    2 v.2
    Und genau hier finde ich hört die Wertschätzung auf wenn man bedenkt das auch hier die jenigen (aus meinem Umfeld) niemals Geld für Musik Ausgeben würden aber Geld am end für was bekommen möchten das Sie selber auf diese art Produziert haben auch wenn es nur kleinst Beträge sind.

    Ich persönlich halte ein gutes Handwerk oder Leistung muss auch bezahlt werden.

    z.B. Warum soll der Musiker das Risiko von Irgend welchen Labes oder anderen Vermarktern Tragen besonders in der Remix Wirtschaft aber auch bei klein Veröffentlichungen, hier ist es sehr oft so, so kommt es mir vor, dass es eine Art Selbstverständlichkeit ist wenn man nicht grade selber berühmt ist, nur damit was veröffentlicht wird? Auch hier finde ich sollte es eine art Standart sein wenigstens kleine Vorschüsse als aufwand Entschädigung zu leisten. Macht nur kaum ein kleines Label.

    Und damit es funst schärfer gegen die Nutzung Illegaler Software vorgehen. So muss man dann auch schon für gute SW wenigstens was aufwenden, und damit würde auch das wertschätzen wieder funktionieren.

    Sorry für die eventuelle Abweichung des Themas.

    Will auch keine Diskussion ausfachen, ist meine Persönliche Meinung da das eine mit dem anderen immer irgendwie zusammen hängt.

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    Woody  

    Ich habe früher insbesondere in meiner Jugendzeit – Internet war noch lange nicht in Sicht – gerne meine Lieblingssender im Radio gehört (z.B John Peels etc.) und Musik mit dem Tonbandgerät und später mit dem Cassetten-Deck mitgeschnitten. Wohlwollende Moderatoren bemühten sich damals, die Stücke auszuspielen, weil sie wussten, dass sich viele Leute dieser Methode bedienten – auch, weil man vieles in den Plattenläden gar nicht so leicht finden konnte. Das hat mich übrigens nicht davon abgehalten, trotzdem massenhaft Platten und später CD’s zu kaufen. Für die Musiker war dies schlicht und ergreifend Marketing.

    Im analogen Zeitalter war’s üblich, dass auf diese Weise das „Musik-Konsumieren“ zu einem großen Teil sozusagen gratis war. (mal von den GEZ-Gebühren abgesehen) ….. kein Musiker hat sich darüber beschwert. …. dies wird in der Debatte um die Urheberrechte immer gerne vergessen. Man sollte dies also nicht allzu sehr schwarz/weiß betrachten: zu einem großen Teil sollte „gratis“ legitim bleiben. ….. außerdem findet man z.B. bei YouTube einige Musik, die man gar nicht mehr im Handel findet – Musik, die sonst niemand mehr hören würde – was eindeutig ein großer Fortschritt ist.

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      Ted Raven  AHU

      Woody: „Im analogen Zeitalter war’s üblich, dass auf diese Weise das „Musik-Konsumieren“ zu einem großen Teil sozusagen gratis war. (mal von den GEZ-Gebühren abgesehen) ….. kein Musiker hat sich darüber beschwert.“
      Da irrst Du Dich. Auf Leerkassetten hat man beim Kauf GEMA-Gebühren bezahlt. Deswegen war das Aufnehmen aus dem Radio auch legal und deswegen hat sich auch kein Musiker oder Label darüber beschwert. Sie haben Geld bekommen, ganz unabhängig davon, ob GEMA-relevante Musik oder das eigene Schnarchen darauf aufgenommen wurde.

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    Woody  

    Wenn für das Sonnenblumen-Bild van Goghs schon 1987 40 Millionen Dollar gezahlt wurde, trieb dies angesichts der ärmlichen Lebensbedingungen Van Goghs niemandem die Schamesröte in’s Gesicht; da stellt sich die grundsätzliche Frage, ob Kunst nicht für jeden frei zugänglich sein sollte.

    Die Frage ist doch nicht, ob die Musik bezahlt werden muss, sondern ob die Musiker bezahlt werden müssen – nicht um sich dumm und dämlich zu verdienen, sondern um anständig von ihrer kreativen Arbeit leben zu können. Es ist eine gesellschaftspolitische Frage, ob Künstler im 21. Jahrhundert in Armut leben müssen. …… eigentlich dürfte überhaupt niemand in Armut leben.

    Klar muss man dafür sorgen, dass Konzerne wie Google nicht auf Kosten der Künstler gigantische Gewinne einfahren und so gut wie nichts dafür zahlen – sie sollten angemessene Steuern zahlen, die zu einem Teil zweckgebunden sind, um Künstler zu finanzieren.

    Zudem ist auch diese Frage ganz grundsätzlich ein Beispiel für ein bedingungsloses Grundeinkommen, das aus einem entsprechenden Fond (siehe oben) und für Musiker durch Live-Musik aufgestockt werden könnte.

    Nicht alles kann durch die Marktwirtschaft gelöst werden; der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann.

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    Woody  

    p.s.: …… das Musik Aufnehmen aus dem Radio brachte bereits Qualitätseinbußen mit sich, und dies ist in der Regel auch beim Herunterladen und Konvertieren von YouTube-Videos der Fall – im Grunde noch extremer, weil von der ohnehin komprimierten MP3 bestenfalls mit den gängigen Methoden nur 256 kBit/s und in den meisten Fällen nur 128 kBit/s möglich sind; im Vergleich zum Radio Aufnehmen also eine durchaus ähnliche Sound-Diskrepanz. Mag sein, dass es Nerds gibt, die Mittel und Wege gefunden haben, sich irgendwo illegal weniger komprimierte Stücke runter zu laden, aber ich behaupte mal, dass dies kaum in’s Gewicht fällt.

    Fakt ist, dass die Vielen tatsächlich Musik im Alltag auf die Ebene: „Wegwerfprodukt“ reduziert haben.

    Man sollte sich vielleicht mal fragen, was zu tun sein könnte, um wieder mehr Leute auf den Geschmack von guter Qualität zu bringen – dann ist man wohl auch bereit, dafür Geld abzudrücken. Die breite Masse hat meiner Meinung diesbezüglich gar keinen Anspruch mehr – nicht unähnlich den Ansprüchen an solider Information im Netz.

    • Profilbild
      lightman  AHU

      Im Grunde hat sich nicht viel verändert, was die Gewohnheiten der Mehrheit der Leute bezüglich Musik betrifft. Früher lies man das Radio dudeln, ab und zu wurde was auf Kassette oder Band aufgenommen und zwischendrin einige Platten gekauft, fertig. Den meisten Menschen wars genug, Musik für eine Feier oder Weihnachten zu Hause zu haben, ansonsten boten Radio und Fernsehen genug Unterhaltung für ihre Bedürfnisse.

      Heute gibt es andere Medien und Zugangsarten, statt dem Radio wird Musik aus dem Netz gestreamt, statt Aufnahme auf Band wird digital mitgeschnitten oder mp3s runtergeladen, mal legal, mal illegal, und ab und zu wird eine CD oder einzelne Stücke online gekauft. Für die Party oder Familienfeste reichts allemal.

      Das ist nicht zwingend Geringschätzung, sondern ein anderes Wertesystem, wo Musik zwar dazugehört, aber nicht die Stellung hat wie bei einem Musiker oder Liebhaber. Da machste nix dran.

      Letztere Kenner sind es, die aus meiner Sicht in der Pflicht stehen, ihre Expertise positiv zu nutzen, indem sie grundsätzlich bereit sind, für Musik zu zahlen, und dabei auch kleinere, innovative Vertriebsplattformen unterstützen, statt aus Bequemlichkeit immer nur bei Amazon, iTunes & Co. zu kaufen.

  14. Profilbild
    C_H

    Jeder Künstler der seine Musik bei Spotify oder soundcloud anbietet, hat es doch bereits aufgegeben, mit seinen MP3s Geld zu verdienen? MP3s dienen doch eher dem Marketing (da unterschtütze ich den Künstler ja fast schon durch das Raubkopieren…!?)? Ich denke Bezahl-Downloads dienen eher als Spendenplatform und da kaufe ich mir dann doch lieber auf dem Konzert Vinylplatten. Die kann man ich mir hübsch ins Regal stellen und nen Download in guter Qualität gibts meistens noch dazu.

    Nutzt hier eigentlich irgendwer einen Adblocker!?

  15. Profilbild
    Uwe Reiher

    Zitat: „…dass es außerordentlich sinnvoll ist, für Musik zu zahlen. Dieser Fakt steht außer Zweifel.“ Genau diesen „Fakt“ stelle ich in Zweifel. Wenn jemand wenig Geld hat und sich entscheiden muss, etwas zu essen zu kaufen oder für Musik auszugeben werden viele sicherlich den vollen Bauch vorziehen. Solche Menschen haben schlichtweg die Kohle für Musik nicht, daran ändern auch Verbote und Strafen nichts. Von 0,- Euro kann man sich nichts kaufen. Heutzutage kann man ja wenigstens legal auf Streaming-Plattformen wie Spotify die Musik legal anhören, falls der Künstler sich entschieden hat, dort mit dabei zu sein.

    Wo bei mir das Verständnis dafür aufhört ist bei den Leuten, die Geld haben, vielleicht auch noch teure Technik zur Wiedergabe besitzen und dann die Musik illegal herunterladen. Davon gibt es jede Menge und etliche sind stolz darauf, wieder mal ein „Schnäppchen“ gemacht zu haben. Für mich ist das schlicht kriminelles Verhalten, denn obwohl die finanziellen Mittel da sind wird es vorgezogen, andere Menschen um die Früchte ihrer Arbeit zu bringen.

    Ich selbst suche mir aus, wem ich mein Geld gebe – am liebsten unabhängigen Künstlern ohne Major-Label im Hintergrund. Dort kommt die Kohle dann wenigstens an. Die Produkte der Industrie interessieren mich schon länger nicht mehr sonderlich, und wenn ja, dann kaufe ich sie.

  16. Profilbild
    syntach  

    Meine Erfahrung war/ist: Gute Maxis oder Platten verkaufen sich immer. Als Platten im DJ Bereich noch das Hauptmedium waren, da konnte man gut davon leben, wenn man bei guten Vertrieben immer ein paar Scheiben am Laufen hatte.

    Heute mit soviel Eigenpromo Aufgaben und mit digitalen Verkäufen wäre es mir zu stressig.

    Und zum eigentlichen Thema:

    Ich mülle mir meine Ohren/Festplatten nicht tausenden gesaugten Files zu, sondern mir kaufe digital gut ausgesuchtes und das vor allem in bestmöglicher Qualität, mittlerweile gern auch 96khz/24bit.

    Ich brauche kein haptisches Erleben mehr zum Musik genießen und ich muss keine Sammlung im Schrank stehen haben.

    Wenn ich auf bandcamp kaufe, also direkt bei den Labels oder Bands, dann zahle ich auch mal ein bisschen extra oben drauf, als support.

    Nur saugen ist Mist für die bands, respektlos und man müllt sich zu damit.

    Früher ging das auch nicht, man hatte nicht 100.000 Schallplatten, sondern die, die einem wirklich gefielen. Ich muss auch nicht mehr alles und sofort hören, was es gibt. Lieber weniger, dafür genießen und die Artists ein bisschen supporten.

    Mies finde ich, dass es beim Quasi Monopolisten amazoon kein lossless wie flac gibt. Da ist bandcamp halt vorbildlich. Einmal zahlen, alle Formate haben.

  17. Profilbild
    Marco Korda  

    Das ist eine schwierige und zugleich hitzige Diskussion, was zu erwarten war.

    Ich selbst sehe die Kunst als etwas an, die ohne monetäre Vergütung zwar funktioniert, aber viele Künstler sind doch nur deswegen in der Lage, Kunst zu betreiben WEIL sie bezahlt werden. Die Produktionsmittel müssen bereit gestellt werden, dazu benötigt man Kapital. Es funktioniert selbst bei K. Marx nicht, wenn der Mensch ohne Produktionsmittel da steht. :-)…. oder ohne die inspirierenden Drogen (die auch bezahlt werden müssen…) *lol

    Eine weitere Triebfeder ist natürlich Ruhm, Ehre, Macht. Die psychologische Seite darf man nicht unterschätzen. Die Verbindung (Geld – Macht – Ruhm) ist magisch und anziehend. Sie ist/macht sexy und selbst die kleinste Verehrung bauchpinselt oder beschämt zumindest. Sie spricht unsere narzisstischen Anteile an.

    Entnehme/Kopiere ich dem Künstler sein Werk, auf das er ein Copyright besitzt, ist das illegal – ohne Wenn und Aber. Will ich etwas verschenken, deklariere ich das auch so. Aber längst ist es ein „Kavaliersdelikt“. Ich bin übrigens der, der Wein säuft und Wasser predigt, btw. Werft all Eure Steine, ihr, die den gleichen Wein sauft wie ich.

    • Profilbild
      GioGio  AHU

      Gefällt mir sehr was Du schreibst. ich saufe immer eher Wasser und predige Wein, aber häufig vertausche ich auch die Flaschen oder mache aus beidem einen Cocktail XD (Ergibt das noch Sinn?). Nein, im Ernst – sehr inspirierend was hier so geschrieben wird :)

  18. Profilbild
    Marcel Halbeisen  

    Eine spannende Diskussion „unter Musikern“, ich versuche das mal aus der Sichtweise eines Konsumenten dar zu stellen.

    Positives Beispiel für Musiker wenn man das Monetäre betrachtet: Ich selbst
    Ich bin mit Musik aufgewachsen die man kaufen „musste“, wollte man eine gute Qualität. Tape war zwar OK, aber wenn mir die Musik gefiel musste die Platte her. Das lag aber nicht nur an der Musik und der Abspielqualität selbst, sondern am Ganzen. Musik ist mehr als nur Schallwellen, da gehört auch etwas taktiles dazu, etwas zum halten, zum lesen, um sich der Musik auch etwas materieller und persönlicher zu nähern. Man wird Teil einer „Familie“, Teil des Gesamtkunstwerks. Man versteht warum die Musik so und nicht anders ist, man verzeiht wenn mal etwas nicht so gut ist und man kauft es trotzdem. Und so habe ich es heute noch, CDs kaufe ich extrem selten, Files schon gar nicht, aber Platten sehr viel. Von Bands die ich mag sogar alle Farben wenn sie mehrere herausgeben, denn so kann ich die Band unterstützen und sie so zum weitermachen motivieren. So bin ich Teil dieser Familie, lebe mit ihnen, freue mich wenn was neues kommt, kaufe es immer auch ungehört. Ich habe Vertrauen!

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    Marcel Halbeisen  

    Negatives Beispiel für Musiker wenn man das Monetäre betrachtet: Meine drei Kinder
    Die sind mit „materieloser“ komplett unpersönlicher Musik aufgewachsen, nur der ältere Sohn hat etwas vom Vinyl-Fieber mitgenommen (obwohl er nicht mal einen Plattenspieler hat, aber wenn das Zeugs toll aussieht muss er es haben). Für sie ist Musik „einfach da“, wenn es eine Band nicht mehr gibt; es gibt hunderte andere die ihnen gefallen. Und wozu kaufen, wenn man eh keinen Mehrwert gegenüber Streaming etc. hat. Heute klingt alles „gleich gut“, tausende Bands spielen ähnliche Musik, da stellen die sich lieber ihre Lieblingstracks zusammen als eine ganze Produktion von nur einer Band zu hören. Die Musikindustrie hat ja auch immer mehr angefangen z.B. 15 Tracks auf eine CD zu pressen von denen nur 2 wirklich gut waren. Niemand kauft einen Sack Äpfel in dem nur zwei brauchbare drin sind. So haben meine Kids gelernt „Rosinenpicker“ zu werden, denn ein Vertrauen wurde nie aufgebaut.

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    Marcel Halbeisen  

    Fazit:
    Die Welt hat sich massiv geändert – nicht nur in diesem Bereich – und wird sich weiterhin ändern. Für Musiker ist es sicher massiv schwieriger geworden mit ihrer Arbeit Geld zu verdienen, wenn dann geht das fast nur noch über Liveauftritte und Firlef… ähhh Mörtschndeis. Ob das gut oder schlecht ist spielt dabei keine Rolle, es ist eben so. Und wer seine Musik Streaming-Diensten etc. zur Verfügung stellt und kaum was dabei verdient, der hat das System aber trotzdem akzeptiert. Eine CD ist schnell gerippt, einmal online verteilt sie sich gigantisch schnell, einzelne Track schwimmen aus dem Werk davon, das Werk als Ganzes wird bedeutungslos. Von Files müssen wir gar nicht erst sprechen, das sind beliebig austauschbare Dateien die nicht mal mehr einer Band zugeordnet werden. Die Digitalisierung hat sicher enorme Vorteile, aber alles Nichtmaterielle und unpersönliche wird darunter leiden und in der Flut an Veröffentlichungen unter gehen.

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      GioGio  AHU

      Sehr gut gesprochen. Auch ein wichtiger Punkt, dass das Werk als ganzes schnell bedeutungslos wird. Damals hatte man auch auf den Vinyls immer B-Seiten, wegen denen man eigentlich die EP nicht kaufte. Doch im Nachhinein öffnete man sich so für andere Seiten des Künstlers, nicht nur für dessen Hits. So ist es auch bei Alben. Viele Dinge brauchen Zeit. Häufig mochte ich nach Jahren plötzlich die unbedeutenderen Nummern eines Albums. Man muss so ein Album auch als Gesamtkunstwerk sehen. Auch bei EPs hatte der Künstler durch die B-Seiten seine Möglichkeiten. Dies überspringen wir heute und die Kids kaufen dann schnell nur den Sommerhit, ohne zu anderem „gezwungen“ zu werden. Einer der Gründe weshalb ich wieder Alben kaufe und keine Playlists durchgehe. Dafür kann man ja dann auch Mixe machen, die ja auch weniger Bedeutung wie damals haben. Wie oft man damals einem Kumpel ein Mixtape oder CD gemacht hat und auf diese Weise inspiriert hat oder wurde. Doch die meisten Leute haben icht mal mehr die Möglichkeit eine CD abzuspielen. Mixtape über Youtube geht zwar auch, aber muss man immer alles gleich der ganzen Welt zeigen?

  21. Profilbild
    GioGio  AHU

    Toller Titel. Aber das Thema hätte mehr Inhalt als eine halbe DIN A4 verdient. Die Kommentare füllen das zwar auf, aber sie bleiben nur Kommentare zum Bericht.
    Beim Thema „Bezahlen für Musik“ hätte man auch Audio-Equipment mit einfließen lassen können, wie Software. Das ist nämlich moralisch auch kein leichtes Thema. Zumal man als Käufer (ich besitze ausschließlich gekaufte Lizenzen) sich oft nachteilig fühlt (gegenüber den Usern gecrackter Software). So ist es halt, wenn im Namen der Sicherheit die Installations- oder Registrierungsprozesse immer umständlicher werden und letztlich diese Umstände dem zahlenden Kunden aufgedrückt werden. Da braucht man dann pro Hersteller andere Software zum Registrieren und Co. Und irgendwie nervt das, vor allem wenn man sich jedes mal damit tiefer auseinander setzen muss, als man es vor zehn Jahren musste. Dann kommen jetzt noch sog. Abos dazu (Software zur Miete). Manche Firmen zielen darauf, dass es keine Vollversionen mehr geben wird, sondern nur noch Abos, mit denen man dann als Hersteller permanent am Kunden verdient und längerfristig sogar bei weitem mehr als für eine Vollversion. Ich hoffe das setzt sich nicht durch. Falls doch, ziehe ich dann doch einen Crack einem Abo vor :D

    Ansonsten kann ich nur sagen: Ich kaufe immer noch CDs/Vinyls und nutze kein Spotify und höre auch so gut wie nie Musik über Youtube (außer DJ-Mixe). Und ich bin finanziell gesehen eine arme Sau. Aber erstens benötigt man ohnehin nicht so viel Mucke wie das Netz einem liefert und zweitens kann ich ja schlecht als Musiker über den Markt meckern, wenn ich selbst nicht besser bin. Und was sind schon 10€ für ein tolles Album? Seitdem ich wieder vermehrt Datenträger höre, hat sich mein Bezug zur verwendeten Musik wieder verbessert. Wertschätzung eben. Geht nämlich schnell flöten beim Massenkonsum (egal ob Musik oder Nahrungsmittel).

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