GS Music plant einen analogen Polysynth

17. Februar 2019

sintetizadores analógicos

Der noch relative junge argentinische Hersteller GS Music hat auf seiner Facebook-Seite ein neues Projekt angekündigt: einen analogen Polysynth.

GS Music hatte nach dem Prototypen Tauro und dem daraus abgeleiteten Uranus, der in Kleinserie vermarktet wurde, den seit Ende letzten Jahres erhältlichen monophonen Analogsynthesizer Apollo 1 auf den Markt gebracht. Nun verkünden die ambitionierten Entwickler schon den nächsten Schritt.
Allerdings gibt es außer einem sehr simplen Rendering noch nicht viel zu sehen. Immerhin lässt sich erkennen, dass der noch namenlose Synthesizer über 12 Stimmen verfügen wird.
Es gibt zwei voll ausgestattete Oszillatoren und einen einfachen dritten Oszillator. Beim einstigen Prototypen Tauro hatte GS Music auf DCOs gesetzt, beim Apollo 1 kommt eine echter VCO zum Einsatz. Ob das hier auch der Fall sein wird oder man zu einem 3340 (Clone)-Chip greift, bleibt abzuwarten.
Beim Filter lässt sich kein Umschalter für einen Multimode ausmachen, eventuell handelt es sich nur um einen 24 dB Tiefpass wie beim Apollo 1. Allerdings fällt hier, wie auch an anderen Sektionen des Panels, auf, dass es jeweils extra Regler für die Modulation gibt, so dass man die drei LFOs oder auch Mod-Wheel und Velocity nicht über eine Matrix zuweisen braucht, sondern direkt am Ziel die entsprechenden Modulationsquellen dosieren kann. Der Synthesizer scheint für den Performance-orientierten Einsatz gedacht zu sein.
Die Speichertasten für die Presets erinnern ein wenig an einen Sequential Prophet. Das Panel des 61 Tasten Keyboards scheint klappbar zu sein, wie man es zum Beispiel vom Moog Voyager kennt.

Weitere Informationen hat GS Music noch nicht bekannt gegeben. Die freien Stellen auf dem gerenderten Panel lassen die Vermutung zu, dass die Entwicklung noch ein wenig Zeit in Anspruch nehmen wird. Wir werden den Fortgang des Projektes interessiert beobachten.

Forum
  1. Profilbild
    iggy_pop  AHU

    Tauro und Uranus, das erinnert mich an grandios gescheiterte Riesen-Schlachtschiffe in den 1970ern (CRB Uranus, visuell eine Mischung aus PPG 300, Yamaha CS80 und Emu Modular).
    .

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