Test: Ableton Live 3.0

30. Oktober 2004

Ableton

Einleitung
Das Software Sequenzer Instrument ‘Live’ der Firma Ableton geht in die dritte Runde – und bringt diesmal eine ganz neue Ebene und Angehensweise für die non-destruktive Bearbeitung der Sample Loops mit sich. Abgesehen von dieser bahnbrechenden Neuerung wurden Live 3.0 gleich 4 neue PlugIns spendiert, von denen einige ganz neue Klänge ermöglichen, andere wichtige Helferlein im täglichen Umgang mit Live 3.0 sind. Darüber hinaus wurden viele kleine, zunächst nicht sichtbare Verbesserungen vorgenommen, die gerade im Live-Einsatz auf der Bühne das Programm noch flexibler machen.
Der Bericht beschäftigt sich mit den neuen Features seit Version 2 und gibt zum Schluss einige Anregungen für den Umgang mit Live.

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Des Samples neue Kleider
Das neue Konzept, welches mit Live 3.0 eingeführt wird, ist das Konzept der Clip-Envelopes (Clip-Hüllkurven). Konnte man bisher an den Samples in der Waveform Ansicht nur mit den Time-Warp Markern den Ablauf des Samples beeinflussen, hat jetzt jeder Clip die Möglichkeiten eigene Hüllkurven zu enthalten.
Was bedeutet das für die Praxis? Wollte man in der Version 2.0 z.B. einen ganz bestimmten Bereich eines Clips ausblenden (vielleicht die Snare eines Drum-Loops), so musste man den Track bei der Aufnahme an dieser Stelle muten oder mit den Track-Hüllkurven arbeiten. Dann konnte man das Ergebnis im Arrange-Fenster wiederholt kopieren. Dies hat jetzt ein Ende! Zu den Envelopes die für jeden Clip eingestellt werden können zählen: ‚Clip Volume‘, ‚Clip Transposition‘, ‚Clip Sample Offset‘, ‚Clip Grain Size‘ und ‚Clip Flux‘. Dabei funktioniert ‚Clip Sample Offset‘ nur im Clip Modus ‚Beats‘. Und die Clip Envelopes ‚Clip Grain Size‘ und ‚Clip Flux‘ funktionieren nur im Clip Modus ‚Texture‘.Darüber hinaus können die Clip Envelopes auch die Mixer-Funktionen des entsprechenden Tracks beeinflussen. Die ClipEnvelopes steuern dabei die Funktionen ‚Mixer Track-Pan‘, ‚Mixer Track Volume‘, ‚Mixer Send1‘ und ‚Mixer Send2‘. Da die Trackautomatisationen (Im Gegensatz zu den Clip Envelopes, die man auch Clip Automatisationen nennen könnte) übergeordnet sind, werden deren Einstellungen und Automatisationsdaten RELATIV zur aktuellen Position geändert. Wenn also Mixer Parameter Volume, Pan, Send 1 und Send 2 zusätzlich noch von einem Clip Envelope verändert werden, erkennt man das in der Session Ansicht an einem orangefarbenem Punkt, der diese relativen Veränderungen an der entsprechenden Stelle anzeigt. Abbildung 1 zeigt den Clip Envelope ‚Clip Volume‘ eines Clips. Durch Doppelklick auf die rote Envelope Linie (ganz oben) fügt man einen neuen Envelope Stützpunkt hinzu.

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Klangbeispiele
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