Test: Audioprobe Spartan Cue 110, USB-Audiointerface

3. August 2015

This is Spartan Cue!

Der Musikmarkt wird mit kleinen Audiointerfaces geflutet. Mit dabei sind die üblichen Verdächtigen, aber auch sehr viele neue Indi-Firmen. Es scheint vielleicht auch eine Art Aufnahmeprüfung für junge Schrauber zu sein, zuerst ein Mini-Interface zu entwickeln. Jedenfalls, und das ist an der Sache das Spannendste, ist mir noch nie ein Gerät begegnet, das vom Funktionsumfang eine exakte Kopie eines Mitbewerbers gewesen wäre. Und ich habe schon einige für Amazona getestet oder im Studio im Einsatz gehabt. Die Hersteller sind alle sehr kreativ und scheinen sich nicht, gegenseitig über die Schulter zu schauen, jedes Gerät ist einzigartig. Ganz neu am Markt ist der Hersteller Audioprobe mit dem Spartan Cue 110 und das schauen wir uns heute einmal genauer an.

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Kurzübersicht

Das Audioprobe Spartan Cue 110 ist ein Mini-Interface mit 4 Eingängen. Davon ist einer ein über Knopfdruck phantomgespeister XLR-Eingang. Wir haben MIDI-In, MIDI-Out, USB und zwei Ausgänge, um die Musik von unserem Computer irgendwie auf die Anlage zu bekommen. Audiointerfaces dieser Art können in den ganz unterschiedlichsten Situationen eingesetzt werden. Elektro-Produzenten, die ausschließlich am Laptop produzieren und maximal 2-4 Eingänge für den Gesang brauchen, finden hier das Richtige. Mehr wird ja nicht benötigt. In meinem Fall würde ich es live als Schnittstelle zwischen Computer und MIDI-Key benutzen. Es ist natürlich auch möglich, den Spartan Cue schlicht als Instanz zwischen Instrument und Lautsprecher einzusetzen. Die Möglichkeiten sind auf alle Fälle zahlreich. Es muss ja nicht immer ein 8-16 Kanal-Interface sein. Das Audioprobe ist eines der wenigen Interfaces am Markt, welches am Computer über eine asynchrone USB Audio Class 2.0 Verbindung kommuniziert. Jitter (=Genauigkeitsschwankungen) lassen sich mit dieser Technik vermeiden und ermöglichen ein unverfälschtes Klangbild. Und genau das ist beim asynchronen USB-Modus möglich.

Forum
  1. Profilbild
    harrymudd  AHU

    gegen den mobilen Einsatz sprechen die fragilen Schalter an der Frontseite.
    Auch die beschränkung auf einen XLR Eingang und somit die fehlende Möglichkeit Stereoaufnahmen mit 2 Mikrofonen zu machen, schränken die Anwendungen unnötig ein. Bei einem VP von 199 Euronen, denke ich, wird dieses Interface es sehr schwer auf dem Markt haben.

    • Profilbild
      Johannes Kothe  RED

      Hallo harrymudd,

      ich fand diese Schalter nicht fragil. Natürlich ist die Frage berechtigt, ob das die beste Stelle ist ;-) . Nicht jeder braucht zwei XLR-Eingänge. Kombi-Buchsen liegen in einer anderen Preisklasse. Der Markt wird im Moment auch mit vielen billig-Geräten überspült. Am Preis-Leistungsverhältnis gibt es nichts zu meckern aus meiner Sicht. Der Spartan-Cue klingt auch einfach super

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