Test: Best Service Ethno World Professional 4

14. April 2008

Ethno World 4

Einmal um die ganze Welt…

…und die Taschen voller Geld. Oder die Festplatte voller Samples. Oder beides? Für ersteres habe ich leider auch noch keine Lösung. Von einer tollen Möglichkeit seine Festplatte mit Samples zu füttern, handelt jedoch der folgende Text.

Von Südafrika nach China

Seit Jahren ist die Best Service Library Ethno World die Eintrittskarte in die Welt der ethnischen Instrumente. In unserer westlichen Hemisphäre werden darunter gemeinhin Dinge wie Shakuhachi und Sitar verstanden. Diese beiden haben es ja sogar in den General Midi Standard geschafft. Doch genau genommen steht ethnisch ja nicht für exotisch oder „mindestens zehn Flugstunden von hier entfernt“, sondern für typische Eigenschaften einer Volksgruppe. Somit darf sich dann auch das Akkordeon ethnisches Instrument nennen. Doch kommen wir zurück auf Ethno World, das vor kurzem in die vierte Runde gegangen ist und den Status Sample Library dank eigener Engine schon eine Weile hinter sich gelassen hat.

Installation und erster Kontakt

Wie auch die anderen Instrumente des Münchner Soundfabrikanten Best Service läuft Ethno World auf einer angepassten Version des Kontakt Players von Native Instruments. Konkret handelt es sich um Version 2, die bereits ausgefuchstere Eingriffe zum Beispiel mittels Scripting erlaubt. Das Scripting muss allerdings vom Hersteller bereits implementiert worden sein; Zugriff auf das eigentliche Scripting Modul gibt’s nur in Native Instruments Software-Sampler Kontakt.

Ethno World: Optisch ansprechende Darstellung

Ethno World: Optisch ansprechende Darstellung

Die Installation geht zügig von statten und belegt knapp zehn Gigabyte. Anschließend erfolgt eine Registration via Internet über das mitgelieferte Service Center Modul von Native Instruments. Nach dem ersten anschließenden Start des Sequenzers hatte ich Ethno World zunächst vermisst. Ja wo isses denn? Nicht unter E wie Ethno World sondern unter K wie Kontakt Player hatte es sich eingenistet und war dort neben den anderen Kontakt-Einträgen optisch untergegangen. Auf den zweiten Blick erschließt sich diese Vorgehensweise als ziemlich sinnvoll, da so nur ein Player Plug-In installiert werden muss und sich die übrigen von Best Service angeboten Libraries innerhalb des Players anwählen lassen. Dies geschieht sogar optisch ansprechend.

Blas die Schalmei

Innerhalb Ethno World sind die Klänge in verschiedene Kategorien eingeteilt. Es finden sich Glocken-ähnliche (Bell Type) oder mit einem Bogen gespielte (Bowed) Instrumente genau wie gezupfte Instrumente (Stringed) oder Blasinstrumente (Woods and Brass). Natürlich dürfen auch Trommeln und Schlagwerk nicht fehlen. Als ganz besonderes Schmankerl sehe ich die mongolischen Obertongesänge und Vokalessembles.

Die Sammlung umfasst einen wirklich guten Querschnitt unserer musikalischen Welt. Bekannte und immer wieder benötigte All-Time Favorites wie die irische Wisthle oder die chinesische Erhu sind ebenso dabei wie eher selten gehörte Instrumente, etwa ein Krumhorn oder ein Khuur Bass. Zwar hätte ich mich auch über ein französisches Akkordeon oder eine Taiko Drum gefreut, dennoch gibt es am Umfang nichts auszusetzen.

Klangbeispiele
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