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Test: Blackstar HT-Delay, Effektgerät für Gitarre

10. Juni 2014

Delay mit Röhrenpower

Nachdem sich vor Kurzem das Blackstar HT-Modulation bei uns zum Test vorstellte, haben wir es heute mit dem Echogerät der Blackstar Röhreneffektserie zu tun. Das Blackstar HT-Delay möchte aber mehr sein als bloß ein weiterer Echo-Fußtreter auf dem ohnehin schon prall gefüllten Markt. Ob allerdings die pure Anwesenheit einer Röhre genügt, um aus diesem Pedal eine „kreative Maschine“ zu machen, soll der folgende Artikel zeigen.

Front

— Blackstar HT-Delay —

Facts & Features

Die pure Anwesenheit einer Röhre sorgt aber zumindest schon mal dafür, dass das Blackstar HT-Modulation ausschließlich mit einem Netzteil betrieben werden kann. Dieses befindet sich im Lieferumfang und versorgt das Pedal mit einer Spannung von immerhin 22 Volt – und somit eindeutig zu viel für einen Batteriebetrieb. Aber auch eindeutig nicht kompatibel zu den üblichen 9-Volt-Belegungen gängiger Pedalboards, somit ist für den Betrieb des Gerätes ein separater Netzanschluss fällig. Einen Netzschalter sucht man leider vergeblich, das Pedal erwacht ausschließlich nach Einstecken des Netzteils. Schade, wie ich finde.

Die Konstruktion ist ansonsten identisch mit den übrigen Geräten der Blackstar HT-Baureihe: Robustes Stahlblechgehäuse und nicht minder robust wirkende Schalter, Buchsen und Potis wurden in einem Gehäuse montiert, welches ohne weiteres auch mal vom Tour-Truck überfahren werden darf. Na ja, zumindest ist diese Konstruktion samt ihrer Peripherie so stabil, dass sie ganz sicher viele Fußtritte klaglos wegstecken wird. Das Herzstück des Blackstar HT-Modulation, die ECC83 Röhre, befindet sich gut geschützt und optisch bestens in Szene gesetzt hinter einem gewölbten Metallgitter direkt auf der Front des Gerätes.

Oberhalb davon sitzen die fünf massiven und nicht zu leichtgängigen Metallpotis, mit denen sich die Sounds des Gerätes editieren lassen. Der wichtigste Regler sitzt ganz links, mit EFFECT wird nämlich einer der acht Effektsounds des Gerätes angewählt, welcher dann mit den übrigen Potis für TIME, FEEDBACK und SATURATION nach dem persönlichen Geschmack eingestellt wird. Die zur Verfügung stehenden Effekte sind im Einzelnen:

Linear – ein Hi-Fi-Delay, also ein reiner Echoeffekt, ohne weitere klangliche Beeinflussung.

Analogue – die Rückkehr der 80er Jahre Eimerkettenspeichertechnik, ein Echo mit gefilterten Höhen.

Multihead 1 – rhythmisches Delay, basierend auf der (noch älteren) Bandschleifen-Technologie.

Multihead 2 – eine weitere Simulation eines Bandschleifen Echos, allerdings mit anderen rhythmischen Werten.

Tape – Emulation eines Bandechos.

Space – komplexer Vintage Bandecho-Effekt.

Loop 1 – Ein Looper-Effekt mit einer Samplezeit von 7,2 Sekunden und „One Shot“ Wiedergabemöglichkeit.

Loop 2 – Die größere Looper-Variante, mit der Möglichkeit, Sounds zu layern (Overdubbing).

Beitragsbild

— Lassen nichts anbrennen: die Potis des Blackstar HT-Delay —

Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    MidiDino  AHU

    Der Klang ist fantastisch, nach meinem Ermessen. Dass keine Presets abspeichbar sind, schränkt vor allem live ein, aber dies finde ich gar nicht schlimm. Im Gegenteil. Dies provoziert die kritische Frage an Gitarristen, wann ein Delay auch aus musikalischer Sicht einsetzbar ist.

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