Test: CME XKey 37, USB/MIDI-Controllerkeyboard

13. Mai 2015

Flaches Brett in Schwarz und Weiß

Zufälle gibt es ja immer wieder – auch im Leben eines Musikers. Vor nicht all zu langer Zeit bestaunte ich, wie ein nicht all zu unbekannter Keyboarder namens Jordan Rudess seine Performance auf der diesjährigen Musikmesse hinlegte. Das Setup war höchst minimal, spielerisch aber wie gewohnt alles auf sehr hohem Niveau. Sein Equipment bestand an diesem Tag aus zwei CME Xkey 37 samt iPads, mehr nicht. Fast genau 24 Stunden später brachte mir der Postbote genau solch ein Xkey zum Test, zeitlich konnte das der Vertrieb nicht besser planen. Oder doch nur reiner Zufall?

CME XKey 37

CME XKey 37

Info

Vor rund zwei Jahren sorgte die Firma CME mit dem ersten Xkey Modell für Aufsehen. Solch ein ultrakompaktes Keyboard, das optisch im angesagten Apple-Design daher kam, gab es bis dato nicht. Vor allem der komplett andere Tastaturaufbau sorgte damals für Gesprächsstoff, denn einerseits waren die Maße wie gesagt extrem kompakt, andererseits musste man sich als Keyboarder deutlich umstellen. Da kam nicht jeder unbedingt gleich mit der neuen Tastaturform klar.

Im Sommer letzten Jahres horchte die Musikergemeinde dann abermals auf, denn der eingangs bereits erwähnte Jordan Rudess, der den meistern Musikern eher als Keyboarder von Dream Theater bekannt ist, stiegt bei CME als Chief Musical Officer ein. Was sollte so ein Top-Mann bei CME denn machen? Zur Entwicklung einfacher USB/MIDI-Controllerkeyboards braucht man den doch nicht, oder? Nun ja, seine persönliche Präsenz auf der diesjährigen Musikmesse und ebenso auf der diesjährigen NAMM-Show zeigt auf alle Fälle, dass er selbst größeres Interesse daran hat, dass die Xkey-Produkte ordentlich präsentiert werden. Aber wie auch immer, wenden wir uns dem Xkey 37 zu, denn das bietet gegenüber der ersten Xkey-Version einige neue Funktionen.

Xkey37-2

Forum
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    Stephan Merk  RED 1

    Ich finde die Idee gelungen, vor einigen Jahren hatte ich die 25er-Version mal angespielt. Aber ich sehe es doch mehr als kreatives Eingabe-Tool, weil polyphoner Aftertouch könnte für manchen ein schlagendes Argument sein. Wenn ich da an diese eine Tastatur aus diesem weichen Material denke, die wurde hier auch schon mal vorgestellt, ist diese deutlich teurer und vor Allem auch schwer zu spielen. Einzig könnten die schwarzen Tasten zu Gunsten der Haptik etwas dicker sein.

    Und noch ne kleine Frage: Im Beitrag erwähntest Du den Editor und die Möglichkeit, MIDI-Befehle zuweisen zu können. Verstehe ich das richtig, dass sich dies nur auf die linksseitigen Tasten bezieht? Also quasi nicht die Möglichkeit, über Kombinationen mit der Klaviatur Cc-Befehle senden zu können?

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      Felix Thoma  RED

      Hallo M-Sound,
      mit dem Editor kannst Du sowohl die sechs Funktionstasten links als auch jede einzelne der 37 Tasten mit Funktionen belegen. Schau Dir mal die App XKey Plus im App Store an, da gibt es ein Bild (drittes von links), da erkennt man das ganz gut.

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    TobyB  RED

    Hallo Felix,

    ein sehr guter Test. Gefühlt war Jordan Rudess überall auf der Messe zu finden, er ist halt ein Zauberer. Die Performance mit den xKey(s)37 war schon ein Highlight. Was mich aber dennoch vom Kauf abhält ist der Preis und die halbfertige Software, ich meine da ginge mehr. Das Gerät ruft grade zu nach einem Chordtrigger / Arpeggio Mode. Leider spiegelt sich das nicht in den Softwareversionen wieder, schade.

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      Felix Thoma  RED

      Hallo TobyFB,
      klar, der Preis ist sicherlich etwas was einige User abschreckt. Bzgl. der Funktionen/Ausstattung bin ich mir sicher dass da bald noch mehr kommt, aber auch dann muss es natürlich preislich passen.

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    syntach  

    Super, ein Midikeyboard mit Poly Aftertouch. Wenn jetzt noch 2 x/y Pads oder ein paar Regler dran wären, dann wäre es perfekt. Aber ich bin sicher, da kommt noch eine etwas grössere Version…

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      Felix Thoma  RED

      Hallo syntach,
      das glaube ich auch. Herr Rudess wird da schon dafür sorgen dass da bald ein Keyboard mit Vollausstattung kommt :-)

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        syntach  

        Grade gelesen: Jordan Rudess joins CME as Chief Musical Officer … na dann ;)

        einmal groß inkl 2 x/y Pads bitte Jordan !

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          syntach  

          ups, steht ja auch bei Dir in der Einleitung… sollte ich doch nicht immer gleich zum praktischen Teil springen;)

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    AMAZONA Archiv

    Polyphoner Aftertouch schön und gut…
    Was ich mich aber frage (als Nicht-Virtuose an den Tasten): Kann man überhaupt, egal mit wieviel Übung, ernsthaft sowohl Velocity als auch Aftertouch (bei 2mm Tastenhub und geschätzten weiteren 1-2mm für den Aftertouch) nutzen?
    Als „Notlösung“ für unterwegs OK, aber wirklich damit auf die Bühne? Oder muss man sich dann nicht eher komplett umkonditionieren und kommt dann mit einer konventionellen Tastatur nicht mehr zurecht…?

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      k.rausch  RED

      Der geringe und damit eigentlich fast nicht vorhandene Tastenhub macht auch mir Sorgen, es ist sehr gewöhnungsbedürftig. Dazu kommt der Abstand zwischen den Tasten generell, und die schwarzen sind halt nicht erhaben. Andererseits scheint es wohl Übungssache zu sein, Jim Gilmour hat gleich einen ganzen Schwung in seinem Live Setup. Mein Eindruck ist, dass man eine gewisse Treffsicherheit einüben muss und dann die Dynamik und Druckpunkte für AT erlernt. Immerhin ist es die günstige Möglichkeit an polyphonen Aftertouch ranzukommen, alleine das macht attraktiv.

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    gaffer  AHU

    Ich sehe auch den grössten Pluspunkt im Poly AT. Da sind Szenarien denkbar: einen Akkord auf einer gewichteten Haupttastatur spielen und dabei einen der Akkordtöne auf der gemergten Kleintastatur nachzudrücken, dessen Tonhöhe sich ändert, alle anderen bleiben gleich. Ich weiss, das könnte man auch gleich auf einer richtigen Poly AT Tastatur spielen, aber wer hat schon noch eine ELKA 55, oder einen Ensoniq aus 1990 rumstehen. Inzwischen bin ich ja schon froh, wenn in den Tastaturen noch Channel AT eingebaut wird.

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      gaffer  AHU

      @Andreaz: ich befürchte ich habe es in dieser Runde schon mal erzählt, aber was soll’s. Chick Corea wurde nach seinem Instrument für die Insel gefragt. Er nannte zwei, einen Flügel und ein CS01. das war so’n kleines Yamaha Synthesizerchen mit allerding grossem Klang. Der Keyboards Redakteur fragte ihn, ob er denn keine Probleme mit den kleineren Tasten hätte. Diese Frage wurde eindeutig verneint, es war ihm wurschtegal, wie gross die Tasten wären. Wenn ich das aus meiner eigenen Erfahrung sagen darf: auch eine Ukulele ist schnell erlernbar, wenn man Gitarre spielen kann. Irgendwann fällt einem die kurze Mensur gar nicht mehr auf. ich schätze bei einem kurzen Tastenhub ist das genau so. Btw, diesen Text schreiben ich auf einer Apple Alu Tastatur, die höchstens 25% des Tastenhubs des Vorgängers hat. Heute kann ich auf der weissen fast nicht mehr schreiben.

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        AMAZONA Archiv

        Moinsen Monsieur Gaffer. Tatsächlich kann ich mich an die Anekdote erinnern, und den CS01 kenn ich auch noch.
        Sicher wird man mit einigem Training leidlich ordentlich auf dem Ding spielen können, aber der Vergleich der Computertastaturen hinkt dann doch etwas.
        Denn dort tippe ich binär, also runter oder nicht.
        Auf dem Keyboard dagegen hab ich 128 „Zustände“, die ich velocity-mäßig abbilden kann, und das fällt ohne jede Frage auf einer herkömmlichen Tastatur mit einem geschätzten Hub von etwa 9-10mm deutlich leichter als auf diesem Ding.
        Auch wenn es jetzt wieder hinkte: Ich hab hir auch den Korg Nano Key, und da ist der Hub auch nur etwa 3mm, und ich krieg damit in etwa 4 – 5 verschiedene Velocitywerte/-bereiche gezielt (!) hin. Das reicht für mich und unterwegs aus, aber auf der Bühne hätte ich das nicht so gerne :)

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    rw1957  

    Ich weiss net, ob’s ein vergleichbares Keyboard von einem anderen Hersteller gibt.
    Ich war am Wochenende bei einem Konzert von SAGA. Und soweit ich das sehen konnte, spielte Jim Gilmour etliche flotte Leads auf 4 oder gar 5 solcher Keyboards. Michael Sadler hatte „immerhin“ 2 davon.

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