Test: Electro-Voice PL 80c, dynamisches Gesangsmikrofon

29. November 2013

Die amerikanische Alternative

Zwischen den Herstellern von Gesangsmikrofonen scheint eine Übereinkunft zu herrschen. Während dynamische Mikrofone einen Kugelkorb tragen, sind Kondenser dadurch gekennzeichnet, dass ihre Einsprechfläche platt ist. Electro-Voice, der große amerikanische Anbieter von Musikelektronik, hat bei der Gestaltung schon des öfteren einen eigenen Kopf (!) bewiesen, weshalb das mir für diesen Test vorliegende Exemplar zunächst für ein Kondensator-Mikrofon gehalten werden könnte.

Electro-Voice PL 80c

Electro-Voice PL 80c

Facts

In Wahrheit ist das PL 80 ein dynamisches Vokal-Mikrofon, dessen Neodym-Kapsel eine Supernieren-Charakteristik aufweist. Der Frequenzgang ist mit 80 Hz – 16 kHz angegeben, die Impedanz beträgt 600 Ohm.

Das Gewicht liegt bei 330 Gramm. Mit einer Länge von 18,9 cm ist es recht kurz geraten, der hintere Teil des Schaftes ist 25,6 mm schlank und verdickt sich zum Kopf hin auf 50,7 mm. Dieser besteht aus stabilem Stahlgeflecht. In der Mitte ist ein Gummiring eingearbeitet, der den Korb bei seitlichem Aufprall schützt. Innen ist der Korb mit einer Schicht Schaumstoff ausgelegt.

Der Korpus ist beim Modell C in grau, der Kopf ist schwarz. Unter der Bezeichnung PL 80a ist das selbe Mikro auch in schwarz erhältlich.

Zu schalten gibt es an dem Mikro absolut nichts, das Fehlen eines Ein/Aus-Schalters werte ich persönlich als Pluspunkt.

 

Package

Das PL 80c wird in einer Pappschachtel geliefert. Neben dem Mikro, das sicher in Formschaum untergebracht ist, gibt es noch die obligatorische Kunstledertasche und einen praktikablen Mikrofonhalter. Ein zweiseitig bedrucktes DIN A4-Blatt informiert über das Produkt, ein weiteres Blatt erklärt die Garantie-Bedingungen. Infos in deutscher Sprache liegen nicht bei, aber das dürfte sich verschmerzen lassen. Dafür gibt es noch einen Aufkleber und einen Klettverschluss für das optional zu erwerbende Mikrofonkabel.

Mikro + Zubehör

Mikro + Zubehör

Forum
  1. Profilbild
    Onkel Sigi  RED

    Guter Test, Armin. Ich kenne den Klang vom PL80 und es könnte direkt etwas für meine kleine Mikrosammlung sein. Mir scheint es besonders gut für „Nicht-Rockröhren“ geeignet, es klingt transparent und relativ fein aufgelöst. EV ist in Deutschland etwas unterrepräsentiert und hat einen gewissen Exotenstatus. Die Mikros sind aber von der Verarbeitung her so ziemlich das Beste, was man bekommen kann. Mit meinem eigenen RE20 kann man Nägel in die Studiowände klopfen, so massiv ist das Ding. Und auch die anderen Typen von EV folgen dieser Qualitätsmaxime. Übrigens sind auch die PA-Anlagen von denen auf einem sehr hohen Qualitätsniveau.

    Musikalische Grüße von „Onkel Sigi“ Schöbel

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