Test: EMU XBoard 49 USB

19. September 2005

EMU XBoard 49

Creative Labs versucht nach der Übernahme der Firma EMU mit diversen Produkten an deren Erfolge anzuknüpfen. Nach der Vorstellung von PCI Audio-Interfaces sind nun auch die USB-Keyboards XBoard 49 und XBoard 25 erhältlich. Zum Test stand uns ein X-Board 49 zur Verfügung.

 

Ausstattung

Mit 49 Tasten reiht sich das XBoard in eine weit verbreitete Spezies ein und hofft durch den geringen Preis einen Marktanteil zu erhaschen. Und in der Tat sind 150 Euro für eine Tastatur dieser Qualität nicht wirklich viel Geld. Zudem kann man bei der Ausstattung große Augen machen: 16 Potentiometer zur Kontrolle von Software und eine Proteus X LE Software hieven das XBoard in eine interessante Ausgangsposition.

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Die Editiersoftware bietet vollen Überblick über alle Features, inklusive der verschiedenen Velocity-Kurven. Im XBoard finden 16 verschiedene Konfigurationen Platz. Selbstverständlich kann es seinen Strom komplett über den USB-Port beziehen.

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Viel interessanter als das XBoard an sich scheint der kostenlos mitgelieferte Proteus X LE, welcher, gedongelt über das XBoard, ein waschechter EMU-Synthesizer als PlugIn ist. Klanglich werden EMU Fans voll überzeugt, klingt der LE doch 1:1 mit den Hardware-Vorbildern absolut hervorragend. Als so genannter ROMpler kann der LE sämtliche EMU X-Librarys abspielen, muss dabei aber auf Disk-Streaming verzichten. Dadurch werden alle Samples stets ins RAM geladen. Somit wird es bei besonders großen Multisamples eng.

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Praxis

Im mehrwöchigen Tiefentest konnte die Tastatur voll überzeugen, hebt sie sich doch positiv von der Qualität einiger Mitbewerber ab. Bei näherer Betrachtung ist es die gleiche Tastatur, die auch bei den Keyboards von ESI eingesetzt wird. Die 16 Potis sind zwar nicht verschraubt, hinterlassen aber für den Heimgebrauch einen guten Eindruck, was man von den viereckigen grauen Tasten zur Programmierung des XBoards leider nicht behaupten kann: Diese wackeln bei jedem Tastenanschlag im Chor und erzeugen dabei ein unangenehmes Rascheln. Abhilfe schafft hier nur das Aufschrauben und self-made Abpolstern mit etwas Filz. Schade dass EMU dies nicht bereits ab Werk vorsieht.
Leider hat sich nach weiterer Testdauer herausgestellt, dass die Velocity-Kurven alles andere als praxistauglich sind. Für mich persönlich ist ein genau dosiertes akzentuieren von Noten auf diesem Keyboard kaum möglich. Möglicherweise kann man dies durch ein Firmware-Update irgendwann beheben …. ?

Forum
  1. Avatar
    AMAZONA Archiv

    Also eine Sache sollte man doch bitte korrigieren: ich habe selbst das Proteus X Le Plugin, aber von einem erstklassigen , kristallklaren Klang kann nun wirklich nicht die Rede sein, da die Samples grösstenteils absolut durchschnittlich bis schlecht klingen, das kann man unmöglich so im Raum stehen lassen.

    • Profilbild
      midijunky

      Die persönlichen Kommentare zu den Proteux X Sounds sind nur „eigener Geschmack“. Die Sounds klingen halt nach 90er Jahre und das kann in moderne Mixes eher schlecht passen. Genauso klingen Instrumente bei Beatles Platten oder Kraftwerk Mixe aus rein Instrumenteller Sicht alt/dated. Heisst nicht schlecht!

      Die Sounds in Proteus sind gut (vielleicht bisschen old school), aber gute Songs und Mixe sind kein produkt toller Hardware und geiler moderner Sounds, sondern Ergebnis von Musikern/Produzenten/Tontechniker die ihr handwerk können.

      Habe das Xboard49 mit Proteux X2…feines Teil und die Sounds sind tweakbar!

  2. Avatar
    AMAZONA Archiv

    Na ja über Soundqualtität lässt sich wahrscheinlich streiten,als Komplettpakett kann man das allemal empfehlen und die Sounds brauchen schon viel CPU Power.Man findet sicherlich hier und da einen guten ausgefallen oder durchsetzungsfähigten Sound.
    Für mich ist die Hardware auslastung ein einziges Manko un daher für Notebookbesitzer nur eingeschränkt zu empfehlen.

  3. Profilbild
    KArl HEinz

    Weiß jemand, ob die Velocity inzwischen verbessert wurde?
    Es gibt ja ein Software Update bei Emu, aber ob damit auch dieses Problem behoben worden ist?

    • Profilbild
      midijunky

      Das Problem wurde schon Ende 2007 durch das Firmware/Treiber Update gefixed. Finde es schade, dass Amazona keine „Updates“ ihrer Reviews durchführt. Das Update der Firmware löst auch die Aftertouch Probleme!

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