Test: ESP LTD, H-351 NT, E-Gitarre

26. Juli 2011

ESP LTD H-351 NT

Ich überlege gerade, wer hat noch mal damit angefangen? Ich glaube, es war Fender vor ca. 40 Jahren mit der Schwesterfirma Squier „Made By Fender“… Womit angefangen? Nun, ich bin wieder einmal kurz in die Zeitmaschine gehüpft und habe überlegt, wer die Fertigung in asiatischen Gefilden unter Zuhilfenahme der überregional bekannten Firmen-eigenen Trademarks letztendlich etabliert hat.

Ob es nun um Squier made by Fender, Epiphone made by Gibson oder wie in diesem Fall LTD made by ESP handelt, das Prinzip ist allemal recht ähnlich. Man nimmt den hauseignen Backkatalog, spart durch ausländische Fertigung und kostenintensive Details einen Großteil an Herstellungskosten ein und präsentiert dem Endkunden ein wertiges Instrument, welches in Sachen Abgabepreis bei einigen Kunden zunächst einen skeptischen Blick auf das Gesicht zaubert.

Konnte man früher spätestens auf den zweiten Blick die Sparmaßnahmen am Instrument ausmachen, so wird dies einem heutzutage um Einiges erschwert. Die optisch eher trist dreinschauenden Kopien des „Originals aus Amiland“ von damals sind Geschichte, insbesondere wenn man die zum Test vorliegende LTD H 351 NT erstmals aus der Hülle/Tasche/Koffer nimmt.

-- Die ESP LTD H-351 NT --

— Die ESP LTD H-351 NT —

Konstruktion

Man wird den Eindruck nicht los, als ob LTD es den ewigen Zweiflern in Sachen Optik mal richtig zeigen wollte, setzt das in China gefertigte Instrument doch mit einer ganzen Reihe von Schmuckwerk eindeutig auf hohen Wiedererkennungswert, wie man ihn sonst nur von Instrumenten jenseits der 2.000,- Euro-Marke her kennt. Stilistisch liegt das Instrument eindeutig im mittlerweile wieder erstarkten Markt der „Powerstrats“, will heißen: ein Body-Shaping im breiten Streuradius der Stratocaster, allerdings mit stark aufgemotzer Hardware und Pickup-Bestückung.

Korpus-technisch liebäugelt die Konstruktion in Sachen Holz und Hardware eindeutig mit dem klassischen Les Paul-Konzept. Mahagoni-Korpus zuzüglich Ahorndecke und fester Brücke sprechen eine klare Sprache, wobei ein wirklich extrem leichtes Mahagoniholz verwendet wurde. Selten habe ich eine solch leichte Gitarre bei dieser Holzauswahl in meinen Händen gehalten, die Dichte des verwendeten Holzes muss eher moderat ausgeführt sein. Die Brücke sitzt in zwei Führungshülsen aus Metall, ist demnach nicht direkt ins Holz eingelassen.

In Sachen Hals kommt dann eher der Konterpart auf Ahorn-Basis mit Palisander-Griffbrett (24 Bünde) in eingeleimter Form zum Tragen, Form-technisch als kräftig rundes „D“ ausgeführt. Um ein Maximum an Sustain aus der Konstruktion heraus zu holen, werden die Saiten durch den Korpus geführt und mit den Ballends auf der Rückseite des Bodys verankert. Als Tonabnehmer kommt die allseits beliebte EMG Kombination 81/85 (Bridge/Neck) zum Einsatz, welche sich schon als Standardbestückung im Heavy-Bereich etabliert hat. Die Stromversorgung erfolgt über einen 9V-Block, welcher in einer eigenen Aussparung mit direktem Zugang auf der Rückseite des Instrumentes angebracht wurde. Geschaltet werden beide Pickups über einen Dreiweg-Schalter.

Klangbeispiele
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