Test: Harley Benton Custom Line UM5, Effektgerät für Gitarre

15. Oktober 2015

Günstiger Boutique Schwermetaller

Die eigens für das Musikhaus Thomann hergestellte Produkte von Harley Benton haben sich mittlerweile am Markt etabliert, da man hier sicher sein kann, gutes Equipment zu verhältnismäßig kleinen Preisen zu erstehen. Der geringe Kurs ist auch möglich, da unser heutiger Testkandidat, das Harley Benton Custom Line UM5, in China hergestellt wird.

Front

— Boutique-Schwermetaller zum Schnäppchenpreis —

Fakten und Ausstattung

Der Harley Benton Custom Line UM5 ist, wie der Name „Ultra Metal“ bereits erahnen lässt, ein High-Gain Metal-Verzerrer und erscheint im schwarzen, hochglanzlackierten Gehäuse. Auf der Front befinden sich satte sechs Potis, mit denen sich der gewünschte Sound einstellen lässt. Eine rote Leuchtdiode zeigt den jeweiligen Schaltzustand an, der sich mit dem 3 DPDT (Double Pole – Double Throw) Fußschalter umschalten lässt. Der Regler VOL justiert wie üblich die Ausgangslautstärke, DIST bestimmt den Verzerrungsgrad. Für die Klangregelung stehen HI für die hohen Frequenzen und LOW für die Beeinflussung der tiefen Frequenzen zur Verfügung. Bemerkenswert ist, dass des Weiteren für die Mitten ein parametrischer Equalizer bereitsteht, mit dem sich die mittleren Frequenzen reichhaltig an die persönlichen Vorlieben anpassen lassen. Eine absolut wünschenswerte und sinnvolle Maßnahme, insbesondere auch für einen Metal-Verzerrer!

Die Stromversorgung wird über eine Batterie (nicht im Lieferumfang) oder ein 9-Volt-Netzteil (innen Minus, BOSS/IBZ kompatibel) vorgenommen. Eine Versorgung via Netzteil ist ratsam, da man ansonsten zum Batteriewechsel stets die vier Schrauben am Geräteboden lösen müsste – und das nervt natürlich mit der Zeit.

Das Pedal bietet selbstverständlich 6,3-mm-Klinkenbuchsen (Ampstyle) für Ein- bzw. Ausgang und verfügt über einen True-Bypass, damit im inaktivierten Zustand der Klang nicht bzw. möglichst wenig beeinflusst wird.

Die Potis erfreuen sich guter Qualität und weisen beim Drehen den gewünschten leichten Widerstand auf. Die kleinen weißen Chickenhead-Knöpfe bilden gegenüber dem schwarzen Gehäuse einen schönen Kontrast, geben dem Pedal ein gewisses Vintage-Feeling und lasen sich generell sehr gut ablesen. An der Verarbeitung gibt es, wie bei Harley Benton Produkten im Allgemeinen, nichts auszusetzen.

Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    KRYPTYK

    Wieder einmal zeigt Harley Benton das gutes Equipment nicht viel kosten muss. Nach dem Harley Benton, den „normalen“ Pedalsektor aufgemischt hat, geht es jetzt an den Boutiquesektor, sehr zum Leidwesen der Hersteller überteuerter Bodentreter. Hätte ich mein Equipment diese Jahr nicht schon von Boss und Digitech auf Harley Benton umgestellt und mir somit auch den Extrem Metal zugelegt, würde ich hier zugreifen. Diese Pedal ist sicherlich meine erste Wahl, sollte mein Extrem Metal mal kaputt gehen. Unser Leadgitarrist hat diese Pedal gekauft und bei der heutigen Bandprobe eingesetzt, wir hatten noch nie so einen geilen Metalsound wie jetzt mit unseren beiden Metalpedalen von Harley Benton.

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