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Test: Rode Wireless Pro, drahtloses Funkmikrofon-Set

Drahtlos-Mikrofonset für die Medienproduktion

27. Oktober 2023
rode wireless pro test des drahlosmikrofonsets

Rode Wireless Pro, drahtloses Funkmikrofon-Set

Wenn du ein digitales Mikrofon-Setup für die Produktion von Podcasts, Social Media Videos, Interviews oder für kleinere Filmprojekte suchst, dann lies jetzt unbedingt weiter. Denn das neue Rode Wireless Pro Drahtlosmikrofon-Set ist ein Gamechanger und jeden Cent wert. Warum, erfährst du in diesem Testbericht.

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Rode

Der australische Hersteller Rode hat eine lange Tradition, wenn es um die Fertigung von Mikrofonen in höchster Qualität geht. Seit 1967 fertigt man in Sydney Mikrofone. Die Geschichte beginnt mit Freedman Electronics, einem Experten für Lautsprecher, Verstärker, Mikrofonen und Vertrieb der ersten Dynacord Live-Mischpulte. Seit 1990 fertigt man unter dem Firmennamen Rode Mikrofone und hat schnell auch die Zeichen der Zeit erkannt, dass Mikrofone für die schnelle Medienproduktion einen immer höheren Marktanteil erlangen werden. Mikrofone für Kameras, für Podcasts und schließlich auch digitale Funkstrecken und mit dem Podcaster (Pro) ein eigenes Produktionsstudio für Podcasts gehören seit vielen Jahren zum Portfolio des Herstellers.

Die Ausstattung des Rode Wireless Pro

Das Rode Wireless Pro Funkmikrofon-Set ist die professionelle Ausführung der Rode Wireless-Serie, die aus Rode Wireless Go II, Rode Wireless ME und Rode Wireless Pro besteht.

Rode Wireless Pro Lieferumfang

Rode Wireless Pro, Lieferumfang

Das Set umfasst eine Menge Zubehör und besteht aus dem zweikanaligen Rode Wireless Pro Receiver, zwei Rode Wireless Pro Transmittern mit integriertem Mikrofon, einem Lade-Case, einem Zubehör-Case, zwei Lavalier II Mikrofonen, zwei magnetischen Clips MagClip Go, einem 3,5 mm TRS Spiralkabel, einem USB-C auf Lightning Kabel, zwei USB-C zu USB-C Kabeln, je einen passenden Fellwindschutz für die Transmitter und für die beiden Lavaliermikrofone.

Digitale Übertragung

Das Rode Wireless Pro Funkmikrofon-Set überträgt wie auch die beiden anderen Produkte der Rode Wireless-Serie im kostenfreien 2,4 GHz Bereich. Die Reichweite im Freien beträgt dabei bis zu 260 m. Obwohl dieser Bereich auch für WLAN genutzt wird, sind Störungen selten. Verschlüsselt wird das Signal mit 128 Bit und dank eines eigen für diesen Zweck durch Rode entwickelten Codecs liegt die Latenz laut Rode bei nahezu null Millisekunden.

Rode Wireless Pro Receiver und Transmitter Auto-Synchronisation

Rode Wireless Pro Receiver und Transmitter synchronisieren sich automatisch

Akku & Lade-Case

Die Transmitter und der Receiver verfügen über Lithium-Ionen-Akkus mit einer Nutzungsdauer von bis zu sieben Stunden. Geladen werden diese entweder per USB-C oder praktischer mit dem mitgelieferten Lade-Case, das über einen integrierten Akku mit 4.200 mAH Kapazität verfügen. Das Case ist nach rund 2,5 Stunden voll geladen und ermöglicht dann, die drei Geräte zweimal voll zu laden. Das ist mehr als nur praktisch, wenn das Rode Wireless Pro System unterwegs eingesetzt werden soll. Die Powerbank darf also zu Hause bleiben.

Rode Wireless Pro Ladeschale

Rode Wireless Pro Ladeschale

Das Case dient außerdem der Verbindung mit dem Computer zur Datenübertragung, Konfigurierung der einzelnen Geräte und für das gelegentliche Firmware Update.

Rode Wireless Pro mit Ladeschale und Computer

Rode Wireless Pro mit Ladeschale und Computer

Lavalier II Mikrofon

Mitgeliefert werden gleich zwei Rode Lavalier II Mikrofone. Dieses Mikrofon allein kostet beim Musikhändler des Vertrauens rund 106,- Euro. Es besitzt ein sehr dünnes und 1,2 m langes Flachbandkabel, das sich schön unter der Kleidung verstecken lässt. Der TRS 3,5 mm Stecker besitzt eine Schraubvorrichtung, die verhindert, dass das Kabel aus Versehen aus der Buchse gezogen wird. Die Kondensatorkapsel ist mit einer Kugelcharakteristik ausgestattet, wie es bei Lavaliermikrofonen üblich ist. Der Übertragungsbereich liegt bei 20 Hz bis 20 kHz, der Grenzschalldruckpegel wird mit 110 dB angegeben. Die Spannungsversorgung von 2 bis 5 V geschieht über den Sender.

Rode Wireless Pro Receiver und Transmitter mit Lavalier-Mikrofon

Rode Wireless Pro Receiver und Transmitter mit Lavaliermikrofon

MagClip Go

Dieser magnetische Clip erleichtert das Anbringen des Transmitters an der Kleidung, zum Beispiel bei empfindlichen Kleidungsstücken. Zwei Clips werden mitgeliefert. Jeder Clip besteht aus zwei Teilen: Der längere Teil wird über die Halterung am Transmitter geschoben, der zweite Teil ist der Magnet und wird dann auf der anderen Seite der Kleidung angebracht und hält den Transmitter an Ort und Stelle. Man kann den MagClip Go auch verwenden, um den Transmitter zum Beispiel an beliebigen Stellen innerhalb einer Kulisse zu positionieren.

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Flexibler Anschluss

Über die mitgelieferten Kabel lässt sich das Rode Wireless Pro System mit nahezu allen am Markt befindlichen Kameras und Smartphones verwenden. Egal ob Miniklinken TRS-Eingang, Lightning oder USB-C, das Rode Wireless Pro System kommuniziert mit iPhones, Android Smart Phones, iPads,  den meisten Videokameras und Spiegelreflexkameras und natürlich auch dem Computer. Mit dem kurzen USB-C zu Lightning oder USB-C zu USB-C Kabel wird der Transmitter mit Kamera oder Smartphone verbunden. Das längere USB-C zu USB-C Kabel ist für die Verbindung des Lade-Case mit dem Computer gedacht.

Rode Wireless Pro Smart Phone Recording

Rode Wireless Pro Smart Phone Recording

Bis auf ein USB-C auf USB-A Kabel, das ich etwas vermisst habe, lässt das Set keine Wünsche übrig. Für fast alle Anwendungsfälle ist also ein passendes Kabel dabei.

Rode Wireless Pro mit DLSR Kamera

Rode Wireless Pro mit DLSR Kamera

Flexibel einsetzbar

Das Rode Wireless Pro System ist mehr als nur ein Receiver mit zwei Transmittern. Natürlich lassen sich damit zwei Signale von zwei Sprechern aufzeichnen. Diese können gemischt oder getrennt voneinander aufgezeichnet werden. Jedes Signal nutzt dann eine der beiden Spuren der Stereodatei. Der Merged Mode und der Split Mode können direkt am Receiver gewählt werden oder aber in der App Rode Central.

Ein dritter Modus ist der Safety Channel Mode, der auf einer Spur das gemischte Signal beider Transmitter aufzeichnet und auf der zweiten Spur eine um 10 dB im Pegel verringerte Variante. Dies soll verhindern, dass bei sehr lauten Signalen oder hohen Pegelsprüngen die Aufnahme später nur eine verzerrte Aufnahme zur Verfügung steht.

Rode Central Transmitter Modes

Rode Central Transmitter Modes

Receiver Bedienung

Alle wichtigen Funktionen werden auf dem Display des Receivers dargestellt. Die Navigation und Veränderung von Parametern erfolgt über zwei kleine Tasten an dessen Unterseite. Zum Umschalten des Recording Modes müssen beide Tasten gleichzeitig gedrückt werden, während beide Transmitter eingeschaltet sind.

Receiver Ein- und Ausgang

Der Miniklinken-Ausgang des Receivers ist genau genommen auch gleichzeitig ein Eingang. Hier kann entweder ein Kopfhörer zur Signalkontrolle angeschlossen oder Ausgang als Recording Out für Kameras genutzt werden. Aufgrund seiner TRRS-Belegung ist dieser Anschluss gleichzeitig ein Eingang für ein Lavaliermikrofon oder Headset. Dessen Signal kann über die USB-C Buchse aufgezeichnet werden.

Es ist also sogar möglich, bis zu drei Signale aufzuzeichnen, wenn wir die Signale der beiden Sender auf dem linken Kanal aufnehmen und das Signal des Headsets oder Lavaliermikrofons am Receiver auf dem rechten Kanal. Arbeitet man nur mit einem Transmitter, könnte man dessen Signal auf dem linken Kanal aufnehmen und zum Beispiel einen Kommentar des Kameramanns oder Regisseurs auf dem rechten Kanal. Auch die Arbeit nur mit dem Receiver ist möglich, wenn man dort ein Mikrofon angeschlossen hat.

Rode Wireless Pro Transmitter Modes

Rode Wireless Pro Transmitter Modes

Um angeschlossene Kameras oder den Kopfhörer mit dem richtigen Pegel zu versorgen, gibt es mehrere Gain Modes. Im Manual Mode lässt sich der Ausgangspegel manuell in dB einstellen und wird im Display dargestellt. Im Camera Preset Mode lässt sich ein in Rode Central geladenes Kamera-Preset aufrufen. Headphones ist für den Kopfhörerpegel zuständig, Headset für den Pegel des Headset-Kopfhörers. Gleichzeitig lässt dieser Modus die Aufnahme des Headset-Mikrofons zu.

Gain Assist und Input Gain

Die Mikrofonvorverstärkung für die beiden Transmitter kann entweder automatisch erfolgen oder manuell. Im Gain Assist Modus stehen zwei Möglichkeiten zur Auswahl: Auto und Dynamic. Im Auto-Modus wird die Verstärkung passend zum jeweiligen Eingangssignal gewählt, während im Dynamic Modus die Originaldynamik so gut es geht erhalten bleibt. Für Signale mit großen Pegelunterschieden bietet sich der Auto Modus an, während im Pegel gleichmäßige Signale vom Dynamic Modus profitieren. Im Manual Mode kann das Input Gain von Hand eingestellt werden. Das Display zeigt dann den Pegel in dB an.

Direktaufnahme mit 32 Bit Float

Das Signal wird nicht nur einfach an den Transmitter geschickt und von dort aus weiter zu einem Aufnahmegerät oder einer Kamera, sondern kann parallel direkt mit den Transmittern aufgezeichnet werden. Das schafft nicht nur ein zusätzliches Sicherheitsnetz, sondern ermöglicht auch das ausschließliche Arbeiten mit den Transmittern, wenn das Signal nicht direkt auf die Tonspur der Kamera aufgezeichnet werden soll.

Durch das 32 Bit Floating Point Format der Transmitter-Aufnahme ist es so gut wie unmöglich, diese Aufnahme zu übersteuern. Gain Assist oder Input Gain sind deshalb nicht erforderlich und wirken nur auf die Aufnahme über den Receiver. Mit den beiden Transmittern ist je eine Aufnahmezeit von über 40 Stunden möglich.

Eigentlich besteht überhaupt kein Grund, diese Recording-Funktion nicht immer zu nutzen, denn so gibt es in jedem Fall immer ein sauberes Signal unabhängig von dem Signal, das die Kamera über den Receiver erhält. Der Transmitter hat für die Aufnahme sogar einen optionalen Always Mode, der aufzeichnet, sobald der Transmitter eingeschaltet wird. Nie wieder vergessen auf Aufnahme zu drücken! Im Manual Mode startet die Aufnahme erst auf Knopfdruck.

Die Aufnahme lässt sich sogar vom Receiver aus starten und stoppen. Außerdem lassen sich Marker setzen.

Dateiübertragung beim Rode Wireless Pro

Die Dateien können entweder übertragen werden, indem man die Transmitter in die Ladeschale setzt und die Ladeschale mit dem beiliegenden USB-C Kabel mit dem Computer verbindet, dort den Transmitter-Speicher als Laufwerk anmeldet und dann die Dateien kopiert oder über Rode Central. Wählt man die Direktübertragung, werden die Daten im 32 Bit Float WAV-Format übertragen. Geht man den Weg über Rode Central, lässt sich das Ausgangsformat flexibel einstellen. In Rode Central ist sogar möglich, nur einen markierten Bereich der Aufnahme zu exportieren. Sehr sinnvoll, wenn es mehrere Takes innerhalb einer Datei gibt.

Die meisten Schnittprogramme und DAWs sind in der Lage, das 32 Bit Float-Format zu lesen und zu verarbeiten. Es gibt also kaum einen Grund, Aufnahmen nicht in diesem Format zu speichern und zu übertragen. Wählt man für den Export hingegen 24 Bit aus, werden alle 32 Bit Float-Aufnahmen automatisch normalisiert.

Timecode

Das Synchronisieren von Audio zu Video lässt sich sehr komfortabel über einen Timecode bewerkstelligen. Zu diesem Zweck ist ein Timecode-Generator für SMPTE Timecode mit LTC Encoding integriert. Der Timecode wird als Audiosignal an die Kamera geschickt. Sollte diese mit dem Timecode nicht umgehen können, nimmt man ihn einfach direkt als Audiosignal mit dem Bildmaterial auf. Parallel sendet der Receiver den SMPTE Timecode an die Transmitter, die diesen ihrerseits in die 32 Bit Float-Aufnahmen integrieren. So lässt sich später im Videoschnittprogramm alles auf einfache Art und Weise zusammenfügen.

Rode Central Timecode Modes

Rode Central Timecode Modes

Damit das alles funktioniert, muss erst einmal der Timecode aktiviert werden. Dies geschieht über die App Rode Central. Dort lässt sich nach dem Aktivieren auch die Framerate in Frames per Second (fps) einstellen. Die Framerate von Timecode und Videoaufzeichnung müssen übereinstimmen oder die Videoaufzeichnung muss mit der doppelten Framerate erfolgen. Nimmt man zum Beispiel mit einem iPhone in 4K und 60 fps auf, muss die Framerate des Timecodes 30 fps betragen.

Natürlich hat Rode auch für den Timecode ein Sicherheitsnetz eingebaut: Reißt die Verbindung zwischen Receiver und den Transmittern ab, schreiben die Transmitter ihren Timecode trotzdem weiterhin in die Audiodatei. Sobald sich alle Beteiligten wieder in Reichweite befinden, synchronisieren sich die Transmitter neu.

Timecode Modes, Timecode Master und Jam Sync

Es gibt insgesamt fünf verschiedene Timecode Modes in Zusammenhang mit den verschiedenen Modes für die Übertragung und Aufzeichnung der Transmitter/Receiver-Signale (Merged, Split). Diese alle hier aufzuführen und zu erklären, würde den Rahmen des Testberichts deutlich sprengen. Ich verweise deshalb hier auf das sehr gut gemachte Online Handbuch von Rode. Zu erwähnen wäre noch, dass der Wireless Pro Receiver auch als Timecode Generator für mehrere Kameras oder andere Devices dienen kann – inklusive Jam Sync: In diesem Fall wird über die 3,5 mm TRRS-Buchse und die USB-Buchse nur Timecode ausgegeben und an Geräte geleitet, die diesen interpretieren können. Verbindet man die Kameras nur kurzzeitig mit dem Wireless Pro Receiver und synchronisiert ihren Timecode mit dem des Receivers, laufen diese über weite Strecken (Rode spricht von bis zu vier Stunden) halbwegs synchron. Dieses Vorgehen wird als Jam Sync bezeichnet.

Rode hat für die wichtigsten Kameras die Bedienschritte zur Timecode-Kopplung im oben verlinkten User Guide aufgeführt.

Rode Wireless Pro mit professioneller Videokamera

Rode Wireless Pro mit professioneller Videokamera

Rode Central App für Windows und Mac

Die einfachste Möglichkeit, das Rode Wireless Pro zu konfigurieren, ist die App Rode Central. Sie ist für Windows und Mac auf der Rode Internetseite zu finden, für iOS und Android in den jeweiligen App Stores. Manche Konfigurationen wie zum Beispiel die Einstellungen für den Timecode, lassen sich nur damit erledigen. Es ist deshalb sinnvoll, diese App in jedem Fall herunterzuladen. Es kann nicht schaden, sie auf dem Smartphone, das man ohnehin immer dabei hat, zu installieren. Auch für Firmware-Updates wird Rode Central benötigt.

Rode Central Settings

Rode Central Settings

Rode Wireless Pro Recordings in Rode Central

Rode Wireless Pro Recordings in Rode Central mit Export

Dateien lassen sich aus Rode Central heraus nicht nur in verschiedenen Formaten exportieren, sondern auch gleich ein passender Ausschnitt für den Export wählen.

Rode Wireless Pro Recordings Editing in Rode Central

Rode Wireless Pro Recordings Editing in Rode Central

Praxiseinsatz des Rode Wireless Pro

Das System ist nach dem Auspacken sofort einsatzbereit und die Grundfunktionen sind selbsterklärend. Transmitter und Empfänger aus dem Lade-Case nehmen, Receiver mit der Kamera verkabeln, einschalten, Synchronisation abwarten, fertig. Die interne Aufnahme startet nach einem kurzen Tastendruck auf den oberen Transmitter Button und wird durch eine rot leuchtende LED signalisiert. Genauso wird die Aufnahme auch wieder stoppt.

Rode Wireless Pro Receiver und Transmitter werden geladen

Rode Wireless Pro Receiver und Transmitter werden in der Ladeschale aufgeladen

Soll das Mikrofon für Kameraaufnahmen unsichtbar sein, verwendet man einfach die beiliegenden Lavaliermikrofone und verkabelt sie mit dem Transmitter. Die Klangqualität ist sehr gut, ebenso die Stabilität der Übertragung. Ich habe hier im Haus mehrere WLAN-Netzwerke laufen inklusive Mesh-Repeater und fast alle Geräte im Haushalt sind ständig damit verbunden. Es kam auf keiner Seite zu Störungen – weder wurde das Netzwerk vom Rode Wireless Pro gestört noch die Verbindung des Rode Wireless Pro durch das Netzwerk.

Rode Wireless PRO
Rode Wireless PRO
Kundenbewertung:
(12)

Die App und das einfache Handling durch die Verbindung des Lade-Case mit dem Computer sind der Hit. Bei meinem Rode Wireless Go System ärgert mich das ständige Ankabeln zum Laden des Akkus. Beim Rode Wireless Pro verstaut man die drei Komponenten nach dem Einsatz einfach wieder im Lade-Case, wo sie im Optimalfall auch direkt wieder geladen werden. Möchte ich die Daten übertragen, verbinde ich einfach das Case mit dem Computer und schon werden in der App alle drei Geräte angemeldet, können konfiguriert werden und die Daten auf den Computer übertragen.

Rode Wireless Pro Lavalier Mikrofon im Einsatz

Rode Wireless Pro Lavalier Mikrofon im Einsatz bei einem Videodreh

Die Arbeit mit den 32 Bit Float Recordings läuft mit Blackmagic Design DaVinci Resolve problemlos. Auch Ableton Live und das kostenlose Audacity wissen mit den Daten etwas anzufangen. Logic Pro hat die Dateien ebenfalls geöffnet und ordnungsgemäß abgespielt. Gerade für das Location Recording oder die schnelle Produktion von Social Media Videos ist das Rode Wireless Pro mit 32 Bit Float Recording ein Segen.

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Fazit

Das Rode Wireless Pro System hat mich wirklich begeistert. Schon seit längerer Zeit nutze ich das alte Rode Wireless Go System mit einem zusätzlichen Rode Lavalier Go für Online-Musikunterricht und auch für das Erstellen von YouTube Videos. Wenn ich bedenke, wie viele Komponenten im Rode Wireless Pro Bundle enthalten sind und was ich für das Rode Wireless Go und das Lavalier-Mikrofon bezahlt habe, ist eigentlich klar, welches System man sich anschaffen sollte. Zwar lassen sich viele Features auch im günstigeren Rode Wireless Go II System finden, inklusive der internen Recording-Funktion, doch muss man auf so tolle Dinge wie Timecode, 32 Bit Float Recording, das Lade-Case mit eigenem Akku, die zwei hochwertigen mitgelieferten Lavalier-Mikrofone und so weiter verzichten. Das macht eigentlich die Entscheidung leicht. Für einen Gesamtpreis von 489,- Euro ist das Rode Wireless Pro Funksystem geradezu ein Schnäppchen.

Plus

  • Qualität
  • 32 Bit Float Recordings
  • umfangreiches Zubehör
  • Ladeschale mit eigenem Akku
  • Timecode Generator
  • Preis

Preis

  • 489,- Euro
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Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    TomH

    Sehr schöner Test und gut nachvollziehbar für jemanden der ein Wireless Go II und das Lav II hat.
    Ja ich denke auch, dass der Preis für das Set sehr gut ist.

    Ich hatte Wireless Go II mir 2022 gekauft, da ich es bei einer Bekannten in ihren YouTube Video erkannt habe und der Ton wirklich gut war.

    Bei meinen Spielereien habe ich eine Schwachstelle des Wireless Go II entdeckt.
    Trotz der Absicherung mit dem Rode Support, dass das Wireless GO II auch die Spannungsversorgung für ein DPA 4080-DC-D-B00 bereitstellt, stellte sich beim Test leider raus, das DPA ist nicht verwendbar mit einem entsprechenden Adapter für 3,5 mm Klinke. Der Ton „Zwitschert“ durch einstreuengen wohl der Spannungserzeugung im Sender. Mit einem Sennheiser EW-D Sender geht aber reibungslos.
    Somit ist die Rode Lösung mit eigenen Rode Mics zu empfehlen, bei anderen muss man probieren mit keiner Funktionsgarantie.

  2. Profilbild
    Markus Galla RED

    Das klingt nach einem Adapterproblem. DPA stellt viele verschiedene Adapter für den Anschluss an Sender bereit und empfiehlt auch ausschließlich die Verwendung der eigenen Adapter. Jeder Senderhersteller kocht nämlich sein eigenes Süppchen. Das Mic benötigt min. 5V und die stellt das Wireless Pro auch zur Verfügung. Prinzipiell sollte das also funktionieren. Selbst das günstige Wireless Go ist bei Profifilmern sehr beliebt als Alternative zu Sennheiser, weil es kleiner und unkompliziert ist. Vermutlich hätte man da schon was gehört, wenn bestimmte Mics Probleme bereiten. Aber ausschließen kann man das natürlich nie. Du könntest nur mal den Kameraausgang messen, wenn der funktioniert und dann den vom Rode und vergleichen.

    • Profilbild
      TomH

      @Markus Galla Ja, DPA ist eine Wissenschaft für sich, deshalb vielleicht auch MIC University. 😅
      http://www.....ransmitter
      Ich nutze den Sennheiser Adapter von DPA. DAD6034
      Die Antwort vom Rode Support war:
      „Thanks for getting in contact, and thanks for supporting RØDE.
      Good question, the Wireless GO II transmitters provides 2.5v-5v of power to connected microphones/Lavalieres.“

      Liegt also am unteren Ende, sollte aber gehen. Geht aber leider nicht. Wäre schön gewesen eines der wenigen Lav mit Nieren Charakteristik auch mit dem Wireless GO II nutzen zu können.

      Bin allerdings auch so zufrieden mit dem LAV II, es war halt ein Experiment das am Ende nicht geklappt hat.

  3. Profilbild
    TobyB RED

    Deckt sich mit meinen Erfahrungen mit Rode Wireless Pro. Ich hatte mir die gekauft, damit ich meine Jobys als Backup nehmen kann und nicht immer das Tascam DR 60 mitschleppen muss. Timecode ist schon eine feines Feature, das nimmt einem das Rumgestocher ab. In Verbindung mit iPhone würde ich das Rode Wireless Pro als NonPlusUltra bezeichnen. Tipp von mir damit die Empfangseinheit nicht so rumfliegt, wenn man einen Gimbal einsetzt, Klettverschluss auf beide Seiten.

    • Profilbild
      Spud

      @TobyB Ich hab ein DJI Om4. Damit wird das nicht gehen. Welches Gimbal benutzen Sie?

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