Test: Keeley ME-8 Multi Echo, Effektpedal für Gitarre

30. Juli 2016

Echos und mehr

Die handgefertigten Effekte von Robert Keeley besitzen in der Szene einen sehr guten Ruf. Und das nicht ohne Grund, denn sowohl Hardware als auch Sound können in aller Regel überzeugen. Und wenn es um den eigenen Sound geht, dann wirken auch die aufgerufenen Preise der kleinen Kistchen aus Oklahoma City plötzlich gar nicht mehr so astronomisch teuer. Das Angebot von Keeley ist riesig und wächst kontinuierlich weiter. Nahezu jeder Bereich, egal ob nun Modulationseffekte wie Chorus, Flanger oder Phaser, Raumeffekte wie Hall und Echo, oder Ovedrive- und Fuzztypen, wird ausreichend bedient und bietet zudem etliche Alternativen.

Gleich drei Effekte, nämlich Echos, Hallräume und den hauseigenen Dopplungseffekt „ADT“, bietet unser heutiger Testkandidat, der die Bezeichnung Keeley ME-8 Multi Echo trägt und zu den jüngsten Entwicklungen aus der Hand von Robert Keeley und seinem Team zählt.

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— Keeley ME-8 Multi Echo —

Facts & Features

Einen Designerpreis dürfte das Keeley ME-8 Multi Echo vermutlich nicht gewinnen, denn im Gegensatz zu den oft schrill designten Brüdern und Schwestern aus der Klasse der Boutiquepedale geht es hier eher nüchtern zu. Das silberlackierte Stahlblechgehäuse ist recht kompakt ausgefallen, lediglich 112 x 68 x 51 mm betragen die Maße des rund 270 Gramm schweren Pedals. Das Keeley ME-8 Multi Echo verfügt über acht Grundsounds, deren Bezeichnungen samt der steuerbaren Parameter auf der Unterseite aufgedruckt wurden.

Bottom

— Abnehmbare Unterseite mit Tabelle der acht Presets —

Der Deckel lässt sich abnehmen, um das Pedal auch mit einem 9-Volt-Block betreiben zu können. Der Anschluss für das Netzteil sitzt hingegen an der Stirnseite, ein entsprechender Netzadapter befindet sich aber nicht im Lieferumfang. Auch hier tut es, wie mittlerweile üblich in der Effektbranche, ein Adapter im IBZ/BOSS Format. Die Ein- bzw. Ausgangsbuchse sitzt an der Gehäuseseite, wie üblich erwacht auch das Keeley ME-8 Multi Echo nach Einstecken des Kabels in die Input-Buchse. Signalisiert wird dies durch eine blaue LED, deren Leuchtkraft nicht zu intensiv ist – damit ein Einstellen auch bei dunkler Umgebung nicht zum Blindflug wird.

Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    Tista

    Hi, ich besitze das Gerät und kann die Kritik am wackligen Programmschalter bestätigen. Von der Seite betrachtet steht er geradezu schief neben den anderen Reglern. Wenn man ihn dreht, eiert er so rum und man mag nicht dran glauben, dass das viele Jahre halten soll. Ehrlich gesagt, dachte ich es handelt sich um einen Mangel, den ich, zusammen mit der pickligen Lackierung, meinem Dealer meldete. Er gab mir einen dicken Rabatt, so dass ich es behielt.

    Alles was Stefan gutes über das Keeley ME-8 schreibt, bestätige ich aber auch:-). Im Gegensatz zu meinen vorherigen Delays von Earthquaker, Boss, Wampler ist das Keeley praktisch fast rauschfrei. Auch vor dem Amp. Ich schätze dies sehr.

    Das Gerät bietet eigentlich alle gebräuchlichen Delays, die so in Pop und Rock eingesetzt werden. Slapback, Pink Floyd, U2 etc., alles überzeugend einstellbar. Die Klangfarbe würde ich eher als hell, „Hi-Fidelity“, bezeichnen. Außergewöhnliche Echo-Sounds findet man nicht. Richtig dunkle auch nicht.

    Die Reverbs können nach vielen Vergleichen nicht gegen mein Neunaber Mono anstinken. Ok, vielleicht bei RockaBilly ;-) Der Auto-Doubler ist eine Klasse-Chorus-Alternative, vor allem in der Vintage-Version.

    Beste Grüße Tista

    • Profilbild
      Stephan Güte  RED

      Hi tista,

      das mit den Programmwahlpotis zieht sich momentan wie ein roter Faden durch die Keeley Produkte .. auch die neuen Workstations haben dieses Symptom – Regler auf Platine (aus Kostengründen). Robert K. sollte aufpassen, dass er sich seinen guten Ruf nicht ruiniert …

      Beste Grüße zurück :)

      Stephan

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