Test: Line6 Spider II 30

3. Metal Kanal:

Kommen wir also zu den Stärken des gar nicht so kleinen Kastens. Dual Rectifier steht im Handbuch und ja, das Modell ist durchaus gelungen, charakterliche Anlehnungen ans Vorbild sind absolut wahrzunehmen. Von natur aus eher scoopy ausgelegt weiß dieser Kanal bei Gain auf 12 Uhr sehr zu gefallen. Er liefert einem dann ein schönes, sattes HiGain Brett, ohne zu sehr zu matschen. Von Mittelstellung der Klangregler aus kann man nun durch vorsichtiges Drehen in beide Richtungen eine weite Palette Sounds abdecken – von extrem aggressiv über sattes Mittenbrett zu einem dann doch etwas matschigen bassbetonten Sound. Links der Mittelstellung hat der Drive-Poti auf einmal wirklich brauchbare Crunch Sounds zu bieten – Spätestens jetzt wirds schade, dass man pro Model nur einen Kanal zur Verfügung hat. Der Gain Boost bewirkt nicht mehr viel, raut den Sound aber noch etwas an – kann man rein tun, muss man aber nicht.

4. Insane Kanal:

Gain, Gain, Gain und nichts als Gain. Doch, da ist noch was – Höhen ohne Ende, endlich einmal aber wirklich gut regulierbar über das Treble Poti. Der Drive Regler überlässt einem die Wahl zwischen viel zu dünnem (weil Treble only) „Crunch“, zu dünnem (weil immer noch kein Bass) HiGain und einer dicken Wand aus Non-Plus-Ultra-HiGain. Scoopy: Ja. Schönfärbung: 100%. Pinch Harmonics: Ohhh ja. Dynamik: Ach komm, als ob… Es wird einfach alles gnadenlos glatt gebügelt, aber es hat auch wirklich einen gewissen Reiz. Und da man mit einer 30 Watt Transistorendstufe an nem einzelnen 12″ Speaker wohl eher weniger versucht, mit einer ganzen Band zusammen zu spielen, muss man auf Schnickschnack wie Durchsetzungskraft oder Definition auch mal verzichten können. Gain Boost aktiviert, Drive auf Rechtsanschlag und man kann bei etwa Fernsehlautstärke anfangen, mit Feedback zu spielen – Au weia…

-- Spider II 30 Rear --

— Spider II 30 Rear —

Effekte

1. Chorus Flange:

Hätte Chorus nicht gereicht? Wie alle anderen Effekte auch hat dieser Mix aus Chorus und Flanger 1/3 des Reglerwegs eines Potis als einzige Regelmöglichkeit abbekommen. Bei steigender Intensität erhöht sich auch das Tempo. Beides lässt sich nur schwer regulieren, nimmt ziemlich schnell überhand und wird so eigentlich unbrauchbar – außer vielleicht für den ein oder anderen „verrückten“ Sound.

2. Phaser:

Hier reguliert man mit dem Drittel an Potiweg nur das Tempo des Effekts – die Intensität des Phasers ist fest. Abgesehen davon, dass es nicht besonders gut klingt ist es also auch von den Einstellmöglichkeiten her recht unbrauchbar.

Klangbeispiele
Forum
  1. Avatar
    AMAZONA Archiv

    ja man, der Verstärker geht voll ab!!! Der spezielle Insane-mod ist übrigens besonders gut um schnelle hammers, tapps und pulls zu lernen.

  2. Avatar
    AMAZONA Archiv

    Also, ich hab mir so´n Line 6 Spider mit 50 W ge-ebayt. Der Sound war mir viel zu spitz und schrill. Hab einen 12 er Goodmans Speaker eingebaut – jetzt klingt das Ding richtig gut und lässt sogar Country-Riffs gut klingen – sehr zufrieden!!!

    albér von WESTERN-TRAIL

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