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Test: Mackie Control Universal

Mackie Control

Die Mackie Control dient quasi als „Hauptsteuerzentrale“ für ein Softwarestudio, sie bietet eine Transportsektion (Start, Stop, FF, Rew und Rec) nebst Jog-Wheel, neun Motorfader zum Steuern von Kanälen oder Plugin-Parametern und acht Drehpotis, ebenfalls zum editieren. Hinzu kommen noch etliche Taster mit denen man verschiedenste Funktionen fernsteuern kann.

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Den Fader zugeordnet sind für jeden Kanal auch die Funktionen Select (zur Auswahl eines bestimmten Kanals), Mute, Solo und Record (zum Scharfschalten der Spur).

Natürlich kann man mit einer Control weitaus mehr als nur acht Kanäle steuern. (Der neunte Fader ist stets fest dem Masterausgang zugeordnet) Man kann nämlich Bank oder Channel-weise durch das eigene virtuelle Mischpult steppen. Die MCU zeigt im Display stets an, welche Instrumente den jeweiligen Kanälen zugeordnet sind.

Mithilfe der Assignment-Taster legt man fest welche Funktion die acht Potis übernehmen. Standardmäßig sind diese Potis mit dem Regeln des Panoramas der einzelnen Kanäle belegt. Darüber hinaus können praktisch alle in Logic und zusätzlichen PlugIns vorkommenden Parameter damit editiert werden

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Im Einzelnen zur Verfügung stehen: Track (steuert die Lautstärke), Send, Panorama, Plugin (zum editieren selbiger), EQ und Instrument (funktioniert natürlich nur in Instrumenten-Kanälen).

Bearbeitet man z.B. einen EQ mit mehr als 8 Parametern, so kann man mit den Cursor-Tasten weiterblättern. Rechts oben in der Anzeige steht dann immer, wie viele Seiten bzw. Parameter zur Verfügung stehen und wo man sich gerade befindet. Dann bedeutet die Anzeige „2/4“ zum Beispiel, dass vier Seiten (à acht Parameter) zur Verfügung stehen und wir uns aktuell auf Seite „2“ befinden.

Interessant fand ich bei meinem Setup, dass Logic die Bänder, bzw. die Parameter des EQ über beide Control-Einheiten verteilte. Das heißt in diesem Beispiel konkret die Mackie Control zeigte die beiden ersten Bänder des Logic Channel-EQ an während die C4 die restlichen sechs Bänder zur Bearbeitung bereitstellte. Dadurch hat man noch mehr Parameter im Überblick. Allerdings sollte man beide Geräte direkt nebeneinander platzieren um den Überblick zu bewahren.

Stets kann man auch mit Hilfe der Flip-Taste die Steuerung der Parameter auf die Fader legen, die höher aufgelöst sind als die Potis und so ein feineres einstellen erlauben.

Möchte man mit der Mackie Control mischen so kann man zwischen verschiedenen Ansichten wählen. Zum Beispiel man lässt sich die Spuren auf der Control so anzeigen wie man sie etwa in Logic´s Arrange-Fenster angeordnet hat. Das ist wohl der sinnvollste und häufigste Fall. Man kann sich aber auch, per Knopfdruck auf der Control, z.B. alle Midi-Kanäle oder alle Audiospuren anzeigen lassen.

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Weiterhin kann man die Tasten F1 bis F8 frei belegen um etwa Screenshots umzuschalten. Save, Undo, Cancel oder Edit sind neben der Auswahl der gewünschten Automationsart (Latch, Touch….) weitere steuerbare Parameter.

Mackie C4

Wie bereits erwähnt ist die C4 als Erweiterung zur Mackie Control gedacht und ergänzt diese konzeptionell. Nichtsdestotrotz lässt sie sich auch alleine nutzen, etwa zum programmieren von Synthesizersounds.

Angeordnet sind die 32 Endlos-Potis in vier Reihen à acht Reglern. Jedes Poti besitzt ein gut lesbares Display, das den aktuell gewählten Parameter anzeigt, bzw. den Wert an dem man gerade schraubt, etwa die Panorama-Position. Möchte man den oben beschrieben Effekt, dass sich die Parameter eines Plugins auf beide Controller verteilen, umgehen, so muss man die C4 als eigenständigen Controller in Logic definieren. Dies geschieht indem man die C4 im Oberflächenmenü von Logic unter der Mackie Control platziert.

Modus 1

Modus 1

Für mich war der zweite Modus der angenehmere, die C4 hat genügend Potis um selbst komplexe Synths zu programmieren und man muss nicht zwischen zwei Geräten hin und her springen.

Auch bei der C4 gibt es mehrere Druckknöpfe die den Potis verschiedene Funktionen zuweisen. So etwa der Channel-Strip-Modus der alle Parameter eines Kanals darstellt oder „Function“ der sämtliche Logic Werkzeuge über die Potis abrufbar macht.

Modus 2

Modus 2

Einarbeitung

Eines ist die Mackie Control ganz sicher nicht, selbst erklärend.

Klar die Grundfunktionen Start, Stop usw. begreift man intuitiv. Wenn man tiefer einsteigen und mehr und mehr Funktionen auf die Control auslagern möchte, so sollte man getrost mal ins Handbuch schauen, es lohnt sich. Man arbeitet nach kurzer Zeit wesentlich flotter und möchte schon nach kurzer Zeit nicht mehr ohne. Gerade die einfachsten Funktionen wie die Transportsteuerung erledigt man schnell und intuitiv mit der Control und nicht mehr mit der Maus. Bei anderen Funktionen dauert es länger aber nach und nach wird es zur Routine und geht deutlich schneller von der Hand.

Was mir allerdings fehlt ist die Möglichkeit die Lautstärke (der Abhöre) zu steuern oder zwischen verschiedene Monitorboxen hin und herzuschalten. Dafür bietet Mackie bekanntlich den Big Knob an der genau dies anbietet. Schade, würde man dies in die Mackie Control integrieren hätte man ein Gerät weniger auf dem Schreibtisch. Umso verwunderlicher als der Vorgänger der Mackie Control die Mackie HUI genau diese Features vereinte.

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Fazit

Alles in allem sind jedoch beide Einheiten eine willkommene Bereicherung im reinen Software-Studio. Sie sind ein deutlicher Schritt zurück zur verlorenen gegangenen Ergonomie analoger Arbeitsplätze. Die Integration und Bedienfreundlichkeit ist vorbildlich, schön auch das die Funktionalität der Geräte komplett von der verwendeten Software abhängt und sie quasi kein Eigenleben besitzen. So können die Softwarehersteller neue Funktionen stets auch für die Mackie Control zugänglich machen. Wer mit einem zur Mackie Control kompatiblen Programme arbeitet für den könnte sich ein genaueres antesten lohnen auch wenn der Preis für „ein paar Fader und Knöpfe“ zunächst hoch erscheinen mag relativiert sich das schnell durch den hinzugewonnen Komfort.

Plus

  • Ergonomie Zugewinn
  • Verarbeitung
  • Kaskadierbarkeit

Minus

  • Keine Audio-Funktionen
  • kein USB

Preis

  • Straßenpreis: 995 €
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Forum
  1. Avatar
    AMAZONA Archiv

    Ich habe vor mir die Logic Control beim großen online Auktionshaus zu ersteigern. jedoch finde ich im www. keinerlei Informationen wie man sie für andere Audio Aplikationen wie Reasin, Cubase SX etc. umflashen kann.

    Ist ein umflashender frimware nötig! Oder muss man in dem benutzen Programm enfach nur die Mackie HUI anwählen?

    Habe in vielen Foren nachgelesen, aber nichts gedunden.

    Danke

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