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Test: Waldorf Quantum MK2 (2023) V 3.0, Synthesizer

Der Quantum mit neuen Features und polyphonem Aftertouch

21. Juli 2023

Vorwort der Redaktion: Nachdem der vorliegende Testbericht von Michael Heublein viele kritische Stimmen über die Kommentarfunktion erhielt, baten wir den Autor, auf die Kritik einzugehen und seinen Beitrag zu überarbeiten. Außerdem hat Tyrell einige persönliche Aspekte aus eigenen Erfahrungen hinzugefügt. Hier nun die überarbeitete Fassung.

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Waldorf hat seinem Boliden Waldorf Quantum einen Nachfolger spendiert, die MK2 Version. Ich hatte eines der ersten Exemplare hier im Studio. Zum Vorgänger gibt es gleich ZWEI ausführliche Testberichte von meinem Kollegen Bernd Kistenmacher:

Da sich am MK2 nur wenig gegenüber dem ersten Quantum verändert hat, behalten diese beiden Testberichte nach wie vor ihre Gültigkeit. Mein Beitrag ist somit nur eine Ergänzung zu den bestehenden Testberichten und konzentriert sich auf Neuerungen und meinen persönlichen Eindruck.

Konzept des Waldorf Quantum MK2

Im Jahr 2018 wurde der erste Waldorf Quantum vorgestellt, ein Synthesizer, der mit seinen vielseitigen Klangerzeugungen nur wenig Wettbewerber hat, die ähnliches bieten können. Der Waldorf Quantum MKII kombiniert klassische subtraktive Synthese, Wavetables, Granularsynthese, FM-Synthese und Resonator-basiertes Sampling. Die fünf verschiedenen Syntheseformen können alle kombiniert und mit analogen oder digitalen Filtern nachgewürzt werden. Mit dem Nachfolger hält Waldorf an der hybriden Klangerzeugung des Vorgängers fest, ergänzt diese aber durch einige neue Soft- und Hardware-Features. Das aktuelle Betriebssystem 3.0 wurde entsprechend erweitert. Erfreulich: Besitzer des Quantum MK 1 können von der neuen Firmware durch ein Update ebenfalls profitieren.

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Waldorf Quantum MK2
Waldorf Quantum MK2
Kundenbewertung:
(1)

Neuerungen Waldorf Quantum MK2

Der Waldorf Quantum MK 2 verfügt nun über einen üppigen Sample-Speicher von insgesamt 59 GB. Dieser kann u. a. mit Hilfe der Software SampleRobot von Skylive mit Samples befüllt werden. Die Software stellt nicht nur die Samples bereit, sondern auch die für den Quantum oder Iridium benötigten „MAP“-Daten.

Bitte seht euch dazu auch unseren Workshop an, der auf die Zusammenarbeit zwischen Sample-Robot und Waldorf Quantum/Iridium eingeht:

Sampling-Workshop Sample Robot 6.6 und Waldorf Iridium

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Waldorf Quantum und Samplerobot 6.6

Workshop: Arbeiten mit Samplerobot 6.6

Endlich hat auch der Quantum Synthesizer eine Tastatur mit polyphonem Aftertouch erhalten, die wir bereits aus dem Waldorf Iridium Keyboard kennen. Auch das Touch-Display aus Glas hat ein Update erhalten und verfügt nun mit Optical-Bonding über eine neue Verklebetechnik. Dadurch verbessert sich die Lesbarkeit und störende Reflektionen werden reduziert. Die Bildqualität war vorher schon gut, aber gerade bei den ersten Modellen kam es zu Aussetzern der Touch-Oberfläche, weil zwischen den Folien Luft eindringen konnte, dies scheint nun der Vergangenheit anzugehören.

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Waldorf Quantum MK2 im Studio

Das Design des Quantum MK2 erhielt ein Refreshing und präsentiert sich nun mit blauen Akzenten. Sonst hat sich an Gehäuse und Aufbau aber nicht geändert.

Kurz zum angekündigten Software-Update 3.0: Man müsste meinen, dass es bei einem Versions-Update mit der Bezeichnung 3.0 jede Menge neuer Features gibt, aber Waldorf hält sich bislang mit einer detaillierten Feature-Liste sehr bedeckt. Auf direkte Anfrage für unseren Beitrag, hat man unsere Bitte nach einer Feature-Liste der Neuheiten aber erhört. Hier die wichtigsten Neuerungen der kommenden Version 3.0:

– Erhöhung der maximalen Schrittanzahl von 32 auf 64 beim Sequencer
– 8 zusätzliche rein digitale Stimmen wurden hinzugefügt, um die Polyphonie auf 16 Stimmen zu erhöhen.
– Das Quantum Gain-Staging wurde an die neue erhöhte Polyphonie von 16 Stimmen angepasst
– Erhöhung der maximalen Samples pro Round-Robin-Zone von 8 auf 128
– neue Mod-Matrix-Presets
– Bei den Effekten ist Tremolo hinzugefügt worden
– neue Effekt-Routing-Algorithmen

Die V 3.0 soll demnächst erhältlich sein und macht auch aus dem Ur-Quantum einen 16stimmigen Synthesizer.

Der Waldorf Quantum in der Praxis

Ich (Tyrell) war schon immer ein Fan der Waldorf Quantum Bedienung (bzw. Iridium etc.). Die Oberfläche ist intuitiv, die Arbeit mit dem Touch-Display ist wirklich eine enorme Erleichterung und man verliert sich auch nicht in irgendwelchen Paramterdschungeln. Die Menge an mitgelieferten Sounds verleitet einen aber immer auch dazu, Sound-Diving zu betreiben. Oder anders gesagt: Step-Sound-Step-Sound-Edit … was für mich absolut OK ist. Also die Suche nach einem Klang der den Vorstellungen nahe kommt und letztendlich dann angepasst wird. Und das funktioniert mit der Quantum-Serie wunderbar.

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Waldorf Quantum MK2, Display

Kurzer Abriss der enthaltenen Syntheseformen

Wavetable

Die Wavetablesynthese des  Quantum geht weiter über die Möglichkeiten des PPG Wave-Synthesizers hinaus. Sie verfügt zum Beispiel über Sprachsynthese und das Erzeugen eigener Wavetables aus externen Audioquellen.

Subtraktive Synthese

Die integrierte subtraktive Synthese „Waveform“ ist eine klassische Klangerzeugung der analogen Synthesizer und bietet mit drei Oszillatoren, bis zu 8 simultan nutzbaren Schwingungsformen, digitale Multimode-Filter und im Falle des Quantum 8 analoge Filter. Über 6 LFOs und 6 Hüllkurven lässt sich gewaltig Leben in die Klänge bringen, die über eine Matrix mit 40 Slots verschaltet werden können. Aber das nur als kurzer Abriss. Das „Pfund“ könnt ihr detailliert im Testbericht von Bernd Kistenmacher nachlesen (siehe oben).

Sampling/Granular-Synthese

Das Sampling von anderen Quellen zur Nutzung des Granular-Samplers „Particle“ mit Hilfe von SampleRobot ist zwar kein Game-Changer … noch dazu ist sie wirklich nicht einfach zu bedienen, aber die Funktion lädt zum Experimentieren ein und überrascht durch außergewöhnliche Ergebnisse.

Samples müssen übrigens leider erst am Computer vorbereitet und anschließend auf eine SD-Karte oder einen USB-Stick übertragen werden, damit sie im Quantum angesprochen werden können. Eine direkte Kommunikation per USB mit dem Computer ist nicht möglich. Das entspricht leider nicht der modernen Arbeitsweise.

Kernelsynthese

Die neuartige Kernelsynthese bietet bis zu sechs Kernel-Operatoren pro Oszillator und ermöglicht Phase-FM, True-FM und Wavetablepositions-Modulation. Sogar der Import von originalen Yamaha DX7 Programmen per SysEx-Dump ist möglich.

Besonders gefallen hat mir „Resonator“: Durch eine Bandpassfilterbank und ein Resonanzfilter, das ein sinusähnliches Klangsignal formt, ergeben sich klanglich eine Vielzahl an Möglichkeiten. Basierend auf verschiedenen Timbre-Modi, können die Teiltöne dieses Signals auf vielfältige Weise manipuliert werden.

Zwischenfazit Synthesen

Die Möglichkeiten der Synthese sind in der Quantum-Serie wirklich sehr umfangreich. Die Kombination dieser unterschiedlichen Synthesemethoden lädt förmlich zur experimentellen Klangforschung ein. Die insgesamt 6 Hüllkurven beeindrucken durch ihre Schnelligkeit und unterstützen somit den kreativen Prozess bei der Erzeugung perkussiver Klänge. Bisher war ich stets von den schnellen Hüllkurven des Waldorf Microwave 1 beeindruckt und bin es auch noch immer. Der Quantum MK2 ist in dieser Disziplin mindestens ebenbürtig. Das wiederum kombiniert und kontrolliert durch die vielfältigen Modulationsquellen sorgen für Klangspaß, der so schnell nicht ausgehen wird.

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Waldorf Quantum MK2, Oszillatoren

Effekte und Modulation

Der Quantum MK 2 ist mit einer Vielzahl von hochwertig klingenden Effekten ausgestattet, darunter Reverb, Delay, Chorus, EQ, Drive und mehr. Besonders hervorheben sollte man, dass jeweils bis zu 5 Effekte gleichzeitig für jedes der beide Timbres (gleichzeitig spielbare Sounds) eingesetzt werden können. Dazu kommt ein Kompressor für den Summenausgang, der einen wirklich guten Job erledigt und sich musikalisch einsetzen lässt.

Klangqualität und Klangpotenzial

Die Waldorf Quantum-Synthesizer bieten ein sehr breites klangliches Spektrum, das von warmen analogen Klängen bis hin zu komplexen digitalen Texturen reicht. Mit seiner hybriden Architektur, ähnlich dem Waldorf Synthesizer Q+, die hochwertige analoge Filter, mit digitalen Oszillatoren kombiniert, bietet der Quantum MK2 eine unverwechselbare Klangvielfalt.

Der Quantum ist ein All-in-one-Synthesizer, eben die eine Maschine, die alles kann, können soll. Je nach Anspruch stimmt das auch (fast), aber Puristen werden gerade im Analogteil sicher immer noch ein Haar in der Suppe finden. Für alle anderen ist der Quantum schlichtweg eine Wucht.

Quantum oder Iridium?

Das ist tatsächlich eine spannende Frage, denn im Prinzip bietet der Iridium dieselben Features, nur fehlt dem Iridium der Block mit dem analogen Filterboard.  Allerdings sind die digitalen Filter in den Quantums und Iridiums wirklich gut und gerade im Zusammenspiel mit den vielen verschiedenen Synthesearten stört es mich überhaupt nicht, wenn keine Analogfilter zum Einsatz kommen können. Dafür habe ich tatsächlich andere Analog-Spezialisten. Bedenkt man dann noch, dass der Preisunterschied der beiden Keyboardversionen ganze 2.000,- Euro beträgt, war für mich die Antwort auf oben gestellte Frage ganz einfach. Bei mir steht im Studio deshalb seit Langem ein Iridium. Wie würdet ihr die Frage für euch beantworten?

 

Anschlussmöglichkeiten und Erweiterbarkeit

Kurz noch ein Absatz zu den Anschlussmöglichkeiten des Quantum.

Neben DIN-MIDI In, Out und Thru verfügt der Quantum über separate Ausgänge für jeden Part und einen Kopfhörerausgang mit separater Lautstärkeregelung. Anschlüsse für SD-Karten und USB-Typ-A sind ebenfalls vorhanden. Der USB-Host-Anschluss Typ-A kann auch für MIDI-Controller verwendet werden. Zusätzlich gibt es einen Stereo-Audioeingang für Sample-Aufnahmen und Echtzeitverarbeitung mit Effekten. Des Weiteren stehen Anschlüsse für ein Sustain-Pedal sowie ein Kontrollpedalanschluss, der auch als CV-Eingang (0-5 V Empfindlichkeit) genutzt werden kann, zur Verfügung.

Der Waldorf Quantum MK2 on YouTube

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Mehr Informationen

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Fazit

Der Waldorf Quantum MK2 ist ein Schwergewicht unter den Synthesizern. Mit seinem vielseitigen Klangpotenzial übertrifft er die Erwartungen in vielerlei Hinsicht. Die hochwertige Verarbeitung, die intuitive Bedienung und die Vielzahl von Funktionen macht ihn zu einer  Bereicherung für jeden Musikproduzenten.

Die Neuerungen im MK2 sind, bis auf die Tastatur mit dem polyphonen Aftertouch, eher kosmetischer Natur. Da die Features der neuen Version 3.0 auch für den Quantum der ersten Generation verfügbar sind, wird es wohl nur wenige „Umsteiger“ geben.

Außerdem steht die Frage im Raum, ob der Aufpreis von 2.000,- Eiuro gegenüber dem Waldorf Iridium (Keyboard) angemessen ist? Ich hab mich jedenfalls für den Iridium entschieden. ;). (Tyrell)

Plus

  • vielseitige Kombination von Syntheseformen
  • hohe Verarbeitungsqualität
  • Tastatur mit polyphonem Aftertouch

Minus

  • kein direkter Sample-Import vom Computer

Preis

  • 4.699,- Euro
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Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    Robby

    Ein Traumsynth, aber leider preislich ausser Reichweite.
    Aber er ist sicher den Preis Wert.

    • Profilbild
      Filterpad AHU 1

      @Robby Das sehe ich genauso! Es bleibt dennoch mehr oder weniger der ‚eine‘ Grundklang. Hardware liefert heutzutage nur noch den Grundklang, den Rest macht der Rechner. Was darf ein Grundklang mit ner Handvoll eigener Presets kosten, stellt sich die Frage? Aber alles in allem ein hochwertiger und schöner Synthesizer made in G., der zweifelsohne jedes Studio optisch wie klanglich bereichert. Das Metallblau gefällt mir sehr.

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        Organist007 AHU

        @Filterpad „Es bleibt dennoch mehr oder weniger der ‚eine‘ Grundklang.“

        Das sehe ich auch so, und der gefällt mir nicht so sehr.
        Von Waldorf ist der MW1 unschlagbar (eventuell auch „M“).

        Ich spare schon auf den UDO Super Gemini, da passt für mich „der eine Grundklang“.

      • Profilbild
        Tyrell RED 11

        @Filterpad Dem kann ich nicht zustimmen. Ich erlebe gerade das Gegenteil. Es gibt nur wenige Synths die so unterschiedlich klingen können wie der Quantum/Iridium. Er ist sicher nicht das Nonplusultra der VA-Synthese (da gefällt mir DIVA zB besser), aber in der digitalen Welt ersetzt er für mich alles was ich an Hardware und Plug-ins sonst genutzt habe.

  2. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Der Klangtüfftler wird viel zu tun haben mit diesem Gerät. Für richtige Keyboarder auch mal zu viel Zeit anstatt zu spielen und zu üben. Für mich ein Grund sich sowas nicht anzuschaffen,denn von der Klangtüfftlerei kam noch kein Song bei mir zustande. Jeder kann sich entscheiden was er will,aber der Tag hat eben nur 24 Stunden, davon zieht man 8h Arbeiten, Hin und Rückfahrt, Familie, Essen und Schlafen ab….. Jo Hallo das hatte sich noch alles so gut angehört, 24 Stunden sind doch ne lange Zeit….. Aber trotzdem, ein schönes Instrument.

    • Profilbild
      Flowwater AHU

      > […] Für mich ein Grund sich sowas nicht anzuschaffen,denn von der Klangtüfftlerei kam noch kein Song bei mir zustande. […]

      Für mich einer der Gründe, warum der »Quantum MKII« ganz oben auf meiner Einkaufsliste steht (ja, ja, ich habe immer noch keinen; und so ganz stimmt es auch nicht, denn er teilt sich den obersten Platz mit dem »C15« von Nonlinear-Labs). Meine Tracks kommen fast ausschließlich durch Klangtüftelei zustande. Sprich: Die Klänge, die ich baue, inspirieren mich. Deswegen geht es bei mir immer mit Klangtüftelei los.

    • Profilbild
      Tyrell RED 11

      @Jegerman: Da ist was wahres dran. Es gibt Zeiten in denen liebe ich das pure Editing – wenn dann aber ein Song entstehen soll, fehlt mir meist die Geduld zum editieren. Da wird von mir eher ein bestehender Klang verwendet und nachjustiert.

      • Profilbild
        Full Bucket

        @Tyrell Geht mir auch so. Deshalb habe ich hier den Nord Wave 2.0 (fix & fertig) in Kombination mit dem Iridium (Tüftelkiste).

  3. Profilbild
    pulpicon

    Unangenehm rauh, eiskalt und steril. Leider nichts für mich. Aber sicher großartig um Polarexpeditionsdokumentationsfilme aus den 90ern zu unterlegen.

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        pulpicon

        @martin stimming Wahrscheinlich habe ich ein Problem mit der Wavetable-Synthese und modern-digital-FM an sich, da sagt mir fast nichts zu – außer dem Groove Synthesis 3rd Wave. Hatte gehofft der Quantum mit seinen analogen Filtern könnte auch so in der Art klingen. Werde weiter Klangbeispiele suchen 👍

      • Profilbild
        AMAZONA Archiv

        @martin stimming das ist leider der Synth an sich. Waldorf bekommt es nicht hin einen vernünftigen, d.h. hochwertigen DAC zu verbauen bzw die Elektronik drum herum so zu engineeren, dass der Synth so klingt wie er aussieht.
        Ich habe schon den Iridium Keys zurückgehen lassen und mir aufgrund der Waldorf Tech Support Aussage „im Q ist ein anderer DAC verbaut“ den Mk2 ins Zimmer geholt. Der Klang ist gleich geblieben. Hohl, eindimensional.
        Nur zum Vergleich ein einfaches Wavetable Set mit dem Bitiwig Polymer gebaut und es klingt 3D, musikalisch und einfach „rich“. Ich wäre gerne Mk2 Kunde geworden, aber der Klang ist – bei all den herovrragenden Features der Waldorf Reihe schlichweg vernachlässigbar. Je besser die Klangkette mit Monitor im Studio, desto schlechter klingt der Q im Studio. Meine 2 cents

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            AMAZONA Archiv

            @digital-synthologie nö, zumindest nicht via SPDIF/ Toslink oder gar AES/ EBU
            Hätte ich auch gerne mal versucht

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              AMAZONA Archiv

              Ich glaub das liegt nicht am Wandler, sondern am Synthesizer, der gefällt dir einfach nicht. Ist halt Geschmackssache.

              • Profilbild
                AMAZONA Archiv

                ok @ Jegerman. Dann würde ich sagen, dass für meinen Geschmack der Waldorf Quantum rundherum, unabhängig der gewählten Syntheseart, mit und ohne den analogen Filtern einfach scheiße klingt.

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                  AMAZONA Archiv

                  😉So scheint es zu sein. Deshalb gibt es auch so viele verschiedene Synthesizer auf dem Markt. Die alte Waldorf Microwelle von damals war mir auch immer unangenehm mit ihrem ätzenden Klang. Aber andere sind total drauf abgefahren. Heute habe ich den Waldorf NW1 im Modular Rack und analoge Filter kombiniert mit einem analogen Oszillator zusammen gemixt und einmal rumgerührt, klingt total geil. Bei mir ist das modular stets eine Synthesizer Stimme, ohne Sequenzer gedudel, sowas langweilt mich eher. Bei mir wird alles mit der Hand gespielt…… Es gibt so viele Möglichkeiten und Geschmäcker, das ist doch toll wenn man weiß was einem gefällt und was nicht.

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                    kiro7

                    Den Waldorf NW1 hab ich auch! Mega! Doepfer 24db Filter dahinter, und meistens im Verbund mit Brains ( in den NW1 samplen) oder auch nur Behringer Neutron und der NW1.
                    Kann man sich so quasi einen Microwave 1 im Rack selber zusammenstellen, mit extra Features. Gibts aber glaube ich nur noch gebraucht leider. Eine unendliche Spielwiese und super edel verarbeitet.

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                      AMAZONA Archiv

                      @kiro7 Das einzige was mich etwas stört beim NW1 ist, dass wenn man ihn ausschaltet er zu blöd ist sich das letzte aufgerufene Preset zu merken! Aber ansonsten top Mikrowelle in die modular Welt integriert.

              • Profilbild
                kiro7

                Ich muss aber sagen, ich habe früher immer das Qualitätsgequatsche über Wandler für reine Esoterik gehalten, bis ich mir mal Toslink Überspielungen von einem Budget Technics CD Player auf einen Technics DAT angehört hatte. Die Kopie klang besser als das Original. Die Wandler im Technics Dat Recorder waren um Welten besser. Den Recorder gabs auch in weiß, von Panasonic als Studiogerät, nur so offtopic für DAT Freaks 😇

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          ppg360

          Der Waldorf Q ist ein völlig anderer Synth, bitte Quantum nicht derart abkürzen.

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          AMAZONA Archiv

          die software a auf deinem Computer klingt für dich besser
          und deshalb sind die Wandler an der Kiste mit der anderen software b schlecht?
          und mit der software hat es gar nichts zu tun? 🤦🏻‍♂️
          aha
          ne, du magst was software a macht und magst nicht was software b macht. ;)

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      Organist007 AHU

      @pulpicon Genau. Da nehm ich lieber meinen Kawai K5000s. Der hat Charakter und klingt schön kalt und manchmal auch warm.

      • Profilbild
        AMAZONA Archiv

        @Organist007 ✌️🤣✌️TOP ANTWORT! Ich sags genauso, mein Korg Z1 klingt auch sehr kühl und besonnen aber geil!

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            kiro7

            @kiro7 Und wer den silbrigen Klang nicht mag, einfach mal den Hall abschalten, bzw. die Presets austauschen, gibt bessere, bzw. Kann man auch die vom Prophecy über eine Freeware importieren.

            Da der Z1 mehr „Pfund untenrum“ hat, lohnt sich das.

    • Profilbild
      Bernd-Michael Land AHU

      @pulpicon Und genau aus diesem Grund hab ich mir den Iridium angeschafft.
      Gerade im Zusammenhang mit warmen analogen Solosounds und Sequenzen, sind diese digitalen kühlen Pads eine schöne Ergänzung, die ich sehr mag.
      Der Hartmann Neuron wurde mir zu anfällig und musste gehen, der konnte das nämlich auch sehr gut. Warm und lieblich hab ich noch genug im Studio. Nicht jeder Synthesizer muss auch das hammermäßige analoge Filter haben, außerdem gibt es da auch noch externe Lösungen, wie z. b. den Restyler.

  4. Profilbild
    digital-synthologie AHU

    Ist aber irgendwie generell das Problem bei Waldorf.
    Außer dem Microwave I/M sind die anderen (digitalen) irgendwie immer ein bisschen kraftlos und muffig im Klang.
    Klar kann man das Muffige mit EQ irgendwie wegkriegen, aber wozu?

  5. Profilbild
    BÄM

    Immer noch besser hier, als bei dem Revolverwerbeblättchen gearnews. Hier wird wenigstens nicht zensiert und neben Werbung auch echte Artikel veröffentlicht. 😇

    • Profilbild
      ppg360

      @BÄM Vielen Dank an Amazona, daß ihr Euch zeitnah wieder selbst bestätigt. Mein Kommentar / Antwort an BÄM war nicht stärker OT als andere, aber Kritik kommt bei Euch bekanntlich schlecht; löschen statt einem „Refute“ scheint immer das probate Mittel zu sein.

      • Profilbild
        Tyrell RED 11

        @ppg360 @ppg360. Wir vertragen keine Kritik? Na dann lies mal das Vorwort. Was Dich betrifft, der Ton machts. Thats it. Aber Du hast Glück: Ich mach die Kommentaradmin nur in Vertretung, vielleicht lässt Sven R. Deine Provokationen nach seinem Urlaub wieder durch. ;)

    • Profilbild
      Tyrell RED 11

      @BÄM Danke Dir BÄM, aber tatsächlich war die ursprüngliche Version des Beitrags verbesserungswürdig. Insofern war die Kritik gerechtfertigt. :)

  6. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Ich habe auf dem Quantum 1 ein paar Monate Sounds programmiert, er ist kein sweetspotter, aber ich konnte damit so KingCrimson (90er/00er Periode) Sounds damit machen, wie mit keinem anderen Synth. „Serious“, eben nicht-plastik haft, sondern düster und krass. Aber er kann mit dem richtigen Ausgangsmaterial auch fett und (quasi) analog/breit, muss man aber rumtüfteln. Ich kann die Einwände flach, dünn zum Teil verstehen, aber da geht schon auch einiges und für bestimmte Sachen und Stile ist er genial.

    Schwachstelle typisch Waldorf – für mich – das Filter, juicy ist das nicht, weder das Filter noch die Sättigung und auch nicht die Reso. Warum schaffen die es nie, dass der Sound wie zäher Honig aus den Boxen läuft? German unliveliness?

    Habe jetzt den M, finde den super – schwankte zwischen M und 3rd Wave, der in vielem besser ist, aber halt auch sehr teuer. Und der M klingt für mich noch psychedelischer, ganz eigener Grundsound.

    Vielleicht kommt ja noch jemand mit einem Mod für das Filter, das auch hier der Ausreißer nach unten ist, schwach, viel zu ausdünnend. Da hätte einfach was mit wumms reingehört.
    Und er hat noch ein paar bugs, von dene man gar nicht fassen kann, dass sie noch drin sind. Aber auch da wird hoffentlich/sicher noch nachgebessert.

      • Profilbild
        AMAZONA Archiv

        @herw Danke, du meinst für den Quantum, korrekt?

        • Profilbild
          herw RED

          ja, sowohl für Quantum, Iridium und Iridium Keyboard

          Rolf Wöhrmann: „Quantum MK1 and MK2 share the same quantum.update.bin It’s the same firmware.”

          • Profilbild
            AMAZONA Archiv

            @herw Dann zünde ich mal eine blaue Kerze mit rotem Punkt an, dass für den M auch demnächst ein größeres update kommt 😄

  7. Profilbild
    kiro7

    Genau! 😀Aber bisschen schwer fürn Urlaub oder? Das waren ja mal richtig dicke Schmöker, nicht so wie heute. Als Keys und Keyboards immer dünner wurden hab ich sie abbestellt….

    • Profilbild
      AMAZONA Archiv

      @kiro7 Ich hole oft ein paar aus dem Kellerarchiv und lege die mir auf die Fensterbank. Du brauchst auch nur 2-3 Stück, das ist noch echter Lesestoff ohne CD, Werbung und Füllstoff. Sogar Synths wie der Peavy DPM werden so interessant, überlege mir derzeit so ein Charakterschwein zu holen, da habe ich Spaß dran. 😁 Von wegen neue Synths und so.

      • Profilbild
        AMAZONA Archiv

        Oh mann, diese Keyboard Schmöker aus den 90zigern! Ich habe sie alle weg geworfen und 20 Jahre später bei einer Gelegenheit 40 Stück für ein paar Kröten wieder gekauft. Einfach herrlich darin zu schmökern. Testberichte in denen das Klavier und die Bläser Sounds besprochen wurden. Dazu die Diskussion und Empörung warum man irgendwann auch die DJs Equipment auch mit in den Fokus nehmen wollte! Es gab die ersten eigenen CD Auflagen im Eigenvertrieb. CD Neuerscheinungen wurden besprochen. Akai Sampler, Atari und die Fostex Bandmaschine. Der Behringer hatte eine Firma in Deutschland und ich seinen MX3000. Der Korg Z1 und mein Yamaha EX5 wurden über 10 Seiten getestet….. Ach herrlich, steht jetzt alles in meiner Bibliothek und ein paar Synthesizer und andere Sachen aus den Heftchen zieren mein schickes Freizeit Musik Mekka…. 🧡

  8. Profilbild
    Karpo72

    Alles ganz schön, aber der Sound von Waldorf inspiriert mich einfach nicht. Ich denke da immer an Film-Musik. Aber das ist halt persönlicher Geschmack und darüber lässt sich nicht streiten.

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    AMAZONA Archiv

    ich weiß wir sind hier im Altherren Club,
    aber AD/DA Wandler sind heute durch die bank weg alle ok,
    die 80/90er Jahre sind laaaaange vorbei.
    es sind nicht mehr die Wandler ;)
    bitte aufwachen und nicht alte Geschichten für immer noch wahr halten. 🙏🏻

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      SlapBummPop

      Vielleicht solltest du dich mal bei Waldorf vorstellen und ihnen erklären, was sie ändern müssen oder schlicht einfach nicht bedacht haben.

      Also wenn danach der Quantum super klingt und so richtig fetzt, hätte sicher niemand was dagegen.

      Gruß
      SlapBummPop

      • Profilbild
        Flowwater AHU

        @SlapBummPop Frage: Wie lange und wie oft hast Du am Quantum herum geschraubt, dass Du zu der Überzeugung kommst, dieser klänge nicht super und fetzt nicht?

        • Profilbild
          SlapBummPop

          @Flowwater Hallo Flowwater,

          ich habe den schon ein paar unter den Fingern gehabt und außer ein paar Pad-Sounds, hab ich da nicht viel hinbekommen. (aber auch die haben mich nicht richtig überzeugt)

          Das beste was ich bisher vom Quantum gehört habe kam von Tim Shoebridge.
          (waren aber überwiegend auch nur flächige Sachen, mit viel Hall.)

          Ich wünsche mir von einem Synthesizer auch fetzige und vor allem druckvolle und direkte Sounds.

          Der Mayer MD900 ist gerade was Druck und direkte Sounds angeht m.M.n. ganz klar vorn.

          Aber bitte, dass ist meine Meinung!
          Wenn dir der Synthesizer, so wie er ist gefällt, ist das absolut ok.

          Gruß
          SlapBummPop

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            AMAZONA Archiv

            @SlapBummPop das ding hat so viele Synthesearten, dann nimm halt FM und nicht den wavetable oder granular kram. 😉

            knackig kann FM generell gut …

            das ding ist auch nicht husch husch mal eben so schnell abzuschicken,
            die Möglichkeiten sind erschlagend. damit könnte ich die nächsten 20 jahre spaß haben ohne das Langeweile aufkommt. ;)

            • Profilbild
              AMAZONA Archiv

              Haben wir heute frei und relativ viel Zeit über?

          • Profilbild
            Flowwater AHU

            @SlapBummPop Huhu, alles gut, ich hab‘ Dich ja auch nach Deiner Meinung gefragt. Ich komme halt zu einem komplett anderen Ergebnis, was der Grund ist, warum ich das Gerät so gerne haben möchte. 🙂

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        AMAZONA Archiv

        @SlapBummPop huh? das ding klingt sehr gut in meinen Ohren, ich habe keine Ahnung wovon du sprichst.

  10. Profilbild
    tob4545

    Ein große Lob von mir an Amazona/Peter👍.
    Ihr seid auf die Kritik der User eingegangen und habt den Artikel überarbeitet und mit entsprechenden Links ergänzt 💪🙂.

      • Profilbild
        AMAZONA Archiv

        @Tyrell Alles richtig gemacht, der Kern von Amazona ist manchmal kaum noch sichtbar, dabei ist es dein Baby lieber Peter, nicht das von Hansi Thomann. Laßt uns klangforschen, woran auch immer.

        • Profilbild
          Tyrell RED 11

          🙏. Man darf aber nie vergessen, ohne seine Hilfe würde es AMAZONA,de wahrscheinlich längst nicht mehr geben. Und es ist ihm HOCH anzurechnen, dass sich bis heute niemand aus dem THOMANN-Team in redaktionelle Belange mischt. Das mag der ein oder andere vielleicht bezweifeln, aber unser Content ist frei von irgendwelchen wirtschaftlichen Belangen. Wenn das mal nicht mehr so sein sollte, wäre ich der erste der geht 😇.

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            AMAZONA Archiv

            @Tyrell Hach, nach drei Accounts und meinerseits auch nicht immer einwandfreien Kommentaren, für die ich mich aber nicht entschuldigen will, willst du mich heiraten? Nur der Uli darf nicht Trauzeuge sein, das wäre zu viel des Guten. 😂 Bin mal wieder an der Adria, auf dem Rückweg wink ich dir rüber nach München. Wie sagt man bei uns im Ruhrgebiet, Spacken sind wa, allesamt! LG, Hectorpascal, Contragen, Kazimoto oder einfacher, Marko 🍻

            P.S. Scheisse, ich werde alt, wo ist nur der Revoluzzer und Antichrist in mir geblieben…..

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    Jazzheini

    Preislich out of Range, und für digitales herumexperimentieren finde ich Ableton mit seinem Wavetable-Synth sehr übersichtlich und auch fein klingend.

    Weil hier viel über „kalten“ Sound gesprochen wird: warum denn nicht? Ein Waldorf ist kein Moog oder Prophet. Die könnend as ja zur Genüge. ich finde es gerade gut, wenn ein instrument eine eigene Klangkultur hat, das macht es für mich ja erst richtig zum „Instrument“.

    Zum Thema kühle Klänge möchte ich aber den Altmeister in dieser Disziplin erwähnen: die Korg WaveStation (1). Elegant, unterkühlt, enorm lebendig. Kann der Quantum/Iridium da klanglich mithalten?

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      AMAZONA Archiv

      @Jazzheini Die Wavestation war kalt & warm. 😂

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