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Test: Waldorf M, Hybrid-Synthesizer – Teil 1

14. Oktober 2021

Waldorf M - M wie mighty

TEST: WALDORF M, HYBRID-SYNTHESIZER

TEST: WALDORF M, HYBRID-SYNTHESIZER

Vorwort der Redaktion

Wie sich die Zeiten ändern, aus analog wird digital, aus digital wird wieder analog. Der hybride Waldorf Microwave von 1989 scheint zurückgekehrt zu sein. Für uns war diese Neuerscheinung das Highlight der vergangenen Superbooth 21. Und so ist es nicht verwunderlich, dass wir dem Neuling nicht nur einen ausführlichen Test spendieren, der demnächst erscheinen wird, sondern auf Basis des ersten Serienmodells Toni Hinterholzinger gebeten haben, seinen ersten Eindruck niederzuschreiben.

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Viel Spaß mit Tonis Waldorf-M-Test Teil 1,

Eure AMAZONA.de-Redaktion

TEST: WALDORF M, HYBRID-SYNTHESIZER

Der Hybrid Synthesizer mit Tradition

Der Remagener Traditionshersteller Waldorf Music GmbH, 1988-2004 Waldorf Electronics GmbH, hat keinen Bezug zur Waldorfschulen, Waldorf-Salat, Waldorf-Astoria Hotels oder Waldorf-Astoria Zigaretten. Tatsächlich lässt sich sein Name nur auf den Gründungsstandort im Bundesland Rheinland-Pfalz zurückführen. Funfact: Das Waldorf-Astoria Imperium hingegen geht auf den Ort Walldorf in Baden-Württemberg und seinen berühmten Auswanderer Johann Jakob Astor zurück – anscheinend ging hier in der Zeit des USA-Aufschwungs jedoch ein „l“ verloren.

Waldorf fertigte über die Jahre viele Produkte, meist Synthesizer, aber auch diverse MIDI-Utilities (Mixer, Arpeggiator, Audio-Filter, Stereo-EQ), Computer-Soundkarten, Software-Plug-ins, ein Harddisk-Recording-System, String-Machines, Vocoder und mehrere digitale wie auch analoge Eurorack-Module. Stets umgab die Firma Waldorf ein gewisser Nimbus, die Aura des Besonderen. So waren und sind viele Waldorf Instrumente auch weltweit ein Inbegriff deutscher Kult-Elektronik. Sie unterschieden sich zu jeder Zeit vom Design (meist aus der Schmiede des legendären Synthesizer-Designers Axel Hartmann), der Funktionalität und nicht zuletzt auch in ihren außergewöhnlichen Werks-Presets vom Rest der Hersteller-Welt. Waldorf Instrumente sind für Producer, die genau wissen worauf es ankommt und die in ihren Arrangements auch das Aparte zu schätzen wissen. Ein Microwave kann auch eine Juno-106 Fläche oder einen Moog Sub Phatty Bass imitieren – aber es wäre extrem kurzsichtig, ihn darauf zu beschränken.

Wer gerne mehr über die Geschichte der Waldorf-Synthesizer erfahren möchte, der sei auf die hervorragenden Interviews und Artikel verwiesen, die wir am Ende verlinkt haben.

TEST: WALDORF M, HYBRID-SYNTHESIZER

 

The name‘s M, Waldorf M.

Betrachtet man die Errungenschaften der Firma Waldorf, fällt seit 2007 in den Produktnamen immer wieder die Neigung zu 007-Zitaten auf: Blofeld, Stromberg, Largo, Lector, Quantum und jetzt auch noch M. M ist in Ian Flemmings Romanen Sir Miles Messervy, der Leiter des britischen Geheimdienstes MI6. In unserem Falle liegt allerdings die Vermutung näher, dass es sich eher um M wie MicroWave handelt – oder doch eher M wie MightyWave?

Unboxing und Powering-up

Der Waldorf M kommt in einer netten kompakten Schachtel mit dem tiefsinnigen Aufdruck „music is the breath of the soul“. Leider ist sein Netzteil extern und mit einem sehr unsympathischen Stecker ohne Zugentlastung versehen, den ich von diversen älteren Western-Digital und Lacie-Festplatten nur in allzu unguter Erinnerung behalten habe. Dieses Netzteil ist on the road weder leicht zu reparieren, noch durch ein anderes ersetzbar – hier wäre es mir wirklich lieber, die Stromversorgung fest im Gerät zu verbauen, auch wenn dies oftmals den Preis für internationale Sicherheitskonformität etwas in die Höhe treibt.

Dem M liegt eine Schnellanleitung bei. Die gutgemachte ausführliche Version gibt es als derzeit ausschließlich als englischsprachiges PDF auf der Waldorf Homepage (dankenswerterweise auch, ohne sich zuvor einzuloggen). Das Anleitungs-„Denglisch“ kann manchmal seine geographische Herkunft nicht ganz verleugnen, aber genau dies finden ja viele US-Nutzer oft ganz witzig bei deutschen Produkten. Wie schon oft zuvor, so finden sich auch in diesen Waldorf-Anleitungen nette, mal mehr, mal weniger versteckte Witze. So befindet sich gleich auf Seite 9 bzw. 10 der wichtige Hinweis, dass dieses Produkt sich nicht zur Zubereitung von Fertiggerichten eigne. Es handelt sich also doch um keinen Mikrowellenherd. Good to know. Ergänzt wird noch die Bitte, wann immer möglich saisonal und regional zu kochen.

TEST: WALDORF M, HYBRID-SYNTHESIZER

Die Anzeige-LEDs des M sind allesamt grell-weiß, aber zum Glück dimmbar. In meinem Studio genügte die niedrigste Dimmstufe (Minimum ist seltsamerweise der abstrakte Wert 16) vollauf, allerdings kamen mir dann die hinterleuchteten Gummitaster etwas zu dunkel vor – vielleicht kann Waldorf hier mit einem der nächsten Firmware-Updates noch nachbessern.

Nach einer sehr schnellen Boot-up-Zeit von nur wenigen Sekunden ist der M einsatzbereit. Weniger schön: Ein extrem lautes Ein- und auch Ausschaltknacken lässt den Live-Musiker in mir erschaudern – dies bei Rave-Pegel auf einer PA macht den Keyboarder ganz sicher nicht zum besten Freund des Disco-Event-FOHlers. Nächstes No-go: Der Mastervolume-Regler wird beim Neustart bis zu seiner nächsten Werteänderung nicht abgefragt. Wer also nach guter Elektroniker-Manier sein Gerät vor dem Ausschalten auf leise stellt, wird beim nächsten Anschalten unangenehm mit Maximalpegel überrascht, obwohl das Mastervolume-Potentiometer auf Linksanschlag steht. Auch hier hoffe ich dringend auf ein Firmware-Update. Ein freundlicher Anruf in der Waldorf-Zentrale und schon bekam ich die Zusicherung, dass man sich umgehend der Angelegenheit annehmen werde. Top!

Der M kam bei mir mit vorinstallierter System-Firmware 1.03 und DSP-Firmware V1.02 an. Eine dringende Bitte an alle, die ihn ausprobieren möchten oder kaufen: Unbedingt kurz auf der Waldorf Homepage die aktuellste Firmware herunterladen und installieren! Die 1.03 hat noch zahlreiche schwerwiegende Bugs (v. a. hinsichtlich Sustain-Pedal und Release-Zeiten), V1.04 läuft dagegen richtig rund.

TEST: WALDORF M, HYBRID-SYNTHESIZER

Waldorf M Firmware-Update

Das OS des M ließ sich unkompliziert via SD-Card updaten. Glücklich, wer wie ich noch einen älteren Laptop mit SD-Card-Reader besitzt, Pech für etliche Apple Kunden. Danach kommt, seltsamerweise als eigenständiger Update-Prozess, die DSP-Firmware, an die Reihe. Völlig unverständlich und ärgerlich: Man muss einen anderen Weg gehen, um das Update zu starten. Danach erwarteten mich eine Minute lang diverse Fehlermeldungen im Display des M, bis er sich schließlich doch noch bequemt, das Update zu initiieren. Endlich, nach mehreren Minuten Wartezeit: „Updated. Now halted. Restart the unit! OK-execute“ – hm, das wäre in einem etwas freundlicheren Umgangston auch gegangen. Egal, ich drücke auf OK. Nichts passiert. Ich schalte das Gerät aus, obwohl das Update-Handbuch ausdrücklich verbietet, das Gerät im Update-Vorgang auszuschalten. Ich gehe davon aus, dass der Vorgang nun „offiziell“ beendet sein könnte, sonst würde man mir doch nicht derart militante Befehle erteilen. Und siehe da: Operation geglückt, Patient wohlauf und die Bugs sind weg!

TEST: WALDORF M, HYBRID-SYNTHESIZER

Der Desktop-Synthesizer in der Praxis

Also ran ans Eingemachte: Ich versuche bei einem beliebigen Preset die Wavetable zu ändern. Ein LFO moduliert in diesem Preset die Startwave. Ich versuche die Modulationsintensität zu reduzieren, finde aber auf Anhieb nicht, wo exakt dies möglich ist. Und das, obwohl ich die ausführliche Anleitung vor zwei Tagen komplett gelesen hatte. Naja, dann spiele ich eben mit der LFO-Frequenz. Leider ist deren Wertebereich für meinen Geschmack sehr eingeengt: Sie endet am schnelleren Ende der Skala schon bei lächerlichen 15,4 Hz. Wenig Dub-Step praxisnah, um wildere Klangexplosionen zu ermöglichen. Und die langsamste LFO-Fahrt trottet bei 0,12 Hz vor sich hin. Das finde ich persönlich für einige Ambient-Anwendungen eigentlich schon als zu schnell.

Ok, ich habe nun die „LFO to Waveform“-Intensität aus Zufall entdeckt: Logisch, man muss erst OSC drücken und dann am LINKEN Alphadial (beschriftet mit „Sound/SYSTEM“) drehen, anstatt am rechten. Gut, dann kann ich aber nicht mehr gleichzeitig auf dem Keyboard spielen, da meine rechte Hand die vier Endlosdrehgeber unter dem Display bedient (sehr schade übrigens, dass aufgrund der Display-Abmessungen die Werteanzeigen im Display nicht direkt über den jeweiligen Knöpfen landen konnten). Also schwupps den M an mein MIDI-Interface am Computer angesteckt und eine kurze MIDI-Sequenz eingespielt.

Ab in den Speicher

Alles klar, jetzt gefällt mir mein Sound. Also schnell speichern, nachdem ich im Handbuch mehrfach davor gewarnt wurde, dass der M nur EINEN Edit-Buffer besitzt, der augenblicklich überschrieben wird, sobald man ein anderes Preset aufruft oder in den Multimode wechselt. Tja, was soll ich sagen? Sound erfolgreich gespeichert, aber dafür habe ich mir jetzt einen MIDI-Hänger eingehandelt, den ich nicht wieder los werde. All-Notes-off Befehl hingesendet – Fehlanzeige. Neunstimmiges Voicing spielen und ihn so austricksen? Auch nicht wirksam. RECALL drücken – das hilft letztlich.

TEST: WALDORF M, HYBRID-SYNTHESIZER

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Duell mit Scaramanga

Na gut, dann weiter zum Soundvergleich. Mein Microwave 1 RevA gegen den M – ein würdiges Duell, da beide achtstimmig, mit „echten“ Analogfiltern, ohne zusätzliche Effektsektion und mit den originalen PPG Wave 2.3 Presets beladen sind. Der beliebte 80s Bell-Sound 39A soll uns als erster Vergleich dienen. Problem Nummer eins: Der M verzerrt deutlich hörbar am Ausgang bei diesem Preset. Und zwar nicht die schöne analoge Form von Sättigung, sondern ein hässliches, grelles Britzeln, das eher nach defektem Kabel klingt. Na gut, dann eben den Microwave voll aufdrehen, und den M zurückdrehen, bis beide exakt gleich laut tönen. Und siehe da, das Britzeln ist weg. Ja, der neue M ist definitiv imstande, sehr viel höhere Ausgangspegel als die alten Microwaves zu produzieren – oftmals eben leider nicht ganz praxistaugliche. Bleibt die Frage nach dem Sound: Wie ein wenig von mir erwartet, klingen die beiden eng verwandt, aber doch minimal unterschiedlich. Der Microwave 1 RevA klingt einen Hauch schärfer, metallischer, kühler und seltsamerweise irgendwie auch „realer“, ja beinahe akustischer, während der neue M stets voll, warm und präzise-elektronisch bleibt. Im Klangbeispiel kann man deutlich hören, wie der Microwave eine dezente und durchgängige weiche Rechteck-Fläche zaubert, die von einem beinahe dreidimensionalen Metallophon angeschubst wird. Der M klingt mehr wie „aus einem Guss“ – er gibt einen schmeichelhaften und wohlgenährten Flächenklang von sich, der zusammen mit dem Glockenanteil eine Einheit zu bilden scheint. Gleiches Spiel wiederholt sich mit dem klassischen PPG Wavesweep Nummer 8A. Der M erscheint auch hier deutlich mächtiger und legt bei gleichem Spitzenpegel eine enorme Bass-Autorität an den Tag. Der Microwave hingegen schneidet sich etwas effizienter durch den Mix – man hat das Gefühl, minimal weniger Pegel zu benötigen, um gegen dicht komprimierte 80er LinnDrums und pumpende Bässe anzukommen (vergleiche Klangbeispiel). Sind die Unterschiede groß? Sicherlich nicht. Wir sprechen hier über eine Größenordnung, wie die zwischen zwei unterschiedlichen Profi-Mikrofonvorverstärkern. Oder wie zwischen zwei DI-Boxen unterschiedlicher Hersteller.

TEST: WALDORF M, HYBRID-SYNTHESIZER

Waldorf Microwave vs Waldorf M

Ganz besonders hat mich interessiert, wie gut Waldorf den legendären ASIC-Bug emuliert hat: Der Microwave 1 hatte in seinem Betriebssystem einen markanten Rechenfehler, sobald man die beiden digitalen Oszillatoren in der VCA-Mixer-Sektion zu laut gemischt hatte. Der resultierende Klang hatte dann mehr Ähnlichkeiten mit einem C64-SID-Chip, als mit einem hochwertigen Profi-Synthesizer. Am Rande, speziell für heutige Microwave 1 Nutzer: Die Volumes der Oszillatoren haben einen Wertebereich von 0 bis 7. Dabei sollte die Summe (!) der beiden Oszillator-Levels die Zahl 8 nicht überschreiten, um besagten Rechenfehler zu umschiffen. In meinem letzten Klangbeispiel habe ich dies genau nicht getan: Im „Init“-Preset habe ich Wavetable „Resonant 2“ von der zugehörigen Wave-Envelope durchfahren lassen und dabei Oszillator 1 auf Vol. 6 und Oszillator 2 auf Vol. 5 gesetzt – 6+5=11, das bedeutet bestes 8-Bit Clipping. Die Oszillatoren des Waldorf M lassen sich viel hochauflösender pegeln. Eine klangliche Entsprechung versuchte ich folglich nach Gehör zu finden. Die Implementation des ASIC-Bug (noch dazu abschaltbar!) ist eine Bereicherung für den Waldorf M. Dennoch klingt hier mein Microwave ganz anders. Vor allem hierbei zeigt sich beim alten Modell mehr Rauheit, Kantigkeit und eine spektral hochmittige Brutalität, welcher der M eine vornehmere Interpretation des gleichen klanglichen Themas entgegenhält.

Und die bei beiden analogen Filter? Die Filterresonanz meines Microwave beginnt im Init-Preset bei Cutoff 70 bei einem Resonanzwert von 77 zu schwingen. Im neuen Waldorf M liegen die klanglich entsprechenden Werte bei Cutoff 68 und Resonanz 80. Da beide Werte bauteilbeding natürlichen Toleranzen unterliegen, erscheint mir dies sehr ähnlich. Vor allem, wenn man bedenkt, dass man sowohl mit dem Schraubendreher im alten Gerät die Filterkalibrierung anpassen kann, als auch via entsprechendem System-Menü im Neuen – sogar mit Auto-Tune-VCFs Utility, wenn man auf „Operations“ drückt – tres chic! Ob die Filter nun identisch klingen oder nicht – beide Filtertypen klingen sehr gut. Ich höre einen klaren Unterschied zwischen ihnen. Aber das neue Filter SSI2144 versucht schließlich auch nicht, das alte (CEM3389) zu kopieren. Es ist eine Weiterentwicklung des SSM2044 VCFs, das unter anderem im PPG Wave 2.3, Kawai K3, Octave Cat, Korg Monopoly und Polysix, Simmons SDS V, CMI Fairlight II, Crumar Bit One oder auch im Siel Opera 6 zur Anwendung kam. Also immerhin auch ein waschechtes Kult-Filter der Synthsizer-Geschichte:

https://www.sequencer.de/synth/index.php/Chips_in_Synthesizers

Wer nun rätselt, wie gut oder original das neuartige SSI 2144 im Vergleich zum historischen SSM2044 gelungen ist, der sei auf folgendes Video verwiesen:

YouTube

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Mehr erfahren

Video laden

Ich muss auch hier sagen, wer keinen Unterschied hört – schön und gut, ich höre ihn und zwar massiv, selbst durch die YouTube-eigene Kompression hindurch und trotz iPad Pro Lautsprecher. ABER: Beide Filter sind sehr gut klingende Filter, die sich in der Praxis fast (!) synonym einsetzen lassen. Ich würde jedenfalls nicht eine Sekunde zögern, mit einem Synthesizer mit modernem SSI-Filtern in den Eingeweiden auf eine Bühne oder in ein Tonstudio zu gehen, um meine musikalischen Visionen Wirklichkeit werden zu lassen.

Ein erstes Fazit zum Waldorf M Synthesizer

Der neue Waldorf kann weitaus mehr als seine Vorgänger. Direkter Ersatz für einen alten Waldorf Microwave 1 kann er zumindest aus klanglicher Sicht in vielen Fällen durchaus sein. Es könnte sehr gut möglich sein, dass viele Leser sogar den Klang des Neuen bevorzugen. Er ist in jedem Fall deutlich vielseitiger und klingt wirklich druckvoll und einfach toll. Der Alte hat dafür dieses gewisse Etwas, den nicht zu verleugnenden Charme des Unperfekten, diesen durchdringenden bisweilen sogar leicht unangenehmen Grundcharakter, der sich exzellent in dichte Mixes einzufügen weiß. Letztlich war genau dies das Alleinstellungsmerkmal, das bis heute zu seinem stabilen Werterhalt auf dem Gebrauchtmarkt führt – für einen gut erhaltenen Microwave 1 RevA legt man heute schnell mal 2.000,- Euro auf den Tisch. Da erscheint der neue M mit seinem derzeitigen Marktpreis von 1.799,- Euro tatsächlich realistisch, erst Recht, wenn man den tollen Komfort der vielen Endlosdrehregler und die attraktive und robuste Verarbeitung bedenkt.

Bleibt die Gretchen-Frage: Sind im Jahr 2021 acht Stimmen wirklich noch genug? Klar, im Inneren des M müssen acht analoge VCFs ihren Dienst erbringen. Und Firmen wie Sequential Circuits und Moog machen die Vorreiter der neuen Sparsamkeit – mit vier-, fünf- oder sechsstimmigen Geräten. Man muss hierbei allerdings differenzieren: Der Microwave ist ein sehr vielseitiger Soundlieferant. Für einfach Pads und knackig-trockene Bässe ist er perfekt. Aber sobald längere Release-Zeiten im Spiel sind und man mit Sequenzen oder Arpeggiatoren arbeitet, fallen die Limitierungen der Stimmenzahl doch ins Gewicht. Abgerissene Noten gehören zum Alltag. Der neue M hat dafür diverse Modi, mit Hilfe derer man eigene Anwendungsgewohnheiten perfekt an das Geräteverhalten hinsichtlich Stimmenklau-Strategie anpassen kann. Dennoch bleibe ich dabei: 16 Stimmen hätte ich persönlich für deutlich sinnvoller gehalten. Auch um endlich die berühmten dualen PPG Wave Preset Layers mit etwas Ausklang genießen zu dürfen oder eine Fläche durch Dopplung und Detuning auch mal stereo zu ziehen.

Waldorf M, Hybrid-Synthesizer

Kritische Anmerkungen zum Waldorf M

Warum Waldorf bei einem beinahe 2.000,- Euro teuren Edelsynth allerdings auf ein paar rudimentäre Effekte verzichtet hat, will sich mir nicht so ganz erschließen. Wenigstens ein Stereo-Delay mit Modulation hätte den meisten Werkspresets ein gehöriges Quäntchen zusätzliche Überzeugungskraft verliehen. Klar, der Microwave hat auch gar keine Effekte, aber der hatte auch ein anderes Zielpublikum. Microwaves standen Anfang der 90er-Jahren in großen betuchten Tonstudios, Orte mit oftmals mehreren Lexicon-, EMT- und AMS-Boliden. Welcher Electro-Producer, DJ oder ambitionierte Heimstudio-Besitzer hat heute noch ein passendes Arsenal an Effektgeräten in Hardware-Form, um in Echtzeit die Sounds des M adäquat genießen zu können? Ja, es gibt sie, ich bin einer von diesen Menschen. Wer beispielsweise ein Roland SRV-2000 besitzt, kann auch mit dem Waldorf M oder einem Kawai K1r oder Yamaha TX7 beeindruckende Klangdimensionen auftun. Vielleicht wäre dies also meine ernsthafte Empfehlung: Jede(r) ernsthafte Interessent(in) sollte sich tunlichst zum Waldorf M auch gleich noch ein gutes erschwingliches Multieffektgerät gönnen. Das darf auch gern etwas Gebrauchtes sein. Ich habe erst kürzlich mein Alesis Midiverb 2 ausgemottet und für mich wiederentdeckt. Selbst diese alte Kiste kann so manche Synths wirklich zum Leben erwecken. Oder ein Yamaha SPX90

Warum der Waldorf M unsymmetrische Main-Ausgänge hat (während immer mehr Profi-Hersteller eher dazu übergehen, sogar trafosymmetrierte XLR-Ausgänge in ihre Instrumente zu implementieren), bleibt mir schleierhaft. Ebenso unverständlich ist für mich die Implementierung der Einzelausgänge als Stereo-Line-Out-Buchsen. Um diese in eine Recording-Umgebung zu integrieren, braucht es schließlich spezielle Adapterkabel von großer Stereo-Klinke auf zwei Mono-Klinken (wer erinnert sich noch an Insert-Kabel der 90er-Jahre?). Anwender professioneller Tonstudiotechnik sehen sich hier vor einem größeren Problem, sind doch die Line-Eingänge aller Mehrkanal-AD-Wandler vom Schlage eines Universal Audio X16, Apogee Symphony, DAD AX32, Lynx Aurora (n) oder Avid MTRX in der Regel auf Sub-D nebst zugehörigen Sub-D auf XLR female Auflösungen. Und Adapterkabel von Stereo-Klinke auf zweimal XLR-Male habe ich ehrlich gesagt noch nirgendwo gesehen.

Die Ehrenrettung

Mein persönliches krönendes Highlight-Feature kommt jedoch zum Schluss: Der M ist dankenswerterweise vollumfänglich SysEx-kompatibel zu den alten Microwaves. Er konvertiert sogar die Patches, wo auch immer der Wertebereich vom Hersteller geändert wurde. Das klappt in der Praxis in gefühlt über 80 % aller Fälle auch absolut überzeugend. Kleine Konvertierfehler konnte ich nur beim Umfang und den Zeiten der Pitch-Hüllkurven und bei der Umsetzung spezieller Random-LFO-Modulationen und der Präzision der klanglichen Umsetzung des ASIC-Bug feststellen.

Immerhin gelang es mir spontan und problemlos, via https://f0f7.net meine dort online abgelegten Microwave Sound-Bänke DIREKT in den M übertragen. Das Online-Portal hält den M sogar für einen waschechten Microwave 1, die gesamte Konvertierung spielt sich im M selbst ab! Ich muss schon konstatieren, ich bin sehr beeindruckt – bei der Mehrzahl der automatisch konvertierten Sounds konnte selbst ich nur mit Mühe einen Hauch von Unterschied feststellen.

Erster Audiovergleich Waldorf Microwave vs Waldorf M

Die Erkenntnisse aus meinem ersten Probehören, habe ich in folgendem Audiobeispiel zusammengefasst. Wann was genau zu hören ist, findet Ihr über die Timetable-Notizen im Anhang:

  • 0’00-0’09 Waldorf Microwave 1 RevA PPG #39A
  • 0’09-0’16 Waldorf M PPG #39A
  • 0’16-0’24 Waldorf Microwave 1 RevA PPG #39A solo
  • 0’24-0’32 Waldorf M  PPG #39A solo
  • 0’32-0’48 Waldorf Microwave 1 RevA PPG #08A
  • 0’48-1’04 Waldorf M PPG #08A
  • 1’04-1’20 Waldorf Microwave 1 RevA PPG #08A solo
  • 1’20-1’36 Waldorf M PPG #08A solo
  • 1’36-1’44 Waldorf Microwave 1 RevA ASIC-Bug
  • 1’44-1’52 Waldorf M  ASIC-Bug
  • 1’52-2’00 Waldorf Microwave 1 RevA ASIC-Bug solo
  • 2’00-2’08 Waldorf M  ASIC-Bug solo
  • 2’08-2’24 Waldorf Microwave 1 RevA VCF Reso
  • 2’24-2’40 Waldorf M VCF Reso
  • 2’40-2’56 Waldorf Microwave 1 RevA VCF Reso solo
  • 2’56-3’12 Waldorf M VCF Reso solo
  • 3’12-7’14 Waldorf M assorted presets (mit externen FX)
  • 7’14-7’31 Waldorf Microwave 1 RevA Sysex-Vergleich #1 (mit externen FX)
  • 7’31-7’49 Waldorf M Sysex-Vergleich #1 (mit externen FX)
  • 7’49-8’03 Waldorf Microwave 1 RevA Sysex-Vergleich #2 (mit externen FX)
  • 8’03-8’18 Waldorf M Sysex-Vergleich #2 (mit externen FX)
  • 8’18-8’33 Waldorf Microwave 1 RevA Sysex-Vergleich #3 (mit externen FX)
  • 8’33-8’49 Waldorf M Sysex-Vergleich #3 (mit externen FX)
  • 8’49-9’01 Waldorf Microwave 1 RevA Sysex-Vergleich #4 (mit externen FX)
  • 9’01-9’14 Waldorf M Sysex-Vergleich #4 (mit externen FX)
  • 9’14-9’24 Waldorf Microwave 1 RevA Sysex-Vergleich #5 (mit externen FX)
  • 9’24-9’34 Waldorf M Sysex-Vergleich #5 (mit externen FX)
  • 9’34-10’00 Waldorf Microwave 1 RevA Sysex-Vergleich #6 (mit externen FX)
  • 10’00-10’26 Waldorf M Sysex-Vergleich #6 (mit externen FX)
  • 10’26-10’37 Waldorf Microwave 1 RevA Sysex-Vergleich #7 (mit externen FX)
  • 10’37-11’00 Waldorf M Sysex-Vergleich #7 (mit externen FX)

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Fazit

Daher kann ich ruhigen Gewissens bestätigen, was alle M-Interessenten sicher gehofft hatten: Er ist in vielen typischen Einsatzbereichen in der Tat ein adäquater Ersatz für den Microwave! Wer einen achtstimmigen Wavetablesynthesizer mit Analogfiltern zu schätzen weiß, muss nicht länger nach den immer seltener werdenden und mit der Zeit anfällig gewordenen Originalen Ausschau halten. Klar – kaum ein Synthesizer-Expander ist so sexy im Rack wie ein Microwave 1, aber dafür hat der M unzählige haptisch überzeugende Echtzeit-Regler und ein übersichtliches Farbdisplay. Ein schnelles Schnäppchen ist der M sicherlich nicht. Und wer den Sounds des Microwave noch nie etwas abgewinnen konnte, der wird sich auch nicht mit dem M auseinandersetzen müssen. Alle Kenner der Materie aber werden den direkten Parameterzugriff und den ehrlichen klaren Sound des M jedoch bejubeln. Der M ist weitaus mehr als ein vergoldetes Plug-in im Nobel-Gehäuse. Er ist ein ernstzunehmendes Musikinstrument, ein Werkzeug, um konkrete Klangträume Wirklichkeit werden zu lassen. Für mich hat er jetzt schon das Zeug zum Klassiker im Portfolio des Herstellers Waldorf, ein nächstes Kultinstrument aus deutschen Landen.

Plus

  • vielseitige Klangqualität von ultra-clean bis 8 Bit
  • "echte" analoge Filter
  • viele Echtzeit-Bedienelemente
  • Import originaler SysEx-Daten

Minus

  • externes Netzteil mit exotischem Stecker
  • unsymmetrische Ausgänge
  • Aux-Ausgänge auf Stereo-Klinken
  • kein integrierter Effektprozessor

Preis

  • 1.799,- Euro
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Forum
  1. Profilbild
    Emmbot  AHU

    Die Sounddemos sind ja mal ein Träumchen.

    Danke für den spitzen Artikel. Das mit der fehlenden Effektsektion ist wirklich schade.

    • Profilbild
      Robert

      Ich finde den Artikel etwas aggressiv. Aber gut. Der Punkt mit dem Netzteil ist ja wahr. Hoffe, das das nie kaputt geht. Und ich darf tatsächlich behaupten, ich habe meinen schon seit fast 3 Wochen zuhause ;-). Ich find ihn toll.
      Das Thema mit den Effekten verstehe ich jedoch nicht. Viele meckern. Aber ich bin froh, das mann es nicht gemacht hat. Stelle man sich bitte den Signalweg vor. Digitale Oszillatoren die durch einen DA Wandler Analog werden. Durch analoge Filter geführt und dann durch analoge Verstärker auf den Ausgang gebracht werden. Also eine DA Wandlung. Wenn nun das gewünschte Multieffekt Gerät dazwischen käme, dann müsste das schöne analoge Signal digitalisiert werden um dann erneut analog gemacht zu werden mit Effekt. Analoge Effekte hätten das Ganze bestimmt bereichert, also bitte noch ein Spring Reverb mit einbauen und den Preis um 500€ erhöhen…
      Also ich verstehe die Waldorf Jungs hier.

      • Profilbild
        t-hiho  RED

        Vielen Dank für Dein Feedback. Die beschriebene leichte „Agressivität“ erkenne ich auch. Ich möchte einfach nur klar machen, dass das Gerät in meinen Augen auch Schattenseiten hat. Dies entsprach auch meinem Gefühl der ersten Stunden, die ich damit verbrachte. Bitte versteht diese „First Impression“ – wie es in der Einleitung auch heißt. Dies ist nicht mein ausführlicher Test. Ich habe ihn flott getippt um schnell ein ehrliches Bild zu zeichnen, für eine endgültige Meinung zum Gerät brauche auch ich noch eine Weile – zu viele neue Funktionen verstecken sich noch in den Tiefen der Menus.
        Zum Effekte-Thema möchte ich kontern, dass die E-Gitarre-schwingende Zunft uns da schon lange vorlebt, wie man es richtig oder falsch machen kann. Eine digitale Effektsektion bedarf nicht zwingend einer ADDA Wandlung des trockenen Signalanteils! Das hat schon das (hybride) Roland GP-8 im Jahr 1978 richtig vorgemacht. Eigentlich mischen nahezu alle heutigen digitalen Gitarrenpedale ihren Effektanteil analog zu. Nur komplexe DSP-Multieffektgeräte lösen dies noch über eine zusätzliche Konvertierung.
        Ein netter Gedanke jedoch von Dir: ein reales analoges Spring-Reverb-Modul als Einbau-Nachrüstsatz für aktuelle Synths? Ich fände das im Ernst ganz prima! Ich würd eins kaufen! Stellt euch nen Modal Cobalt 8 oder AMS Hydra mit echten Federn vor! Dazu John Carpenters Furman RV1 vielleicht?

        • Profilbild
          Eurosack  

          Das mit den Effekten sehe ich ähnlich wie Robert. Allgemein weiß ich darüber aber ziemlich wenig. Ich weiß aber, dass zB die Strymonpedale (laut Pete Celi Interview) das komplette Signal digitalisieren, um keine Phasenprobleme zu bekommen…
          Müsste man dann also das trockene Signal um die Latenz des DSPˋs verzögern um das zu vermeiden?
          Ich persönlich kenne übrigens keinen guten Synth, wo die internen Effekte auf gleichem Niveau sind. Unterwegs macht das vielleicht Sinn, aber im Studio meiner Meinung nach weniger…..

          Bei den Federn wär ich auch dabei. Ein analoges Delay wär aber auch eine feine Sache!

          • Profilbild
            t-hiho  RED

            Das trockene Signal müsste nur dann verzögert werden, wenn die Effektart es erfordert (z.B. EQ, Parallelkompression, Overdrive, Rotary). Alle zeitbezogenen FX, die das Signal GEWOLLT mal mehr oder weniger verzögern (a la Modulated Delay, Reverb) können ruhig leicht zu spät beigemischt werden, das tut dem Klangergebnis selten Abbruch.
            Subjektiv betrachtet finde ich manche wenige Synths doch sehr studiotauglich, was ihre internen FX anbelangt: Korg Trinity Plus, Roland JD990, Moog One, Ensoniq ASR10, Clavia Nord Lead A1 sind prinzipiell nicht von schlechten Eltern!

            • Profilbild
              Robert

              Ich möchte ja nicht unken, aber sind Korg Trinity, Roland JD, ASR10 und Clavia nicht Digitale Synts? Dort ist doch der gesamte Signalweg bis zum Ausgang digital. Da ist Effekt in digital natürlich kein Thema.
              Und ich will ja nicht sagen das digital misst sein muss (habe selbst einen JD800, Nord G2, Supernova), aber dann brauchts auch keine analogen Filter und Verstärker. Auch Digitale Filter können eine eigenen Sache sein (zB. Z-Plane von EMU die ich liebe). Und ja, ich digitalisiere das ganze in meinem Audioniterface natürlich auch wieder. Aber dann kann der Effekt auch gerne hier zugemischt werden oder ich nehme mein externes Spring Reverb (was dann natürlich nicht mehr Stereo ist).
              Tatsächlich kenne ich keinen klassischen Synth mit Multieffekt. Juno hatte um den Sound des einen Oszilators fett zu machen ja auch kein Muliteffekt sondern nur das eine analoge Chorus. und von davor kenne ich eigentlich tatsächlich nur Geräte mit BBD oder Spring Reverb. (Vielleicht ist eine solche Betrachtung ja mal einen eigene Artikel wert ;-))

              PS: Die Kritik mir dem „aggresiv“ sollte Dich bitte nicht abhalten hier zu berichten. Denn diese Seite lebt von guten Berichten.

              • Profilbild
                t-hiho  RED

                Meine unvollständige Aufzählung guter integrierten Effekte bezog sich tatsächlich nur auf das Statement von Eurosack, es gäbe keine studiotauglichen FX innerhalb von Synthesizern allgemein. Ich stimme Dir freilich zu, dass es prinzipiell konstruktiv effizienter und audioqualitativ besser ist, durchgängig in der digitalen Domäne zu bleiben. Analoge Synths und hybride Synths haben da u.U. einen prinzipiellen Nachteil. Dennoch ist eine zusätzliche analoge Mischstufe IM Gerät m.E. eine gute Lösung. Also Klangerzeuger mit analogen Filtern, digitalen FX (100% wet), analog zusammengefügt. Letztlich ist die Mischpultlösung ja auch nichts Anderes. „Große“ analoge Klassiker fallen mir da auch spontan nicht ein, aber bei Korg gab es im DW8000 digitale OSCs, analoge Filter und ein am Ende der Klangerzeugungsstrecke analog beigemischtes Digital-Delay, soweit ich mich erinnere.

                • Profilbild
                  Eurosack  

                  Ich hab dabei mehr an analoge Synths gedacht. Das hätte ich natürlich dazu schreiben sollen. Wenn ich einen Moog One oder Prophet 6 im Studio hätte, würde ich lieber mit Plugins a la Soundtoys/UAD oder mit Effektengeräten a la OTO/Fairfield circuitry (in meinem persönlichen Fall) rangehen, anstatt die internen FX zu verwenden. Diese sind bei beiden Synths zwar gut, aber werden dem Grundsound nicht gerecht, finde ich zumindest.
                  Das heißt übrigens nicht, dass ich diese nicht studiotauglich finde, sondern nur das es im Studio meist bessere Alternativen gibt.
                  Hab mich da vielleicht ein wenig umständlich ausgedrückt.
                  Eigentlich wollte ich darauf hinaus, dass ein Synth ohne FX für mich kein Problem darstellt.

  2. Profilbild
    Henrik Fisch  AHU

    Ich muss erst noch ein paar mal die Soundbeispiele hören und den Text studieren, dann kann ich etwas schreiben.

    Im Moment bin ich zu begeistert von den Soundbeispielen! 🎶 Mann-o-mann … da hat sich aber mal jemand RICHTIG Mühe gegeben! 🤩👍

    P.S.: … und das ist erst Teil 1! (freu)

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      t-hiho  RED

      Besten Dank, freut mich wenn Dir meine Hörbeispiele gefallen. War ein echter Schnellschuss, ich hatte den M erst seit 6 Stunden, als ich sie aufgenommen habe. Aber man merkt schnell, wie inspirierend diese Klänge sind…

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    Kazimoto  

    Die Minuspunkte bitte maximal auf das Netzteil reduzieren. Oder ganz weglassen. Bitte mal auflisten welche Synths XLR trafosymmetriert haben? Immerhin haben wir Einzelausgänge und ich persönlich nehme zu 90% nur mono auf. Sehr abgehoben diese Minuspunkte. Nur meine persönliche Meinung.

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      qwave  

      Stimme dem zu: Es gibt nicht so viele Synths mit symmetrischen Ausgängen, egal ob als TRS oder als XLR ausgeführt. Aber bei Line-Leveln ist das auch nicht so ein großes Problem wie bei Gitarren und Mikrophonen. Auf den Keyboards hatte ich auf Bühnen selten Einstreuungen durch Dimmer der Lichtanlage.
      Und ich empfinde eingebaute Effekte eigentlich nicht als zwingend nötig. Da habe ich besser am Mischpult angeschlossen. OK, live mag das hilfreich sein. Aber ist ein Synth ohne FX gleich ein Grund das als Minuspunkt zu sehen? Ist ein Synth z.B. ohne Bierdosenhalter dann auch immer mit einem Minuspunkt zu versehen?
      Bei 8 Stimmen sehe ich den Multimode als ein Extra. Und daher sind mir die AUx-Ausgänge wurst. Hatte ich bei meinem original microWave auch wirklich nie benutzt. Und eine Layer und Splitt-Funktion statt einem kompletten vierfach Multimode würde mir bei nur 8 Stimmen reichen.

      Toll gemachte Audio-Demo!!!!

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      t-hiho  RED

      Ist ja auch vollkommen ok, dass jeder individuell bestimmte Dinge für wichtiger oder eben auch gänzlich unbedeutend nimmt, je nach Einsatzfeld. Für mich sind symmetrische Ausgänge ein willkommenes professionelles Feature, z.B. beim Roland MKS80, MKS20, Jupiter 8, Jupiter 6, FantomS, Integra 7, beim Nonlinear Labs C15, Korg Wavestation A/D, Wavestate, Kurzweil K2000, PC4, Emu E64, Behringer Neutron, Alesis ION und Andromeda, Yamaha CS40M, TX816, A5000, Moog One, Elektron synths, soll ich weiter machen? ;-)

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    fritz808  

    darauf habe ich immer gewartet: einen Waldorf microwave mit analogen filter und zahlreichen reglern. nach diesem tollen test habe ich mich sofort entschlossen den m zu kaufen. danke.

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    paulilein  

    Ja, ich mache mich jetzt unbeliebt aber ich möchte auf meinen Kommentar von vor mindestens 10 Jahren zurückgreifen als ich mehrmals die Idee an Waldorf gerichtet hatte den Microwave neu aufzulegen. Die Idee war, die Technik des MW2 in das Gehäuse des Blofeld zu packen usw.
    Naja. Jetzt sinds 8 Stimmen für knapp unter 2000 Kracher.
    Ne. Ich hab mir für knappe 700 Kracher den Modwave gekauft und mit den MW- und PPG Wavetables gefüttert. Klingt nicht exakt aber schon ein bischen in die Richtung.

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    Herr_Melin  

    Sehr schöner Artikel – der hat Spaß gemacht! Vor allem die pastosen Klangbeschreibungen.

    Der Microwave war mein alltime-Lieblingssynth! Und es sieht ja fast so aus, als wäre Waldorf hier eine Art MW 1 mit der Bedienung eines XT gelungen – Wollmütze ab, großes Zelluloid! Ich hoffe, dass der sich durchsetzt. Denn der Blaue mit der roten Nase war damals, als alle Welt Rompler mit Klavier- und Flötensamples wollte, oustanding, einzigartig und mutig. Heute ist Wavetable so verbreitet wie ohne Krawatte in die Oper gehen. Ein paar Stimmen mehr und ein Effektblöckchen zu zwei Drittel des Preises, dann wär ich vielleicht dabei gewesen. Aber die Welt hat sich leider weiterentwickelt …

    Trotzdem: Waldorf GO!

    Und von dem Autor möchte ich unbedingt mehr lesen. Werft den mit Testgeräten zu!

  7. Profilbild
    Soundreverend  AHU

    Super Sound Beispiele. Danke! Und auch gut geschrieben der Bericht.

    Ich hatte einen microWave und er hat mich nie abgeholt. Wahrscheinlich weil ich nicht so spielen oder programmieren kann wie Du :) Aber auch genau deswegen lasse ich die Finger davon, weil ich eben nicht so spielen oder programmieren kann wie Du :)

    Ein Delay oder Reverb würde ich auch erwarten, auch wenn man es dann auf Aufnahmen evtl. in der DAW ersetzt ist es bei der Suche nach einem schönen Sound schon wichtig. Jedenfalls bei den Synthies, die ich gut programmieren kann :)

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      t-hiho  RED

      Alle Waldorf Synths polarisieren mit Sicherheit. Ich konnte bis vor einigen Jahren auch gar nichts damit anfangen. Aber inzwischen gehört mein Microwave 1 RevA zu meinen allerliebsten Schätzchen!
      Ich stimme Dir vollumfänglich zu, eine integrierte Effektsektion muss gar nicht mega-toll klingen, aber sie hilft ungemein, einen Sound anzutesten. Ich war jahrelang mit einem Roland XP80 on tour, ich habe die internen FX geliebt, sie im Studio aber immer durch höherwertiges ersetzt. Ohne FX kann man m.E. den XP80 kaum ertragen (den Microwave und den M glücklicherweise schon)…

  8. Profilbild
    tommyk  

    Och, soundtechnisch scheint der schon recht nett. Aber 1.8k? Wtf?

    – 8 Stimmen? Lach, lach, lach! Der SSI2144 kostet ca.:
    Quantity
    50 $3.35
    100 $2.20
    Also? Laziness? Kosteneinsparung? Will mir jemand erzählen dass wenigstens 16 Voices „zu teuer“ waren?
    Die hohe Zeit der Digitalen war wirklich in den späten 1990ern – was die Polyphonie betrifft. Da waren wenigstens 24 Stimmen nicht allzu weit hergeholt, selbst wenn komplett DSP-basiert statt Rompler! Bzw. siehe die Virus-Famile. Oder eine SuperNova 2 mit 6 DSPs.

    – die Schattenfuge welche (wie das gesamte Gehäuse – Synergieeffekte – Kosteneinsparungen!) vom Kyra übernommen wurde, ist ein absoluter Dreckfänger

    – das typische Hartmann-Design, hier nicht allzu hässlich wie noch die meisten Waldorfer der 90er, jedoch die immer wieder gleichen unergonomischen Potikappen aka Blofeld u. Co (auf meine Knochen/Knorpel drückendes, zu glattes Plastik – nein Danke!)

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      swissdoc  RED

      Das glatte Plastik der Potikappen ist gedrehtes Aluminium und beim M auch griffiger als beim Blofeld. Aber es sind ebenfalls nicht so meine Traum-Knöpfe. Sie sollten aber haltbarer sein, als so mancher Knopf vom MWII/XT.

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        rio  

        Die Potis waren alles welche ohne Gewinde und damit hatten sie eine verkürzte Halt am shaft, was dann früher oder später ausleiert – die schwimmen dann richtig nach Jahren… das hab ich alles mal ersetzt

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      justme  

      # tommyk
      Wenn es Dich beruhigt, weil Du Synths offensichtlich nach ihrem Preis/Voice bemisst, ist ja vielleicht die folgende 16stimmige Variante etwas für Dich ?
      Für weitere 8 Stimmen so rund 500,00Euro werden Dir sicher noch viel mehr lach lach bla bla blubb entlocken, aber insgesamt wird die Euro/Voice-Ration ja dann deutlich besser !
      Na, das ist doch was, oder ? Da wird´s doch total egal, was für ein geiles Instrument das ist…

  9. Profilbild
    paolostylo

    Wahnsinn! Top Artikel! Top Soundbeispiele!
    irgendwer hat mal gesagt, „Die 80er kommen nie zurück“…
    Völliger Quatsch! Wir sind MITTENDRIN!! Mehr 80er geht ja gar nicht mehr… :-)

    • Profilbild
      t-hiho  RED

      Interessant dabei vielleicht: Die Reduktion auf 8 Stimmen beeinflusst in direktem Maße das was man spielt bzw. arrangiert. Der Stimmenabriss hat auf jeden Fall stilistisch auch irgendwie was. Man kann am M getrost lange VCA-Release-Zeiten nutzen – die Stimmen verschmieren nicht, weil sie eher ausgehen…

  10. Profilbild
    llIIllIlIIIlllIIllI  

    Entweder haben wir zwei verschiedene Waldorf Ms oder ich verstehe nicht, was du mit den Stereo-Aux Ausgängen meinst. Mein M hat vier Aux Ausgänge, die ich mit handelsüblichen Mono-Klinkenkabeln an meinen Mischer oder Audio Interface anschließen kann.

    • Profilbild
      llIIllIlIIIlllIIllI  

      Ich ergänze noch: Das Netzteil sieht zwar exotischer aus als ein zwei- oder dreipoliges Kabel, ist aber ein Standard-Teil, das man zum Beispiel bei Reichelt oder Conrad bestellen kann. Das ist mir allemal lieber als ein integrierter Eigenbau, der bei einem Defekt eine teure Reperatur beim Hersteller nach sich zieht.

    • Profilbild
      swissdoc  RED

      Die Aux-Outs sind Stereo. Eine Mono-Klinke funktioniert auch, halt nur in Mono. Mit einem Insert-Kabel, was also Stereo-Klinke auf zwei Mono-Klinke splittet, kann man auf zwei Mixer-Kanäle gehen. Steht so auch im Handbuch.

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        llIIllIlIIIlllIIllI  

        Dann ist der Kritikpunkt, dass es dem Autor nicht passt, ein Stereokabel verwenden zu müssen, um alle acht (!) Einzelausgänge nutzen zu können? Die Ansprüche hier wachsen ja wirklich mit jedem Artikel weiter ins Unendliche. Die vier Aux Outs beim Microwave sind mono und genau so kann man den M ohne „spezielle Kabel“ nutzen. Die Stereo-Funktionalität ist ein schönes Add-On, das nun letztendlich als Negativ-Punkt gewertet wird?

        • Profilbild
          swissdoc  RED

          So sieht es aus. Toni legt einfach eine hohe Messlatte an. Siehe auch das Thema XLR. Es sind aber nicht acht Einzelausgänge, sondern vier Stereo-Ausgänge.

          • Profilbild
            t-hiho  RED

            Meine Studierenden spielen oft „nur“ Behringer Deepmind 6, DSI Mopho, Yamaha Reface, Arturia Micro Brute oder Korg Wavestate. Und machen total tolle Musik damit. Der Waldorf M ist deutlich teurer. Und da erhoffe ich mir eben auch mehr – ja mein Anspruch IST hoch bei einem 1800.-EUR Spezial-Synth-Expander im Jahr 2021. Es erscheint mir heute für viele ambitionierte Kreativlinge schwerer denn je, mit Musik genug Geld zu verdienen, um sich die Premium-Geräteliga überhaupt leisten zu können.

  11. Profilbild
    Anthony Rother  AHU

    Toller Testbericht.
    Vielen Dank.
    Da sind so viele schöne detaillierte Infos zu lesen dass macht richtig Laune ins Studio zu gehen.

    Der M klingt wirklich sehr gut.
    Der Vergleich der Filter im Video ist sehr interessant.
    Ich finde das neue Filter klingt bei 50 % Resonance etwas futuristischer.

    Ich freue mich auf die vielen neuen kommenden Abenteuer mit dem M.

    PS: Der M ist ein Synthesizer für Puristen.

    • Profilbild
      t-hiho  RED

      Witzig ist, wie der Filtervergleich auf meinem (leicht zerrenden) Samsung Smartphone klingt! Der M ist dabei irgendwie etwas gezähmter, der alte wirkt lauter.

      • Profilbild
        Anthony Rother  AHU

        Besser kann ich es nicht ausdrücken.
        Purismus ist so ein Wort das etwas schwammig ist.
        Wenn ich dass jetzt konkreter mache dann stimmt es für mich nicht mehr :-)

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          t-hiho  RED

          Vielleicht verstehe ich intuitiv, was Anhony meint. Der M ist sicher nicht für Musiker*innen gemacht, die schnelle Ergebnisse suchen, ohne sich mit der Materie befassen zu wollen. Es gibt viele Synths, die das genau können und den schnellen kreativen Prozess supporten. Das ist nichts Schlechtes, ich finde das super, wenn es gut umgesetzt wird. Der M ist für mich eher so ein Gerät, das erschlossen werden möchte und den User dann umso mehr belohnt.

  12. Profilbild
    solitud  

    Tolles Review! Der MW1 ist einer meiner Lieblingssynth und deshalb liebäugel ich sehr mit dem M.

    > Immerhin gelang es mir spontan und problemlos, via https://f0f7.net meine dort online abgelegten Microwave Sound-Bänke DIREKT in den M übertragen.

    Ich habe die Seite erstellt und hatte schon überlegt, eine Anpassung für den M hochzuladen. Super, dass das nicht nötig ist!
    Funktioniert auch das senden der Patches in den EditBuffer und somit das vorhören der Patches?

    • Profilbild
      t-hiho  RED

      Wow, genial, endlich kann ich dem Autor dieser genialen Site mal gebührend danken! Als unendlich frustrierter Midi Quest 12 Pro x64 User kann ich nur sagen: Hut ab und Danke für diese tolle Funktionalität! Deine Website ist 1000 mal nützlicher als viele kostenpflichtige und völlig überteuerte Librarians!
      Das mit dem Edit Buffer check ich nicht, was muss ich tun um das zu testen? Wir können das evtl. auf Zoom kurz klären, dann mach ich gern den Test! PM me…

      • Profilbild
        solitud  

        Dank dir!

        > Das mit dem Edit Buffer check ich nicht

        Wenn du im F0F7 Editor auf einen Programnamen klickst, wird das Program automatisch in den EditBuffer des Microwave 1 geladen. Dass heisst man kann das Patch sofort anspielen und anhören (sofern noch eine Tastatur angeschlossen ist). Man sieht auch dass der Program Name im Display des MW1 angezeigt wird.
        Dabei wird aber kein Soundprogram des MW 1 überschrieben, das ist das Tolle.
        Man kann also schön bequem mit den Cursor up/down Tasten durch die Programme im Clipboard steppen, sich das Program am MW1 anhören und bei Gefallen mit der Spacetaste in das Masterboard ziehen und sich somit seine individuelle Bank zusammenstellen.

        Ich habe leider keinen M und kann daher nicht testen, ob es da auch so funktioniert.

  13. Profilbild
    justme  

    Zuerst natürlich danke für die ausführliche Beschreibung des Autors.
    Aber auch lustig, sorry !
    Welcher DJ, Elektro-Homestudio-Producer noch Effekte zur Verfügung hat ? Wer, bitte, hat denn keine heutzutage ? Oder ist der M nur für EMT-Platten zertifiziert ?
    Weiter würde mich interessieren, welcher „Profi“-Hersteller denn seine analogen Synthesizer mit trafosymmetrierten Ausgängen anbietet ?
    Und welches professionelle Studio wäre denn ernsthaft vor eine Herausforderung gestellt, 8 Monoklinken, die durch die wahrlich nicht exotischen Y-Kabel entstehen, zu verkabeln ?
    Diese Kritiken fand ich ein wenig weltfremd. Jedenfalls kenne ich wirklich niemanden, der diese Punkte auch nur ansatzweise kritikwürdig findet.

    • Profilbild
      t-hiho  RED

      Trafosymmetriert: ich würd meine Hand nicht dafür ins Feuer legen, aber soweit ich weiß ziemlich sicher Kawais größere Stagepianos der MP-Serie (MP8, MP11SE), Nonlinear Labs C15. Servosymmetrisch XLR deutlich mehr:
      Access Virus TI, Jomox Sunsyn, Cwejman S1, Roland MKS80, MKS20, Jupiter 8, Jupiter 6, FantomS, V-Synth XT, Integra 7, Korg Wavestation A/D, Wavestate, Kurzweil K2000, PC4, Emu E-IV, E64, E-6400,
      Behringer Neutron, Alesis ION, Andromeda, Yamaha CP4, CS40M, CS70M, TX816, A5000, Moog One, Voyager, viele Elektron synths…

  14. Profilbild
    Organist007  AHU

    Nicht meckern: der Microwave klang auch ohne effekte super.
    Ein wenig reverb und das wars auch schon.

    Juckt mich sehr, meinen alten MW1 habe ich damals verkauft.

  15. Profilbild
    dflt  

    irgendwas stimmt bei mir nicht. kann nur das erste klangbeispiel hören. die anderen sind zwar gelistet, aber nur als text. ist das nur bei mir so? mac mit safari und chrome. ipad, iphone…

        • Profilbild
          t-hiho  RED

          …rigth, sorry dafür, es musste alles schnell gehen mit diesem ersten Eindrucksbild… Ich liefere noch übersichtliere Beispiele in einem Video-Clip für Teil 2 nach.

  16. Profilbild
    Sudad G  

    Schöner und ausführlicher Test! Der Waldorf M geht als Ersatz für den Microwave I voll in Ordnung. Beide klingen sehr schön. Der Microwave 1 klingt minimal wärmer, der Waldorf M etwas druckvoller und breiter.

    Warum wird eigentlich seit ich ich mich erinnern kann immer wieder gebetsmühlenartig darauf rumgehackt, wenn ein Instrument oder ein Gerät ein externes Netzteil hat? Welche gravierenden technischen Nachteile habe ich dadurch konkret? Betriebssicherheit oder Audioqualität?

    In meiner mehr als 30 jährigen Zeit als Musiker und Producer verursachten Instrumente mit internen Netzteilen mehr Stress als welche mit externen Netzteilen. Externe Netzteile lassen sich oft selbst nach Jahrzehnten immer wieder von anderen Herstellern im Netz besorgen und das auch noch relativ preiswert. Ein defektes internes Netzteil, kann dagegen – falls der Hersteller keine Ersatzteile mehr dafür bereithält – das Ende des ganzen Instrumentes bedeuten inkl. des nachfolgenden Theaters, um eine Alternative zu finden.
    (Anm: Habe derzeit das Problem, dass das interne Netzteil meines Lexicon 300 Hallgerätes defekt ist und ein kleiner Platinen-Trafo (defekte Spule) nicht mehr bestellbar ist. Wie schön und einfach wäre es doch jetzt, wenn das Lexicon 300 ein externes Netzteil gehabt hätte?)

    • Profilbild
      t-hiho  RED

      Ich verstehe die Debatte und bin auch unsicher. Es ist mehr so mein Bauchgefühl, das mir nach über 25 Jahren Touralltag flüstert „was wenn Du das spezielle Spezialnetzteil beim Abbau in der anderen Stadt hast liegen lassen?“ – ich schlaf da einfach nicht gut… ;-)
      Bei meiner Korg Trinity hab ich schon oft das Kaltgerätekabel auf einer dunklen Bühne vergessen. Am nächsten Spielort gab es aber stets einen Aktivmonitor, einen Computerdrucker, Büro-Bildschirm oder was auch immer, dessen Kabel ich mir leihen konnte.
      Du hast Recht, fest verbaute Spezialtrafos sind bei vielen älteren Geräten ein Riesenproblem, v.a. wenn sie exotischere Spannungen abgeben oder komische Bauformen bzw. Größen haben.

  17. Profilbild
    HOOOPS

    Hey.. Danke für dein Review. ich bin echt begeistert! Der M is jetzt schon ein Klassiker. Kannst Du mir bitte kurz erklären wie Du die alten Bänke drauf gemacht hast? Was muss ich am M einstellen? Gibt es irgendwo eine Erklärung? Konnte nichts im Manual finden. Danke!

    • Profilbild
      t-hiho  RED

      Das geht ohne weitere Eingaben. Ich habe den SysEx Datentransfer einfach via MIDI zum M geschickt. Das hat meine M-Bank #01 überschrieben mit meinen Patches. Am simpelsten geht das mittels des genialen browserbasierten freeware Dump-Managers http:\\f0f7.net (Achtung: nur mit Chrome oder Opera Browsern). In dieser Site einfach das eigenen MIDI-Interface anwählen, dann auf Waldorf Microwave als Synth-Type clicken und schon gings. Theoretisch müsste auch ein Transfer direkt vom alten MW1 zum M klappen, ich habs aber noch nicht versucht.

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        HOOOPS

        Habe nur MW2 und XT Librarys. Die scheinen nicht zu funktionieren. Hate Du damit schon Erfahrungen? Gibt es eine Art Konverter von MW2 zu MW1? Dank Dir!

          • Profilbild
            HOOOPS

            uhhh.. das is doof. hmmm.. Das hatte ich mir anders vorgestellt. Schade. Hat irgendjemand noch 90s Techno/ Trance/ Ambient Librarys für MW1? Gibt es welche zu empfehlen? DANKE!

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            t-hiho  RED

            Ich werde mich dem Thema M vs. XT sicherlich im zweiten Teil meines Tests ausführlicher widmen. Und auch mit Klangbeispielen versteht sich. Ja, manches Modulationen kann nur der MW2/XT. Dafür kann der M wiederum andere, die soweit ich weiß den älteren Waldis verwehrt geblieben waren. Man wird sehen…

  18. Profilbild
    falconi  RED

    Guter Test, top gemachtes Dauerklangbeispiel. Der M klingt m.E. top. Die nach oben offene HiFi-Skala sieht nun so aus:

    360
    Wave 2
    Wave 2.x
    Microwave 2
    Microwave 1
    M

    Oder ist es verboten, den Micro 2 hier einzusortieren?

    Der Waldorfsalat stammt tatsächlich aus dem von Walldorf-Auswanderen gegründeten Waldorf-Astoria – sollte daher öfter auf den Wavetable kommen!

    https://de.wikipedia.org/wiki/Waldorfsalat

  19. Profilbild
    Violator  

    Sorry, klanglich kann der M den MW1 leider nicht ersetzen, da fehlen ihm einfach die „Eier“.
    Das Design vom M ist Geschmacksache, mir gefällt es nicht.
    Ich hätte im Jahr 2021 von Waldorf auf einen „Mini-Wave“ gehofft – auf eine quasi bezahlbare Wave Variante.

    • Profilbild
      Anthony Rother  AHU

      Der MW1 Rev A klingt anders als der MW1 RevB.

      RevB kommt dem Klang des WAVE’s sehr nahe da der WAVE die selben Filter wie Rev B hat.

      Mir gefällt der Rev B Klang besser.
      Ja klar ist selbstverständlich Geschmacksache :-)

      Hatte mich mal ’ne zeitlang mit den Rev’s ausführlich beschäftigt als ich meinen WAVE verkaufen wollte und ihn mit einem Microwave1 Rev B ersetzen wollte.

      *** Ich weiß nicht welche Revision die Vorlage für den M war.
      Könnte eine interessante Frage sein ob die Revision eine Rolle gespielt hat. ***

      @Toni: Vielleicht kannst Du für deinen 2. Teil diese Frage aufgreifen und eventuell bei Waldorf freundlich nachforschen ?

      :-)))

      Hier zwei Videos auf YouTube wo man die Unterschiede von RevA und RevB hören kann
      https://youtu.be/a-G3znl4nE4
      https://youtu.be/8t2qGDuq_BA

      • Profilbild
        t-hiho  RED

        Gern greife ich die Frage im 2. Teil detaillierter auf, danke dafür! Ich weiß jetzt schon aus einem Telefonat mit den Entwicklern des M, dass ihnen auf jeden Fall mehrere (!) MW1 für einen Direktvergleich zur Verfügung standen – es wurde also nicht exakt einer davon angenähert, sonder quasi das gefühlte klangliche Mittel, vermute ich.

    • Profilbild
      HOOOPS

      Für mich der Schönste Synth ever. So unterschiedlich ist Geschmacksache. Die Verarbeitung ist der Hammer. Dagegen sieht mein Moog echt Billig aus. :-)

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      Henrik Fisch  AHU

      Nach mehrfachem Durchhören der Klangbeispiele – danke dafür noch mal an Toni – und das auf verschiedenen Abhören (Monitore, Kopfhörer, PC-Tröte) komme ich zu exakt dem gegenteiligen Ergebnis. So unterschiedlich können Geschmäcker sein. 😄

      • Profilbild
        t-hiho  RED

        Super, das freut mich! Würde mich en detail noch ein wenig mehr interessieren, was genau empfindest Du anders? Ich finde es sehr spannend, über Klang zu kommunizieren. Musikalische Phänomenologie. „Des einen Silber ist des andern Alu“…

  20. Profilbild
    falconi  RED

    Wohl weder noch, sondern nach Verfügbarkeit. Offenbar – und wenig überraschend – klingen die aktuellen (vermutlich nicht mehr 12bittigen) Wandler und Filterbausteine „ausgewogener und fetter“ und, zumindest im technischen Sinne, auch weitaus „besser“:

    RevA: AD7545/CEM3389
    RevB: AD7545(?)/CEM3387
    M: ?/SSI2144

    https://gearspace.com/board/electronic-music-instruments-and-electronic-music-production/545936-microwave-problem.html

    Weder noch

  21. Profilbild
    Anthony Rother  AHU

    Als ich den Quantum einige zeit hatte kam bei mir der Wunsch auf den rauen Sound vom WAVE auch im Quantum haben zu wollen.
    Ich hatte versucht mit dem Quantum einen Sound vom WAVE nachzubauen und habe dann gehört wie anders das hochaufgelöste Wavetable im Quantum klingt.
    Nicht schlechter aber anders.

    Mit dem M war sofort das WAVE Sound feeling am start, da vermisse ich beim M nichts im Vergleich mit meinem WAVE.

    Wenn ich einen 1:1 Vergleich machen würde dann sieht dass eventuell anders aus.
    Ich nutze meinen WAVE fast in jeder Produktion und der M fügt sich für mich nahtlos in dieses WAVE Klang Universum ein.

    • Profilbild
      Henrik Fisch  AHU

      Das ist für mich eine sehr spannende Aussage … zumal ich in Deinen diversen Videos auf YouTube natürlich sofort sowohl den »Wave« als auch den »Quantum« erspäht habe (und ich genau deswegen auch vom »Iridium« ab hin zum »Quantum« gerückt bin).

        • Profilbild
          Tyrell  RED 1211

          Ich fände es toll, wenn Waldorf ein Modulsystem anbietet. Also eine Tastatur in das sich M, Kyra und Iridium einsetzen liesen (sowie das Korg mal mit dem M3 und Radios gemacht hat). Dazu müssten die Gehäuse genormt sein und evtl. auch verkleinert werden. Minimum 2 Module für eine 61er Tastatur oder noch besser, sogar 3 :)
          Das ganze „Klick and play“ – ohne Kabel.

  22. Profilbild
    Violator  

    Lieber Herr tommyk, man muss ja nicht immer einer Meinung sein, aber es gibt keinen Grund jemanden deshalb persönlich angreifen zu müssen. Das ist peinlich!
    Also bitte – immer schön sachlich bleiben!

  23. Profilbild
    justme  

    # tommyk
    Peinlich, deklassierend und erst recht plakativ ist für mich einzig, sowas nicht einfach für sich zu behalten !
    Man kann ja so denken, aber was, bitte, hat das in diesem doch recht sachlichen Info-und Meinungsaustausch zum Test eines neuen Instrumentes zu tun ?
    Kopfschütteln & Unverständnis

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