Green Box: Waldorf Microwave 1, Wavetable-Synthesizer

1. Mai 2014

Starker Wellengang aus Deutschland

A little Story

Wir schreiben das Jahr 1989. Digitale Synthesizer dominieren den Markt. Als das Magazin Keyboards in der Ausgabe 11/89 den Microwave von Waldorf erstmals vorstellt und testet, finden sich im Heft ansonst nur Anzeigen und Beiträge zu Synthesizern wie Korg T3, Kawai K4, Yamaha SY77, Roland W30 und Ensoniq VFX-SD, allesamt voll digital und Sample-basiert.

Extrem mutig und selbstbewusst präsentierte die bis dato fast unbekannte Firma WALDORF aus Deutschland mit dem MICROWAVE einen 19“-Synthesizer ohne Tastatur, Samples und ohne digitale Effekte mit nur 8 Stimmen, dafür aber einer komplett analogen Filtersektion auf Basis der legendären Curtis-Chips und traf damit offensichtlich den Zeitgeist einer neuen Musikergeneration.

Der MICROWAVE machte Geschichte, etablierte die kleine Synthie-Schmiede Waldorf weltweit und war Deutschlands erfolgreichster Synthie-Export jener Zeit. Vor allem die Techno- und Dance-Szene entdeckte schnell das Potential des analogen Kraftpakets und so traf der Microwave (durch Zufall?) den damaligen Zeitgeist und die Klangerzeugung der fast vergessenen PPG-Waves erlebte im 19″Gehäuse ein fulminantes Revival, was schließlich einige Jahre später im WALDORF WAVE seinen krönenden (und fast unbezahlbaren) Höhepunkt fand – aber gleichzeitig auch zum Untergang der Firma WALDORF führte. Erst vor wenigen Jahren wurde nun auch WALDORF wieder zum Leben erweckt und in Teilen erlebt somit nun auch der Microwave in der Blofeld-Serie seine Wiedergeburt.

Die eigentliche Geschichte des MICROWAVE begann aber 1974, als ein gewisser Wolfgang Palm in Hamburg die Firma PPG gründete, zu deren Entwicklungen der weltberühmte Synthesizer PPG WAVE 2.2 aus dem Jahr 1982 gehörte. Der MicroWave ist quasi ein 19“-Expander dieses berühmten Vorgängers – einen ausführlichen Bericht zum original PPG 2.2 finden Sie HIER. Entwickelt wurde der Waldorf MICROWAVE schließlich vom einstigen PPG-Gründer Wolfgang Palm und Waldorf-Gründer Wolfgang Düren.

GEHÄUSE & BEDIENUNG

Verpackt in einem robusten 19″-Gehäuse mit zwei Höheneinheiten hinterließ der Microwave vor allem durch sein knallrotes Eingaberad und die dazugehörige rote Enter-Taste einen visuell starken Eindruck. Es war eine der ersten professionellen Arbeiten des jungen Designers Axel Hartmann, der übrigens das Design der Waldorf-Produkte bis heute maßgeblich prägt. Ein ausführliches Interview mit Axel finden Sie übrigens HIER.

Um die Bedienung des Microwave auf nur zwei Höheneinheiten und nur einem Eingaberad übersichtlich zu halten, bedienten sich die Konstrukteure einer Bedienmatrix, die sich auf der rechten Seite neben dem Display befindet. Dank dieser Matrix kann man dem Microwave eine recht übersichtliche und einfache Bedienung bescheinigen, trotz des kleinen Displays.

Auf der Rückseite finden wir das klassische MIDI-Trio, Stereoausgänge, vier (!) zusätzliche Einzelausgänge sowie ein mächtiges Netzteil, das offensichtlich im Gehäuse keinen Platz mehr gefunden hat.

Klangerzeugung Waldorf Microwave 1

Der Grundaufbau entspricht einem klassischen subtraktiven Synthesizer, hier mit zwei digitalen Oszillatoren (dazu später mehr), analogem VCA und VCF für jede der 8 Stimmen. Das Ganze wird auf Wunsch kontrolliert durch drei ADSR Hüllkurven (mit Verzögerungsparameter), zwei LFOs und einer zusätzlichen ADR-Hüllkurve. Modulieren lässt sich dabei so ziemlich alles, was der Microwave an Parametern zu bieten hat. Im Mixer lassen sich den beiden DCOs auch noch „Weißes Rauschen“ hinzufügen.

Neben den gängigen Schwingungsformen analoger Synthesizer verfügen die beiden digitalen Oszillatoren über 32 sogenannte Wavetables. Jeder dieser Wavetables besteht nun wieder aus 64 unterschiedlichen Schwingungsformen. Die digitalen Oszillatoren könnten also auf einen Vorrat von 2048 Schwingungsformen zugreifen, in Wirklichkeit sind es tatsächlicher 300 Wellenformen die unterschiedlich zusammengefasst wurden. Der Programmierer hat nun die Möglichkeit, eine einzelne Schwingungsform aus einem Wavetable für den digitalen Oszillator einzusetzen oder mehrere Schwingungsformen hintereinander abzufahren. Je nach Wavetable entstehen damit rhythmische oder fliesende Klangverläufe.

Da jeder der beiden digitalen Oszillatoren auf ein unterschiedliches Wavetable oder Startposition innerhalb eines Wavetables zugreifen kann, ist das Klangpotential geradezu unerschöpflich.

Noch ein Wort zu den analogen Curtis Chips im Microwave. In der ersten Revision des Microwaves (jene Geräte mit der stahlblauen Optik) fand der CEM 3389 Verwendung, in den Revision B (jene Geräte im Anthrazit-Look) der CEM 3387. Welcher nun besser klingt, darüber streiten sich die Geister. Interessant zumindest: Der CEM 3387 wurde schließlich auch im Waldorf WAVE eingesetzt.

Speicher

Ab Version 2.0 (nicht verwechseln mit dem Microwave II) ließ sich der Microwave auch mit eigenen Wavetables füttern. Was man dafür benötigte und wie das Ganze in der Praxis aussah, konnte ich leider selbst nie ausprobieren. Hier würde ich mir sehr über einen Erfahrungsbericht eines Lesers freuen.

Grundsätzlich konnten im Microwave 64 Single-Sounds benannt und gespeichert werden sowie 64 weitere pro optional erhältliche Soundkarte. Rob Papen programmierte seinerzeit übrigens eine Techno-Card für den Microwave 1, die sehr empfehlenswert ist.

In 64 Multimode-Sets lassen sich schließlich je 8 Sounds für entsprechende MIDI-Multi-Mode-Sessions organisieren. Mit der achtstimmigen Polyphonie kommt man damit allerdings weilt, nicht obwohl diese 8 Stimmen dynamisch verteilt werden (ging ab Software-Version 2.0).

Sound

Der Microwave I ist nach wie vor einer meiner Lieblingssynthesizer – und das nun schon gut 25 Jahre. Wer auf der Suche nach polyphonem, analogen Sound ist, der wird kaum etwas Günstigeres finden – und wird dann noch mit einem warmen und brachialen Sound belohnt, der alle folgenden Microwave-Generationen ganz arm aussehen lässt.

Mag sein, dass der Microwave nicht der allerbeste Flächenleger ist, aber in allen anderen Disziplinen spielt er ganz oben mit. Ob Bässe oder Brazzel-Leads, der Microwave hat sie alle drauf. Selbst die legendären Vangelis CS80-Bläser lassen sich mit dem Microwave überzeugend imitieren. Und wer es gern knackig mag, die Hüllkurven des Microwaves gehören zu den schnellsten, die ich bei Analog-Synths kenne. Höchstens der Cwejman S1 kann da mithalten.

Dazu kommt der unnnachahmliche PPG-Sound mit Wavetable-Synthese, die den Microwave dann nochmals gehörig von den Wettbewerbern abhebt. Ob gläsern, metallisch oder klirrend kalt digital, die Soundpalette des Microwave ist fast unerschöpflich. Laut PPG-Usern sind Klangunterschiede zwar vorhanden, aber dafür kostet ein Microwave nur einen Bruchteil eines gebrauchten PPG und ist auch nur einen Bruchteil so anfällig wie der blaue Bolide.

Waldorf Wave Slave and more..

Den Microwave gab es auch als WAVE-SLAVE – quasi die 8-stimmige 1″-Polyphonie-Erweiterung ohne direkten Edit-Zugriff.

Außerdem bot das Synthesizerstudio Bonn Varianten mit 4 bzw. 8 analogen Audioeingängen an, um die hervorragenden Filter des Microwave auch zur Signalbearbeitung externer Audiosignale nutzen zu können. Diese beiden Versionen trugen die Bezeichnungen MICROWAVE PLUS 4 und MICROWAVE PLUS 8.

Zuletzt konnte man auch nur den Filterbaustein des Microwave als eigenes Gerät erwerben unter der Bezeichnung WALDORF 4 POLE.

Und zu guter Letzt etablierte sich die Firma ACCESS (heute bekannt durch die VIRUS-Reihe) mit einer Hardware-Remote-Control für den Microwave, mit der man über MIDI einen Großteil der Parameter des Microwave bequemer steuern konnte als über die Microwave-Matrix.

Microwave vs PPG 2.2 bzw PPG 2.3

(von Till Kopper)

Der Unterschied zwischen einen PPG und JEDEM Waldorf Wavetable Hardware-Synth geht schon bei den Wellensätzen los. So hatte man bei den oben genannten PPG Waves immer neben dem angewählten einen zusätzlichen zweiten Wellensatz, den so genannten „Upperwavetable“ parat gehabt. Also statt 64 Schwingungsformen 128!

Das hat Herr Palm aber nicht in die ASIC Chips für den microWave (und den Waldorf WAVE) mit eingebaut. Und schon kann man so manche PPG Sounds alleine deshalb nicht nachbauen. Und dann ist da noch die Art der digitalen Klangerzeugung. Die PPG-Waves hatten einen so genannten Accumulator Oszillator, der mit weit über 100 kHz arbeitete. Es wurden also die Aliasing Fehler der ROM-Wellen, die wegen der beschränkten Auflösung generiert wurden, hörbar übertragen und mangels eines fast nicht vorhandenen Tiefpassfilters hinter dem D/A Wandler nur durch das 24 dB Filter abgedämpft.

Die PPGs hatten also so richtig vollen digitalen Schmutz im Klang. Und der fehlt beim Microwave gänzlich. Nur die 8-Bit Auflösung der Schwingungsformen hört man im Microwave als Schmutz.

Und noch ein entscheidender Punkt: Die Curtis Chips des Microwave klingen natürlich nie wie die SSM Chips in den PPG-Waves 2.2.

Den Vorgänger, PPG wave 2.2 gab es als PPG EVU übrigens schon Jahre vor dem Microwave als 19″-Expander. Und das bei selben Klang wie die PPG-Keyboard Version.

Waldorf Microwave 1 on YouTube

Und hier noch ein schönes YouTube-Video mit Soundbeispielen:

Fazit

Der original Microwave ist ein hervorragender hybrider Synthesizer, der sowohl als reiner Analogsynthesizer als auch als Digital-Synthesizer voll und ganz überzeugen kann. Seine stärken sind brettharte Rave-Sounds, tiefe Bässe, aber auch weiche Lead-Klänge à la Vangelis. Lediglich bei breiten schwebenden Klängen tut er sich schwer.
Der Microwave verfügt über einen unnachahmlichen Charakter. Für meinen Geschmack steht er hier einem PPG Wave 2.. in nichts nach und schlägt seine digitalen Nachfolger (z.B. Microwave II) bei den Analog-Sounds um Längen. Mag sein, dass der PPG Wave 2.. einen Tick wärmer klingen kann und auch mehr Wavetables besitzt, dafür erzeugt der Microwave deutlich weniger Aliasing und rauscht weniger.
Aktuell kostet ein Microwave am Gebrauchtmarkt zwischen 500 und 600 Euro (Man sollte allerdings darauf achten, die Version 2.0 zu ergattern, da hier doch einiges an Verbesserungen integriert wurde).
Mal ganz ehrlich, wo bekommt man den heute noch überzeugenden Analogsound mit einer achtstimmigen Polyphonie für diesen Preis?

Plus

  • eigenständiger, charakterstarker Sound
  • überzeugend echte Analog-Sounds
  • vielseitige digitale oder hybride Sounds dank Wavetables
  • einfache und übersichtliche Bedienung
  • günstiger Gebrauchtmarktpreis
  • klingt fast wie ein Waldorf PPG 2... rauscht aber weniger und hat weniger Alaising-Artefakte im Sound

Minus

  • breite schwebende Flächen können andere besser
  • Für Live-Controlling des Sounds benötigt man einen externen Controller z.B. von ACCESS

Preis

  • ca. 500 bis 600 Euro (Stand April 2014)
Forum
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    Harald

    Wer sich für einen MW interessiert sollte unbedingt das erste Model kaufen!!! Kann man am Display erkennen, heller Untergrund, dunkelgrüne Schrift und an der Farbe des Bodies , metalicblau dunkel. Leider sind die roten Riesenpotis meistens schadhaft und verprellen die Werte, macht nix, es gibt einen Microwave-Editor „umsonst“ im Netz, damit ist man im Jahre 2012 angekommen und kann nach herzenslust am Klang schrauben, sichern und nachladen, Multis bauen ect. . Die anderen MWs klingen bei weitem nicht so gut wie das erste Model, hab sie alle vergleichen können, da fehlt einfach das Salz in der Suppe. Kann jedem eine MW1 anraten, musikalisch überall einsetzbar und zur Zeit noch bezahlbar, in den Staaten wird bereits das doppelte wie hier in Deutschland gezahlt, also zuschlagen.

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    H

    ich finde die beste kombination ist ein microwave xt durch nen miniworks 4pole. Xt hat viel mehr möglichkeiten und ist besser zu bedienen und mit dem filter hat man auch den klangcharakter vom mw1.
    wenn man dann noch den overdrive voll aufdreht kommen sounds heraus die unvergleichbar sind!!!:-)

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    AMAZONA Archiv

    Jep. Ich habe auch wieder einen Microwave und mittels Sounddiver lassen sich da prima Sounds und neue Wavetables erstellen. Ein angepasstes Srachsample läßt die kleine Microwelle sogar sprechen. Schade das dies Feature bei den Softwaresynths in Vergessenheit geraten ist.

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      TobyB  RED

      Hallo Filterpad,

      läuft Sounddiver überhaupt noch auf aktuellen Systemen? Ich benutze für meine Vintage Kisten CTRLR http://ctrlr.org , damit nen Panel hinzubekommen funktioniert, wenn alles sauber richtig und ordentlich dokumentiert ist. Wie hälst du Sounddiver am leben?

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        AMAZONA Archiv

        Dann hoffe ich mal das der NAVE schnell verfügbar ist und Einzug in mein VST-Rack hält :-)

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    AMAZONA Archiv

    Der Microwave ist einer der Großen – und Unterschätzten. Das hat den Vorteil, dass man für verhältnismäßig wenig Geld ein unglaublich vielseitiges Digital-Analoges Hybrid-Instrument bekommt, dass vom abgrundtiefen Schiebebass über sahnige Flächen bis hin zu fiesestem Digitalgebrätze fast alle Register eines klassischen Hardwaresynthesizers beherrscht. Von der Klangintensität kommt da eigentlich nur noch der Sunsyn mit. Der (Poly-) Evolver ist schon ein bisschen weiter weg. Und der, der da mit dem gleichen Namen und der römischen Zwei auftritt, klingt wie ein untergeschobenes Findelkind. Will heißen: Vergesst es! Für die, die sparen müssen, ist er auch sehr interessant: Der Microwave ist 8-stimmig und 8-fach multitimbral.

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    greekotronic  

    Absolut unerhört und unterschätzt! Die MW1 gehört zu meinen liebsten Geheimwaffen. Meine Empfehlung zum Editieren ist ein Novation Remote SL der ersten Generation. Es gibt sogar fertige Templates dafür, so dass man direkten Zugriff hat auf alle Parameter.

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    Marko Ettlich  AHU

    Der MW ist schon eine tolle Kiste und wirklich unterschätzt. In den letzten 2 Jahren haben aber die Preise ganz schön angezogen. Scheinbar weil immer mehr dahinter kommen wie vielseitig die kleine Mikrowelle ist. Der MW1 wurde ja quasi als PPG wave 19`Expander beworben, was aber so nicht zutrifft. Wenn auch teilweise ähnliche Sounds möglich sind, so geht Klangcharakter beim PPG in eine ganz andere Richtung, zumahl auch ganz andere Filter zum Einsatz kommen. (PPG SSM; MW CEM) Trotzalledem ist der MW eine sehr gute Wahl wenn es um harte Bässe und durchsetzungsfähige Digitalsounds geht.
    Der MW II ergänzt den MW klanglich ganz gut. Die kann man beide haben. ;)

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    MidiDino  AHU

    Danke für den Überblick und die Vergleiche. Ein toller Synth, der Microwave I, aber ich glaube gar nicht mal, dass er, wie in vielen Kommentaren zu lesen ist, unterschätzt wird. Innerhalb einiger Szenen (z.B. Techno) war und ist er meines Wissens sehr beliebt. (Wie teuer soll denn ein gebrauchter achtstimmer Expander aus dem Jahrzehntwechsel der 80er/90er werden, um …?). Die Frage ist halt, was man außer ‚Tanzmusik‘ – oder gar bloße Befriedigung einer Sammlerleidenschaft – mit ihm machen könnte ;-) Die vielen Klangbeispiele, die man online finden kann, geben darüber kaum Auskunft.

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    AMAZONA Archiv

    Ich hab leider nie selbst einen gehabt, konnte aber mal für 1 Wochenende an einem Leihgerät rumfingern. Für diesen kurzen Zeitraum ist es natürlich nicht leicht gewesen ‚mal eben‘ die Bedienung zu erlenen, aber das was da an Klängen raus kam, war einfach nur geil! Besonders die ‚peitschenden‘ Bässe haben mich sehr beeindruckt! Noch so ein Gerät, was ich mir kaufen sollte….

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    moogist  

    Ich habe den MW1 Anfang der 90er im SSB gekauft. Ein „analoger“ Polyphoner und dazu noch multitimbral zu DEM Preis – da MUSSTE man einfach zugreifen! Softwareversion 2.0, die ich erst später bekam, erweiterten die klanglichen Möglichkeiten enorm! Dennoch: Richtig warm bin ich mit der Kiste nie geworden. Mein Klangerwartung war „schön warme“ Analogsounds a la Yamaha CS80 oder Jupiter 8 – und das bietet der MW1 mit seinen digitalen Oscis nur teilweise. Ohne Effekt klingt alles recht dünn (wenn man nichts gestackt hatte). Die Bedienung über Display und Drehrad war OK, aber auch nicht der pure Luxus. Er wurde als „Bassmonster“ beworben (SNAP benutzten ihn dafür) – und dafür war er mit seinen superschnellen Hüllkurven und seinem Basspunch gut. Ebenso für digitale Sounds a la PPG. Wer aber einen „echten“ analogen Polyphonen sucht, wird mit dieser Kiste nicht 100% glücklich. 2007 habe ich ihn verkauft bis dato nicht vermisst.

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    TobyB  RED

    Hallo Swissdoc,

    und der ist sogar ziemlich cool :-) , wenn man darauf verzichtet den a la „wir sind die Roboter“ zu nutzen.

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      TobyB  RED

      Hallo Swissdoc,

      FishersZ meinte einen VST Port nicht die iOS Version ;-)

      Grüße

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    Hyboid

    Das gebetsmühlenartig verbreitete Argument, die Revision A mit dem Curtis 3389 würde „besser und fetter“ klingen als Revision B mit Curtis 3387, hat für den Käufer einen Vorteil: Revision B habe ich schon viel günstiger weggehen sehen als Revision A.
    Da würde ich zuschlagen, zumal Rev. B im direkten Vergleich zu Rev. A vielleicht anders klingt, aber dennoch ein brachial und fett klingender Synthesizer ist!
    Ich empfehle übrigens den KIWI Patch Editor, einen Hardware-Controller aus Neuseeland, zum Editieren der Sounds.

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      Tyrell  RED 2

      Ich habe jedenfalls kaum einen Klangunterschied feststellen können. Und diesen vielleicht auch nur, weil ich ihn hören wollte ;-)

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        AMAZONA Archiv

        Ein MW2 ist ab Ende September meins. Als Editor wird der von Monstrum zum Einsatz kommen. Endlich richtig Waves und Wavetables basteln. Ick freu mia :-)

  12. Profilbild
    monopuls  

    Ein Mordssynth. Wahnsinniges LowEnd.
    Bass.Bass.Bass – Ach ja, und Bass.
    Nur einen Editor nicht vergessen – empfehle Stereoping.

  13. Profilbild
    Ralle373  

    Hallo,
    auch wenn die letzten Beiträge lange zurück liegen, so suche ich an dieser Stelle fachliche Hilfe;
    Ich habe 2 Microwave I 1x Rev A und 1x Rev B. Rev B wollte ich mit dem Programm sysex file am Mac auf die Factory Presets zurücksetzen, und Rev A mit einem sysex file von Waldorf neu bestücken…
    Beide Synthesizer sind nun komplett gelöscht, nichtsgeht mehr, und auch ein erneutes aufspilen einer Midi oder sysex Datei hilft nicht. Leider bin ich blind und kann nicht sagen, was im Display speht. Vermutlich irgendwelche kryptischen Zeichen…

    Ist das Problem beim Microwave I bekannt und hat jemand einen Tip??? Oder habe ich jetzt nur noch Elektroschrott der 90iger…?

    Danke und Gruß Ralle

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