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Green Box: Waldorf Microwave 1, Wavetable-Synthesizer


Starker Wellengang aus Deutschland

A little Story

Wir schreiben das Jahr 1989. Digitale Synthesizer dominieren den Markt. Als das Magazin Keyboards in der Ausgabe 11/89 den Microwave von Waldorf erstmals vorstellt und testet, finden sich im Heft ansonst nur Anzeigen und Beiträge zu Synthesizern wie Korg T3, Kawai K4, Yamaha SY77, Roland W30 und Ensoniq VFX-SD, allesamt voll digital und Sample-basiert.

Waldorfs Microwave

Waldorfs Microwave in der Urversion im blauen Gehäuse

Extrem mutig und selbstbewusst präsentierte die bis dato fast unbekannte Firma WALDORF aus Deutschland mit dem MICROWAVE einen 19“-Synthesizer ohne Tastatur, Samples und ohne digitale Effekte mit nur 8 Stimmen, dafür aber einer komplett analogen Filtersektion auf Basis der legendären Curtis-Chips und traf damit offensichtlich den Zeitgeist einer neuen Musikergeneration.

Der MICROWAVE machte Geschichte, etablierte die kleine Synthie-Schmiede Waldorf weltweit und war Deutschlands erfolgreichster Synthie-Export jener Zeit. Vor allem die Techno- und Dance-Szene entdeckte schnell das Potential des analogen Kraftpakets und so traf der Microwave (durch Zufall?) den damaligen Zeitgeist und die Klangerzeugung der fast vergessenen PPG-Waves erlebte im 19″Gehäuse ein fulminantes Revival, was schließlich einige Jahre später im WALDORF WAVE seinen krönenden (und fast unbezahlbaren) Höhepunkt fand – aber gleichzeitig auch zum Untergang der Firma WALDORF führte. Erst vor wenigen Jahren wurde nun auch WALDORF wieder zum Leben erweckt und in Teilen erlebt somit nun auch der Microwave in der Blofeld-Serie seine Wiedergeburt.

Die eigentliche Geschichte des MICROWAVE begann aber 1974, als ein gewisser Wolfgang Palm in Hamburg die Firma PPG gründete, zu deren Entwicklungen der weltberühmte Synthesizer PPG WAVE 2.2 aus dem Jahr 1982 gehörte. Der MicroWave ist quasi ein 19“-Expander dieses berühmten Vorgängers – einen ausführlichen Bericht zum original PPG 2.2 finden Sie HIER. Entwickelt wurde der Waldorf MICROWAVE schließlich vom einstigen PPG-Gründer Wolfgang Palm und Waldorf-Gründer Wolfgang Düren.

Konstruktionszeichnung des Microwave 1

Konstruktionszeichnung des Microwave 1

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Leser-Stories zu diesem Produkt

  1. Profilbild
    Harald

    Wer sich für einen MW interessiert sollte unbedingt das erste Model kaufen!!! Kann man am Display erkennen, heller Untergrund, dunkelgrüne Schrift und an der Farbe des Bodies , metalicblau dunkel. Leider sind die roten Riesenpotis meistens schadhaft und verprellen die Werte, macht nix, es gibt einen Microwave-Editor „umsonst“ im Netz, damit ist man im Jahre 2012 angekommen und kann nach herzenslust am Klang schrauben, sichern und nachladen, Multis bauen ect. . Die anderen MWs klingen bei weitem nicht so gut wie das erste Model, hab sie alle vergleichen können, da fehlt einfach das Salz in der Suppe. Kann jedem eine MW1 anraten, musikalisch überall einsetzbar und zur Zeit noch bezahlbar, in den Staaten wird bereits das doppelte wie hier in Deutschland gezahlt, also zuschlagen.

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    H

    ich finde die beste kombination ist ein microwave xt durch nen miniworks 4pole. Xt hat viel mehr möglichkeiten und ist besser zu bedienen und mit dem filter hat man auch den klangcharakter vom mw1.
    wenn man dann noch den overdrive voll aufdreht kommen sounds heraus die unvergleichbar sind!!!:-)

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    FischerZ

    Jep. Ich habe auch wieder einen Microwave und mittels Sounddiver lassen sich da prima Sounds und neue Wavetables erstellen. Ein angepasstes Srachsample läßt die kleine Microwelle sogar sprechen. Schade das dies Feature bei den Softwaresynths in Vergessenheit geraten ist.

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      TobyB RED

      Hallo Filterpad,

      läuft Sounddiver überhaupt noch auf aktuellen Systemen? Ich benutze für meine Vintage Kisten CTRLR http://ctrlr.org , damit nen Panel hinzubekommen funktioniert, wenn alles sauber richtig und ordentlich dokumentiert ist. Wie hälst du Sounddiver am leben?

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        Hans-Peter Wagner

        Dann hoffe ich mal das der NAVE schnell verfügbar ist und Einzug in mein VST-Rack hält :-)

  4. Avatar
    optoz

    Der Microwave ist einer der Großen – und Unterschätzten. Das hat den Vorteil, dass man für verhältnismäßig wenig Geld ein unglaublich vielseitiges Digital-Analoges Hybrid-Instrument bekommt, dass vom abgrundtiefen Schiebebass über sahnige Flächen bis hin zu fiesestem Digitalgebrätze fast alle Register eines klassischen Hardwaresynthesizers beherrscht. Von der Klangintensität kommt da eigentlich nur noch der Sunsyn mit. Der (Poly-) Evolver ist schon ein bisschen weiter weg. Und der, der da mit dem gleichen Namen und der römischen Zwei auftritt, klingt wie ein untergeschobenes Findelkind. Will heißen: Vergesst es! Für die, die sparen müssen, ist er auch sehr interessant: Der Microwave ist 8-stimmig und 8-fach multitimbral.

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    greekotronic

    Absolut unerhört und unterschätzt! Die MW1 gehört zu meinen liebsten Geheimwaffen. Meine Empfehlung zum Editieren ist ein Novation Remote SL der ersten Generation. Es gibt sogar fertige Templates dafür, so dass man direkten Zugriff hat auf alle Parameter.

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    Marko Ettlich RED

    Der MW ist schon eine tolle Kiste und wirklich unterschätzt. In den letzten 2 Jahren haben aber die Preise ganz schön angezogen. Scheinbar weil immer mehr dahinter kommen wie vielseitig die kleine Mikrowelle ist. Der MW1 wurde ja quasi als PPG wave 19`Expander beworben, was aber so nicht zutrifft. Wenn auch teilweise ähnliche Sounds möglich sind, so geht Klangcharakter beim PPG in eine ganz andere Richtung, zumahl auch ganz andere Filter zum Einsatz kommen. (PPG SSM; MW CEM) Trotzalledem ist der MW eine sehr gute Wahl wenn es um harte Bässe und durchsetzungsfähige Digitalsounds geht.
    Der MW II ergänzt den MW klanglich ganz gut. Die kann man beide haben. ;)

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    MidiDino AHU

    Danke für den Überblick und die Vergleiche. Ein toller Synth, der Microwave I, aber ich glaube gar nicht mal, dass er, wie in vielen Kommentaren zu lesen ist, unterschätzt wird. Innerhalb einiger Szenen (z.B. Techno) war und ist er meines Wissens sehr beliebt. (Wie teuer soll denn ein gebrauchter achtstimmer Expander aus dem Jahrzehntwechsel der 80er/90er werden, um …?). Die Frage ist halt, was man außer ‚Tanzmusik‘ – oder gar bloße Befriedigung einer Sammlerleidenschaft – mit ihm machen könnte ;-) Die vielen Klangbeispiele, die man online finden kann, geben darüber kaum Auskunft.

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    Marius Seifferth AHU

    Ich hab leider nie selbst einen gehabt, konnte aber mal für 1 Wochenende an einem Leihgerät rumfingern. Für diesen kurzen Zeitraum ist es natürlich nicht leicht gewesen ‚mal eben‘ die Bedienung zu erlenen, aber das was da an Klängen raus kam, war einfach nur geil! Besonders die ‚peitschenden‘ Bässe haben mich sehr beeindruckt! Noch so ein Gerät, was ich mir kaufen sollte….

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    moogist

    Ich habe den MW1 Anfang der 90er im SSB gekauft. Ein „analoger“ Polyphoner und dazu noch multitimbral zu DEM Preis – da MUSSTE man einfach zugreifen! Softwareversion 2.0, die ich erst später bekam, erweiterten die klanglichen Möglichkeiten enorm! Dennoch: Richtig warm bin ich mit der Kiste nie geworden. Mein Klangerwartung war „schön warme“ Analogsounds a la Yamaha CS80 oder Jupiter 8 – und das bietet der MW1 mit seinen digitalen Oscis nur teilweise. Ohne Effekt klingt alles recht dünn (wenn man nichts gestackt hatte). Die Bedienung über Display und Drehrad war OK, aber auch nicht der pure Luxus. Er wurde als „Bassmonster“ beworben (SNAP benutzten ihn dafür) – und dafür war er mit seinen superschnellen Hüllkurven und seinem Basspunch gut. Ebenso für digitale Sounds a la PPG. Wer aber einen „echten“ analogen Polyphonen sucht, wird mit dieser Kiste nicht 100% glücklich. 2007 habe ich ihn verkauft bis dato nicht vermisst.

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    TobyB RED

    Hallo Swissdoc,

    und der ist sogar ziemlich cool :-) , wenn man darauf verzichtet den a la „wir sind die Roboter“ zu nutzen.

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      TobyB RED

      Hallo Swissdoc,

      FishersZ meinte einen VST Port nicht die iOS Version ;-)

      Grüße

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    Hyboid

    Das gebetsmühlenartig verbreitete Argument, die Revision A mit dem Curtis 3389 würde „besser und fetter“ klingen als Revision B mit Curtis 3387, hat für den Käufer einen Vorteil: Revision B habe ich schon viel günstiger weggehen sehen als Revision A.
    Da würde ich zuschlagen, zumal Rev. B im direkten Vergleich zu Rev. A vielleicht anders klingt, aber dennoch ein brachial und fett klingender Synthesizer ist!
    Ich empfehle übrigens den KIWI Patch Editor, einen Hardware-Controller aus Neuseeland, zum Editieren der Sounds.

    • Profilbild
      Tyrell RED

      Ich habe jedenfalls kaum einen Klangunterschied feststellen können. Und diesen vielleicht auch nur, weil ich ihn hören wollte ;-)

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        Recycled

        Ein MW2 ist ab Ende September meins. Als Editor wird der von Monstrum zum Einsatz kommen. Endlich richtig Waves und Wavetables basteln. Ick freu mia :-)

  13. Profilbild
    monopuls ••

    Ein Mordssynth. Wahnsinniges LowEnd.
    Bass.Bass.Bass – Ach ja, und Bass.
    Nur einen Editor nicht vergessen – empfehle Stereoping.

  14. Profilbild
    Ralle373

    Hallo,
    auch wenn die letzten Beiträge lange zurück liegen, so suche ich an dieser Stelle fachliche Hilfe;
    Ich habe 2 Microwave I 1x Rev A und 1x Rev B. Rev B wollte ich mit dem Programm sysex file am Mac auf die Factory Presets zurücksetzen, und Rev A mit einem sysex file von Waldorf neu bestücken…
    Beide Synthesizer sind nun komplett gelöscht, nichtsgeht mehr, und auch ein erneutes aufspilen einer Midi oder sysex Datei hilft nicht. Leider bin ich blind und kann nicht sagen, was im Display speht. Vermutlich irgendwelche kryptischen Zeichen…

    Ist das Problem beim Microwave I bekannt und hat jemand einen Tip??? Oder habe ich jetzt nur noch Elektroschrott der 90iger…?

    Danke und Gruß Ralle

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Waldorf Microwave

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