Test: Mooer GEM Box, E-Gitarren Multieffektgerät

6. Mai 2014

Heute schon "geGEMt" ?

Die chinesische Firma Mooer stellt vom Synthesizer über Gitarrenverstärker bis zu Effektgeräten eine Vielzahl an elektronischen „Klangveredlern“ her und dürfte vor allem für seine kleinen, poppig bunten Stompboxes und handlichen Verstärker-Heads bekannt sein. Gigantomanie sucht man hier vergeblich und so präsentieren sich fast alle Produkte im handlichen Format und mit einem ebenso kleinen Preisschildchen. So auch die Mooer GEM Box, einem kleinen Multieffektprozessor ohne viel Schnickschnack, der sich preislich an den günstigsten Konkurrenten orientiert, die der Markt bereithält und dabei mit einem wahren Überfluss an Funktionen bestückt ist. Das kleine Kistchen, das für nicht einmal 80,- Euro über die Ladentheke geht, haben wir uns mal näher angesehen.

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— Die Mooer GEM Box —

Aufbau & Layout

Mit einer Größe von etwa 16 x 24 x 6 cm und einem Gewicht von gerade einmal 730 Gramm kann die Mooer GEM Box getrost als handlich bezeichnet werden und wird dementsprechend in einer ebenso kleinen und handlichen Box verschifft. In dieser befindet sich neben dem Gerät selber und der englischen Bedienungsanleitung nur noch ein Netzteil zur Stromversorgung. Mehr sollte aber auch nicht nötig sein. Der Aufbau ist ebenfalls denkbar simpel: Das schwarze Plastikgehäuse beherbergt zwei Fußschalter, mit denen durch die Speicherplätze gezappt werden kann, zwei Drehknöpfe zur Auswahl der Modi sowie ein „Value-Rädchen“ zur Einstellung der Effektparameter und der Lautstärke und ein mittig angebrachtes Zweiziffern-Display, um die Navigation durch die Welt der Mooer GEM Box zu erleichtern. Ein Tuner, der über das Display genutzt wird, ist ebenfalls in das Gerät eingebaut. Auf der rechten Seite befindet sich ein eher kurzes aber breites Expression-Pedal, ebenfalls aus Kunststoff gefertigt, mit einer rutschfesten Gummioberfläche. Eine kleine rote LED nebendran zeigt, wenn das Pedal aktiv ist. Bis auf die Schriftzüge des Herstellers und der Produktbezeichnung ist damit auch schon Schluss auf der Oberfläche der Mooer GEM Box.

Auf der Unterseite, die von einem Blechboden geschlossen wurde, befinden sich Gummiflächen, die einen rutschfesten Stand garantieren, sowie ein Batteriefach, das mit 4 AA-Batterien bestückt einen Betrieb auch ohne unmittelbare Nähe einer Steckdose ermöglicht. Die Rückseite ist ähnlich „aufgeräumt“ wie die Bedienfläche und hat insgesamt nur drei Anschlüsse parat. Der Anschluss für das Netzteil für die Stromversorgung liegt auf der Stirnseite links, mittig die 6,3 mm Eingangsbuchse für die E-Gitarre und eine ebenso große Stereobuchse für Kopfhörer oder den Verstärker.

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— Übersichtlich: Die Anschlüsse der GEM Box —

Die Eingangsbuchse dient im Batteriebetrieb auch als Schalter, setzt also das Gerät in Betrieb, sobald ein Kabel in der Buchse steckt. Einen Netzschalter gibt es nicht und so ist im Netzbetrieb das Gerät nur durch Ziehen des Steckers ausschaltbar. Neben der minimalen Ausstattung mit Bedienelementen und Anschlussmöglichkeiten ist die Qualität der Materialien auch eher für geringe Ansprüche konzipiert worden. Der Kunststoff, aus dem das Gehäuse und die Drehschalter gefertigt wurden, erinnert stark an zu billiges Spielzeug und auch das Expression-Pedal wirkt etwas wackelig und anfällig für härtere Tritte. Vielleicht ist das kleine Kistchen auch weniger für den Touralltag, sondern eher als Übungsgerät oder für den schnellen Gitarrenspaß unterwegs konzipiert worden. Darauf lassen nicht nur die Verarbeitung und die Ausstattung schließen, sondern auch die Funktionen und Features, die sich im Inneren der Mooer GEM Box befinden.

Klangbeispiele
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