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Test: Native Instruments Action Strikes, Cinematic Orchestral Percussion Library

Nur im Download

Die Action Strikes gibt es exklusiv als Download von der Website von Native Instruments. Eine einigermaßen schnelle Internetverbindung sollte es also schon sein, um die gut 3,2 GB an Daten auf die Platte zu holen. Mac-Nutzer sollten beachten, dass die Downloadversion aufgrund der Dateigröße nur auf die interne Mac-HD oder andere „Mac OS extended“ formatierte Festplatten geladen werden kann – FAT32 ist nicht möglich.

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Die Installation ist simpel, die Authentifizierung über das Service Center völlig unkompliziert – und kein Vergleich zu den Passwort-Eingabe-Orgien anderer Hersteller. Bei Bedarf muss dann noch der (kostenlose) Kontakt 5-Player von der NI-Seite heruntergeladen und installiert werden. Etwas Zeit sollte man also schon einplanen, bevor es losgehen kann.

 

Alte Bekannte und neue Rhythmen

Wer – wie ich – die Action Strings schon kennt, muss sich beim Strike-Geschwister nicht groß neu orientieren: Native Instruments nutzt hier – bis auf einige Modifikationen, die dem anderen Instrumentenmaterial geschuldet ist – grundsätzlich die identische Oberfläche. Was größtenteils ok ist, allerdings wurden da auch kleinere Unzulänglichkeiten mit übernommen.

Wie zum Beispiel die etwas überfrachtete Oberfläche, die mit dem stimmungsvollen Hintergrundbild dann ein wenig zerfahren wirkt. Den (ohnehin kargen) Platz an den Seiten  hätte man vielleicht dazu nutzen sollen, die vorhandenen Infos zu vergrößern. Aber gut – das mag Geschmackssache sein.

Die Oberfläche ist intuitiv, aber etwas zerfahren

Die Oberfläche ist intuitiv, aber etwas zerfahren

Die eingespielten Phrasen sind nach Rhythmen sortiert. Unterteilt sind die in „Basic Accents“, „Chasing Accents“, „Odd Rhythms“ und „Combis“, jeweils in den verschiedenen Achtel-, Sechzehntel- und Triolen-Spielarten. Dabei kann aus der Menge des Angebots mit Hilfe der Suchfunktion leicht der jeweils passende Rhythmus gefunden werden. Auf der einen (Such)Seite finden sich Achtel, Sechzehntel, Triplets und Kombis, auf der anderen die Taktarten; neben den Standards 4/4, ¾ und 6/8  sind auch „krummere“ wie 5/8, 7/8 und 9/8 mit dabei. Wer also zum Beispiel einen ¾-Takt im Sechzehntel-Feeling sucht, wird in Sekundenschnelle fündig.

Ein Auszug aus den Grundrhythmen

Ein Auszug aus den Grundrhythmen

Das Ergebnis wird dann in vier Grundvariationen plus Ending auf einem Notenblatt angezeigt, die sich jeweils per Keyswitch auswählen lassen.

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Das ist aber noch nicht alles: Jede der fünf Phrasen gibt es wiederum in fünf Unter-Variationen plus Einzelinstrumente; die unterscheiden sich dann zwar nur geringfügig in Betonung oder Schlagzahl, sorgen aber dafür, dass sich die perkussive Begleitung noch lebendiger anhört.

 

Die Unterschiede sind dann nicht nur hörbar, sondern auch sichtbar: Sowohl Mapping als auch die Akzente und Schläge werden in einem Extrafenster angezeigt.

Auch was fürs Auge: Die Variationen im Überblick

Auch was fürs Auge: Die Variationen im Überblick

Und selbst damit ist es noch nicht genug: Wir haben auch noch die Wahl, ob wir das volle Schlagensemble zum Einsatz bringen wollen oder gezielt nur die tiefen, die mittleren oder die hohen Instrumente. Oder eine Kombination daraus. Die lassen sich – übersichtlich auf die einzelnen Oktaven verteilt – leicht über das Keyboard abrufen.

 

Native Instruments gibt die Zahl der möglichen Phrasen-Kombinationen mit 1.700 an – könnte gut hinkommen. Eine Menge ist es auf jeden Fall.

Für Rhythmus und Mapping gibt es ein Extrafenster

Für Rhythmus und Mapping gibt es ein Extrafenster

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Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    vssmnn  AHU

    Gefühlt seit Stormdrum gibt es eine wahre Inflation an cinematischen Drum Libraries, daß es man nur so rumpeln lassen könnte den lieben langen Tag.
    Gibt es überhaupt so viele Filme, die das brauchen oder darf ich das jetzt auch für Omis Geburtstagsvideo einsetzen. Rummmms :-)

  2. Profilbild
    vaikl  

    Ich würd ja ein günstiges Taiko-Sampleset nehmen und die div. Reverb-Fahnen durch ebenso günstige oder kostenlose Plugs kreieren. Warum sollte ich für solch indifferenten Basis-Samples 300 Euronen rausschmeißen?

  3. Profilbild
    m.steinwachs  RED

    Weil Action Strikes – wie im Text beschrieben – deutlich mehr ist als ein „günstiges Taiko-Sampleset“ mit „indifferenten Basis-Samples“. Und auch mehr als nur einfach eine weitere Drum Library.

  4. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Ganz ehrlich gesagt erschließt sich mir diese „Gattung“ nicht. Als ich das erstemal Battery 3 von NI ausprobiert habe, habe ich genau soetwas dabei erstellt – und es klang nicht weniger groß und voluminös.

    • Profilbild
      m.steinwachs  RED

      Nun – Battery kostet nun auch 199 Euro. Und ob man dann damit „genau so etwas“ hinbekommt, bezweifle ich dann doch. Der Klang mag ja vielleicht annähernd ähnlich sein, aber ob Pattern nun von einem Orchester eingespielt werden oder mit Battery zusammengebaut – den Unterschied wird man in jedem Fall hören. Und selbst wenn es nahe dran ist, ist es erstens nicht genauso und zweitens mit viel Aufwand verbunden. Den so mancher dann sicher gerne vermeidet und lieber 100 Euro mehr zahlt.

  5. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Na, sagen wir es halt so: ICH bekomme genau das, was ich mit „Action Strikes“ o.ä. täte, damit hin. Battery ist m.E. nach wirklich riesig und niemand hält einen davon ab, die Library beliebig zu vergrößern. Und da es in z.B. Komplete enthalten ist, ist es unter’m Strich so (nicht unbedingt als Einzelkauf, da hast Du recht) doch deutlich günstiger.

    • Profilbild
      studio-kiel  

      Falsch – im normalen Komplete ist es nicht enthalten. Da musst du schon zu den großen Komplete-Versionen greifen. Nur…was soll man damit? Entweder man braucht 80% von den Produkten nicht oder hat daraus schon das, was man braucht.

  6. Profilbild
    AQ  AHU

    Klingt gut und überzeugend. Werd ich mir sicher neben meinem SD2 & 3 auch noch zulegen. Nur, jetzt wo nun also wirklich jeder mit ein paar Tastendrücken ganze Salven von Drumgeschossen loslassen kann, stellt sich die Frage wo der nächste Trend hingehen soll? Denn wenn das Geburtstagsvideo von vssmnn’s OMA auch noch mit Super-/Batman Taiko’s zu gezimmert wird, geht in Zukunft mit Drums kaum mehr was…

  7. Profilbild
    Unpolare Musik

    Man sollte das Wort „ZuZIMMERN“ sehr vorsichtig verwenden, da selbst Hans Zimmers OSTs der letzten 3-4 Jahre nicht von exzessiven Mengen an Drums überflutet sind. Wenn ich an „Inception“ (fantastische Symbiose aus Strings, Brasses und Synths), „The Dark Knight Rises“ (einige tolle Tracks wie „Rise“), „Man Of Steel“ (für mich als langjähriger OST-Hörer eher enttäuschender, überproduzierter Soundtrack) oder zuletzt „Rush“ oder „12 Years A Slave“ (leider auch einige völlig unpassende Passagen) denke, dann fällt dem OST-Liebhaber auf, dass HZ seine Bombasto-Drums nur sehr selektiv einsetzt. Alles absolut relativ …

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