Test: Novation, Impulse, USB MIDI Controller Keyboard

28. März 2012

Novation Impulse

Vom Controller-Spezialisten Novation kommt eine neue Serie von sehr flexiblen MIDI-Controller-Keyboards namens Impulse. Varianten mit 25, 49 und 61 Tasten sind im Angebot. Sie sind bestückt mit acht Encodern, acht Drumpads und neun Fadern (bei den Modellen mit 49/61 Tasten), beziehungsweise einem Fader (Modell mit 25 Tasten) mit zugehörigen Tastern. Zudem gibt es eine Transportsektion für die DAW der Wahl und selbstverständlich Pitch- und Modwheels. Das Ganze in einem anthrazitfarbenen Plastikgehäuse mit rot-schwarzen Seitenteilen und runden Formen – eher futuristisch als retro. Auf der Rückseite warten USB, MIDI In und out sowie Sustain- und Expressionpedal-Anschlüsse darauf, vom Anwender verbunden zu werden. Strom kommt via USB ausschließlich vom Computer.

Die Impulse Familie: 61, 49 und 25

Die Impulse Familie: 61, 49 und 25

Zum Testen liegt die 49 Tasten Version vor, das Impulse49. Aus der Kiste kommt neben dem erstaunlich leichten Keyboard (knapp 5 Kilogramm) ein 1,5 Meter langes USB-Kabel, eine Kurzanleitung auf Englisch sowie die Installations-DVD mit Handbüchern, Treibern, Novation Automap 4 und Ableton Live Lite 8. Als Zugaben gibt’s die Novation Bass Station als Software Plug-in, 1GB Samples von Loopmasters und 500 MB Drumloops und Breaks von Mike The Drummer. Die Zugaben konnte ich allerdings nicht testen, da die entsprechende DVD defekt war. Nach der problemlosen Installation von Automap 4 konfigurierte ein simpler Assistent Ableton Live (und viele andere unterstützte DAWs  wie Cubase, Logic, Pro Tools, Reason, Sonar), so dass Mixer und Plug-ins jeweils vom Impulse gesteuert werden können. Das Einrichten ist kinderleicht.

Tastatur

Nun ist alles bereit. Ableton Live und Automap laufen auf meinem MacBook Pro, das Impulse ist eingestöpselt und sein großes Display leuchtet blau, die Drumpads rot. Als erstes fällt auf, wie großzügig und übersichtlich die einzelnen Sektionen ausgelegt sind. Viel Platz zwischen den Reglern, große Knöpfe, klare Beschriftung. Links zuerst die neun Fader mit Mute/Solo-Buttons, danach das zweizeilige Display mit den Edit-Knöpfen gefolgt von acht Encodern über der Transportsektion und schließlich die Drumpads. Jetzt schnell ein Piano laden und losspielen. Schon nach den ersten paar Akkorden bin ich begeistert von der Tastatur. Sie spielt sich äußerst ausdrucksstark und fühlt sich für ein Keyboard dieser Preisklasse sehr gut an. Es ist natürlich keine Hammermechanik, doch man merkt, dass sich Novation hier besondere Mühe gegeben hat. „Precision Keyboard“ nennen sie das. Die Anschlagstärke ist mit vier verschiedenen Kurven einstellbar und kann auch ausgeschaltet werden. Dazu gibt es Aftertouch, wenn gewünscht. Die Tastatur lässt sich drei Oktaven runter- oder vier Oktaven raufstellen. Man kann sie in vier frei bestimmbare Zonen einteilen, die sich auch überlappen dürfen. Jeder Zone kann ein eigener MIDI-Kanal zugewiesen werden, so dass sich vier verschiedene Instrumente unabhängig voneinander auf der gleichen Tastatur spielen lassen. Nicht schlecht.

Impulse25 von hinten

Impulse25 von hinten

Forum
    • Profilbild
      a.leuenberger  

      templates können mit sysex-dump auf den computer geschickt werden und umgekehrt. ich hab’s aber nicht getestet und weiss nicht, wie der impulse mit sysex umgeht. sorry.

      gruss, ariel

  1. Profilbild
    johma

    Ich habe die 61er Tastenversion kurz ausprobiert. Mir schien die Tastatur auf den ersten Blick ok, aber beim Anspielen von verschieden Plugins schienen mir die Sounds nicht so knackig spielbar, wie über das Blofeld Keyboard, obwohl ich die Verschiedenen Kurven Einstellungen ausprobiert hatte. – Ein anderes Problem hatte ich mit der leichtgängigkeit der Encorders, um beispielsweise ein Plugin zu editieren. Schnell war durch unachtsames touchieren ein anderer Parameter verändert, den ich gar nicht beabsichtigt hatte zu editieren.

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    chrischros

    Ich habe die 61er Version des Keyboards/Controllers und muss sagen, daß ich von dem Gerät selbst sehr überzeugt bin. Das Keyboard lässt sich super spielen. Die Tasten, insbesondere die Pads ;-) haben eine sehr angenehme, wertige Spielbarkeit. Die Hardware ist also wirklich super – was ich von der Software leider gar nicht behaupten kann.
    Warum auch immer läuft Automap 4 irgendwo zwischen grottenschlecht und gar nicht – das kann irgendwie noch nicht der Weiheit letzter Schluß sein, denn das Schlüsselargument zum Kauf dieses Keyboards war ja die fulminante Bedienbarkeit aller DAWs inkl. der Plugins über diesen Controller… und wenn die eben nicht zuverlässig funktioniert, hätte es, ehrlich gesagt, auch gern ein anderes Schlüsselbrett werden können als dieses…

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      feelKlang

      Kann ich nur bestätigen, Automap läuft sehr unzuverlässig und ist für mich nicht zu gebrauchen.

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