Test: Nux Solid Studio IR & Pow Amp Sim, Lautsprechersimulator

13. September 2018

Blauer Simulant

Die chinesische Firma Nux ist für qualitativ gute Produkte bei einem gesunden Preis-Leistungs-Verhältnis bekannt. Nicht alle Geräte konnten in vollem Umfang überzeugen, aber die Mehrzahl der Pedale macht einen sehr guten Eindruck, sowohl klanglich als auch verarbeitungstechnisch. Im heutigen Test widmen wir uns dem Nux Solid Studio IR & Pow Amp Sim. Der Simulator im Pedalformat bietet die Simulation einer Auswahl klassischer Amps, Boxen und Combos, einschließlich wählbaren Mikrofonen und Endstufenröhren. Realitätsnahe Ergebnisse sollen erreicht werden, indem einfach ein Boxentyp und ein Mikrofon ausgewählt und die Position des Mikrofons mithilfe des kleinen Mikrofonpositionsschalters abgestimmt werden. Da das Pedal auch mit einer USB-Schnittstelle ausgestattet wurde, ist es mit der entsprechenden kostenlosen Software möglich, weitere Impulsantworten (IR-Dateien) auch von Drittanbietern zu installieren und die Firmware auf den neuesten Stand zu bringen. Wer möchte, kann selbstverständlich auch eine Impulsantwort der eigenen Box erstellen und den Nux Studio Solid Studio IR & Power Amp Sim damit füttern.

Nux Solid Studio IR & Pow Amp Sim schräg

— Der Nux Solid Studio IR & Pow Amp Sim —

Nux Solid Studio IR & Pow Amp Sim – Facts & Features

Das schmucke Pedal besitzt die Abmessungen von (B x T x H) 115 x 105 x 57 mm, bringt ein Gewicht von 420 Gramm auf die Waage und wurde mit True-Bypass ausgestattet. Der Nux Solid Studio IR & Pow Amp Sim simuliert acht verschiedene Mikrofontypen, drei Röhrenendstufen, acht Lautsprecherboxen und drei Mikrofonpositionen. Hierzu kommen drei weitere Regler (MASTER, DRIVE, PRES), welche zusätzlich die Soundcharakteristik des Klangs effektiv beeinflussen. Der Nux Solid Studio IR & Pow Amp Sim kann nach Effekten (z.B. eines Pedalboards) oder auch zwischen Verstärker und Lautsprecher eingesetzt werden. Inkludiert ist ein USB-Port zum Laden von eigenen IR-Dateien bzw. Drittanbietern, eine Softwaresteuerung und Installation von Firmwareupdates. Die beiden Fußschalter aktivieren die Lautsprechersimulation bzw. die Simulation der Endstufe. Die korrespondierenden LEDs informieren uns optisch über den momentanen Zustand. Das blaue, schmucke Kästchen erzeugt aufgrund seines Designs natürlich auch ein gewisses Vintagefeeling.

Regler des Nux Solid Studio

Die Potis der oberen Reihe des Effekts (CAB, MIC) wurden mit großen schwarzen Knöpfen im Vintage-Look versehen. Hiermit lassen sich die verschiedenen Lautsprecherboxen bzw. Mikrofonsimulationen einstellen. Zwei kleine Kippschalter mit jeweils drei Positionen gestatten das Umschalten des Endstufenmodells (EL34, 6V6, EL84) bzw. der Mikrofonposition (CENT, MID, EDGE). Ein Kippschalter an der Stirnseite des Pedals ermöglicht uns eine Pegelanpassung der XLR-Ausgänge (-10 dB/+4 dB). Je nachdem, ob der Nuk CAB SIM hinter dem Pedalboard oder hinter dem Lautsprecherausgang betrieben wird, wird die Position eines weiteren kleinen Kippschalters eingestellt. Die für die Endstufensimulation bedeutsamen Potis MASTER, DRIVE und PRES beeinflussen gleichfalls enorm die Klangcharakteristik des Gesamtklangs.

Anschlüsse

Stirnseitig verfügt das Pedal über einen Eingang (6,3 mm Klinke) sowie zwei Ausgänge (6,3 mm Klinke). Ein DI-Out (XLR) befindet sich an der linken Außenseite des Pedals. Natürlich finden wir auch die obligatorische Hohlsteckerbuchse (5.5 x 2.1 mm, Minuspol innen). Die Stromversorgung erfolgt über ein 9-V-DC-Netzteil (nicht im Lieferumfang enthalten). Ein Batteriebetrieb ist nicht möglich. Die kleine USB-Schnittstelle ermöglicht die Kommunikation mit dem Computer für Firmwareupdates oder das Füttern mit Impulsantworten über die entsprechende Software.

Nux Solid Studio IR & Pow Amp Sim Rear

— Die Stirnseite des Nux Solid Studio IR & Pow Amp Sim —

Klangbeispiele
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