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Test: Orange CR 120 C, Verstärker für E-Gitarre

Sound

Der Orange CR 120 C erzeugt im klaren Kanal einen Sound, der sich frequenzmäßig etwa mit Fender vergleichen lässt. Es stehen ausreichend glasige Höhen zur Verfügung, sofern man diese einmal benötigen sollte. Die Klangregelung greift an den richtigen Stellen entschieden und sinnvoll ins Geschehen ein. Dass der klare Kanal über keine Mittenregelung verfügt, ist leicht zu verschmerzen, man vermisst ihn eigentlich nicht. Der „cleane Kanal“ bleibt recht lange klar und beginnt bei Einstellungen jenseits der Zwölfuhrmarke leicht zu zerren. Fährt man ihn mittels Booster oder aktivem Tonabnehmer noch höher an, kann man das „Crunchen“ etwas früher erreichen.

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Das Grundrauschen des Verstärkers dürfte gerne etwas leiser ausfallen. Der Sound der Lautsprecher ist erfreulich gut, die Höhen klingen schön crisp, ohne unangenehm schrill zu werden. Auch die Bässe bleiben konkret und neigen nicht zum Matschen, auch wenn man den Bassregler weit aufdreht. Die eingebaute Klangregelung macht es quasi unmöglich, einen wirklich schlechten Sound zu produzieren.

Der verzerrte Kanal bietet ein ordentliches Rockbrett mit ausreichd Gain auch für die harte Gangart. In puncto Direktheit, Druck und Dynamik ist er jedoch mit einem Röhrenverstärker nicht vergleichbar. Nähert man sich der Höchstmarke der Verzerrung, stellt man fest, dass der Sound an Natürlichkeit verliert. Im mittleren Gain-Bereich hat er sicherlich seine Stärken, was Dynamik und Sound angeht.

Der Effektweg funktioniert mit den üblichen Delay- und Hall-Pedalen bzw. den 19″ Rackeinschüben ausgezeichnet. Die „Pedalfreundlichkeit“ (insbesondere bei Benutzung von Verzerrerpedalen) bei Transistorverstärkern hinkt im Allgemeinen den Fähigkeiten eines Röhrenverstärkers hinterher, da eine Röhre die Signale im Allgemeinen einfach etwas „weicher“ und „natürlicher“ verarbeitet. Unser transistorbasierender Testkandidat macht da ebenfalls keine Ausnahme.

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Bezug

— Nach wie vor Kult —

Der sich an Bord befindliche digitale Hall klingt ansprechend und bietet gegenüber der Verwendung der klassischen Hallspirale den Vorteil, dass das Raumschiff Orion artige Scheppern, das durch wackelnde oder vibrierende Bühnen, Tanzflächen etc. entsteht, endlich ein Ende hat. Die drei Klangnuancen des Digitalhalls, die der Orange CR 120 C bereitstellt, bieten deutlich mehr Flexibilität als ein gewöhnlicher Federhall.

Die Klangbeispiele wurden mit folgendem Equipment aufgenommen:

Strat mit Singlecoils bzw. Humbucker, Orange CR 120 C mit etwas eingebauten Hall, keine weiteren Effekte. Shure SM 57, Apogee Duett, Mac mit Logic

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Fazit

Die Kultmarke Orange hat design- und verarbeitungsmäßig alles Wünschenswerte zu bieten, doch wer Röhrensound kennt, wird sich mit der transistorbasierenden Klangwiedergabe des Orange CR 120 C nicht wirklich zufriedengeben. Man spürt und hört, dass hier keine Röhre im Spiel ist. Der Sound beider Kanäle klingt durchaus ansprechend, was auch den guten Lautsprechern und der Verwendung stabilen Materials zu verdanken ist, lässt letztlich aber doch eine gewisse natürliche Schönheit und Dynamik vermissen. Die Transistorvariante schont zwar geringfügig den Geldbeutel, doch die röhrenbasierten Modelle von Orange sind der transistorbetriebenen Variante überlegen.

Plus

  • Design
  • Verarbeitung
  • klare und angezerrte Sounds
  • flexibler Digital-Hall

Minus

  • kein Fußschalter zur Kanalumschaltung im Lieferumfang
  • High-Gain-Sounds
  • Betrieb einer Zusatzbox nur mit 16 Ohm Impedanz möglich

Preis

  • Ladenpreis: 725,- Euro
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Klangbeispiele
Forum

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