Test: Phonic AM1204 FX USB, Kleinmischpult

13. Februar 2015

Klein und schon FX und USB

Der Markenname Phonic begleitet das „kleine“ Showbusiness nun schon seit 1977. In der Zwischenzeit hat die Firma aus Taipeh für viele prestigeträchtige Marken gefertigt. Darunter sind illustre Namen wie Dynacord, Philips, Roland, Electro Voice, Vestax und Yamaha. Seit 1995 gibt es Audioprodukte, die unter dem eigenen Namen vertrieben werden.

Phonic

Sie gehören seither zum Standard in der hart umkämpften unteren Preis-Leistungs-Liga und müssen sich mit Konkurrenten wie Behringer messen. Das Geschäft in dieser Liga ist hart, da Geräte, die preislich noch weiter unterhalb gehandelt werden, kaum brauchbare Ergebnisse liefern und Geräte, die knapp darüber liegen, von namhaften Herstellern wie Yamaha, Soundcraft oder Mackie und Allen & Heath angeboten werden. Der Aspekt, dass es in Zeiten der x-ten Smartphone-Generation immer noch analoge Kleinmixer gebraucht werden und immer neue auf den Markt kommen, lässt aufhorchen. Ich hatte also doch immer recht: „In electronics nothing gets obsolete“.

Noch gar nicht vollständig auf dem Markt eingeführt und schon hier auf Amazona getestet: Mit dem AM1204 FX USB hat Phonic ein Kleinmischpult auf den Markt gebracht, das sich für kleine oder mittlere Beschallungsaufgaben, Recording-Anwendungen, Festinstallationen und Video-Vertonung eigenen soll. Vier Kanäle haben je einen Mikrofonvorverstärker mit Kompressor, 48V-Phantompower und XLR-Eingänge. Zwei weitere Kanäle sind als Stereoeingänge für Linepegel ausgelegt. Alle Kanalzüge können wahlweise auf die Subgruppe oder den Main-Mix geroutet werden. Dazu gibt es neben einem Dreiband-EQ pro Kanal einen Aux-Weg für externe Effekte und einen EFX-Weg, der den Effektanteil des internen Effektprozessors steuert. Es gibt es einen klassischen 2TrackAnschluss: Ein RCA-Stereo-Paar für ein- und ausgehende Signale. Dazu gibt es einen USB-Anschluss, um zwei Spuren vom Computer aufs Pult zu legen und umgekehrt für die Aufnahme des Main-Outs.

Die Features

  • vier Mic/Line Mono-Kanäle mit Phantomspeisung
  • zwei Stereo-Line-Kanäle
  • Dreiband-Klangregelung pro Kanal
  • Kompressoren für Mikrofonkanäle
  • 16 Bit/48 kHz USB-Schnittstelle
  • 32/40 Bit Effektprozessor mit Tap Delay und Fußschalter
  • zwei Stereo-Aux-Returns, einmal mit Effect-to
  • Monitor Funktion
  • internes Netzteil
  • Maße: 300 x 89 x 340 mm
  • Gewicht: 4,2 kg
Forum
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    Sieht ja alles in allem robust und im besten Sinne wertig (für den aufgerufenen Preis) aus.
    Was ich mich frage: Hat sich hier Phonic direkt von Mackie „inspierieren“ lassen, oder küsste die Muse zuvor noch Behringer, bevor die promiske Knutscherei weiter ging….?
    Whatever; kleine ordentliche Pulte werden immer ihren Platz finden.
    @ Malte: Vielen Dank für deinen Punktabzug wegen der blendenden LED. Das ist in der Tat eine Unart, die mich auch schon häufig genervt hat. Mittlerweile auch bei Tretminen, und dann in einer solchen Helligkeit, dass man die darunterliegenden Regler und deren Stellung kaum noch erkennen kann.

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    Ich habe 3 der kleinen Phonic-Mixer in verschiedenen Größen ohne USB und FX als Sub-Mixer oder Kopfhöreranschluss an den E-Drums und Gitarren-Effekten. Mir ist an den kleinen Analog-Mixern vor allem wichtig, dass der Signalweg nicht durch weitere Digitalwandler vermatscht wird. Im Preis-Leistungsverhältnis sind sie unschlagbar. Und an der Zuverlässigkeit gibt’s auch nichts zu meckern.

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